Hongkong: Zu viele Haiflossen von gefährdeten Arten

2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen!

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von gefährdeten oder bedrohten Arten. Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen. mehr ->

Artenschutzkonferenz: Mehr Schutz für Haie

Resolutionen zu Unterwasserlärm und Plastikverschmutzung

Am 28. Oktober endete in Manila die 12. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS). Die Regierungen vereinbarten auf der Artenschutzkonferenz unter anderem, bei der Verringerung negativer Auswirkungen von Meeresmüll, Lärmbelastung, erneuerbaren Energien und Klimawandel auf wandernde Arten zusammenzuarbeiten. Auch erhalten drei Hai- und drei Rochenarten einen besseren Schutzstatus. Der vom Aussterben bedrohte Walhai schaffte es auf Anhang I des CMS – die höchste Kategorie des Abkommens. Schwarzhai (Carcharhinus obscurus) und Blauhai (Prionace glauca) wurden ebenso wie die Rochen Gemeiner Engelhai (Squatina squatina) und zwei Geigenrochenarten in die Anhänge I und II aufgenommen. mehr ->

Niederlande: Einzigartiges Fischschutzprojekt

Großartig: Niederländer hauen Loch in Deich und bauen Fischmigrationsfluss – damit Fische wieder wandern können!

Während in der ganzen Welt als Antwort auf den durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel Deiche verstärkt und erhöht werden, durchbrechen die Niederländer kurzerhand gewohnte Muster. Sie hauen ein Loch in den Deich! Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn bislang ist das schnurgerade, 32 Kilometer lange Bollwerk (Afsluitdijk) inmitten des Meeres, welches das Ijsselmeer eingrenzt, ein einziges Hindernis für viele Zugfische. Sie können nicht mehr zwischen ihren Lebens- und Laichgebieten vom Süß- ins Salzwasser und umgekehrt wechseln. Das soll sich ab 2022 mit dem Fischschutzprojekt „Fischmigrationsfluss Abschlussdeich“ ändern. mehr ->

Hainetze: Erfolg für bedrohte Delfinart

Endlich sinkt die Beifanggefahr für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine (Sousa plumbea) vor Richards Bay (Provinz KwaZulu-Natal, Südafrika)!

Nach zähen Verhandlungen konnte die von uns unterstützte Meeresbiologin Shanan Atkins die Stadtverwaltung von uMhlathuze zu einer Reduzierung der für ihre hohe Beifangrate gefürchteten Hainetze „net 99“ und „net 5“ bewegen. Während „net 99“ auf etwa 100 m Länge halbiert und um zwei Köderhaken (engl.: „Drumlines“ – an Bojen befestigte Leinen, an deren Ende ein schwerer Köderhaken zum Fang großer Haiarten befestigt ist) ergänzt wird, wird das bereits 2005 halbierte „net 5“ entfernt und durch zwei zusätzliche Drumlines ersetzt. mehr ->

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen: In den Korallenriffen gibt es eine „Putzerstation“, an der sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen lassen. mehr ->

MSC-Fischlabel in der Kritik

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MES-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es an eine Thunfischerei aus Mexiko vergeben worden, die beim Thunfischfang Delfine jagt, verletzt und tötet.

Bereits vor einem Jahr zeigte eine interdisziplinäre Studie von Wissenschaftlern aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationaler Kollegen, dass viele MSC-ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. Von 31 Fischbeständen im Nordostatlantik, die die Forscher unter die Lupe nahmen, wurden mehr als zehn Bestände stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang um bis zu 50 Prozent überschritten. mehr ->

Namibia: Erfolg für den Meeresschutz

Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias!

Das ist ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika: Das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien exportieren wollte, hat seine Pläne aufgeben müssen. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt. mehr ->

Australien: Sondererlaubnis für neue Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Frydenberg will mit seiner umstrittenen Entscheidung die lokale Tourismusindustrie stützen. Damit verurteilt er unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir haben Frydenberg dringend aufgefordert, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen und sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einzusetzen. mehr ->

Hainetze: Todesfalle für Haie und Delfine

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen vor Haiangriffen geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der an Mosambik angrenzenden Provinz KwaZulu-Natal. mehr ->

IWC will Vaquita retten

Vaquita im Golf von Kalifornien.

Vaquita im Golf von Kalifornien.
Foto: ©Paula Olson/NOAA/public domain

Illegale Stellnetzfischerei droht die letzten Kalifornischen Schweinswale auszurotten

Vaquitas gelten aufgrund ihres sehr kleinen Verbreitungsgebietes im nördlichen Golf von Kalifornien (Mexiko) verbunden mit dem enorm hohen Nutzungsdruck in ihrem Lebensraum als eine der am stärksten vom Aussterben bedrohte Meeressäugerart der Welt.

Die nur etwa 1,5 Meter groß werdenden Vaquitas (Phocoena sinus), auch Kalifornische Schweinswale genannt, gehören zu den kleinsten Delfinartigen, die es gibt. mehr ->