Neuer Biokunststoff für Lebensmitteltransportboxen

Biobasiertes Material aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt Plastik

Frische Lebensmittel müssen über weite Strecken sicher in die Supermärkte transportiert werden. Daher greift der Handel hier gerne auf Transportboxen aus Hohlkammerstegplatten zurück. Sie ähneln Wellpappkartons, sind aber wasserfest. Bisher ließen sie sich nicht aus Biokunststoff herstellen. Doch jetzt hat das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT zusammen mit internationalen Partnern ein biobasiertes, kompostierbares Material entwickelt. Dieses hält den komplexen Anforderungen von Lebensmitteltransportboxen stand. Deshalb kann es zukünftig gängige fossile Kunststoffe (Plastik) ersetzen. -> WEITERLESEN <-

Zwischenbericht – Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern

Ohne Flexibilität geht nichts…

Seit Herbst 2018 unterstützen wir das wichtige und zukunftsweisende Forschungsprojekt „Mangroven auf Riffdächern“ in Fidschi der beiden Biologinnen Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein des Leibnitz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen (ZMT). Im letzten Oktober ging es für die beiden los. Hier ist ihr gekürzter Zwischenbericht.

Ankunft in Fidschi

Nach Monaten der Vorbereitung sind wir am 20.10.2018 endlich in Suva angekommen. In den ersten Tagen stand vor allem die Suche nach Unterkunft und das Zurechtfinden in der Kultur, der Stadt und auf dem Universitätsgelände im Vordergrund.

„Fiji time“ – alles kann, nichts muss

Wie es so ist, wenn man an einen neuen Ort kommt, lernten wir in den ersten Tagen so viele Menschen kennen, dass es fast unmöglich war sich alle Namen und Gesichter zu merken. Was sich allerdings während all dieser Begegnungen bei uns einprägte, war die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fidschianer. Jeder und jede gab uns direkt ein paar Tipps mit auf den Weg, bot Hilfe für die kommende Forschung an oder führte uns im jeweiligen Arbeitsbereich der Universität herum.

Was uns auch sofort nahegelegt wurde: „Fiji time“ – alles kann, nichts muss. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird sich irgendwie schon alles ergeben! Dies durften wir bei unserem Aufenthalt mehrere Male für uns selbst erfahren. -> WEITERLESEN <-

MSC-Siegel führt Verbraucher in die Irre

Informationsmaterialien „MSC-Zertifizierungen aus angeblich nachhaltiger Fischerei“

Die öffentliche Kritik und Berichterstattung zu MSC-Siegel-Zertifizierungen wird immer lauter. Auch die Verbraucher empfinden den jetzigen Standard als nicht nachhaltig.

Die Initiative Make Stewardship Make Stewardship Count der wir angehören, setzt sich für eine zukünftig wirklich nachhaltige Fischerei und damit für die Zukunft unserer Ozeane ein!

„Make Stewardship Count“-Koalitionsmitglieder von Stop Finning (Oliver Feist), der Deutschen Stiftung Meeresschutz und Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. (Ulrich Karlowski), der Deutschen Meeresstiftung (Frank Schweikert) und von Sharkproject (Iris Ziegler) präsentierten die Zielsetzungen der Koalition Ende Januar auf der Bühne der BOOT-Messe in Düsseldorf. Dabei berichteten sie auch über den gegenwärtigen Stand der Kampagne.

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Kostbare Wildnis vor dem Deich

10 Jahre UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer in St. Peter-Ording

Am 26. Juni 2009 erklärte die UNESCO das Wattenmeer der Nordseeküste vom niederländischen Den Helder bis nach Esbjerg in Dänemark – darunter den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – zum UNESCO Weltnaturerbe. Ein Titel, der die Schutzwürdigkeit der Nordseeküste auch international unterstreicht. Denn sie wurde damit zu einem weltweit einzigartigen und unersetzlichen Naturgebiet erklärt, das von herausragendem Wert für die gesamte Menschheit ist. Im Zuge dieser Auszeichnung kann das Wattenmeer heute in einem Atemzug mit den berühmtesten Naturregionen der Welt genannt werden, zum Beispiel dem Great Barrier Reef, dem Vulkan Ätna oder den Everglades.

St. Peter-Ording begeht das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Diese sollen das Bewusstsein für die Schönheit und den Schutzbedarf dieses natürlichen Schatzes fördern sowie das Erleben der Natur in den Mittelpunkt stellen. So steht die Naturerlebniswoche in diesem Jahr unter dem Motto „10 Jahre Weltnaturerbe“. Sie findet vom 17. bis 23. Juni 2019 statt – inklusive des Weltnaturerbefests am 23. Juni 2019. Ein Infowagen hält ganzjährig bei verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Ort Sonderinformationen zum Thema Weltnaturerbe bereit. Auch die digitalen Besucherinformationssysteme bieten darüber Auskünfte. -> WEITERLESEN <-

Deinen ersten Wal – vergisst du nie

Neues Buch von Tierfilmer Ralf Kiefner

„Wie ferngesteuert streckte ich meine Hand nach seinem Kopf aus, um eine Kollision zu verhindern und um ihn so auf Distanz zu halten.“ Ralf Kiefners erster Wal aus nächster Nähe, ein Glattwal: Freund oder Feind? Auf alle Fälle eine eindrucksvolle Begegnung … so viel sei verraten. -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben an der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Sie schauen nicht nur einfach mal – Heringsschwärmen folgend – vorbei. -> WEITERLESEN <-

Spielend Plastikmüll im Meer beseitigen

Neue kostenlose Handy-App für mehr Umweltbewusstsein

Logo von TRIBOOT.Das Mülheimer IT-Unternehmen TRIBOOT Technologies möchte in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) und OceanCare spielerisch das ernste Thema Vermüllung der Meere, insbesondere durch Plastikmüll, erfahrbar machen. Die neue kostenlose Handy-App Rettet unseren Ozean will junge Menschen für den Meeresschutz begeistern. Es geht darum, innerhalb einer Minute möglichst viel Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Dabei sollte man aber möglichst keinen Fisch treffen. Im Anschluss kann man seinen High-Score durch die Beantwortung von drei Fragen zum Thema Müll in den Meeren noch weiter heraufschrauben. -> WEITERLESEN <-

Zum traurigen Zustand unserer (Um)Welt

Denkschrift zum neuen Jahr von Michael Schleicher, Pro Umwelt Redaktionsservice, PUR – Medienzentrum Umwelt: Trauerspiel Naturschutz (nicht nur) in Deutschland!

Hinterfragungswürdige Schwerpunktsetzungen in der Umweltpolitik haben den Umwelt- resp. Naturschutz mittlerweile zu einem – über weite Strecken ideologisierten – „Klimaschutz“(-Projekt) mutierten lassen, machen so dem „klassischen“ Naturschutz das Leben schwer. Folge: unnötige wie kontraproduktive Konfrontation(en) anstelle bitter nötiger Kooperation(en).

Was kann es schon Wichtigeres geben, als die Welt zu retten?

Offshore Windkraft Gefahr für die Artenvielfalt.

Offshore Windkraft: Gefahr für die Artenvielfalt

Profilierungsgeneigte Politiker, zweifelhafte „Umweltschützer“ sowie interessengeleitete Lobbyisten konnten sich vor diesem Hintergrund die ideale Plattform schaffen, um sich eindrucksvoll in Szene zu setzen – was kann es schon Wichtigeres geben, als die Welt zu retten?

Wer möchte sich da noch mit unspektakulärem Naturschutz abgeben – dieser ist kaum noch Thema, Privilegierungs- und EEG-Gesetz haben dem Volk längst klargemacht, dass Natur- und Landschaftsschutz den Interessen der „Bio“-Energie-Branche unterzuordnen sind, allen voran denen der Windkraft-Lobby.

Windkraft: Wolf im Schafspelz

Horst Stern, Altmeister des Tier- und Naturfilms, bezeichnete die Windkraft schon vor über 20 Jahren weitsichtig als „Wolf im Schafspelz“ (s. Vorwort zu „Windkraft: Eine Alternative, die keine ist“, vgl. Zweitausendeins, 1997, Hrsg. Prof. Dr. Otfried Wolfrum, Initiativgruppe Darmstädter Manifest). -> WEITERLESEN <-

Artensterben: Verlierer und Gewinner 2018

Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter

Das 6. große Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter. Der aktuelle Living Planet Report der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF vermerkt einen 60-prozentigen Rückgang unter den weltweit bekannten Wirbeltierbeständen seit 1970. Zu den Verlieren 2018 zählen unter anderem der Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis), der nun offiziell als stark gefährdet gilt, sowie – bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbar – die Heringe in der westlichen Ostsee. -> WEITERLESEN <-

Der deutschen Nord- und Ostsee geht es schlecht

Probleme vor allem durch Fischerei, Landwirtschaft und Meeresmüll

Fisch-, Vogel- und Säugetierarten in Nord- und Ostsee haben es schwer. Denn die Belastung der Meeresökosysteme ist zu hoch. Darauf weist das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der aktuellen Berichte zum Zustand der deutschen Ostsee- und Nordseegewässer hin. Erstellt wurde diese Bestandsaufnahme von der Bundesregierung und den Küstenbundesländern für die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Viel verbessert hat sich nicht. Allerdings sind die Probleme altbekannt: Eutrophierung (Überversorgung mit Nährstoffen), Fischerei und Vermüllung, vor allem mit Kunststoffen. Weiterhin besorgniserregend ist das Eindringen nicht-einheimischer Arten (Bioinvasoren). -> WEITERLESEN <-

Fisch des Jahres 2019: Der Atlantische Lachs

In Deutschland ist der Lachs vom Aussterben bedroht – Zu wenige passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate

Fisch des Jahres 2019 wird der Atlantische Lachs (Salmo salar). Ausgewählt haben ihn der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit der Wahl soll auf die kritische Bestandssituation dieser Fischart in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn für Schutz, Erhaltung und erfolgreiche Wiederansiedlung von Lachsen fehlt es an passierbaren Flüssen und geeigneten Laichhabitaten. Doch diese müssten dringend wiederhergestellt werden.

Bereits 1992 und 2000 war der Atlantische Lachs schon einmal zum Fisch des Jahres gewählt worden. Mit der seit 1984 vergebenen Auszeichnung wird auf schädigende Einflüsse des Menschen auf die Lebensräume der jeweiligen Fischart hingewiesen. -> WEITERLESEN <-

Stark gefährdet: Haie und Rochen in Nord- und Ostsee

Regulierung der Fischerei in deutschen Natura-2000-Gebieten unverzichtbar

Haie, Rochen und Chimären in der deutschen Nord- und Ostsee haben es schwer. Zu diesem Schluss kommt ein Hamburger Forscherteam. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysierte es Vorkommen und Gefährdung dieser Knorpelfische in deutschen Meeren. Im Ergebnis gilt nur eine einzige der zehn heimischen Arten als ungefährdet. Dies ist der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-

Artenschutz größtes Problem unseres Jahrhunderts

Der Verlust von Biodiversität könnte auf lange Sicht bedeuten, dass wir nichts mehr zu essen haben

Dirk Steffens.

„Artenschutz ist das größte Problem unseres Jahrhunderts“, sagt Tierfilmer und „Terra X“-Moderator Dirk Steffens im Titelinterview mit DB MOBIL. Quelle: obs/TERRITORY

Dirk Steffens traut sich was: „Das Artensterben ist möglicherweise das größte Menschheitsproblem unseres Jahrhunderts. Wir haben das Gefühl entwickelt, dass alles wieder gut wird, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff bekommen. Aber das stimmt nicht.“ Darf man das sagen? Man darf! Man muss!

Seit 25 Jahren ist der Journalist Dirk Steffens als Tierfilmer unterwegs, füllt mit seinen Vorträgen Arenen. Im Interview mit der November-Ausgabe der DB MOBIL räumt Steffens im Magazin der Deutschen Bahn mit Missverständnissen im Artenschutz auf: „Es geht eben nicht nur um Eisbären und Pandas. Wenn die Eisbären morgen aussterben, hat das keine Folgen für unseren Alltag. Die spielen für uns gar keine Rolle.“

Der 50-jährige Moderator (u. a. „Terra X“, „Steffens entdeckt“, „Terra Xpress“) scheucht heilige Kühe übers Eis. So etwa wenn er mit der provokanten These, Palmöl-Produkte nicht pauschal zu boykottieren, auch wenn für diese in großem Maße Tropenwälder gerodet werden, für einige Irritationen sorgen und wenig Beifall einheimsen dürfte.

Denn laut Steffens müsste das Pflanzenfett bei einem Palmöl-Boykott hierzulande produziert werden, was „ökologisch möglicherweise die noch größere Katastrophe“ bedeute: „Wir benehmen uns wie ein Affe am Schaltpult im Atomkraftwerk. Er ist intelligent genug, die Knöpfe zu bedienen, aber er ahnt nicht, was passiert, wenn er einen bestimmten Knopf drückt. Wenn es gut läuft, geht im Klo nur das Licht aus. Aber wenn es schlecht läuft, gibt es eine Kernschmelze.“

Das Ganze ist übergroß

Steffens brennt für die Artenvielfalt: „Das Ganze ist so übergroß, und es hat Besitz von meinem Leben ergriffen. Fast alles, was ich mache, hat mit Biodiversität zu tun. Das finde ich manchmal Furcht einflößend.“

Lesen Sie nachfolgend das vollständige Interview mit Dirk Steffens aus DB MOBIL
(mit freundlicher Genehmigung von TERRITORY).
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Das „Rote Augen“-Projekt

Fidschi: Warum haben junge Bullenhaie im Fluss Rewa rote Augen?

Für ihre von uns geförderte Dissertation zum Haischutz in Fidschi fing Meeresbiologin Kerstin Glaus im Fluss Rewa auf Fidschis Hauptinsel Viti Levu junge Bullenhaie und untersuchte sie. Zu ihrer großen Überraschung hatten 80 % der 83 untersuchten Babyhaie beidseitig rote Augen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Derartiges war noch nie berichtet worden. Wodurch werden die roten Augen bei den Babyhaien verursacht? Wie lässt sich das Phänomen wieder beheben? Über den Beginn einer schwierigen Spurensuche.

Bullenhaie (Carcharhinus leucas) gehören zu den ganz wenigen Haiarten, die auch im Süßwasser leben. Man kennt die über 3 m langen, Requiemhaie auch als Stierhai oder Sambesihai. Diese imposanten Knorpelfische fühlen sich in Flüssen, Flussmündungen und Seen so wohl, dass sie dort auch ihre Jungen zur Welt bringen. Hier, in geschützten Küstengewässern, entlassen die Weibchen nach 10 bis 11 Monaten Tragzeit ein bis dreizehn lebendgeborene Jungtiere. Doch ihre Vorliebe für Süß- oder Brackwasserlebensräume macht es Bullenhaien heute schwer. Zwar sind die jungen Bullenhaie hier vor Fressfeinden gut geschützt. Docn anthropogenen Einflüssen wie Fischfang, Wasserverschmutzung oder Eutrophierung können sie nicht entkommen.

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Petition „Kein Phosphatabbau vor Namibia“

Online-Petition von Naturschützern aus Namibia: “Say No to Marine Phosphate Mining!”

Bitte mitmachen und weitersagen! Die Petition “Say No to Marine Phosphate Mining!” fordert den Umweltminister von Namibia auf, keine Genehmigung zum Phosphatabbau im Meer zu erteilen. Schon seit Jahren kämpfen namibische Naturschützer gegen den geplanten Phosphatabbau vor ihrer Küste.

Großflächige und unwiederbringliche Zerstörung mariner Lebensräume

Der weltweit begehrte Rohstoff wird vorwiegend als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet. Nun befürchten Naturschützer eine großflächige und unwiederbringliche Zerstörung des marinen Lebensraumes mit verheerenden Folgen für Meerestiere. Darunter auch ohnehin schon gefährdete Arten. Unter eklatanter Missachtung namibischer Gesetze hatte das Umweltministerium noch vor Abschluss einer Umweltverträglichkeitsprüfung zunächst eine Genehmigung erteilt. Diese musste es unter Androhung einer Klage allerdings wieder zurückziehen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. -> WEITERLESEN <-

Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern in Fidschi

Was machen Mangroven auf dem Riff?

Mit ihrer atemberaubenden Artenvielfalt gehören Mangrovenwälder neben Korallenriffen und tropischen Regenwäldern zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Mangroven leben im Gezeitenbereich tropischer Küsten. Mangrovenwälder bestehen aus gut 70 Arten von salztoleranten Bäumen und Sträuchern. Ihre weltweit anhaltende Zerstörung hat katastrophale ökologische und ökonomische Auswirkungen. So gehen Erträge der Küstenfischerei dort drastisch zurück, wo Mangrovenwälder abgeholzt wurden. In der Folge verlieren unzählige Arten ihren Lebensraum. Derzeit können Ansätze, diese einzigartigen Wälder wieder aufzuforsten, die Verluste durch anhaltende Abholzung nicht auffangen. Manchmal jedoch wachsen Mangroven auch dort, wo man sie am wenigsten erwartet. In Fidschi sogar auf Riffdächern!

Unterstützung für zukunftsweisendes Mangroven-Forschungsprojekt

Übersicht des Forschungsgebietes und die Entwicklung der Mangrovenbaum-Abundanz über einen Zeitraum von 9 Jahren.

Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein, Studentinnen des Fachbereichs 2 (Biologie/Chemie) und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) sind diesem Phänomen auf der Spur. Denn man weiß so gut wie nichts darüber.

Auf einem Riffdach in der Nähe von Suva, Fidschi, hat man relativ junge Mangrovenbäume entdeckt. Und sie scheinen sich dort auszubreiten. Doch ein derartiges Vorkommen an dieser Stelle einer Riffstruktur ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern wurde in der Literatur noch nie erwähnt.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ erforschen die jungen Biologinnen die ungewöhnliche Lebensgemeinschaft. Dabei hoffen sie auch, neue, bislang nicht bekannte Möglichkeiten für Aufforstungsprogramme für Mangrovenwälder zu finden.

Wir unterstützen dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt. Los geht es im Oktober 2018 südöstlich vor der Küste der Insel Viti Levu. Bereits Ende Juli 2019 sollen die Ergebnisse vorliegen. -> WEITERLESEN <-

OZEANOPÄDIE – Unglaubliche Geschichten vom Meer

So kommt das Salz ins Meer und andere merkwürdige Geschichten

Die Meere bedecken drei Viertel der Oberfläche unseres Planeten. Strände sind schön, Tsunamis schrecklich, die Seefahrt gefährlich, die Tierwelt unter Wasser atemberaubend. So weit, so bekannt. Aber wer weiß schon, dass die weißen Klippen von Dover ein Werk von Mikroalgen sind? Geschweige denn, wie der Tiefseefisch das Licht anmacht? Oder dass Algen nicht Pflanzen sind? Vor allem sind sie sondern einfach Algen und ökologisch betrachtet eine der erfolgreichsten Organismen auf dem Planeten. In seiner OZEANOPÄDIE schildert Meeresbiologe Tom Hird 291 merkwürdige, amüsante und unglaubliche Geschichten vom Meer und seine manchmal recht sonderbaren Bewohner. Oder haben Sie schon einmal von Yeti-Krabben, Pazifischen Viperfischen, Schleimaalen oder Pompejiwürmern gehört? -> WEITERLESEN <-

Whalewatching-Beobachtungsstation La Gomera: Update

Projekt „Landgestützte Beobachtung von Walen und Delfinen vor La Gomera“

2017 förderte die Stiftung das Projekt Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera des gemeinnützigen Vereins MEER e. V. aus Berlin. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey. Hier ist der Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera. Ziel ist es vor allem, den Walbeobachtungstourismus der Whalewatching-Anbieter vor La Gomera in naturverträglichere Bahnen zu lenken.

Was hat sich ein Jahr nach Einrichtung der Station getan? Ein Bericht von Fabian Ritter, Meeresbiologe und Vorsitzender von MEER e. V. -> WEITERLESEN <-

Massiver Artenverlust durch Tiefseebergbau

Tiefe Narben: Massiver Artenverlust noch 26 Jahre nach dem Abbau

Gemeinsam mit einem internationalen Team haben Senckenberg-Wissenschaftlerinnen die Auswirkungen von Tiefseebergbau – wie den Abbau von Manganknollen – auf die Artenvielfalt am Meeresboden untersucht. Sie zeigen, dass auch 26 Jahre nach einem Tiefseebergbau ein erheblicher Artenverlust vorhanden ist. Betroffen sind insbesondere filtrierende Tiere und andere bodenlebende Organismen. Noch über zwei Jahrzehnte nach dem Abbau bleiben knapp 80 Prozent dieser Arten verschwunden. Die Studie erschien im Fachjournal „Biogeosciences“. -> WEITERLESEN <-

Neue EU-Subventionen für neue Fischtrawler

Bis zum letzten Fisch

Allen Beteuerungen und Reformbestrebungen der europäischen Fischereipolitik zum Trotz will die EU-Kommission für die sogenannten „Gebiete in äußerster Randlage“ Subventionen zum Bau neuer Fischtrawler gewähren. Zu den Gebieten in äußerster Randlage zählen neun Gebiete der EU. Dazu gehören aus Frankreich: Guadeloupe, Französisch-Guayana, La Réunion, Martinique, Mayotte und St. Martin. Während Portugal Madeira und die Azoren „ins Rennen schickt. Schließlich sind da noch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Begründet wird dies u.a. mit der dringend notwenigen Modernisierung der Fischereiflotten in den Gebieten in äußerster Randlage. Denn die dortigen Flotten seien untragbar veraltet und die Kutter zu klein. Folglich können sie mit ihrer beschränkten Kapazität und niedrigen Entfernungsleistung auf See ihre Fischereiressourcen nicht effektiv nutzen. -> WEITERLESEN <-

Sieg für die Wale: Walfang bleibt verboten

Sieg für die Wale!

Vom 10. bis 14. September 2018 fand im brasilianischen Florianópolis die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Erneut stand das weltweite Walfangverbot auf dem Spiel . Doch die Walschützer siegten. Japans Antrag wurde mit 41 zu 27 Stimmen abgelehnt! Neben den klassischen Walfangbefürwortern Island und Norwegen unterstützten vor allem Länder aus Afrika und dem asiatischen Raum den Antrag für den Walfang. Doch es wurde ein Sieg für die Wale! -> WEITERLESEN <-

Wenn die braune Flut auf die rote Flut trifft

Eine braune Flut genannte Algenblüte bewegt sich auf die Algenpest rote Flut zu – Verlängerung einer Umweltkatastrophe?

Seit November 2017 verwandeln sich die Strände im Südwesten von Florida in Friedhöfe für Meerestiere. Denn eine Red Tide (rote Flut) tötet unterschiedslos Meerestiere, wie Delfine, Wale, Manatis (Seekühe), Meeresschildkröten oder Fische.  Es ist die längste bislang bekannte Rote Flut überhaupt. Wer in einen der viele Quadratkilometer großen roten Teppiche mit seinen von winzigen, einzelligen Kieselalgen (Diatomeen) der Art Karenia brevis produzierten Giftgaswolken gerät, ist verloren. Von den Counties Pinellas und Collier breitete sich die tödliche Algenpest im August 2018 bis in die Sarasota-Bucht aus. Dort wurde der 12-jährige Große Tümmler „Speck“ eines ihrer ersten Opfer unter Meeressäugern. Am 17. August fand man „Speck“ tot am Strand des Big Sarasota Pass. Nun könnte eine Brown Tide (braune Flut) die Umweltkatastrophe noch gewaltig verschärfen. -> WEITERLESEN <-

Japan – Land des blutigen Meeres

Am 1. September beginnt die sechsmonatige Delfintreibjagd in Japan

Bald schon wird sich die Meeresbucht von Taiji wieder rot färben. Wieder werden Fischer ganze Delfinschulen in eine Bucht treiben, um die Tiere dann brutal zu töten. Ein einziger Ort in Japan und nur rund 25 Fischer sind an diesem Gemetzel beteiligt. Bis zu dreimal pro Woche jagen sie Große Tümmler und andere Arten wie Rundkopf- oder Weißstreifendelfine mit Motorbooten in eine Bucht, die sie dann absperren. Wild stechen sie mit Messern und Harpunen auf die wehrlosen Lebewesen ein, die weder fliehen noch sich wehren können. Panische Sprünge und das hohe Kreischen der Tiere vermitteln nur ansatzweise das unsägliche Leid, das ihnen angetan wird. -> WEITERLESEN <-

Florida: Rote Flut tötet Meerestiere

Katastrophale Folge der industrialisierten Landwirtschaft

Immer mehr tote Meerestiere, Delfine, Manatis, Meeresschildkröten und Fische werden seit Ende Juli an die Strände in Florida angespült. Es sind Hunderte von toten oder sterbenden Tieren. Schuld daran ist eine gewaltige Red Tide (rote Flut). Eine mit der Emission giftiger Gase einhergehende Algenblüte. Sie hat sich auf mehr als 160 Kilometer der Küstenlinie des Sunshine State ausgebreitet. Besonders hart hat die rote Flut bisher die Counties Lee, Collier, Charlotte und Sarasota getroffen. Ein Ende ist nicht absehbar. -> WEITERLESEN <-

Island: Jagd auf Zwergwale eingestellt!

Land der Gegensätze: Walfang versus Walbeobachtung

Erst vor wenigen Tagen machte der isländische Finnwaljäger Kristjan Loftsson Schlagzeilen. Er hatte einen seltenen Hybriden aus Finn- und Blauwal – oder sogar einen Blauwal – erlegt. Jetzt erreichen uns zwei erfreuliche Meldungen aus dem kleinen Land im Nordatlantik. Die Jagd auf Zwergwale wurde eingestellt! Ein seltener Nordatlantischer Glattwal wurde gesichtet. -> WEITERLESEN <-

Isländische Walfänger schlachten seltenen Hybridwal

Experten bleiben dabei, dass es ein Blauwal war

Anfang Juli erlegten isländische Walfänger eine seltenen Hybridwal. Es soll eine Kreuzung aus Blau- und Finnwal gewesen sein. DNS-Analysen eines isländischen Labors bestätigen zwar die Hybridtheorie. Dennoch halten Walexperten aufgrund von Fotos daran fest, dass es sich mit großer Sicherheit um einen Blauwal handelt. In einem offenen Brief hatten 17 Wissenschaftler, darunter auch Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, gefordert, dass Island den Walfang bis zur Klärung der Speziesbestimmung einstellt. -> WEITERLESEN <-

Gestrandete Pottwale stammten aus zwei Gruppen

Schadstoffe und genetische Analysen verraten Herkunft und Gruppenzugehörigkeit

Im Januar und Februar 2016 strandeten 30 junge männliche Pottwale an den Küsten Deutschlands, der Niederlanden, Großbritanniens, Dänemarks und Frankreichs. Anschließend untersuchten Wissenschaftler 24 der gestrandeten Tiere auf Schadstoffe. Daran beteiligt waren das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) sowie Kollegen aus den betroffenen Nachbarländern. Sie stellten fest, dass die Tiere aus der Nordsee zu zwei Gruppen unterschiedlicher Herkunft gehörten. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachmagazin „Scientific Reports“. -> WEITERLESEN <-

Mikroplastik – überall und in großen Mengen

Mikroplastik kann man zwischen Sand und Muscheln entdecken

Gerade in den Sommerferien geht es für Millionen von Urlaubern wieder an die schönsten Strände. Dorthin, wo trotz aller Idylle leider auch die Vermüllung durch Plastikabfälle besonders präsent ist. Bei genauerem Hinschauen lässt sich Mikroplastik zwischen Sand und Muscheln am Strand entdecken. Doch woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel? Wie hoch liegen die jährlichen Emissionen in Deutschland? Diese Fragen standen u. a. im Fokus der »Konsortialstudie Mikroplastik«. Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer UMSICHT die letzten zwei Jahre den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen. Eine Kurzfassung der Studie mit Fazits und Empfehlungen ist ab sofort kostenfrei erhältlich. -> WEITERLESEN <-

Deutsche wollen mehr Meeresschutz

Plastikmüll im Meer wird als Bedrohung gesehen – Große Unterstützung für Meeresschutzgebiete

Eine große Mehrheit der Deutschen sieht die Plastik-Vermüllung der Meere als Gefahr für den Naturschutz. Zudem unterstützt sie die Einrichtung von Meeresschutzgebieten. Dies untermauert die aktuelle Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, am 06. Juli 2018 in Berlin vorstellten. So wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen mehr Meeresschutz sowie strengere Gesetze. Besonders die Fischerei soll mehr für den Schutz der Meeresumwelt tun. Zudem wollen Verbraucherinnen und Verbraucher sich darauf verlassen können, dass der Handel keine Produkte von bedrohten Fischarten anbietet. -> WEITERLESEN <-

Die Geschichte von Beebop

„Beebop“ wurde 2001 geboren, er starb nur 3 Jahre später in einem Hainetz

„Beebop“ war ein junger, männlicher Delfin. Normalerweise lassen sich Jungtiere meist nicht identifizieren, weil sie noch keine markanten Narben oder Kerben besitzen und daher nur erkennbar sind, wenn sie neben ihrer Mutter schwimmen. Haben sie sich „abgenabelt“ und sind selbstständig geworden, können die Delfinforscher ihren Lebensweg nicht mehr verfolgen.

Anders „Beebop“: Als Zweijähriger war er bereits gut an einer auffälligen Finnenform mit zwei Kerben zu erkennen. Und so konnten die Meeresbiologin Shanan Atkins und ihre Kollegin den Lebensweg des Kleinen von Geburt an verfolgen, auch als er dann allein durch die Gewässer zog. Die Mutter war den Forschern schon seit Mai 1998 bekannt, das auf den Namen „Line L“ getaufte Weibchen hatte inzwischen schon dreimal Nachwuchs. Beebop wurde 2001 geboren. -> WEITERLESEN <-

Positive Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt

Meeresumwelt-Symposium: Deutlicher Rückgang umweltbelastender Chemikalien in Nord- und Ostsee

Einige Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt sind in den letzten Jahren erheblich voran gekommen. So ging die Belastung mir  umweltbelastenden Chemikalien auf Grund gesetzlicher Regulierung in Nord- und Ostsee deutlich zurück. Besonders Substanzen im Bereich der Flammschutzmittel nahmen bereits im Vorfeld des ab 2020 geltenden Verbotes ab. Das sind einige Ergebnisse aus dem 28. Meeresumwelt-Symposium des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). 2018 lagen die Schwerpunkte auf Vorhaben zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 14 „Schutz und Nachhaltige Nutzung der Meere und ihrer Ressourcen“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Deshalb ging es besonders um Fragen aus „Schifffahrt und Umwelt“, „Meeresmüll„, „Offshore-Windenergie und Seevögel“ und „Nachhaltige Aquakultur“.

Das Meeresumwelt-Symposium ist die wichtigste interdisziplinäre Plattform zu Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt in Deutschland. Jährlich diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Umweltverbänden die drängenden Fragen und aktuellen Erkenntnisse zum Schutz der Meere.

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EU gegen Plastikflut in den Meeren

Die Europäische Union will Vorreiter beim Kampf gegen Plastikflut in den Meeren werden

Eigentlich kann man sich für seine Spezies nur schämen angesichts der Flut von Bildern vermüllter Gewässer und Strände – selbst in Landstrichen, die kaum je ein Mensch betreten hat. Im Mai stellte die Europäische Kommission Maßnahmen vor, mit denen man dem Plastikwahn in Europa Herr werden will. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Einwegprodukte. Man möchte, wie Jyrki Katainen, Vizepräsident der Kommission, erklärt, eine Vorreiterrolle übernehmen. Wissenschaftler schätzen, dass derzeit mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer schwimmen. Und jedes Jahr sollen weitere 8 bis 13 Millionen Tonnen dazukommen: Bildlich gesprochen, kippt pro Minute ein Mülllaster seine Ladung ins Meer.

Wenn wir so weitermachen, wird es in gut 30 Jahren mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben (bezogen auf das Gewicht). Der Müll taucht nicht nur sichtbar an den Stränden der Welt auf. Sondern auch in abgeschiedenen Winkeln der Erde. Er liegt sogar auf dem Grund der Tiefsee. -> WEITERLESEN <-

Mehr Schutz für Haie und Korallenriffe!

Wege zum schonenden Umgang mit dem Lebensraum Meer

Um der Zerstörung der Meere und ihrer Flora und Fauna durch das sogenannte Shark Finning und die Haifischerei generell, aber auch durch Dynamitfischerei und rücksichtslosem Tourismus entgegenzuwirken, befasst sich Julian Engel im Rahmen seiner Masterarbeit mit dem Ausbau von nachhaltigem Tourismus als alternative Existenzmöglichkeit in Entwicklungsländern. Speziell ging es dem jungen Tropenökologen um die Korallenriffe und den Haitourismus beim Pazifischen Fuchshai (Alopias pelagicus) vor der philippinischen Insel Malapascua.

Julians Arbeit, der sich als 2. Vorsitzender auch in der deutschen NGO Stop Finning engagiert, hatte etliche positive „Nebenwirkungen“. Sie stieß bei Einheimischen und Experten auf großes Interesse. Deshalb wird er seine Forschungsergebnisse demnächst auf einem Korallenriffsymposium vorstellen. So werden dank seiner Arbeit außerdem erste, wenngleich zaghafte Schritte für ein marines Schutzgebiet eingeleitet.

Hier Julian Engels Erfahrungsbericht seines knapp halbjährigen Einsatzes auf den Philippinen:

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Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir eine Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel der „Make Stewardship Count“-Koalition über Sharkproject e.V.  Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil. Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in diesen Ländern. Die Umfrage ergab, dass die Glaubwürdigkeit des MSC-Fischsiegels deutlich in Frage gestellt wird. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe in Brüssel 2018 vor. -> WEITERLESEN <-

Auf der Kippe: Vertrauen der Verbraucher in das MSC-Siegel

Ergebnisse einer neuen Verbraucherumfrage zu Ökosiegel für nachhaltigen  Fischfang veröffentlicht

Pressemitteilung, 26. April 2018 – Neueste Umfrageergebnisse einer im Auftrag der „Make Stewardship Count“-Koalition durchgeführten Verbraucherumfrage zeigen, dass der Marine Stewardship Council (MSC-Siegel) Gefahr läuft, das Vertrauen der Verbraucher komplett zu verlieren. Vor allen Dingen wegen seiner Haltung wesentlichen Themengebieten wie der Reduzierung des Beifangs von gefährdeten und geschützten Tierarten. Oder der gezielten Verfolgung und Einkesselung von Delfinen. Ferner der Zerstörung mariner Lebensräume oder der wirksamen Unterbindung des „Finning“ von Haien. Dabei werden den meist noch lebenden Tieren die Flossen abgeschnitten werden. Anschließend werden die Haikörper ins Meer zurückgeworfen werden. Dort ersticken sie bewegungsunfähig oder werden von anderen Tieren gefressen.

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Warnung vor The Ocean Cleanup

Todesurteil für unzählige Meerestiere und Meeresökosysteme

Wie utopia.de berichtet, soll The Ocean Cleanup noch in diesem Sommer nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im „Great Pacific Garbage Patch“ seine Arbeit aufnehmen. „Das wird ein unheiliger Tag für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren“, lautet die Warnung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM). -> WEITERLESEN <-

Fischsiegel MSC: Die dunkle Seite

Ist der das Fischsiegel MSC „auf die dunkle Seite“ gewechselt?

„Köder im Kühlregal – die dunkle Seite des Fischsiegels MSC“

Ein Film von Wilfried Huismann: ARD 23.04.2018 um 22:45

Immer wieder begegnet Huismann auf seiner Recherchereise  der Vorwurf, der MSC halte seine selbst gesetzten Standards nicht ein. Dr. Daniel Pauly, einer der Mitbegründer des Ökosiegels wirft dem MSC gar vor, mittlerweile mehr den Industrieinteressen als den eigenen Ökostandards zu folgen. Der MSC wäre „auf die dunkle Seite“ gewechselt. Was ist dran an diesem Vorwurf? Die Story im Ersten liefert überraschende und ernüchternde Erkenntnisse.

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Greenwashing-Skandal: MSC-Fischlabel

Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler fordern: Zertifizierungsstandards verbessern!

Sechsundsechzig Meeres- und Umweltschutzorganisationen – darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz – sowie führende Meereswissenschaftler haben einen offenen Brief an den Vorsitzenden des Marine Stewardship Council (MSC), Dr. Werner Keine, geschrieben, in dem sie den MSC im Hinblick auf „Principle 2“ des Standards (Einfluss auf das Ökosystem) kritisieren.

Tausende von gefährdeten und bedrohten Tierarten sterben unter dem MSC-Siegel

In ihrem Brief verurteilen die Unterzeichner den Marine Stewardship Council, dass er zunehmend Fischereien mit dem MSC-Siegel auszeichnet, obwohl diese Tausende von gefährdeten und bedrohten Tierarten fangen und den marinen Lebensräumen irreversiblen Schaden zufügen. Diese Zertifizierungspraxis, so der Brief, stellt die Glaubwürdigkeit des MSC in Frage und führt Verbraucher in die Irre, die beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auf dieses Nachhaltigkeitssiegel vertrauen. -> WEITERLESEN <-

Hai-Forschungsprojekt Philippinen – Zwischenbericht

Nachhaltiger Haitourismus als Alternative zu Haifang und Shark Finning

DSM unterstützt Hai-Forschungsprojekt auf den Philippinen: Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich der Tropenökologe Julian Engel mit der Entwicklung alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Ökotourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Die Hälfte seiner Zeit ist vorbei. Hier zieht er eine Zwischenbilanz. -> WEITERLESEN <-

Neues Schutzgebiet bei den Balearen

Ein besonderes Meeresschutz-Weihnachtsgeschenk

Auf der 20. Vertragsstaatenkonferenz der Barcelona-Konvention der Mittelmeer-Anrainerstaaten (17. bis 20. Dezember in Tirana, Albanien) wurden die Gewässer zwischen den Balearen und dem spanischen Festland zu einem besonderen Schutzgebiet von mediterraner Bedeutung (Specially Protected Area of Mediterranean Importance, SPAMI) erklärt. „Ein wichtiger Fortschritt für Wale und Delfine im Mittelmeer und den Erhalt mariner Biodiversität“, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM). -> WEITERLESEN <-

Hongkong: Zu viele Haiflossen von gefährdeten Arten

2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen!

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von gefährdeten oder bedrohten Arten. Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen in Hongkong. -> WEITERLESEN <-

Artenschutzkonferenz: Mehr Schutz für Haie

Resolutionen zu Unterwasserlärm und Plastikverschmutzung

Am 28. Oktober endete in Manila die 12. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS). Die Regierungen vereinbarten auf der Artenschutzkonferenz unter anderem, bei der Verringerung negativer Auswirkungen von Meeresmüll, Lärmbelastung, erneuerbaren Energien und Klimawandel auf wandernde Arten zusammenzuarbeiten. Auch erhalten drei Hai- und drei Rochenarten einen besseren Schutzstatus. Der vom Aussterben bedrohte Walhai schaffte es auf Anhang I des CMS – die höchste Kategorie des Abkommens. Schwarzhai (Carcharhinus obscurus) und Blauhai (Prionace glauca) wurden ebenso wie die Rochen Gemeiner Engelhai (Squatina squatina) und zwei Geigenrochenarten in die Anhänge I und II aufgenommen. -> WEITERLESEN <-

Niederlande: Einzigartiges Fischschutzprojekt

Großartig: Niederländer hauen Loch in Deich und bauen Fischmigrationsfluss – damit Fische wieder wandern können!

Während in der ganzen Welt als Antwort auf den durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel Deiche verstärkt und erhöht werden, durchbrechen die Niederländer kurzerhand gewohnte Muster. Sie hauen ein Loch in den Deich! Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn bislang ist das schnurgerade, 32 Kilometer lange Bollwerk (Afsluitdijk) inmitten des Meeres, welches das Ijsselmeer eingrenzt, ein einziges Hindernis für viele Zugfische. Sie können nicht mehr zwischen ihren Lebens- und Laichgebieten vom Süß- ins Salzwasser und umgekehrt wechseln. Das soll sich ab 2022 mit dem Fischschutzprojekt „Fischmigrationsfluss Abschlussdeich“ ändern. -> WEITERLESEN <-

Gegen das große Artensterben: Buch „Biodiversitot“

Damit aus Biodiversität nicht BiodiversiTOT wird!

Die Artenforscher Prof. Dr. Michael Schrödl (SNSB – Zoologische Staatssammlung München) und Dr. Vreni Häussermann (Biologische Forschungsstation Huinay, Chile) rufen in ihrem Buch „Biodiversitot“ dazu auf, die globale Artenvielfalt endlich konsequent und rasch zu erfassen. Solange es sie noch gibt. Insektensterben! Korallenbleiche! Überfischung! Das sind nur die Spitzen des Eisbergs: Das 6. große Artensterben ist in vollem Gang. Millionen von unbekannten Tierarten gibt es noch zu entdecken und zu beschreiben! Doch dafür gibt es weder genügend Stellen noch Forschungsmittel. -> WEITERLESEN <-

Größtes Meeresschutzgebiet von Nordamerika ohne Fischfang

Refugium für Walhaie, Mantarochen und Delfine: Mexiko macht Revillagigedo-Inselgruppe zur Schutzzone

Die zur Welterbe-Liste der UNESCO zählende Revillagigedo-Inseln vor der Westküste Mexikos wird zum größten Meeres- und Naturschutzgebiet Nordamerikas – ohne Fischfang. Künftig werden in dem aus vier unbewohnten Vulakninseln bestehenden und sich über 420 km erstreckenden Archipel jegliche Fischereiaktivitäten verboten sein. -> WEITERLESEN <-

Meilenstein: Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft

Ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz

2004 unterzeichneten die Mitgliedsstaaten der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) eine Konvention zum Ballastwassermanagement. Mit gut einem Jahr Verspätung ist das Internationale Übereinkommen zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen, das sogenannte Ballastwasser-Übereinkommen, nun am dem 8. September 2017 in Kraft getreten. Künftig sind Seeschiffe verpflichtet, an Bord Anlagen zur Behandlung von Ballastwasser zu installieren, die die weltweite Verschleppung invasiver Tier- und Pflanzenarten verhindern. Für Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), ist das Inkrafttreten „ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz“. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen: In den Korallenriffen gibt es eine „Putzerstation“, an der sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen lassen. -> WEITERLESEN <-

MSC-Fischlabel in der Kritik

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es an eine Thunfischerei aus Mexiko vergeben worden, die beim Thunfischfang Delfine jagt, verletzt und tötet.

Bereits vor einem Jahr zeigte eine interdisziplinäre Studie von Wissenschaftlern aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationaler Kollegen, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. Von 31 Fischbeständen im Nordostatlantik, die die Forscher unter die Lupe nahmen, wurden mehr als zehn Bestände stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-