Demo gegen Elbvertiefung am 9. Oktober in Cuxhaven

Rettet Elbe und Wattenmeer! Keine Schlickverklappungen vor unserer Haustür!

Nur 6 bis 10 km vor den Stränden des Nordseeheilbades Cuxhaven werden im Auftrag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) jährlich bis zu 10 Millionen Kubikmeter Sedimente aus der Elbe verklappt.

Etwa 1 Million Kubikmeter davon sind toxisch wirksam mit langfristiger Schädigung des Naturhaushaltes

Aufruf zur Demo "Rettet Elbe und Wattenmmer" am 9.10.2020 in Cuxhaven.

Download Flyer A-4 als PDF.

Durch die Elbvertiefung werden sich die anfallenden Schlickmengen deutlich erhöhen. Das Land Niedersachsen hat für die Verklappungen bisher immer sein Einvernehmen erteilt – diese Praxis muss beendet werden!

Wir wollen keine Sondermülldeponie vor unseren Stränden!

Wir wollen keine toten Fische, Muscheln und Wattwürmer!

Wir wollen eine intakte Natur an Elbe, Nordsee und Wattenmeer!

Ein breites Aktionsbündnis ruft auf zur Demo am Freitag, 9.10.2020 um 16:00 Uhr neben der Alten Liebe (Radarturm) in Cuxhaven.

Mit Kundgebung und anschließender Menschenreihe auf dem Uferweg.

Diesen Aufruf unterstützen bisher:
Blaues Klassenzimmer // BUND Cuxhaven // BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Ortsverband, Stadtrats- und Kreistagsfraktion Cuxhaven) // Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) // Die Cuxhavener (Wählergemeinschaft) // DIE LINKE (Kreisverband Cuxhaven) // Fridays for Future & Parents for Future (Stadt & Landkreis Cuxhaven) // Hamburg für die Elbe (BI zum Schutz der Elbe) // NABU Cuxhaven // NABU Land Hadeln // SPD (Stadtratsfraktion und Ortsverein Cuxhaven) // Wattenmeer-Schutz Cuxhaven // Krabbenfischer André Claussen und Küstenfischer Claus Zeeck

Unterstützen Sie die Petition für den Stopp der 9. Elbvertiefung!

Stoppt die Vertiefung der Elbe und die Zerstörung des Weltnaturerbes Wattenmeer!

Rettet den Kurzflossen-Makohai

Gemeinsam mit 31 anderen Umwelt- und Meeresschutzorganisationen haben wir Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane, aufgefordert, einen Fangstopp für Kurzflossen-Makohaie im Atlantik durchzusetzen. Denn Wissenschaftler warnen eindringlich vor einer weiteren Dezimierung der atlantischen Makohai-Populationen. Hauptgrund für den dramatischen Bestandsrückgang der bis zu 4 m und größer werdenden Haie sind Beifangverluste durch die internationalen Thun- und Schwertfisch-Fangflotten. Auch die Haiflossenfischerei europäischer Fischfangflotten auf Blauhaie spielt eine gewichtige Rolle.

ICCAT-Brief ans BMEL (PDF, deutsch)

Appell an EU-Kommissar Virginijus Sinkevičius (PDF, engl.)

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Erdüberlastungstag 2020

Aktuell verbrauchen wir Ressourcen von etwa 1,7 Erden

In diesem Jahr fällt der Erdüberlastungstag auf den 22. August. Damit liegt er gut drei Wochen später als im Vorjahr. Der Tag verdeutlicht die ökologischen Grenzen unseres Planeten. Denn von jetzt an hat die Menschheit die gesamten natürlichen Ressourcen, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann, verbraucht. Der globale Übernutzungstag wird jedes Jahr vom Global Footprint Network errechnet. Bis zum Jahresende leben wir nun also auf Pump, übernutzen rein rechnerisch die natürlichen Ressourcen der Erde. Dass dieses Datum mit dem Ende des Jahres zusammenfiel, war zuletzt 1970 der Fall. -> WEITERLESEN <-

Stoppt den Fehmarnbelt-Tunnel

Eine finstere Allianz aus Schwarz, Rot, Grün in Bund und Land hat in trauter Einigkeit mit großen Wirtschaftsverbänden Nord- und Ostsee den Krieg erklärt. „Linker Hand“ wütet die Elbvertiefung. Saugbagger massakrieren Tausende Fische, Robben, Schweinswale, Seevögel. Verklappungen von mit Giftstoffen belastetem Baggerschlick in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer drohen ein weltweit einzigartiges Ökosystem zu zerstören. „Rechter Hand“ soll ein gigantischer Tunnel unter der Ostsee gebaut werden. Von Fehmarn bis zur dänischen Insel Lolland. Mit der das Projekt maßgeblich vorantreibenden dänischen Regierung tritt hier ein zusätzlicher apokalyptischer Obskurant ins Rampenlicht.

Hier wie dort sind es lokale Initiativen, Bürger, Städte und Gemeinden, die sich zur Wehr setzen. Denn sie fühlen sich von der „großen“ Politik allein gelassen, verraten und verkauft. Stemmen sich mit viel Elan und Fantasie gegen die Zerstörung ihrer Heimat und die Vernichtung unserer heimischen Meeresartenvielfalt. -> WEITERLESEN <-

Schiff überfährt Kalb seltener Walart

Nordatlantische Glattwale: Dem Aussterben ein Stück näher

Anfang Juli 2020 starb ein kleiner, sehr seltener Wal vor der Küste von New Jersey (USA). Das männliche Walkalb wurde knapp ein halbes Jahr alt. Es war eines von nur zehn Neugeburten der Nordatlantischen Glattwale (Eubalaena glacialis) vom Winter 2019/2020. Von dieser vom Aussterben bedrohten Bartenwalart gibt es noch etwa 400 Exemplare. Immerhin konnte die Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA Fisheries) die Todesursache schnell aufklären. Ein Schiff hatte den kleinen Wal überfahren. Und das nicht zum ersten Mal. Während er die erste Kollision noch überlebte, war die zweite tödlich. -> WEITERLESEN <-

Seehundjäger

In Deutschland sind Seehundjäger oder Wattenjagdaufseher zuständig fürs Robbenmanagement

Seehunde standen an deutschen Küsten bereits kurz vor der Ausrottung. Dann, 1974, wurde die Jagd auf die kleinen Robben endlich eingestellt. Unglücklicherweise verblieb die u. a. nach EU-FFH-Richtlinie streng geschützte Art in Deutschland jedoch im Jagdrecht (mit ganzjähriger Schonzeit), gehört damit weiter zu den jagdbaren Tierarten. Im Gegensatz dazu unterliegen Kegelrobben nicht dem Jagdrecht. -> WEITERLESEN <-

Kleine Schwertwale vor der türkischen Küste

Seit 25 Jahren auch die erste zuverlässige Sichtung für die gesamte Ägäis

Kleiner Schwertwal in der Aegiis.

© Uğur Özdemir

Erstmals sind Kleine Schwertwale (Pseudorca crassidens) in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste aufgetaucht. Ein Fischer von der nordägäischen Insel Gökçeada sichtete acht dieser zu den Delfinen zählenden Art Ende Januar circa 6 sm vor der Küste. Geistesgegenwärtig filmte er die Meeressäuger. Anschließend informierte er türkische Meeresforscher um Arda M. Tonay von der Universität Istanbul.

Kürzlich bestätigten die Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen der Türkischen Stiftung für Meeresforschung (TUDAV), dass es tatsächlich Kleine Schwertwale waren. -> WEITERLESEN <-

Elektrofischerei – das Ende der Stromtöter

Fischen mit Stromschlägen ist grausam und ab dem 1. Juli 2021 in EU-Gewässern verboten – oder auch nicht …

Wie schon bei der Einführung der Langleinenfischerei erhoffte man sich vom Fischen mit Strom im Meer große Vorteile gegenüber gängigen Fischereimethoden. Der Meeresboden werde geschont, in gleicher Zeit könne mehr Fisch mit weniger Beifang bei geringerem Kraftstoffeinsatz gefangen werden. Klingt wie ein abgedroschenes „Win-win“. War es aber in diesem Fall genauso wenig wie bei der Fischerei mit den tausenden kleinen Köderhaken an der Leine. Wiederum steht eine Seite ganz eindeutig auf der Verliererseite: die Meereswelt. Elektrofischerei ist ungemein brutal. Und mit der angeblichen Umweltfreundlichkeit ist es ebenfalls nicht weit her. -> WEITERLESEN <-

Kleiner Wal fängt große Fische

Wenn Schweinswale großen Hunger haben

US-Meeresforschern von „Pacific Mammal Research“ und „The Marine Mammal Center“ rund um Cindy R. Elliser konnten erstmals dokumentieren, dass entlang der US-Westküste lebende Schweinswale der Unterart der Pazifischen Schweinswale (Phocoena phocoena vomerina) gelernt haben, auch große Fische zu jagen und zu erbeuten. Schweinswale gehören mit ihren 1,50 m bis knapp über 2 m Länge zu den kleinsten Meeressäugern. Klar, dass sie abgesehen von sonstiger Beute wie Tintenfischen, Schnecken oder Krebstieren nur kleine Fische bis zu 25 cm Größe jagen und verzehren. Vielleicht passt hin und wieder auch mal ein 35 cm großer Fisch ins kleine Schweinswalmaul, dachte man … -> WEITERLESEN <-

Abstand halten – auch bei Wildtieren!

Ich will doch nur hier liegen …

Social distancing – Abstand halten – könnte zu einem positiven Nebeneffekt der Coronapandemie geraten. Wenn, ja wenn, diese für viele Menschen ungewohnte Verhaltensweise in den Köpfen überdauert und sich fest in unserem Verhaltensrepertoire verankert. Denn wir schützen derzeit damit nicht nur uns selbst und unsere Mitmenschen. Abstand halten ist ein Gebot, mit dem wir auch viele Wildtiere vor dem Verderben bewahren können. Darauf hat jetzt auch die amerikanische Fischereibehörde NOAA in ihrem aktuellen Coronavirus (COVID-19)-Update hingewiesen. -> WEITERLESEN <-

Bogenstirn-Hammerhaie

Soziale Haie mit großem Hammerkopf

Sie sind die zweitgrößten unter den derzeit lebenden 10 Hammerhai-Arten. Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini) werden mit ihrer maximalen Länge von über 4 m bei mehr als 150 kg Gewicht nur noch vom imposanten Großen Hammerhai überragt. Denn der erreicht, seinem Namen entsprechend, über 6 m Körperlänge. Man findet Bogenstirn-Hammerhaie nahezu weltweit in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Küstenregionen. Kein Wunder also, dass sie die am häufigsten in unmittelbarer Landnähe lebenden Hammerhaie sind. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Denn auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) stehen sie aktuell als „critically endangered“ – vom Aussterben bedroht. Eine Stufe vor „extinct in the wild“ – ausgestorben.
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Rote Flut tötet fast 300 gefährdete Grüne Meeresschildkröten

Zweite Katastrophe für Meeresschildkröten vor der mexikanischen Küste seit August 2018

Besser, sie hätten die südliche Pazifikküste von Mexiko nicht angesteuert. Denn vor der Küste des Bundesstaates Oaxaca schwammen mindestens 300 Grüne Meeresschildkröten seit Weihnachten in den sicheren Tod. Sie starben in einer Red Tide oder Roten Flut. Tiere, die es bis an die Küste nahe des Küstenorts Huatulco schafften, hatten große Schwierigkeiten beim Atmen. Kaum konnten sie noch ihren Kopf aus dem Wasser heben. Verzweifelt versuchten Helfer, die Meeresreptilien vor dem Ersticken zu bewahren. Meist vergeblich. Nur 27 von ihnen konnte man erfolgreich retten.

Das ist eine traurige Nachricht. Denn erst Ende August Jahr 2018 verfingen sich vor Oaxaca am Strand von Puerto Escondido mehr als 300 Oliv-Bastardschildkröten in einem verlassenen illegalen Fischernetz und ertranken. -> WEITERLESEN <-

Trauernde Orcas bei Genua stammen aus Island

Eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen

Orcas im Mittelmeer! Völlig überraschend tauchten sie Anfang Dezember vor dem Hafen von Genua auf. Vier erwachsene Orcas und ein Jungtier. Normalerweise schwimmen diese Meeressäuger nicht so weit ins Mittelmeer. Italienische Medien berichten, dass die auch Schwertwal genannte größte Delfinart bei Genua zuletzt 1985 gesichtet wurde.

Nur wenige Tage später jedoch war das Jungtier tot. Todesursache unbekannt. Doch die anderen Orcas ließen es nicht zurück, stupsten es immer wieder sanft an die Oberfläche. Das zeigen bewegende Videoaufnahmen der italienischen Küstenwache.

Spätestens jetzt wurden auch Forscher und Fotografen auf das seltene Ereignis aufmerksam. Sogleich gingen sie daran, die trauernden Orcas abzulichten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Daher weiß man jetzt, woher die ungewöhnlichen Gäste stammen: aus dem weit entfernten Island.

Ihre Reise von 5.200 km ist eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen. -> WEITERLESEN <-

Wenn ein Großer geht

MSC-Fischlabel mitverantwortlich für Niedergang der letzten Nordatlantischen Glattwale!

Es war gegen drei Uhr nachmittags an diesem 16. September 2019 als die Atlantic Marine Conservation Society (AMSEAS) einen Anruf wegen eines toten Wals erhielt. Etwa 6 Kilometer südlich vor Long Island (New York) soll ein Nordatlantischer Glattwal im Meer treiben. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA Fisheries machte man sich sofort daran, den toten Meeressäuger zu bergen. Denn das letzte, was die Biologen und Meeressäugerspezialisten für den gestorbenen Riesen tun konnten, war, festzustellen, warum er sterben musste. Was sie dabei herausfanden, löste bei allen Beteiligten tiefe Betroffenheit aus. -> WEITERLESEN <-

The Ocean Cleanup will Plastikmüll verbrennen

Ocean Cleanup: Plastikmüll landet in Müllheizkraftwerken

The Ocean Cleanup will einen Teil des im Great Pacific Garbage Patch gesammelten Plastikmülls verbrennen. Das berichtet das weltweit beliebteste Architektur- und Designmagazin Dezeen. Eigentlich war The Ocean Cleanup mit dem Versprechen an den Start gegangen, sämtlichen eingesammelten Plastikmüll zu recyceln. Nun spricht die Organisation davon, dass ein Teil „thermisch recycelt“ werden müsse. Eine nette Umschreibung für schnödes Verbrennen in Müllheizkraftwerken. Für Meeres- und Umweltschützer macht The Ocean Cleanup damit immer weniger Sinn. -> WEITERLESEN <-

Junge Bullenhaie in Fidschi

Publikation der von uns unterstützten Haiforscherin Kerstin Glaus zum besseren Schutz junger Bullenhaie in Flüssen auf Fidschi

In ihrer Studie untersuchte Kerstin Glaus erstmals Auftreten und Häufigkeit junger Bullenhaie (Carcharhinus leucas) in den drei größten Flusssystemen Fidschis. Dabei bestätigte sich: Sie kommen in allen drei untersuchten Flüssen vor.

Die Republik Fidschi ist ein Archipel im Südpazifik. Mindestens 30 Haifischarten einschließlich Bullenhaie sind hier zu finden. Viele sind ansässige Arten. Sie verbringen wahrscheinlich ihr ganzes oder einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Fidschis. Doch Informationen über ihre Geburtsstätten und Kinderstuben gibt es nur für wenige Arten. Wie etwa für jugendliche Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini). -> WEITERLESEN <-

Längste Rote Flut tötet immer noch Delfine

Die längste Red Tide aller Zeiten

Zwar ist die längste Red Tide, die jemals im Golf von Mexiko wütete, nach 16 Monaten Dauer seit Februar abgeebbt. Doch noch immer tötet die Rote Flut Delfine. So berichtet die nationale Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) von 174 toten Tieren, die seit Juli 2018 bis zum 20. Juni dieses Jahres entlang der Südwestküste von Florida strandeten. Ihr Tod wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Roten Flut gebracht. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens und auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien und Syrien bekannt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe: In freier Wildbahn (fast) ausgestorben

Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten der IUCN sind Mönchsrobben als stark gefährdet eingestuft. Es gibt noch eine höhere Gefährdungsstufe. Dann folgt „In freier Wildbahn ausgestorben“. Über ihre Biologie weiß man nur wenig. Sie sind geheimnisvoll. Und könnten es auch für immer bleiben, denn heute geht es um die Letzten ihrer Art. -> WEITERLESEN <-

Pottwal stirbt mit 22 Kilo Plastik im Magen

Tragisch: Das Weibchen war schwanger

Schon wieder fanden Umweltschützer große Plastikmengen im Magen eines gestrandeten Leviathans. Diesmal strandete ein Pottwalweibchen in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der Küste von Sardinien. Es starb Ende März und es starb nicht allein. Denn die Walkuh war schwanger. Ihr Baby ist nach Ansicht von Experten wohl bereits vor der Strandung gestorben. Im Magen des Pottwals hatten sich sage und schreibe 22 Kilogramm Plastikmüll angesammelt. Unter den unverdaulichen Kunststoffteilen befanden sich Fischernetze, Müllsäcke, auch die Verpackung eines Waschmittels mit noch lesbarem Barcode. -> WEITERLESEN <-

MSC-Siegel führt Verbraucher in die Irre

Informationsmaterialien “MSC-Zertifizierungen aus angeblich nachhaltiger Fischerei”

Die öffentliche Kritik und Berichterstattung zu MSC-Siegel-Zertifizierungen wird immer lauter. Auch die Verbraucher empfinden den jetzigen Standard als nicht nachhaltig. Die Initiative Make Stewardship Make Stewardship Count der wir angehören, setzt sich für eine zukünftig wirklich nachhaltige Fischerei und damit für die Zukunft unserer Ozeane ein! -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Artensterben: Verlierer und Gewinner 2018

Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter

Das 6. große Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter. Der aktuelle Living Planet Report der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF vermerkt einen 60-prozentigen Rückgang unter den weltweit bekannten Wirbeltierbeständen seit 1970. Zu den Verlieren 2018 zählen unter anderem der Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis), der nun offiziell als stark gefährdet gilt, sowie – bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbar – die Heringe in der westlichen Ostsee. -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Todesurteil für unzählige Meerestiere und Meeresökosysteme

Wie utopia.de berichtet, soll The Ocean Cleanup noch in diesem Sommer nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im “Great Pacific Garbage Patch” seine Arbeit aufnehmen. “Das wird ein unheiliger Tag für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren”, lautet die Warnung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM). Obwohl das vom Niederländer Boyan Slat initiierte und mit über 35 Millionen Dollar und 75 Mitarbeitern aufmunitionierte Projekt unmögliches will.

In nur fünf Jahren will man die Hälfte des Plastikmülls aus dem pazifischen Müllstrudel herausfischen. Dieser Müllstrudel kreist im Pazifik, zwischen der Westküste der USA und Hawaii. Die dort im Uhrzeigersinn zirkulierende Mülldeponie erstreckt sich über eine Fläche von der Größe Zentraleuropas. Deshalb nennt man sie auch „Great Pacific Garbage Patch“ (Großer Pazifischer Müllteppich). -> WEITERLESEN <-

Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern in Fidschi

Was machen Mangroven auf dem Riff?

Manchmal wachsen Mangroven auch dort, wo man sie am wenigsten erwartet. In Fidschi sogar auf Riffdächern!

Unterstützung für zukunftsweisendes Mangroven-Forschungsprojekt

Übersicht des Forschungsgebietes und die Entwicklung der Mangrovenbaum-Abundanz über einen Zeitraum von 9 Jahren.

Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein, Studentinnen der Universität Bremen, Fachbereich 2 (Biologie), sind diesem Phänomen im Rahmen ihrer Masterarbeit auf der Spur. Denn man weiß so gut wie nichts darüber. Wissenschaftliche Partner sind die Arbeitsgruppe Mangrovenökologie und die Arbeitsgruppe Riffsysteme des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen (ZMT) sowie Dr. Stuart Kininmonth von der University of the South Pacific (USP) auf Fidschi.

Auf einem Riffdach in der Nähe von Suva, Fidschi, hat man relativ junge Mangrovenbäume entdeckt. Und sie scheinen sich dort auszubreiten. Doch ein derartiges Vorkommen an dieser Stelle einer Riffstruktur ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern wurde in der Literatur noch nie erwähnt.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ erforschen die jungen Biologinnen die ungewöhnliche Lebensgemeinschaft. Dabei hoffen sie auch, neue, bislang nicht bekannte Möglichkeiten für Aufforstungsprogramme für Mangrovenwälder zu finden.

Wir unterstützen dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt. Los geht es im Oktober 2018 südöstlich vor der Küste der Insel Viti Levu. Bereits Ende Juli 2019 sollen die Ergebnisse vorliegen. -> WEITERLESEN <-

Neue EU-Subventionen für neue Fischtrawler

Bis zum letzten Fisch

Allen Beteuerungen und Reformbestrebungen der europäischen Fischereipolitik zum Trotz will die EU-Kommission für die sogenannten “Gebiete in äußerster Randlage” Subventionen zum Bau neuer Fischtrawler gewähren. Zu den Gebieten in äußerster Randlage zählen neun Gebiete der EU. Dazu gehören aus Frankreich: Guadeloupe, Französisch-Guayana, La Réunion, Martinique, Mayotte und St. Martin. Während Portugal Madeira und die Azoren “ins Rennen schickt. Schließlich sind da noch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Begründet wird dies u.a. mit der dringend notwenigen Modernisierung der Fischereiflotten in den Gebieten in äußerster Randlage. Denn die dortigen Flotten seien untragbar veraltet und die Kutter zu klein. Folglich können sie mit ihrer beschränkten Kapazität und niedrigen Entfernungsleistung auf See ihre Fischereiressourcen nicht effektiv nutzen. -> WEITERLESEN <-

Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir eine Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel der „Make Stewardship Count“-Koalition über Sharkproject e.V.  Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil.

Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in diesen Ländern. Die Umfrage ergab, dass die Glaubwürdigkeit des MSC-Fischsiegels deutlich in Frage gestellt wird. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe in Brüssel 2018 vor. -> WEITERLESEN <-

Hongkong: Viele Haiflossen von bedrohten Haiarten

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von bedrohten Arten

Abgeschnittene Haiflossen liegen auf einer Karre.

Haiflossen, Ecuador
Foto: Rikke Færøvik Johannessen/Marine Photobank

Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen. Sie fanden besonders viele Produkte von bedrohten Haiarten.

Haiflossensuppe von bedrohten Haiarten

Das Ergebnis der Studie ist erschreckend. Denn von 4 800 zwischen Februar 2014 und Februar 2015 aus fast 100 Fischgeschäften gekauften Haiprodukten identifizierten die Forscher fast 80 Hai- und Rochenarten.

25 Prozent der Proben stammten von Arten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet gelistet sind. Weitere 8 Prozent stammten von bedrohten Haiarten. Darunter waren Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini), Großer Hammerhai (Sphyrna mokarran), Seidenhai (Carcharhinus falciformis) oder Großaugen-Fuchshai (Alopias superciliosus). 2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen. -> WEITERLESEN <-

MSC fördert “delfintödlichen” Thunfisch aus Mexiko

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es auch für Thunfisch aus Mexiko vergeben worden. Doch bei diesem Thunfischfang werden Delfine gezielt gejagt, verletzt und getötet.

Bereits vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster “Ozean der Zukunft” des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationale Kollegen eine interdisziplinäre Studie. Sie belegte, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. 31 Fischbestände im Nordostatlantik nahmen die Forscher unter die Lupe. Von diesen erwiesen sich mehr als zehn Bestände als stärker befischt als es ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang sogar um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

Red Tide – Giftgas aus dem Meer

Vergiftete Fische, tote Delfine, Wale und Seekühe

Meist tragen Menschen die Verantwortung für das Entstehen der “Red Tide” – der gefürchteten, hochtoxischen Algenblüte. Denn verursacht wird sie durch Nährstoffe aus der übermäßigen Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Doch auch von Rasenflächen oder aus Kläranlagen gelangt zu viel unerwünschter Dünger ins Meer. Deshalb kommt die “Red Tide” immer wieder. Wie an der Küste von Florida. Und dann treibt Giftgas aus dem Meer bis an Land. Dort sind dann auch Menschen in Gefahr. -> WEITERLESEN <-

Australien: Sondererlaubnis für mehr Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Damit will Frydenberg die lokale Tourismusindustrie stützen. Doch gleichzeitig verurteilt er so unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir forderten Frydenberg dringend auf, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen. Stattdessen sollte er sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einsetzen. -> WEITERLESEN <-

Todesfalle Hainetz

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen für Haiangriffe geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der Provinz KwaZulu-Natal (Ostküste). -> WEITERLESEN <-

EU-Verbot für Grundschleppnetze

Wichtiger Erfolg für den Schutz der Tiefsee in EU-Gewässern

Nach einem zähen, vierjährigen Verhandlungsmarathon hat sich die EU endlich auf ein weitgehendes Verbot für Grundschleppnetze in den Tiefseeregionen des Atlantiks ab einer Meerestiefe von 800 Metern verständigt. Der letztendlich dann doch überraschende Durchbruch im Vermittlungsausschuss kam am letzten Tag der niederländischen Präsidentschaft zu Stande. Meeresschützer wie die Deutsche Stiftung Meeresschutz werten die Entscheidung als wichtigen Erfolg für den Schutz der betroffenen Tiefsee-Ökosysteme: “Dennoch fordern wir weiterhin ein generelles Verbot dieser Fangmethode und der Fischerei in der Tiefsee.

Bodenschleppnetze gehören zu den zerstörerischsten Fischfangmethoden überhaupt. Sie zerstören ein über mehrere Tausend Jahre gewachsenes Tiefseekorallenriff innerhalb von nur einer halben Stunde komplett und unwiederbringlich. Nach Grundschleppnetz-Fangfahrten gleicht der Meeressboden einer öden Mondlandschaft. -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

Immer weniger Eisbären in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker schwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Im April 2016 veröffentlichen Wissenschaftlern der Universität von Alberta eine wichtige Studie zum Rückgang der Eisbären. Demnach  müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen. Damit wird es für sie immer schwieriger, die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anzulegen. -> WEITERLESEN <-

Dramatisch: Weltweite Überfischung

In etwa 30 Jahren werden rund 90 Prozent aller Fischbestände erschöpft sein

Laut einer neuen Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern verschiedener Forschungsinstitute werden derzeit weltweit zwei Drittel der Fischbestände überfischt. Nur bei rund einem Drittel der über 4.700 untersuchten Fischereien konnten die Wissenschaftler Anzeichen für nachhaltige Bewirtschaftung feststellen. Nur hier besteht die Chance, dass sich die Bestände wieder erholen und damit langfristig befischbar sein werden. Die Studie erfasste rund 78 Prozent der weltweiten Fischfangmenge. Und Meeresbiologe Dr. Boris Worm von der Dalhousie-Universität warnt, dass, sollte sich am Grad der Überfischung nichts ändern, in etwa 30 Jahren rund 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände erschöpft sind. -> WEITERLESEN <-

Roter Thun: Giganten auf der Roten Liste

Rote Thunfische sind gewaltige Raubfische

Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thun 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Doch derart große Thunfsiche sind heute eine Rarität. Denn die räuberischen Giganten stehen wegen ungehemmter Raubfischerei auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Roter Thun – geopfert auf dem Altar der Sushi-Mani

Innerhalb von nur 30 Jahren sind die einst riesigen Bestände zusammengebrochen. Am schlimmsten hat es die Populationen im West-Atlantik getroffen. Ihr Bestand sank seit den 1970er-Jahren auf gerade noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe. Tendenz weiter fallend. Hauptursachen sind einerseits das geradezu katastrophale Fischereimanagement. Andereseits zieht die weltweite Sushi-Hype die majestätischen Raubfische in den Artentod. Dabei ist Japan weltweit der wichtigste Abnehmer. Für Dosenthunfisch wird Roter Thun dagegen nicht verwendet. Hierfür ist der selten gewordene Fisch viel zu kostbar.

Noch vor 100 Jahren allerdings wurde das streng schmeckende Fleisch allerhöchstens Hunden oder Katzen zugemutet. Zum Speisefisch – und einer begehrten Delikatesse – wurde der Rote erst in den vergangenen 50 Jahren. -> WEITERLESEN <-

Seepferdchen: faszinierend und gefährdet

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz

In der griechischen Mythologie heißt es, sie seien Nachfahren der Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Denn sie haben einen Pferdekopf und den Beutel eines Kängurus. Ihr Schwanz dagegen ähnelt dem von Affen. Und sie können ihre Körperfarbe ihrer Umgebung anpassen. Hier brüten die Männchen die Eier aus. Dazu besitzen sie eine Bauchtasche aus der heraus der Nachwuchs einzeln und lebendig schlüpft. Und doch ist hier von Fischen die Rede. Von ebenso schönen und faszinierenden wie bedrohten Fischen, von Seepferdchen. Sie gehören mit den Fetzenfischen und weiteren Arten zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Weltweit solle es zwischen 50 und 80 Arten Seepferdchen geben. Man kann wohl davon ausgehen, dass noch einige neue Arten ihrer Entdeckung harren – falls sie nicht vorher dem menschengemachten Artentod zum Opfer fallen. -> WEITERLESEN <-

Pottwal-Todesfalle Nordsee

13 Pottwale strandeten zwischen Januar und Februar 2016 vor Schleswig-Holstein

– An dem, was die jungen männlichen Pottwale im Magen hatten, sollen sie bei ihrem Ausflug in die Pottwal-Todesfalle Nordsee zwar nicht gestorben sein. Doch sonderlich gesund dürften verschluckte Fischernetze, Plastikabdeckungen aus dem Motorraum eines Ford oder ein kaputter Eimer auch nicht sein. Ihre spektakuläre Strandung und trauriger Tod vor Schleswig-Holstein sorgte für ebenso große Aufmerksamkeit wie offene Fragen. -> WEITERLESEN <-

Walfang: Orcas jagen kleine Meeressäuger

Der einst exzessive Walfang im Nordpazifik beeinträchtigt bis heute zahlreiche Tierarten

Orcas jagen verstärkt kleinere Meeressäuger wie Seehunde, Pelzrobben, Seelöwen und Seeotter. Denn es gibt nicht mehr genug große Wale. Daher sind Schwertwale oder Orcas (Orcinus orca) gezwungen, auf andere Jagdbeute auszuweichen. Mit der Folge, dass auch diese Arten indirekt zu Opfern des kommerziellen Walfangs werden. -> WEITERLESEN <-

Grundschleppnetzfischerei

Steht Dynamitfischerei in Nichts nach

“Fischen mit Grundschleppnetzen ist so, als würde man mit einem Bulldozer in einen Teich fahren, um die Fische zu fangen”, beschreibt der Fischereiexperte Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute eine Fischereimethode, die – abgesehen von der Dynamitfischerei – die größten Zerstörungen in der Meeresumwelt anrichtet. Die Bezeichnung Grundschleppnetzfischerei verweist auf Einsatzgebiet und Zielfischarten: am Meeresgrund lebende Grundfische und seit einigen Jahren auch Tiefseefische. Hinter dem noch harmlos klingenden Wort verbirgt sich ein absolut rücksichtsloser und in seinen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt mit keiner anderen legalen Fischereimethode vergleichbarerer Raubbau. Es ist eine Fischerei der verbrannten Erde, bzw. der zerstörten Meere. -> WEITERLESEN <-

Haie: Gejagte Jäger

Experten warnten bereits vor über 20 Jahren vor der Ausrottung vieler Hai-Arten

Vor über 450 Millionen Jahren tauchten die ersten Haie in den Meeren auf. Heute gibt es etwa 350 bis 370 Arten, von harmlosen handspannengroßen Exemplaren über Jäger, wie den Weißen Hai, bis hin zum größten Fisch der Welt, dem 18 Meter langen Walhai. Ausgerechnet die beiden größten, der 15 Meter große Riesenhai und der Walhai, ernähren sich dabei ausschließlich von Plankton und sind ebenso friedlich wie bislang weitgehend unerforscht. -> WEITERLESEN <-

Projekt “Care for Dolphins”

Aufklärungsprogramm zum Schutz freilebender Delfine rund um Hurghada im Roten Meer

Touristen in einem Schlauchboot bedrängen Delfine vor Hurgahda im Roten Meer.

Massentourismus vertreibt Delfine aus wichtigen Rückzugs- und Ruheräumen. Foto: DWA

2016 unterstützte die Stiftung den Druck eines neuen Info-Flyers für das Projekt Care for Dolphins der Dolphin Watch Alliance aus der Schweiz (DWA). Denn das Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer bei Hurghada und in angrenzenden Regionen hat sich zu einer äußerst beliebten Touristenattraktion entwickelt.

Eine Vielzahl von Agenturen bieten Touren zu den Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus) an. In Folge dessen ist die Situation mittlerweile fast außer Kontrolle. Unregulierter Massentourismus beim Schwimmem mit Delfinen droht die Tiere aus ihren Lebensräumen zu vertreiben. -> WEITERLESEN <-

Totengeläut für das Einhorn der Meere

Inuit rotten das Einhorn Meere aus – Mit ihrem sagenumwobenen bis zu 3 Meter langen spiralförmig gedrehten Stoßzahn gehören Narwale zu den sonderbarsten Bewohnern der Weltmeere

Der Ursprung der Einhorn-Legende könnte bald auch nur noch ein Mythos sein. Hauptgrund ist die hemmungslose Jagd grönländischer Inuit auf die über 4 Meter großen und bis zu 1,5 Tonnen schweren Narwale. Dadurch haben sich die Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein Viertel dezimiert. Das Einhorn der Meere droht auszusterben. Narwale leben in arktischen und subarktischen Gewässern nördlich des Polarkreises entlang der Küsten Kanadas, Grönlands und Sibiriens. Der berühmte Stoßzahn aus Elfenbein wächst meist aus dem vordersten linken Zahn des Oberkiefers und ist stets linksspiralig gewunden. In der Regel sind nur die Männchen derart bewehrt. Allerdings kann es auch bei weiblichen Narwalen gelegentlich zur Ausbildung eines oder sogar zweier Stoßzähne kommen. -> WEITERLESEN <-

Raubquallen erobern die Ostsee

Bioinvasoren können Ökosysteme gehörig durcheinander bringen

Die ersten Exemplare der Meerwalnuss entdeckte man 2006. Da hatten die Raubquallen in der Ostsee bereits begonnen, die Eier von Dorsch, Grundel, Seestichling oder Wittling aufzufressen. Schon einmal, im Schwarzen Meer, hatte diese räuberische Rippenquallenart (Mnemiopsis leidyi) eine ökologische Katastrophe ausgelöst. Diese dauerte von 1980 bis ins Jahr 2000. In der Regel erorbert sich die in fast allen Ozeanen heimische Meerwalnuss neue Lebensräume mittels Fernreisen als “blinder Passagier” in Wasserballasttanks von Schiffen. -> WEITERLESEN <-

Whalewatching – Fluch oder Segen?

Bootsausflüge zu Walen und Delfinen gehören zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen

Für viele Millionen Touristen sind Fahrten zu den Giganten der Meere oder ihren kleineren Verwandten, den Delfinen, der Höhepunkt ihrer Urlaubsreise. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Fluch oder Segen Whalewatching? -> WEITERLESEN <-

Langleinenfischerei

Langleinenfischerei trägt massiv zur Überfischung der Weltmeere bei

Zu Anfangs schürte die Langleinenfischerei Hoffnungen auf eine effektive und gleichzeitig selektive Fangtechnik. Was dann folgte, waren Ernüchterung und heftige Kritik. Denn die Langleinenfischerei reißt sowohl Zielfischarten als auch durch horrende Beifangraten zahlreiche Nichtzielarten in den Abgrund. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von 2005 lag die Beifangrate in der Langleinenfischerei bei durchschnittlich ca. 20 Prozent der Gesamtfangmenge. Daher prangern Wissenschaftler und Meeresschützer sie als eine der größten Bedrohungen für Haie und Rochen sowie für Nichtzielarten wie Albatrosse, Fregattvögel oder Meeresschildkröten an. Hinzu kommt die mittlerweile starke Überfischung der Zielfischarten wie Schwarzer Seehecht (Dissostichus eleginoides) im Südpolarmeer oder Roter Thunfisch (Thunnus thynnus) im Mittelmeer, insbesondere durch illegal operierende Piratenfischer. Beide Arten sind mittlerweile fast ausgerottet. -> WEITERLESEN <-

Keime reisen im Ballastwasser

Seeschiffe transportieren ungewollt gefährliche Fremdorganismen über die Weltmeere

Die meisten der tierischen oder pflanzlichen “blinden Passagiere” reisen im zur Schiffs-Stabilisierung mitgeführten Meerwasser der Ballasttanks. Doch während die Verbreitung nicht heimischer Arten von Plankton, Quallen oder Muscheln beim Transport von Ballastwasser bekannt ist, wurde die globale Verbreitung von Keimen wie Viren und Bakterien auf demselben Wege lange unterschätzt. -> WEITERLESEN <-

Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten “Shark Finning”, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab. Dann werfen sie die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere zurück ins Meer. Dort sterben sie langsam. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lenge den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. Denn die Fangrate steigt ständig. Doch Haie haben nur wenig Nachwuchs. Viele Arten benötigen bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind. -> WEITERLESEN <-

Tödliche Plastikabfälle

Edgar Allen Poe würde heute wohl eher über einen “Sturz in den Müllstrom”, denn von einem in einen Mahlstrom erzählen…

Die Meere drohen an dem, was bei der Zivilisation hinten heraus kommt, zu ersticken. Denn von den jährlich mehr als 125 Millionen Tonnen Kunststoff, die wir produzieren, landet ein beträchtlicher Teil als Plastikmüll im Meer. Plastikabfälle werden nicht nur an Stränden zurückgelassen oder von Schiffen aus ins Wasser geworfen. Sie gehen auch als Netzreste aus der Fischerei verloren. Oder sie werden gezielt zur Abfallbeseitigung versenkt. Hinzu kommt ein beträchtlicher Anteil, der von Flüssen und Wind ins Meer geschwemmt wird. Hätten Kolumbus und seine Männer ihre Lebensmittel schon in Plastiktüten transportiert – die Reste davon würden sich noch heute an Amerikas oder, je nach Strömungslage, auch an viel weiter entfernten Stränden finden. Insofern haben die Meere sogar noch Glück. Denn Plastik erfreut sich als wesentlicher Bestandteil der industriellen Wegwerf-Gesellschaft, erst seit dem vergangenen Jahrhundert so großer Beliebtheit.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) bestehen drei Viertel des Mülls im Meer aus Kunststoffen. Durchschnittlich treiben etwa 13.000 Partikel aus Plastikmüll auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. -> WEITERLESEN <-

Wal- und Delfinfleisch voller Quecksilber

Verzehr von Wal- und Delfinfleisch ist mit unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken verbunden

In Japan oder auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln wird immer noch Wal- und Delfinfleisch verzehrt. In Kanada und Grönland gehört Fleisch und Speck von Beluga- und Narwalen zum Speiseplan der Inuit. Und dass, obwohl kanadische Gesundheitsbehörden bereits 2011 vor Quecksilber warnen. Denn es löst unter anderem die gefürchtete Minamata Krankheit aus. Während der Schwangerschaft kann zu viel Quecksilber “schwache intellektuelle Leistungen” beim Neugeborenen zur Folge haben. Dem vorausgegangen waren umfassende Untersuchungen an Grundschulkindern.

Wissenschaftler der Universität Hokkaido fanden in Walfleisch, das in japanischen Delikatessengeschäften verkauft wurde, Quecksilbermengen, die um das bis zu 1.600-Fache über dem offiziellen Grenzwert lagen. In Delfinfleisch wurden Werte von bis zu 2 mg/g Quecksilber festgestellt. Das übersteigt den japanischen Grenzwert um das 5.000-Fache. Außerdem fanden sie große Mengen von Dimethyl-Quecksilber und Kadmium. Das wiederum sind Auslöser der Minamata- und der Itai-Itai-Krankheiten. “Ich habe noch nie zuvor von so stark mit giftigen Chemikalien belasteten Lebensmitteln gehört”, sagte Dr. Tetsuya Endo, Leiter eines der Untersuchungsteams. -> WEITERLESEN <-

Ungleicher Sex: Löcherkraken haben die kleinsten Männchen

Oktopus mit gewaltiger Frauenpower und den kleinsten Männchen

Eine der krassesten Formen unterschiedlicher Geschlechtergrößen entdeckten australische Forscher 2002 beim seltenen Blanket-Oktopus oder Löcherkraken (Tremoctopus violaceus). Sie haben die kleinsten Männchen im Tierreich. Man könnte es ungleichen Sex nennen, wenn nur 3 cm große Männchen auf 10 kg schwere Weibchen treffen. Doch der extreme Geschlechtsdimorphismus hat seinen Sinn. Wahrscheinlich hängt er mit der Lebensweise dieser seltenen Krakenart zusammen.

Dem Zoologen Mark Norman und seinen Kollegen vom Victoria-Museum in Melbourne gelang es 2002 zum ersten Mal, ein lebendes Männchen zu fotografieren. Doch nicht nur das. Bei einem Nachttauchgang nördlich des Great-Barrier-Riffs fingen sie ein Exemplar ein. Das war sicherlich ein mehr als glücklicher Fund. Denn männliche Blanket-Oktopusse sind mit ihren 3 cm Länge nur etwa so groß wie eine Bohne und wiegen nur ein Viertelgramm. Damit erreichen sie gerade die Größe der Pupille des bis zu 2 m großen, 10 kg schweren und damit um das 40.000-Fache schwereren Weibchens. -> WEITERLESEN <-

Für Meeressäuger tödlich: Militärische Sonare

Besonders sehr tief tauchende Schnabelwale sind betroffen

Moderne Zerstörer und Kreuzer setzen zur Ortung von U-Booten und Torpedos militärische Sonare ein. Doch wenn bei Marinemanövern Mittelfrequenzsonare (MFAS) oder Niedrig-Frequenz-Sonartechnologie (LFAS) eingesetzt werden sterben regelmäßig Meeressäuger. Insbesondere Schnabelwale sind betroffen. Taktische Mittelfrequenz-Sonare (MF Sonare) operieren mit frequenzmodulierten Tönen von ca. 2 bis 8 kHz. Dabei erreichen sie einen Nenn-Schallpegel von 235 dB (der maximale Pegel kann noch lauter sein). Für Meeressäuger bedeutet dieser extrem hohe Lärmpegel ein tödliches Verletzungsrisiko (Blutungen, akustisches Trauma). Hinzu kommt ein erhebliches Risiko für Gehörschäden. Und das noch in vielen vielen Kilometern Entfernung. -> WEITERLESEN <-

Explosive Offshore-Windkraft

Zunahme von Vernichtungssprengungen durch Ausbau der Offshore-Windkraft

Umwelt- und Meeresschützer warnen vor massiven Umweltschäden durch die Sprengung von Munitionsaltlasten im Zuge des forcierten Aufbaus von Offshore-Windkraftparks in Nord- und Ostsee. Experten schätzen, dass Allierte und Wehrmacht während und nach dem 2. Weltkrieg rund 1,6 Millionen Tonnen Munitionsaltlasten in deutschen Gewässern versenkten. Heute, siebzig Jahre später, ist die vor sich hin rottende Munition ein gewaltiges Umweltproblem. Zusätzlich verschärft wird es nun durch den Ausbau der Offshore-Windkraft. -> WEITERLESEN <-

Siebzig neue EU-Meeresschutzgebiete

Große Chance für den Schutz der Meere

Im Anschluss an die Jahrestagung 2014 der Nordostatlantik-Staaten, auch Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) genannt, haben Schottland, Spanien und Portugal über 70 neue EU-Meeresschutzgebiete ausgerufen beziehungsweise angekündigt. Darunter sind auch große Tiefseegebiete und unterseeische Berge. Hier findet man eine besonders vielfältige Unterwasserwelt. Sie sind Lebensraum für zahllose, zum Teil seltene und bedrohte Meerestierarten. Darunter Tiefseehaie, Korallengärten oder Tiefseeschwämme. -> WEITERLESEN <-

Kiribati: Fischerei verboten

Logo der Phoenix Islands Protected Area (PIPA)No-Take-Zone so groß wie Kalifornien

Die Regierung des Inselstaats Kiribati verhängte in einem der derzeit größten Meeresschutzgebiete ab Januar 2015 ein Verbot für die kommerzielle Fischerei. Es handelt sich um die über 408.000 km2 umfassende Phoenix Islands Protected Area (PIPA). Das gesamte Schutzgebiet ist jetzt eine “No-Take-Zone”. PIPA ist ungefähr so groß wie Kalifornien.

Bislang hatte der auf der Hälfte des Weges zwischen Hawaii und Australien in Mikronesien im Pazifik gelegene Inselstaat  Fischereilizenzen verkauft. Darunter an Fischereien aus Japan, China oder Taiwan. Mit der neuen “No Take Zone” ist ein sehr artenreiches Meeresgebiet unter Schutz gestellt. Es umfasst elf Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone des aus einer Vielzahl von Inseln bestehenden Kleinstaates. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Aussterben wegen Sushi!

Nordpazifischen Blauflossenthunfische sind die teuersten Fische der Welt. Und bald ausgestorben. Um das zu verhindern, will die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den kommerziellen Fang verbieten. Auch für die Sportfischerei in US-Gewässern soll das Verbot gelten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssen Fischer in US-Gewässern gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freilassen. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. Sie sind Opfer der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als “Maguro”) in Japan. -> WEITERLESEN <-