Roter Thunfisch

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Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thunfisch 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Derart große Exemplare sind heute allerdings eine Rarität. Es gilt schon als Sensation, wenn Fischern heutzutage noch ein mäßig großer Roter Thun ins Netz geht. Wie im Februar 2022, als griechische Fischer im Ionischen Meer einen rund 380 kg schweren Roten Thunfisch fingen. Der prächtige Raubfisch soll der schwerste und größte Fang dieser Art in den letzten zehn Jahren gewesen sein. Das ist typisch für zu stark befischte Bestände.

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Seehundjäger

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Seehundjäger (Schleswig-Holstein) und Wattenjagdaufseher (Niedersachsen) erschießen an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr viele Hundert kranke, verletzte oder verlassene, meist junge, Robben (Seehunde und Kegelrobben). Angeblich ersparen sie diesen Tieren „unnötige Leiden“. Die Beurteilung, ob ein Seehund oder eine Kegelrobbe „notgetötet“ werden muss, treffen sie situativ allein. Doch können Seehundjäger das überhaupt beurteilen? Sie sind schließlich nur Hobbyjäger, die zusätzlich geschult werden. Keine Experten.

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Grundschleppnetzfischerei

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„Fischen mit Grundschleppnetzen ist so, als würde man mit einem Bulldozer in einen Teich fahren, um die Fische zu fangen“, beschreibt der Fischereiexperte Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute eine Fischereimethode, die – abgesehen von der Dynamitfischerei – die größten Zerstörungen in der Meeresumwelt anrichtet. Die Bezeichnung Grundschleppnetzfischerei verweist auf Einsatzgebiet und Zielfischarten: am Meeresgrund lebende Grundfische. Seit einigen Jahren auch Tiefseefische. Hinter dem noch harmlos klingenden Wort verbirgt sich ein absolut rücksichtsloser und in seinen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt mit keiner anderen legalen Fischereimethode vergleichbarerer Raubbau. Es ist eine Fischerei der verbrannten Erde, bzw. der zerstörten Meere.

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Immer mehr erschossene Seehunde

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Seit Anfang Oktober des Jahres stranden ungewöhnlich viele Seehunde an Stränden der nordfriesischen Inseln Föhr, Amrum und Sylt. Die Meeressäuger sind geschwächt, verletzt oder leiden unter Lungenwurmbefall. Doch selbst wenn Urlauber oder Anwohner die meist noch jungen Seehunde entdecken und Hilfe herbeirufen, haben diese kaum eine Überlebenschance. Obwohl sich Lungenwurmbefall sehr gut ohne große Belastungen behandeln lässt und die Tiere nach kurzer Zeit wieder in die Freiheit entlassen werden können. Nur in den seltensten Fällen landen sie in der einzigen offiziellen schleswig-holsteinischen „Seehundstation Friedrichskoog“. Denn jetzt im Herbst und Winter werden die meisten an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein strandenden Seehunde erschossen.

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