Doch noch einmal Walfang in Island

Eigentlich sollte der kommerzielle isländische Walfang bereits in diesem Jahr nicht mehr stattfinden. Das jedenfalls hatte die isländische Regierung im Sinn. Doch nun könnten isländische Harpunenkanonen zum letzten Mal Finnwale vor der Insel im Nordatlantik töten. Kristjan Loftsson, Eigentümer des Walfangunternehmens, Hvalur hat angekündigt, mit seinen vier Walfangschiffen die ihm bis 2023 zustehende Quote von 209 Finnwalen auszuschöpfen. Die ersten Finnwale soll Hvalur traditionell am 17. Juni, dem isländischen Nationalfeiertag, angelandet haben. Damit bestätigt der 79-Jährige Loftsson einmal mehr seinen Ruf als skrupelloser Geschäftemacher und stößt viele seiner Landsleute vor den Kopf. Sie wissen um den internationalen Imageschaden, den die bei Whalewatchern beliebte Insel damit erleidet.

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WTO beschränkt Fischerei-Subventionen

Über 20 Jahre lang diskutierte man bei der Welthandelsorganisation (WTO) über die Einschränkung von Fischerei-Subventionen. Erst Mitte Juni 2022 kam Bewegung in die festgefahrenen Auseinandersetzungen. Auf der 12. WTO-Konferenz in Genf erzielten die Vertreterinnen und Vertreter der 164 WTO-Mitgliedsländer eine erste zaghafte Einigung zur Reduzierung schädlicher Fischerei-Subventionen. Allerdings nicht gegen alle.

Dennoch ist die Einigung ein Fortschritt. Denn Staaten, die IUU-Flotten (illegale Fischerei) fördern, können jetzt vor WTO-Schiedsgerichten angeklagt werden. Außerdem sind Regierungen künftig verpflichtet, ihre Fischerei-Subventionen bei der WTO anzumelden. Eine Überprüfung, mit Möglichkeiten für Verschärfungen, soll alle fünf Jahre stattfinden. Insbesondere Indien hatte bei der WTO darauf gedrungen, dass Industrieländer ihre Fischerei-Subventionen einstellen und aufhören, die Ozeane leer zu fischen.

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Doggerbank: Briten verbieten Grundschleppnetzfischerei

Ab Juli 2022 sperrt die britische Regierung vier Meeresschutzgebiete für Grundschleppnetzfischer. „Außerhalb der EU nutzen wir unsere neuen Freiheiten, um unsere Meeresumwelt zu schützen. Es ist der Beginn der Renaturierung der Nordsee“, begründete Umweltminister George Eustice den drastischen Schritt. Das passt zum diesjährigen Motto des UN-Welttags der Meere. Es lautet: „Revitalization“.

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Welttag der Meere 2022

Am 8. Juni ist der UN-Welttag der Meere (UN World Oceans Day). Es gibt ihn seit 2008. Ziel ist es, auf die Bedrohung der Weltmeere und ihre Bedeutung aufmerksam zu machen. Das Konzept geht noch auf den Erdgipfel von Rio 1992 zurück. In diesem Jahr steht der Welttag der Meere unter dem Motto „Revitalization“ (Revitalisierung/Wiederherstellung). „Noch immer wird die Bedeutung der Meere für das Leben auf der Erde zu sehr unterschätzt“, betont der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. Ozeane bedecken über 70 % des Planeten. Sie sind unsere unverzichtbare Lebensquelle, denn sie produzieren rund 50 % des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre und speichern gleichzeitig etwa 30 % unserer CO2-Emissionen. Ihre biologische Vielfalt ist unvergleichlich und noch weitgehend unerforscht. Für weit mehr als eine Milliarde Menschen sind sie die Hauptproteinquelle. Ganz zu schweigen davon, dass sie für Abermillionen Menschen Rückzugs- und Erholungsräume von unschätzbarem Wert bieten.

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Veröffentlicht unter Presse