19 Wal- und Delfinarten strandeten seit 1604 an der deutschen Nordseeküste

An der deutschen Nordseeküste stranden überraschend viele Wal- und Delfinarten. Dies zeigt eine von Prof. Dr. Ursula Siebert und dem dänischen Meeressäugerspezialisten Dr. Carl Christian Kinze initiierte Studie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo). Gemeinsam mit dem Nationalparkamt Niedersachsen gingen die Wissenschaftler dabei weit in die Vergangenheit zurück. Bis ins Jahr 1604. Akribisch durchforsteten sie dazu historische Aufzeichnungen und Museumsarchiven. Was sie dabei an verschüttetem Wissen zutage förderten, ist verblüffend. Denn zwischen 1604 und 2017 fanden sie für 19 Wal- und Delfinarten Strandungsnachweise an der deutschen Nordseeküste. Darunter auch Arten, wie Blau-, Finn- und Buckelwal, die man hier nie erwartet hätte.
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Auftakt zur alljährlichen Delfintreibjagd

Der 1. September eines jeden Jahres markiert den Auftakt eines grausamen Geschehens: die sechs Monate dauernde Delfintreibjagd in Taiji. Dann treiben die dortigen Fischer vorbeiziehende Delfinschulen in die Meeresbucht von Taiji, um sie brutal abzuschlachten. Bereits gestern, am ersten Jagdtag, geriet eine Gruppe Großer Tümmler in ihre Fänge. Die Delfine kamen mit dem Leben davon, doch sieben wurden für den Verkauf an Delfinarien eingefangen. Dies berichtet die Organisation Dolphin Project des Delfinschützers Ric O’Barry.
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Erste schwimmende Müllabfuhr in Indonesien

Seit Mitte des Jahres pendelt die erste schwimmende Müllabfuhr Indonesiens, die „Tirta Intan“ (Diamantwasser), zwischen den Banda-Inseln in der Bandasee. Ihre Mission: Plastikmüll zum Recycling bringen. Und davon so viel wie möglich. Dorfbewohner der Banda-Inseln sammeln die für die Meeresumwelt so gefährlichen Zivilisationsabfälle an Stränden, Flüssen und im Land. Dann sortieren sie die Kunststoffe, schreddern sie und verpacken sie in große Reissäcke.

Von Bord der schwimmenden Müllabfuhr wird die geballte Müllladung direkt auf ein Cargoschiff verfrachtet, welches sie zu einer Recyclinganlage in Surabaya (Java) bringt. Es transportiert Güter von Surabaya auf die Banda-Inseln und würde sonst leer zurückfahren.

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Venezuela: Delfinfleisch auf dem Teller

Seit einigen Jahren beobachten Meeresschützer und Wissenschaftler mit Sorge, dass in vielen Ländern immer mehr Menschen aus Hunger Delfinfleisch essen. Dazu werden die Meeressäuger gezielt gejagt. Eine der Ursachen hierfür sind Fangflotten der Industrienationen – auch aus der EU. Sie vernichten die Lebensgrundlage lokaler Küstenfischereien. Leere Netze. Leere Mägen. Eine andere Ursache sind „gescheiterte Staaten“ (failed states) wie Jemen, Somalia oder Syrien. Denn wenn ein Staat grundlegende Funktionen nicht mehr erfüllen und seine Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen kann, dann nimmt sich diese, was sie kriegen kann. Deshalb steigt die Wilderei auf dem Meer und zu Land parallel mit der Not der Menschen. So auch in Venezuela. Ein gescheiterter Staat. Dort trifft es jetzt eine kleine Population von Guyana-Delfinen hart. Sie lebt im Maracaibo-See, einem über 13.500 Quadratkilometer großen Binnenmeer. Noch.
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