Keine gute Idee: Wilde Delfine füttern

DSM warnt vor dem Füttern wilder Delfine: Man erweist den Meeressäugern damit keinen Gefallen!

Vor einiger Zeit kursierte ein Video im Netz, auf dem zu sehen ist, wie jemand wilde Delfine mit Fischen lockt und füttert. Es stammt aus der kroatischen Adria. Die kroatische Naturschutzbehörde wurde bereits informiert. Denn: Delfine sind gesetzlich geschützt und sie zu füttern ist verboten.

Gut gemeint, aber …

„Vielleicht ist das Füttern ja gut gemeint, doch ganz abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist – man tut den Meeressäugern damit keinen Gefallen“, erklärt Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. Im Gegenteil: Die langfristigen Folgen können verheerend sein, denn man greift damit in ihre natürlichen Verhaltensweisen ein und gefährdet so das langfristige Überleben einer Population. -> WEITERLESEN <-

Risikogruppe Hawaii-Mönchsrobben

Hawaii-Mönchsrobbe "Pohaku" bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie.

Pohaku bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie. Das Weibchen macht Fortschritte, doch ob es überleben wird, ist noch unsicher. Foto: NOAA Fisheries

Tödlicher Parasit bedroht Mönchsrobben auf Hawaii

Während wir Menschen derzeit hart mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen haben, wird der kleinen Population der Hawaii-Mönchsrobben ein Parasit zum tödlichen Verhängnis.

Pohaku ist ein Robbenweibchen. Es leidet an Toxoplasmose und steht seit rund zwei Monaten unter tierärztlicher Aufsicht in einem Auffangzentrum auf Hawaii. Die Pfleger zeigen sich jedoch nur verhalten optimistisch, dass es überlebt. Sind doch die anderen beiden bislang lebend geborgenen Mönchsrobben mit Toxoplasmose innerhalb von 48 Stunden gestorben. -> WEITERLESEN <-

Das blaue Wunder

Warum das Meer leuchtet, Fische singen und unsere Beziehung zum Meer so besonders ist – Erstaunliche Einblicke in eine geheimnisvolle Welt

Der Faszination Meer kann sich wohl kaum jemand entziehen. Und „Das blaue Wunder“ von Frauke Bagusche zeigt einmal mehr, dass dies seinen guten Grund hat. Als promovierte Meeresbiologin ist die Autorin viel in der Welt herumgekommen. Sie arbeitete unter anderem als Leiterin meeresbiologischer Stationen auf den Malediven. Auf Unterwassertouren und Expeditionen begegnete sie Haien, Delfinen, Meeresschildkröten und vielen weiteren Meereslebewesen. Doch nicht nur diesen – auch Plastikmüll war allgegenwärtig. Für Menschen ein Störfaktor in der herrlichen Kulisse. Für Meeresbewohner ein krankmachender und oft tödlicher Faktor. Das blaue Wunder ist in Gefahr! -> WEITERLESEN <-

Kroatien: Umweltskandal – UPDATE

Im Dezember 2019 verseuchten Öl und andere Umweltgifte den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

Schutzmaßnahmen liefen nur schleppend an

Inzwischen wurde man aber tätig, wie uns das kroatische Umweltministerium auf Nachfrage Ende Februar mitteilte. So begannen Mitte Februar die Arbeiten, um verseuchtes Schilf zu entfernen und in einer Verbrennungsanlage zu vernichten. Bereits Anfang Januar seien unter anderem Absorptionsbarrieren im Fluss errichtet worden, um eine weitere Ausbreitung der Umweltgifte zu verhindern. -> WEITERLESEN <-

Kosmetik und Meeresschutz

Was haben Kosmetik- und Hygieneprodukte mit Meeresverschmutzung zu tun? Einiges. Denn was wir auf unsere Haut auftragen, beeinträchtigt oftmals nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die der Meere: Schädliche Inhaltsstoffe gelangen über das Abwasser oder direkten Kontakt auch ins Meer.

Hintergründe, Tipps und Alternativen

Der Tod steht ihr gut

Büste der Nofretete.

Foto: KathleenPirroArts auf Pixabay

Es gab Zeiten, da war das Leiden für die Schönheit mitunter tödlich. Denn die Geschichte der Kosmetik ist auch eine Geschichte voller toxischer Substanzen. Im alten Ägypten war das giftige Auripigment Bestandteil von kosmetischen Mitteln. Die Griechinnen des Altertums dagegen pinselten sich Minium ins Gesicht – ein giftiges gelblich rotes Pigment.

Und bis ins 19. Jahrhundert, als gebräunte Haut bei den feinen Herrschaften verpönt war, diente Bleiweiß für einen blassen – und tödlichen – Teint.

Doch muss man gar nicht so weit in die Geschichte zurückgehen. Auch in jüngerer Zeit fanden sich noch toxische Zutaten in Beautyprodukten. So waren Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA Enthaarungscremes mit Rattengift erhältlich. 2007 nahm die amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA eine (nicht zugelassene) Wimperntusche vom Markt, die Bimatoprost enthielt. Dies ist ein Medikament zur Senkung des Augeninnendrucks und ist bei uns in Wimpernseren verboten.

Auch heutige herkömmliche Kosmetik- und Pflegeprodukte können Mensch und Meere gefährden. Zu den risikobehafteten Substanzen zählen unter anderem sogenannte Mikroperlen, hormonell wirksame Inhaltsstoffe, Treibgase in Sprays sowie chemischer Sonnenschutz.
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Wale und Delfine: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn

Voraussetzung bei einer Begegnung mit wild lebenden Walen und Delfinen sollte immer der Respekt vor den Tieren sein und das Bewusstsein, dass man sich in ihrem Lebensraum aufhält. Durch sein eigenes Verhalten kann man entscheidend dazu beitragen, dass das Aufeinandertreffen für beide Seiten zu einem wundervollen Erlebnis und nicht zu einer zusätzlichen Belastung und Gefährdung für die Tiere wird. Hier die wichtigsten Verhaltenstipps Wale und Delfine – für nachhaltiges Whalewatching.

  • Auf eigene Faust
  • Kommerzielles Whalewatching – worauf muss man achten?

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Umweltskandal in Kroatien

Öl und andere Umweltgifte verseuchen den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

-> zum UPDATE vom 07. März 2020

Rund 250 Tausend Liter Masut sind aus einer stillgelegten Aluminiumoxid-Fabrik bei Obrovac ausgelaufen. Masut, ein Erdölrückstand für Heiz- und Schmierzwecke in der Industrie, verseucht die Schlucht und das Wasser der Zrmanja und bedroht das Novigrader Meer. Dies ist ein Teilstück der Adria, in das der Fluss mündet. Fischer hatten dort am 21. Dezember beim Ort Novigrad Ölflecken im Meer bemerkt, wie die Tageszeitung Slobodna Dalmacija berichtet. Und so kam die ganze Tragödie ans Tageslicht. Die kroatische Partei Most nennt diesen Umweltskandal in Kroatien „als größte Bedrohung und größte potenzielle Katastrophe in diesem Teil Europas.“ -> WEITERLESEN <-

Gefährliches Leben in der Plastiksuppe

Jedes Jahr entsorgen wir 8 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer

Müll, der Meerestieren zum Verhängnis wird, nicht nur, weil sie sich darin verfangen oder ihn als vermeintliche Beute verspeisen. Der Plastikmüll im Meer zerfällt extrem langsam in immer kleinere Fragmente und verschwindet wahrscheinlich nie ganz. Und so verwandelt sich das Meer in eine regelrechte Plastiksuppe, deren kleine Bestandteile von Meerestieren unabsichtlich mit der Beute aufgenommen werden.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll – © Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann

Kunststoffpartikel unter 5 mm Größe werden als Mikroplastik bezeichnet. Es entsteht entweder durch Zerfall großer Teile (sekundäres Mikroplastik) oder wird direkt hergestellt, unter anderem für die Kosmetik– und Bekleidungsindustrie (primäres Mikroplastik).

Es ist allgegenwärtig: „Wir können davon ausgehen, dass sich Mikroplastik bereits in allen Bereichen der Umwelt befindet. Das ergibt sich schlichtweg daraus, dass wir überall Kunststoffe einsetzen. Wind und Wasser verbreiten dann die Emissionen“, wie Leandra Hamann von Fraunhofer UMSICHT und Co-Autorin der „Konsortialstudie Mikroplastik“ erklärt. -> WEITERLESEN <-

BLAU

Ein Buch für Wale und Delfine – Ihrer Wertschätzung und ihrem Schutz gewidmet

Seit mehr als 15 Jahren gehören Wale und Delfine zu ihrem Leben. Näher gekommen sind die Autoren ihnen auf der Kanareninsel La Gomera, ein wahrer Delfin- und Wal-Hotspot. Die Autorin Sandra Schuster-Böckler lebt auf der Insel, Peter Frey verbringt dort jedes Jahr seinen Urlaub. Und so verwundert es kaum, dass sie ihr Buch BLAU den Meeressäugern widmen. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Wale und Delfine.
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Was machen Wale im Müll?

Forscher entdecken erstmals Groß- und Kleinwale im Great Pacific Garbage Patch

Eigentlich wollte ein internationales Forscherteam den Plastikmüll im sogenannten Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik zahlenmäßig und nach Art erfassen. Dabei machten sie eine besorgniserregende Entdeckung: Wale im Müll. Etliche große und kleinere Wale schwammen im Müllstrudel umher.

Der Müllstrudel

Im Oktober 2016 machten sich die Forscher mit einem Flugzeug von Kalifornien aus auf den Weg, um mit Spezialkameras und –geräten den Abfall im Great Pacific Garbage Patch zu untersuchen1. Dieser Müllstrudel liegt im Nordpazifik grob zwischen Hawaii und Kalifornien und ist inzwischen 4,5 mal so groß wie Deutschland.

„Patch“ bedeutet „Fleck“ auf Deutsch. Doch tatsächlich handelt es sich bei dieser zivilisatorischen Hinterlassenschaft nicht um einen oberflächlichen Flecken, sondern um einen in die Tiefe reichenden Strudel. Der sichtbare Teil ist nur die „Spitze“ des Müllbergs: Etwa 70 % des Abfalls sinken auf den Meeresgrund. -> WEITERLESEN <-

Aufschrei der Meere – Neues Buch von Hannes Jaenicke

Was unsere Ozeane bedroht und wie wir sie schützen müssen

Seit Langem schon ist der Schauspieler Hannes Jaenicke für sein Engagement im Natur- und Umweltschutz bekannt. War er bislang filmisch im Einsatz für Vögel, Geparden, Nashörner, Löwen, Eisbären, Orang-Utans, Haie und Delfine, widmet er sich diesmal im Buch Aufschrei der Meere gemeinsam mit der promovierten Biologin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Ina Knobloch dem Lebensraum Meer und seinen Bewohnern. -> WEITERLESEN <-

Karibische Mönchsrobbe – ausgestorben

Das große Schlachten begann 1494

Seit dem Jahr 2000 gilt die Karibische Mönchsrobbe (Neomonachus tropicalis) offiziell als ausgestorben. In nicht einmal 500 Jahren hat es der Mensch geschafft, einen Meeressäuger auszurotten, der Millionen von Jahren auf der Erde gelebt hatte.

„Primitive“ Robben

Mönchsrobben sind die „primitivsten“ aller Robben: Sie entwickelten sich wahrscheinlich fernab von Landraubtieren und hatten nur geringen Anpassungsdruck, sodass sie noch etliche Merkmale ihrer frühen Vorfahren besitzen. Eine der beiden noch lebenden Verwandten der Karibischen Mönchsrobbe, die Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe, wird deshalb gelegentlich auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten.

Verhaltenstipps Mittelmeer-Mönchsrobben (PDF) -> WEITERLESEN <-

Deinen ersten Wal – vergisst du nie

Neues Buch von Tierfilmer Ralf Kiefner

„Wie ferngesteuert streckte ich meine Hand nach seinem Kopf aus, um eine Kollision zu verhindern und um ihn so auf Distanz zu halten.“ Ralf Kiefners erster Wal aus nächster Nähe, ein Glattwal: Freund oder Feind? Auf alle Fälle eine eindrucksvolle Begegnung … so viel sei verraten. -> WEITERLESEN <-

OZEANOPÄDIE – Unglaubliche Geschichten vom Meer

So kommt das Salz ins Meer und andere merkwürdige Geschichten

Die Meere bedecken drei Viertel der Oberfläche unseres Planeten. Strände sind schön, Tsunamis schrecklich, die Seefahrt gefährlich, die Tierwelt unter Wasser atemberaubend. So weit, so bekannt. Aber wer weiß schon, dass die weißen Klippen von Dover ein Werk von Mikroalgen sind? Geschweige denn, wie der Tiefseefisch das Licht anmacht? Oder dass Algen nicht Pflanzen sind? Vor allem sind sie sondern einfach Algen und ökologisch betrachtet eine der erfolgreichsten Organismen auf dem Planeten. In seiner OZEANOPÄDIE schildert Meeresbiologe Tom Hird 291 merkwürdige, amüsante und unglaubliche Geschichten vom Meer und seine manchmal recht sonderbaren Bewohner. Oder haben Sie schon einmal von Yeti-Krabben, Pazifischen Viperfischen, Schleimaalen oder Pompejiwürmern gehört? -> WEITERLESEN <-

Sieg für die Wale: Walfang bleibt verboten

Sieg für die Wale!

Vom 10. bis 14. September 2018 fand im brasilianischen Florianópolis die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Erneut stand das weltweite Walfangverbot auf dem Spiel . Doch die Walschützer siegten. Japans Antrag wurde mit 41 zu 27 Stimmen abgelehnt! Neben den klassischen Walfangbefürwortern Island und Norwegen unterstützten vor allem Länder aus Afrika und dem asiatischen Raum den Antrag für den Walfang. Doch es wurde ein Sieg für die Wale! -> WEITERLESEN <-

Isländische Walfänger schlachten seltenen Hybridwal

Experten bleiben dabei, dass es ein Blauwal war

Anfang Juli erlegten isländische Walfänger eine seltenen Hybridwal. Es soll eine Kreuzung aus Blau- und Finnwal gewesen sein. DNS-Analysen eines isländischen Labors bestätigen zwar die Hybridtheorie. Dennoch halten Walexperten aufgrund von Fotos daran fest, dass es sich mit großer Sicherheit um einen Blauwal handelt. In einem offenen Brief hatten 17 Wissenschaftler, darunter auch Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, gefordert, dass Island den Walfang bis zur Klärung der Speziesbestimmung einstellt. -> WEITERLESEN <-

EU gegen Plastikflut in den Meeren

Die Europäische Union will Vorreiter beim Kampf gegen Plastikflut in den Meeren werden

Eigentlich kann man sich für seine Spezies nur schämen angesichts der Flut von Bildern vermüllter Gewässer und Strände – selbst in Landstrichen, die kaum je ein Mensch betreten hat. Im Mai stellte die Europäische Kommission Maßnahmen vor, mit denen man dem Plastikwahn in Europa Herr werden will. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Einwegprodukte. Man möchte, wie Jyrki Katainen, Vizepräsident der Kommission, erklärt, eine Vorreiterrolle übernehmen. Wissenschaftler schätzen, dass derzeit mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer schwimmen. Und jedes Jahr sollen weitere 8 bis 13 Millionen Tonnen dazukommen: Bildlich gesprochen, kippt pro Minute ein Mülllaster seine Ladung ins Meer.

Wenn wir so weitermachen, wird es in gut 30 Jahren mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben (bezogen auf das Gewicht). Der Müll taucht nicht nur sichtbar an den Stränden der Welt auf. Sondern auch in abgeschiedenen Winkeln der Erde. Er liegt sogar auf dem Grund der Tiefsee. -> WEITERLESEN <-

Aussterben droht: Good Bye Vaquita

Chronik eines angekündigten Artentods

Seit Jahren warnen Naturschützer vor der Ausrottung des auch Kalifornischer Hafenschweinswal genannten Vaquita. Mit einer höchst umstrittenen Einfangaktion im Herbst 2017 wollten Wissenschaftler die Art retten. Doch schon beim zweiten Versuch starb ein Tier. Dann wurde die Operation abgebrochen. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine “Putzerstation”. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen. -> WEITERLESEN <-

Fischsterben Vietnam: Küste verseucht

Keine Lösung für Säuberung in Sicht

Ein massives Fischsterben sorgte Anfang April in Vietnam für Entsetzen. Über 200 km der Küste wurden verseucht. Schätzungsweise 277 Tonnen Fische wurden angeschwemmt bzw. starben in den zahlreichen Fischfarmen. Die Umweltkatastrophe erstreckte über die vier Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Als Verursacher wurde ein Stahlwerk von Formosa Steel ausgemacht. Aufgrund eines mehrtägigen Stromausfalls habe die dortige Kläranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das gab man auf einer Pressekonferenz bekannt. Demzufolge liefen ungeklärte Abwässer ins Meer. Da sie mit den Umweltgiften Phenol, Cyanid sowie Eisenhydroxid verseucht waren, kam es in der Folge zu dem Fischsterben in Vietnam. -> WEITERLESEN <-

Umweltkatastrophe in Vietnam

Küstengewässer auf Jahrzehnte zerstört – Massives Fischsterben – Hunderttausende verlieren Lebensgrundlage

Ende Juni sollte die Roheisengewinnung im erst Ende 2015 in Betrieb genommenen Stahlwerk Formosa Steel Ha Tinh in Vietnam beginnen. Doch bereits in der Pilotphase kam es zu einer Umweltkatastrophe. In deren Folge wurde die Küste verseucht. Es kam zu einem massiven Fischsterben. Viele Fischer und Aquafarmer verloren ihre Lebensgrundlage. Auch die Tourismusbranche muss mit Beieinträchtigen rechnen. -> WEITERLESEN <-

Forschungsarbeit über Bullenhaie in Fidschi

Bullenhaie sollen zur “flagship species” für den Haischutz in Fidschi werden

Seit 2015 unterstützt die Stiftung die Dissertation der Schweizer Meeresbiologin Kerstin Glaus von der Universität Basel, die mit ihrer Forschungsarbeit den Haischutz in Fidschi fördern will. Kerstin Glaus widmet sich in ihrer Doktorarbeit dem Vorkommen des Bullenhais (Carcharhinus leucas) in den Gewässern des Inselstaates im Südpazifik. Die bis zu 2,1 m langen und 91 kg schweren Männchen und die bis zu 3,5 m großen und 318 kg schweren Weibchen leben bevorzugt in Küstennähe. Man findet sie vor Amerika im Atlantik und Pazifik, südlich der Sahara vor Afrika, vor Indien, Südostasien und Australien. Manche Vertreter bewohnen sogar das Süßwasser von Flüssen und Seen. -> WEITERLESEN <-

Kampagne gegen Öl- und Gasförderung

Rettet die Adria!

Von 2014 bis 2016 unterstützten wir die erfolgreiche internationale Kampagne “Rettet die Adria” gegen den großflächigen Bau von Offshore Öl- und Gasförderanlagen in der kroatischen Adria. Denn eine Katastrophe, wie bei der Ölförderplattform “Deep Water Horizon” im Golf von Mexiko, würde das gesamte Ökosystem des relativ kleinen, umschlossenen Meeresgebiets der Adria irreparabel zerstören

Tourismus – ein Großteil des kroatischen Bruttoinlandsprodukts stammt von dort – und Fischerei wären ruiniert. Meeresflora und -fauna, darunter die letzten Delfine der Adria, hätten keine Überlebenschance.

Im Juni 2016 schließlich erklärte der damalige kroatische Wirtschaftsminister Tomislav Panenić, dass die Pläne vom Tisch seien. Es wird keine Offshore-Förderung von Öl und Gas in der Adria geben. Ein großer Erfolg für die Kampagne “Rettet die Adria”.

Feldforschungsstation Molat

Feierliche Eröffnung der Feldforschungsstation

Anfang Juli 2013 feierten wir zusammen mit unseren Partnern von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), der Universität Zagreb und der kroatischen Naturschutzorganisation VAL die Einweihung ihrer Feldforschungsstation auf der norddalmatinischen Insel Molat in Kroatien. Neben Pressevertretern gehörten zu den etwa 40 Gästen auch Repräsentanten von Behörden und Instituten aus Zagreb, Zadar und von Molat.

Mit dem feierlichen Durchschneiden des Bands am Haupteingang wurde das Zentrum offiziell eröffnet. Nach einem Rundgang und einer kurzen Präsentation des Projektmitarbeiters Tom Gomerčić über das deutsch-kroatische Gemeinschaftsprojekt zur “Rettung der letzten Adria-Delfine” von seinen Anfängen im Jahr 1999 bis zum heutigen Tage rundete ein kleines Büfett die Einweihung ab.

Delfin-Rettungsaktion bei Zadar

Ohne Hilfe ist der Delfin dem Tod geweiht!

Das hat es in der Adria noch nie gegeben. Eine Rettungsaktion für einen schwer verletzten Großen Tümmler. Seit September 2013 schwimmt der Meeressäuger unweit von Zadar in der Nähe einer Fischfarm. Nun wollen Tierärzte aus Zagreb ihn von einer tödlichen Gefahr befreien.

Verhedderung im Fischernetz wird zum Verhängnis

Schon vor geraumer Zeit muss das Tier in ein Fischernetz geraten sein. Zwar konnte es sich befreien. Doch ein Teil des Netzes blieb an ihm hängen. In der Folge schnitten die Nylonfäden tief ins Gewebe. An Maul, Rücken und Brust sind Netzreste festgewachsen. Sie haben sich entzündet. Und an den entzündeten Stellen sieht man deutlich Gewebewucherungen.

Ebenfalls beschädigt ist die Schwanzfluke des Delfins. Doch schränkt dies ihn anscheinend nicht zu sehr ein. Denn er schwimmt – wenn auch nur langsam. Auch mit der Futtersuche klappt es. Denn er hat (noch) keine Anzeichen von Unterernährung. Gerne hält er sich in der Nähe von Fischfarmen auf.

Die Delfin-Rettungsaktion im Detail

Auf Meeressäuger spezialisierte Tierärzte von der Universität Zagreb wollen den verletzten Delfin jetzt in einer nicht einfachen Rettungsaktion von den tödlichen Einschnürungen befreien und die Verletzungen behandeln. Experten aus der ganzen Welt sind sich einig, dass das gelingen kann. Doch dazu muss man den Delfin einfangen. Dann muss er zur Behandlung kurzzeitig aus dem Wasser. Nur so können die Tierärzte sein Maul überprüfen. Denn im rechten Mundwinkel sind ebenfalls Gewebeveränderungen sichtbar. Wenn der Delfin stabil bleibt, sollen die Nylonschnüre ohne die Gabe von Sedativen entfernt werden. Anschließend wird er noch spezielle Antibiotika erhalten.

Diese Rettungsaktion ist eine große Herausforderung!

Für ein Gelingen der Aktion ist eine logistisch aufwendige Operation geplant. Denn es gilt, möglichst stressfrei für das Tier zu arbeiten. Dazu werden mehrere Boote eingesetzt. Darunter eines mit einer Plattform. Auf diese soll der Delfin dann zur Behandlung gelegt werden.

Die Gesamtkosten der Rettungsaktion werden zwischen 3.500 € und 4.200 € betragen. Allein das spezielle Antibiotikum kostet bei einem Delfin dieser Größe 300 €.

Meeresschildkröten-Projekt in Nicaragua

2011 unterstützten wir ein Meeresschildkröten-Projekt des Eine-Welt-Haus Jena und der Jenaplanschule im Naturreservat Chacocente in Nicaragua

Nur sieben Meeresschildkrötenarten gibt es weltweit. Sechs davon sind zum Teil vom Aussterben bedroht. Die Gefahren sind vielfältig:
Die Meeresreptilien sterben als Fleisch- und Schildplattlieferanten. Meeresschildkröten verenden kläglich in Fischernetzen als Beifang. Der Bau von Hotelanlagen zerstört ihre Niststrände. Und dann fallen die Nester Nesträubern zum Opfer. Denn ihre Eier gelten als Delikatesse. -> WEITERLESEN <-