Rettet den Kurzflossen-Makohai

Gemeinsam mit 31 anderen Umwelt- und Meeresschutzorganisationen haben wir Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane, aufgefordert, einen Fangstopp für Kurzflossen-Makohaie im Atlantik durchzusetzen. Denn Wissenschaftler warnen eindringlich vor einer weiteren Dezimierung der atlantischen Makohai-Populationen. Hauptgrund für den dramatischen Bestandsrückgang der bis zu 4 m und größer werdenden Haie sind Beifangverluste durch die internationalen Thun- und Schwertfisch-Fangflotten. Auch die Haiflossenfischerei europäischer Fischfangflotten auf Blauhaie spielt eine gewichtige Rolle.

ICCAT-Brief ans BMEL (PDF, deutsch)

Appell an EU-Kommissar Virginijus Sinkevičius (PDF, engl.)

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Auszeichnung für Masterarbeit

Meeresbiologe Julian Engel.

© Kellner-Stoll

Der von uns geförderte Meeresbiologe Julian Engel erhält den „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ 2020 der Universität Bremen. Julian Engel schrieb seine Masterarbeit beim Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) zur Frage, ob man auf der philippinischen Insel Malapascua mit nachhaltigem Haitourismus eine Alternative zum Fang der Tiere und der Haiflossenfischerei schaffen kann. Und es gelang. Als Folge seiner Studie wurde ein Meeresschutzgebiet rund um Chocolate Island im Südwesten von Malapascua eingerichtet. Das Konzept von Julian Engel wird nun von der einheimischen Organisation „People and the Sea“ weiterverfolgt.

„Damit hat die Masterarbeit von Julian Engel konkrete und nachhaltige Verbesserungen für den Meeresschutz erzielt. Genau aus diesem Grund fördern wir junge Wissenschaftler aus Deutschland“, freut sich die Deutsche Stiftung Meeresschutz über die Auszeichnung. Der „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ wird jedes Jahr von der KELLNER & STOLL-STIFTUNG zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern verliehen. -> WEITERLESEN <-

Bedrohte Artenvielfalt in der Adria

Publikation der Deutschen Stiftung Meeresschutz/DSM

Mit ihrer neuen Publikation „Bedrohte Artenvielfalt in der Adria“ macht die Deutsche Stiftung Meeresschutz/DSM auf die Situation von Meerestieren in der Adria aufmerksam.

Seiten 42-43, Broschüre Bedrohte Artenvielfalt in der Adria.Haialarm?

Wer kennt sie nicht, die „Haialarm“-Meldungen der Medien zur Ferienzeit: „Riesiger Hai vor Kroatiens Küste“ und ähnliche Schlagzeilen. Doch wagen sich Weiße oder andere große Haie überhaupt in diesen Teil des Mittelmeers?

Tatsächlich gibt es immer wieder Sichtungen von größeren Haien in der Adria, die sich sogar sehr küstennah zeigen. Auch der Weiße Hai gehört dazu, der ebenso wie Kurzflossen-Mako oder Blauhai, hier einst häufig vorkam.

Heute dagegen sind diese und andere beeindruckende Arten ein seltener Anblick geworden. -> WEITERLESEN <-

Keine gute Idee: Wilde Delfine füttern

DSM warnt vor dem Füttern wilder Delfine: Man erweist den Meeressäugern damit keinen Gefallen!

Vor einiger Zeit kursierte ein Video im Netz, auf dem zu sehen ist, wie jemand wilde Delfine mit Fischen lockt und füttert. Es stammt aus der kroatischen Adria. Die kroatische Naturschutzbehörde wurde bereits informiert. Denn: Delfine sind gesetzlich geschützt und sie zu füttern ist verboten.

Gut gemeint, aber …

„Vielleicht ist das Füttern ja gut gemeint, doch ganz abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist – man tut den Meeressäugern damit keinen Gefallen“, erklärt Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. Im Gegenteil: Die langfristigen Folgen können verheerend sein, denn man greift damit in ihre natürlichen Verhaltensweisen ein und gefährdet so das langfristige Überleben einer Population. -> WEITERLESEN <-

EU führt Fischereikrieg gegen England

EU-Supertrawler plündern britische Gewässer

Fischer und Meeresschützer sind gleichermaßen entsetzt. Und das kommt nun nicht wirklich häufig vor. Doch der jüngste Überfall von EU-Monsterfangschiffen auf britische Gewässer eint sogar normalerweise fast unversöhnliche Gruppen. Wie express.co.uk berichtet, begannen fünf riesige Fischerei-Fabrikschiffe am 12. April eine Art Fischereikrieg vor der schottischen Küste. Skrupellos nutzen zwei französische und drei niederländische Fischplünderer den von Großbritannien verhängten Corona-Lockdown für einheimische Fangboote. Jeden Tag ziehen sie zig Tonnen Fisch an Bord, vernichten alles, was sonst noch so in die gewaltigen Netze gerät: Robben, Haie, Rochen, Delfine, Schweinswale, Nichtzielfischarten. -> WEITERLESEN <-

Risikogruppe Hawaii-Mönchsrobben

Hawaii-Mönchsrobbe "Pohaku" bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie.

Pohaku bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie. Das Weibchen macht Fortschritte, doch ob es überleben wird, ist noch unsicher. Foto: NOAA Fisheries

Tödlicher Parasit bedroht Mönchsrobben auf Hawaii

Während wir Menschen derzeit hart mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen haben, wird der kleinen Population der Hawaii-Mönchsrobben ein Parasit zum tödlichen Verhängnis.

Pohaku ist ein Robbenweibchen. Es leidet an Toxoplasmose und steht seit rund zwei Monaten unter tierärztlicher Aufsicht in einem Auffangzentrum auf Hawaii. Die Pfleger zeigen sich jedoch nur verhalten optimistisch, dass es überlebt. Sind doch die anderen beiden bislang lebend geborgenen Mönchsrobben mit Toxoplasmose innerhalb von 48 Stunden gestorben. -> WEITERLESEN <-

Kroatien: Umweltskandal – UPDATE

Im Dezember 2019 verseuchten Öl und andere Umweltgifte den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

Schutzmaßnahmen liefen nur schleppend an

Inzwischen wurde man aber tätig, wie uns das kroatische Umweltministerium auf Nachfrage Ende Februar mitteilte. So begannen Mitte Februar die Arbeiten, um verseuchtes Schilf zu entfernen und in einer Verbrennungsanlage zu vernichten. Bereits Anfang Januar seien unter anderem Absorptionsbarrieren im Fluss errichtet worden, um eine weitere Ausbreitung der Umweltgifte zu verhindern. -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Meere bis 2030

10 Jahre für den Schutz der Meere?

Mehr als 100 Umweltschutzorganisationen präsentieren Rettungsplan für gesunde Meere bis 2030

Heute präsentieren 102 Umweltschutzorganisationen, darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM), Seas At Risk und die Surfrider Foundation Europe das „Blaue Manifest – Blue Manifesto – The Roadmap to a Healthy Ocean in 2030“. Mit diesem Rettungsplan für die Meere werden konkrete Maßnahmen beschrieben, die innerhalb von 10 Jahren umgesetzt werden müssen, um das Ruder herumzureißen. Nur so werde die zunehmende Zerstörung und Verschmutzung der Meere und Küsten umzukehren sein.

Die Organisationen fordern daher unter anderem:

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Umweltskandal in Kroatien

Öl und andere Umweltgifte verseuchen den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

-> zum UPDATE vom 07. März 2020

Rund 250 Tausend Liter Masut sind aus einer stillgelegten Aluminiumoxid-Fabrik bei Obrovac ausgelaufen. Masut, ein Erdölrückstand für Heiz- und Schmierzwecke in der Industrie, verseucht die Schlucht und das Wasser der Zrmanja und bedroht das Novigrader Meer. Dies ist ein Teilstück der Adria, in das der Fluss mündet. Fischer hatten dort am 21. Dezember beim Ort Novigrad Ölflecken im Meer bemerkt, wie die Tageszeitung Slobodna Dalmacija berichtet. Und so kam die ganze Tragödie ans Tageslicht. Die kroatische Partei Most nennt diesen Umweltskandal in Kroatien „als größte Bedrohung und größte potenzielle Katastrophe in diesem Teil Europas.“ -> WEITERLESEN <-

Stop Finning! Stop the trade! 1 Million votes!

Wir unterstützen die Europäische Bürgerinitiative für ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa

Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) sterben jährlich zwischen 63 und 273 Millionen Haie. Getötet durch Menschenhand. Genaue Zahlen gibt es nicht. Es sind wohl sehr viel mehr, denn belastbare Daten fehlen. Anzunehmen ist, dass die Dunkelziffer, auch wegen der weltweit grassierenden illegalen Fischerei (IUU), extrem hoch ist. Meist müssen die eleganten Knorpelfische einzig und allein wegen ihrer Flossen ihr Leben lassen (Shark Finning). Haiflossen gelten in Asien als Delikatesse. So kann eine Portion Haiflossensuppe, die nur wenige Gramm Flossen enthält, bis zu 90 € kosten. Ein lukratives Geschäft mit gewaltigen Gewinnmargen!

JETZT ABSTIMMEN!

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Trauernde Orcas bei Genua stammen aus Island

Eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen

Orcas im Mittelmeer! Völlig überraschend tauchten sie Anfang Dezember vor dem Hafen von Genua auf. Vier erwachsene Orcas und ein Jungtier. Normalerweise schwimmen diese Meeressäuger nicht so weit ins Mittelmeer. Italienische Medien berichten, dass die auch Schwertwal genannte größte Delfinart bei Genua zuletzt 1985 gesichtet wurde.

Nur wenige Tage später jedoch war das Jungtier tot. Todesursache unbekannt. Doch die anderen Orcas ließen es nicht zurück, stupsten es immer wieder sanft an die Oberfläche. Das zeigen bewegende Videoaufnahmen der italienischen Küstenwache.

Spätestens jetzt wurden auch Forscher und Fotografen auf das seltene Ereignis aufmerksam. Sogleich gingen sie daran, die trauernden Orcas abzulichten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Daher weiß man jetzt, woher die ungewöhnlichen Gäste stammen: aus dem weit entfernten Island.

Ihre Reise von 5.200 km ist eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen. -> WEITERLESEN <-

Upcycling-Markt mit Meer-Wert

Ein voller Erfolg: Upcycling-Markt der Caritas OGS St. Markus in Bedburg-Hau

Produkte vom Upcycling-Markt der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.Eine tolle Idee hatten Kinder, Eltern und Mitarbeiter vom Offenen Ganztag der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau (in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.). In vielen Stunden bastelten sie aus Wegwerf-Materialien schöne Sachen, um diese anschließend auf einem Upcycling-Markt zu verkaufen. Von A wie Aluminiumdose bis P wie Paletten fanden die unterschiedlichsten Wertstoffe so eine neue, kreative Verwendung. Am 23. November dann war es so weit. Der Upcycling-Markt begann und wurde ein großartiger Erfolg! Ein Erfolg auch für den Meeresschutz, denn die Hälfte des Erlöses ging als Spende an die DSM. -> WEITERLESEN <-

Supertrawler plündert britische Gewässer

In Australien verbannter Supertrawler darf in der EU fischen

Entsetzen herrscht unter britischen Fischern und europäischen Meeresschützern. Denn die „Margiris“, der mit 143 m Länge zweitgrößte Fabriktrawler der Welt, fischt seit Anfang Oktober im Ärmelkanal. Ihr 600 m langes und fast 200 m breites Schleppnetz hinterlässt eine Spur der Verwüstung. „Die vielfach von der EU beteuerte Umkehr zu nachhaltiger Fischerei ist nur ein Lippenbekenntnis. Sonst dürften weder die Margiris noch andere derartige Fischereimonster in europäischen Gewässern operieren“, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM). Und doch hat alles seine Richtigkeit. Der Supertrawler ist völlig legal und in Einklang mit europäischen Fischereirichtlinien auf ihrem Kurs der Vernichtung marinen Lebens. Aus australischen Gewässern dagegen wurde die “Margiris” bereits 2013 verbannt. -> WEITERLESEN <-

Erster Clothes SWAP in Grevenbroich

Eine super Idee, die hoffentlich Nachahmer findet!

Wir danken Tessa Scholl, die in Grevenbroich den ersten Clothes Swap für Mädchen organisierte.

Die Idee der 17-jährigen Schülerin: Nachhaltigkeit beim Thema Mode leben und gleichzeitig etwas für den Meeresschutz tun. Auf der Veranstaltung Mitte September konnte man zwei Stunden lang Kleidung tauschen, was übrig war, wurde verkauft. Der Erlös daraus sowie die aus dem Verkauf von Kaffee und Waffeln erzielten Spenden kamen dem Meeresschutz zugute.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, Tessa!

 

Rückblick von Tessa Scholl

Vorweg ist anzumerken, dass die Etablierung einer Veranstaltung dieser Art in einer Stadt wie Grevenbroich anfänglich immer eher ein Experiment ist, für das es einige Hürden zu überwinden gibt. Deshalb holte ich mir von vielen Seiten Unterstützung. Die hiesige Presse berichtete über die Veranstaltung, die Theatergruppe no.name, bei der ich selber Spielerin bin, stellte mir zur Bewerbung ihre Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook zur Verfügung, und eine künstlerisch sowie grafisch sehr bewanderte Freundin erstellte für mich ein ansehnliches Plakat sowie Grafiken, die ich zudem auf einem eigens für den Clothes Swap erstellten Instagram-Account teilte. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiger Kleidertausch

Meeresschutz-Aktion am 14. September im Jugendtreff G.O.T. in Grevenbroich von 11 bis 15 Uhr

Der 17-jährigen Schülerin Tessa Scholl liegt das Thema Umweltschutz, insbesondere Meeresschutz, sehr am Herzen. Sie will die Erhaltung der Meere und ihrer Bewohner unterstützen. Dafür hat Tessa ihr eigenes Verhalten bereits in vielen Aspekten ihres Alltags umweltfreundlicher verändert. Auch in ihrer Familie konnte sie schon einiges dazu bewegen. Jetzt geht sie mit ihrer ersten Aktion zum nachhaltigen Kleidertausch noch einen Schritt weiter. -> WEITERLESEN <-

The Ocean Cleanup will Plastikmüll verbrennen

Ocean Cleanup: Plastikmüll landet in Müllheizkraftwerken

The Ocean Cleanup will einen Teil des im Great Pacific Garbage Patch gesammelten Plastikmülls verbrennen. Das berichtet das weltweit beliebteste Architektur- und Designmagazin Dezeen. Eigentlich war The Ocean Cleanup mit dem Versprechen an den Start gegangen, sämtlichen eingesammelten Plastikmüll zu recyceln. Nun spricht die Organisation davon, dass ein Teil „thermisch recycelt“ werden müsse. Eine nette Umschreibung für schnödes Verbrennen in Müllheizkraftwerken. Für Meeres- und Umweltschützer macht The Ocean Cleanup damit immer weniger Sinn. -> WEITERLESEN <-

Junge Bullenhaie in Fidschi

Publikation der von uns unterstützten Haiforscherin Kerstin Glaus zum besseren Schutz junger Bullenhaie in Flüssen auf Fidschi

In ihrer Studie untersuchte Kerstin Glaus erstmals Auftreten und Häufigkeit junger Bullenhaie (Carcharhinus leucas) in den drei größten Flusssystemen Fidschis. Dabei bestätigte sich: Sie kommen in allen drei untersuchten Flüssen vor.

Die Republik Fidschi ist ein Archipel im Südpazifik. Mindestens 30 Haifischarten einschließlich Bullenhaie sind hier zu finden. Viele sind ansässige Arten. Sie verbringen wahrscheinlich ihr ganzes oder einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Fidschis. Doch Informationen über ihre Geburtsstätten und Kinderstuben gibt es nur für wenige Arten. Wie etwa für jugendliche Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini). -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobbe: Stark bedroht

Bericht vom Mönchsrobben-Workshop der 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

Vom einstigen Verbreitungsgebiet der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist nicht mehr viel übrig. Einst lebten sie im Schwarzen Meer, verteilt über das gesamte Mittelmeer, im Atlantik vor Portugal bis zu den Azoren, Madeira und den Kanaren bis hinunter nach Senegal. Heute sind ihre Bestände auf verschwindend kleine und voneinander isolierte Reste geschrumpft. Bereits 1985 zählte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu einer der zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. -> WEITERLESEN <-

Längste Rote Flut tötet immer noch Delfine

Die längste Red Tide aller Zeiten

Zwar ist die längste Red Tide, die jemals im Golf von Mexiko wütete, nach 16 Monaten Dauer seit Februar abgeebbt. Doch noch immer tötet die Rote Flut Delfine. So berichtet die nationale Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) von 174 toten Tieren, die seit Juli 2018 bis zum 20. Juni dieses Jahres entlang der Südwestküste von Florida strandeten. Ihr Tod wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Roten Flut gebracht. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

CO2-Ausstoß im Urlaub nebensächlich

CO2-Ausstoß spielt für den Urlaub 2019 kaum eine Rolle – Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

Die Vorbereitungen für Sommerferien 2019 sind in vollem Gange. Doch allen hitzigen Diskussionen ums Weltklima oder den Demos der “Fridays for Future”-Bewegung zum Trotz, heben 40 Prozent der Deutschen im Sommerurlaub ab. Ab in den Flieger. Und der CO2-Ausstoß im Urlaub spielt für sie keine Rollle. Denn nur eine Minderheit will ihn kompensieren. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick.

Nur 17 Prozent der Flugreisenden wollen den CO2-Ausstoß im Urlaub kompensieren

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die langersehnten Ferien geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent fahren mit dem Auto, 40 Prozent fliegen. Lediglich 16 Prozent nutzen die Bahn, 7 Prozent einen Fernbus, 2 Prozent ein Kreuzfahrschiff. -> WEITERLESEN <-

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Pottwal stirbt mit 22 Kilo Plastik im Magen

Tragisch: Das Weibchen war schwanger

Schon wieder fanden Umweltschützer große Plastikmengen im Magen eines gestrandeten Leviathans. Diesmal strandete ein Pottwalweibchen in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der Küste von Sardinien. Es starb Ende März und es starb nicht allein. Denn die Walkuh war schwanger. Ihr Baby ist nach Ansicht von Experten wohl bereits vor der Strandung gestorben. Im Magen des Pottwals hatten sich sage und schreibe 22 Kilogramm Plastikmüll angesammelt. Unter den unverdaulichen Kunststoffteilen befanden sich Fischernetze, Müllsäcke, auch die Verpackung eines Waschmittels mit noch lesbarem Barcode. -> WEITERLESEN <-

MSC-Siegel führt Verbraucher in die Irre

Informationsmaterialien “MSC-Zertifizierungen aus angeblich nachhaltiger Fischerei”

Die öffentliche Kritik und Berichterstattung zu MSC-Siegel-Zertifizierungen wird immer lauter. Auch die Verbraucher empfinden den jetzigen Standard als nicht nachhaltig. Die Initiative Make Stewardship Make Stewardship Count der wir angehören, setzt sich für eine zukünftig wirklich nachhaltige Fischerei und damit für die Zukunft unserer Ozeane ein! -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Spielend Plastikmüll im Meer beseitigen

Neue kostenlose Handy-App für mehr Umweltbewusstsein

Logo von TRIBOOT.Das Mülheimer IT-Unternehmen TRIBOOT Technologies möchte in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) und OceanCare spielerisch das ernste Thema Vermüllung der Meere, insbesondere durch Plastikmüll, erfahrbar machen. Die neue kostenlose Handy-App Rettet unseren Ozean will junge Menschen für den Meeresschutz begeistern. Es geht darum, innerhalb einer Minute möglichst viel Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Dabei sollte man aber möglichst keinen Fisch treffen. Im Anschluss kann man seinen High-Score durch die Beantwortung von drei Fragen zum Thema Müll in den Meeren noch weiter heraufschrauben. -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Todesurteil für unzählige Meerestiere und Meeresökosysteme

Wie utopia.de berichtet, soll The Ocean Cleanup noch in diesem Sommer nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im “Great Pacific Garbage Patch” seine Arbeit aufnehmen. “Das wird ein unheiliger Tag für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren”, lautet die Warnung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM). Obwohl das vom Niederländer Boyan Slat initiierte und mit über 35 Millionen Dollar und 75 Mitarbeitern aufmunitionierte Projekt unmögliches will.

In nur fünf Jahren will man die Hälfte des Plastikmülls aus dem pazifischen Müllstrudel herausfischen. Dieser Müllstrudel kreist im Pazifik, zwischen der Westküste der USA und Hawaii. Die dort im Uhrzeigersinn zirkulierende Mülldeponie erstreckt sich über eine Fläche von der Größe Zentraleuropas. Deshalb nennt man sie auch „Great Pacific Garbage Patch“ (Großer Pazifischer Müllteppich). -> WEITERLESEN <-

Neue EU-Subventionen für neue Fischtrawler

Bis zum letzten Fisch

Allen Beteuerungen und Reformbestrebungen der europäischen Fischereipolitik zum Trotz will die EU-Kommission für die sogenannten “Gebiete in äußerster Randlage” Subventionen zum Bau neuer Fischtrawler gewähren. Zu den Gebieten in äußerster Randlage zählen neun Gebiete der EU. Dazu gehören aus Frankreich: Guadeloupe, Französisch-Guayana, La Réunion, Martinique, Mayotte und St. Martin. Während Portugal Madeira und die Azoren “ins Rennen schickt. Schließlich sind da noch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Begründet wird dies u.a. mit der dringend notwenigen Modernisierung der Fischereiflotten in den Gebieten in äußerster Randlage. Denn die dortigen Flotten seien untragbar veraltet und die Kutter zu klein. Folglich können sie mit ihrer beschränkten Kapazität und niedrigen Entfernungsleistung auf See ihre Fischereiressourcen nicht effektiv nutzen. -> WEITERLESEN <-

EU gegen Plastikflut in den Meeren

Die Europäische Union will Vorreiter beim Kampf gegen Plastikflut in den Meeren werden

Eigentlich kann man sich für seine Spezies nur schämen angesichts der Flut von Bildern vermüllter Gewässer und Strände – selbst in Landstrichen, die kaum je ein Mensch betreten hat. Im Mai stellte die Europäische Kommission Maßnahmen vor, mit denen man dem Plastikwahn in Europa Herr werden will. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Einwegprodukte. Man möchte, wie Jyrki Katainen, Vizepräsident der Kommission, erklärt, eine Vorreiterrolle übernehmen. Wissenschaftler schätzen, dass derzeit mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer schwimmen. Und jedes Jahr sollen weitere 8 bis 13 Millionen Tonnen dazukommen: Bildlich gesprochen, kippt pro Minute ein Mülllaster seine Ladung ins Meer.

Wenn wir so weitermachen, wird es in gut 30 Jahren mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben (bezogen auf das Gewicht). Der Müll taucht nicht nur sichtbar an den Stränden der Welt auf. Sondern auch in abgeschiedenen Winkeln der Erde. Er liegt sogar auf dem Grund der Tiefsee. -> WEITERLESEN <-

Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir eine Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel der „Make Stewardship Count“-Koalition über Sharkproject e.V.  Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil.

Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in diesen Ländern. Die Umfrage ergab, dass die Glaubwürdigkeit des MSC-Fischsiegels deutlich in Frage gestellt wird. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe in Brüssel 2018 vor. -> WEITERLESEN <-