Haischutz

Haie sind als Gesundheitspolizei der Meere unerlĂ€sslich fĂŒr stabile, vielfĂ€ltige und produktive Ökosysteme. Deshalb ist der Schutz der Haie heutzutage von entscheidender Bedeutung fĂŒr die Zukunft der Ozeane. Wir fördern Haischutz-Projekte, internationale Haischutz-Kampagnen und Forschungsprojekte fĂŒr bessern Haischutz. Denn sterben die Haie, stirbt das Meer!

Eine alarmierende Studie, die in der Fachzeitschrift Nature zu Beginn des Jahres 2021 erschien, zeigt, dass der Bestand nahezu aller Hochseehaie und –Rochen in den letzten 50 Jahren im Schnitt um 70 Prozent zurĂŒckgegangen ist!

Dabei sind Haie als Gesundheitspolizei unerlĂ€sslich fĂŒr stabile, vielfĂ€ltige und produktive Meeres-Ökosysteme. Wo sie fehlen, profitiert deren Beute. Dazu gehören z. B. Zackenbarsche. Sie leben in Korallenriffen. Viele Zackenbarsche fressen viele kleinere, Algen-fressende Fische. Davon profitieren wiederum Algen. Sie ĂŒberwuchern die Riffe, rauben ihnen das lebensnotwenige Licht. Wo Haie fehlen, sterben Korallen.

Sterben die Haie, stirbt das Meer!

Fatale Kettenreaktion: Zu wenig Haie, zu viele Zackenbarsche, zu viele Algen, erstickte Korallen, sterbende Meere.

Von uns unterstĂŒtzte Projekte und Kampagnen zum Schutz von Haien

arbeiten fĂŒr einen wirksamen Schutz der Haie: ein junger Bullenhai wird freigelassen.

Fidschi: junge Bullenhaie
Haiforscherin Kerstin Glaus

Ein Fuchshai

Philippinen: Fuchshaie
People and the Sea

Ein Karibischer Riffhai schwimmt durch ein Korallenriff.

Haie in der Karibik – Curaçao
Meeresbiologin Lisa HĂŒbner
UniversitÀt Groningen

Logo FLY WITHOUT FINS - Kampagne gegen den Transport von Haiflossen durch Cargo-Airlines

fly without fins
Shark Guardian

Wichtig fĂŒr den Schutz der Haie: Ein EU-weites Handelsverbot fĂŒr Haiflossen

Kampagne Stop Finning!
EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative fĂŒr ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa

Schutz der Haie – Frage des Überlebens

Haie, Rochen sowie die eigentĂŒmlich aussehenden ChimĂ€ren oder Seekatzen bilden die Klasse der Knorpelfische. Ihr Skelett besteht – daher der Name – aus Knorpel. Allerdings weist dieser durch die Einlagerung von prismatischem Kalk stellenweise eine hohe Festigkeit auf.

Über 450 Millionen Jahre lang ging alles gut. Als eines der Erfolgsmodelle der Evolution verbreiteten sich Haie in allen Weltmeeren. Heute kennt man ĂŒber 500 Arten. Sie kommen in 90 Prozent aller Meere vor.

Dann dauerte es keine 100 Jahre und die viele von ihnen sind gefÀhrdet oder stehen vor der Ausrottung. Denn das AnthropozÀn (Zeitalter, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphÀrischen Prozesse auf der Erde wurde) markiert den Beginn des drohenden Untergangs dieser eleganten Knorpelfische.

Haie sind Knorpelfische

Bemerkenswert ist, dass ihre ZĂ€hne sind nicht fest im Kieferknochen verankert sind. Diese sitzen in meist mehreren Reihen im Zahnfleisch und werden bei vielen Arten regelmĂ€ĂŸig ersetzt (Revolvergebiss). Ungewönlich an ihnen ist auch, dass sie mit Hilfe spezieller Rezeptoren selbst schwĂ€chste elektromagnetische Felder wahrnehmen. Auch besitzen Haie anstelle von Schuppen kleine HautzĂ€hnchen.

Vermutlich gibt es weltweit 509 Haiarten. Nur sehr wenige von ihnen sind vom Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommen oder durch regionale MeeresschutzĂŒbereinkommen geschĂŒtzt. Seit 2010 gibt es ein Fangverbot fĂŒr Dornhauie in EU-GewĂ€ssern. Manche Haie kommen bis in große Tiefen vor. Im Gegensatz dazu leben die in Nord- und Ostsee heimischen Arten bodennah. So wie Katzenhai und Dornhai.

Titelfoto: Blauhai von Ocean Image Bank/Ellen Cuylaerts

Sterben die Haie, stirbt das Meer!

Toter Hai hÀngt in einem Fischernetz, Fidschi

Helfen Sie bedrohten Haien


Abgeschlossene Projekte


WeiterfĂŒhrende Informationen

Foto oben: © OceanImageBank/Hannes Klostermann