Schutz der Haie – Haischutz-Projekte

Haie sind als Gesundheitspolizei der Meere unerlässlich für stabile, vielfältige und produktive Ökosysteme. Deshalb ist der Schutz der Haie heutzutage von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Ozeane. Wir schützen Haie. Wir fördern lokale Haischutz-Projekte. Denn sterben die Haie, stirbt das Meer!

Die von uns unterstützten Haischutz-Projekte greifen das schwierige Thema Schutz der Haie aus ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen auf.

👉 Aktuelle Haischutz-Projekte und Kampagnen

Ein Herz für Bullenhaie
Fidschi, Haiforscherin Kerstin Glaus mit eDNA-Analyse auf den Spuren junger Bullenhaie

Fuchshaie
Insel Malapascua, Philippinen, People and the sea

Bogenstirn-Hammerhaie
Banda-Island Marine Protected Area (MPA), Indonesien, BandaSEA e.V.

Kampagne Fangstopp für Kurzflossen-Makohaie im ICCAT-Fanggebiet Nordatlantik
#Rally4Makos, Sharkproject, ProWildlife, Shark League, u. a.

Kampagne Stop Finning! Stop the trade! – Europäische Bürgerinitiative für ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa


👉 Ihre Hilfe für Haie


Abgeschlossene Projekte Schutz der Haie


Schutz der Haie – Frage des Überlebens

Über 450 Millionen Jahre lang ging alles gut. Als eines der Erfolgsmodelle der Evolution verbreiteten sich Haie in allen Weltmeeren. Heute kennt man über 470 Arten. Sie kommen in 90 % der Meere vor.

Toter Hai hängt in einem Fischernetz, Fidschi

© OceanImageBank/Tom Vierus

Dann dauerte es keine 100 Jahre und die viele von ihnen sind gefährdet oder stehen vor der Ausrottung. Denn das Anthropozän (Zeitalter, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde wurde) markiert den Beginn des drohenden Untergangs der urtümlichen Knorpelfische.

Effektive Haischutz-Projekte sind heute eine Frage des Überlebens für die gejagten Jäger.

Sterben die Haie, stirbt das Meer

Eine alarmierende Studie, die in der Fachzeitschrift Nature zu Beginn des Jahres 2021 erschien, zeigt, dass der Bestand nahezu aller Hochseehaie und –Rochen in den letzten 50 Jahren im Schnitt um 70 Prozent zurückgegangen ist! Dabei sind sie als Gesundheitspolizei unerlässlich für stabile, vielfältige und produktive Meeres-Ökosysteme.

Denn wenn Haie fehlen, profitiert davon ihre Beute, z. B. Zackenbarsche. Zu deren Beute wiederum zählen kleinere, Algen-fressende Fische. Werden diese zu stark dezimiert, führt dies in der Folge auf Korallenriffen zu übermäßigem Algenwachstum. Mit der Zeit überwuchern die Algen das Korallenriff. Sie rauben ihnen das Licht, das Korallen-Polypen zum eigenen Wachstum unbedingt brauchen. Das Riff beginnt zu sterben.

Eine fatale Kettenreaktion: Zu wenig Haie, zu viele Zackenbarsche, zu viele Algen, erstickte Korallen, sterbende Meere.


👉 Ihre Hilfe für Haie


👉 Lesetipp: Haie, gejagte Jäger

 

Foto oben: © OceanImageBank/Fabrice Dudenhofer