Plastik im Meer – Lösungen

Mit den von uns unterstützten Ocean Cleanup-Projekten gegen Plastik im Meer verfolgen wir die UN-Nachhaltigkeitsziele 1 (Bekämpfung der Armut), 12 (verantwortungsvoll konsumieren und produzieren) sowie das UN-Nachhaltigkeitsziel 14 (Leben unter Wasser). Gemeinsam mit unseren Partnern zeigen wir nachhaltige, ressourcenschonende und integrative Lösungen für Wege aus der Plastikfalle auf.

Plastik im Meer – Lösungen – reduce – reuse – recycle

Müllsammlerinnen am Strand mit vollen Müllsäcken

Social cleanups von Sana Mare, Müllsammlerinnen am Strand mit vollen Müllsäcken; Mombasa, Kenia, 17.4.2021 – Foto: Sana Mare

Dabei geht es „nicht nur“ darum, möglichst viel Plastikmüll aus der Umwelt zu entfernen und ihn dem Wertstoffkreislauf zuzuführen (recycle).

Integrativer Ansatz

Es geht auch darum, Menschen in armen Ländern bei gleichzeitig schlechter bzw. nicht vorhandener Entsorgungsinfrasturktur Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Plastikmüll aufzuzeigen, z. B. mit Upcycling-Schulungen. Denn Plastikmüll hat einen verwertbaren und alltagstauglichen Nutzen (reuse & reduce).

Weniger Müll – weniger Armut

Mit der Förderung von „Müll Banken“ (Cash for Trash) oder fairen Löhnen für Clean-Up-Arbeiten erfahren die Menschen, dass Plastik ein Wertstoff ist. Sie lernen, dass man nachhaltig damit umgehen sollte. Hinzu kommt, die Einbindung von Frauen und ärmeren Menschen. Mit der Beseitigung von Plastikmüll helfen wir Ihnen, einen Weg aus der Armutsfalle zu finden.

Ressourcenverbrauch – Nachhaltigkeit – ökologischer Rucksack

Die von uns unterstützten Ocean Cleanup Projekte zeichnen sich durch ihre Nachhaltigkeit aus. Denn sie entfernen bei vergleichsweise bescheidenem finanziellen Aufwand viel Plastikmüll aus der Umwelt. Dabei bleiben technischer Aufwand, ökologischer Rucksack und CO2-Fußabdruck klein.

Die einheimische Bevölkerung ist eingebunden. Sie erfährt durch ihre Arbeit unmittelbare Vorteile. Alle unsere Lösungen für das Problem Plastik im Meer sind konsequent Recycling-Gesichtspunkten ausgerichtet und gezielt für eine einfache Umsetzung in Entwicklungs- und Schwellenländern konzipiert.

👉 Aktuelle Förderungen Plastik im Meer – Ocean Cleanup

Banda-Inseln in Indonesien
BandaSEA e.V.

Uganda, Kenia, Philippinen
sana mare e.V.

Insel Malapascua, Philippinen
People and the sea


👉 Plastik im Meer – Lösungen – Helfen Sie mit!


Plastik im Meer – Tödliche Gefahr für Meerestiere

Zwischen 60 bis 80 Prozent des Mülls, der jedes Jahr im Meer landet, besteht mittlerweile aus Plastikabfällen. Man nimmt an, dass die erst seit etwa 1950 in größerem Stil produzierten künstlichen Polymerprodukte dort mehrere hundert Jahre überdauern. Auch wenn der größte Teil auf den Meeresgrund sinkt – wahrscheinlich etwa 70 Prozent (laut UNEP) –, vieles auch wieder an Land getrieben wird, bildet der in der Wassersäule verbleibende Rest eine gefährliche Gemengelage.

Tote Lederschildkröte im Karinsko More.

Tote Lederschildkröte im Kariner Meer (Kroatien). Sie hatte Plastiktüten als vermeintliche Beute verschluckt. Diese verstopften den Verdauungstrakt, sodass sie schließlich starb. Foto: VAL

Meerestiere jeglicher Art verheddern oder strangulieren sich in herumtreibendem Plastikmüll. Laut Umweltbundesamt (UBA) sind regelmäßig 136 Arten betroffen. Darunter mindestens 43 Prozent aller Wal- und Delfinarten.

Meeresschildkröten verwechseln Fetzen aus Weichplastik mit Quallen. Ein tödlicher Irrtum. Wie auch bei Walen und Delfinen. Verschluckte Plastikteile verstopfen die Mägen. Beginn eines langsamen, qualvollen Sterbens.

Seevögel dagegen füttern ihre Jungen mit Kleinstplastikteilen. Kein Wunder, dass 60 % der untersuchten Eissturmvögel in der Nordsee Plastikpartikel im Magen (mehr als 0,1 g Kunststoffe) aufweisen.

Plastik findet sich mittlerweile überall. Im arktischen Eis. Im über 11.000 Meter tiefen Marianengraben, dem tiefsten Ort der Erde.

Was tun?

Um das Problem in den Griff zu bekommen, sind umfassende Lösungen bei der Reduzierung, beim Recycling sowie eine Abkehr von Plastikeinwegprodukten unumgänglich. Es bedarf auch einer Änderung im Konsumverhalten jedes Einzelnen. Dies muss einhergehen mit ambitionierten gesetzlichen Regelungen und einem Umdenken in der Realwirtschaft. Freiwillige Selbstverpflichtungen, wie sie Deutschland bevorzugt, nutzen wenig.

Zwar gibt es eine UN-Resolution zur Beseitigung der Plastikverschmutzung im Meer. Und die EU will bis 2025 eine Sammelquote von 90 Prozent bei Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff erreichen. Doch das reicht nicht.


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Foto oben: Thomas Wolter auf Pixabay