Erster Clothes SWAP in Grevenbroich

Eine super Idee, die hoffentlich Nachahmer findet!

Wir danken Tessa Scholl, die in Grevenbroich den ersten Clothes Swap für Mädchen organisierte.

Die Idee der 17-jährigen Schülerin: Nachhaltigkeit beim Thema Mode leben und gleichzeitig etwas für den Meeresschutz tun. Auf der Veranstaltung Mitte September konnte man zwei Stunden lang Kleidung tauschen, was übrig war, wurde verkauft. Der Erlös daraus sowie die aus dem Verkauf von Kaffee und Waffeln erzielten Spenden kamen dem Meeresschutz zugute.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, Tessa!

 

Rückblick von Tessa Scholl

Vorweg ist anzumerken, dass die Etablierung einer Veranstaltung dieser Art in einer Stadt wie Grevenbroich anfänglich immer eher ein Experiment ist, für das es einige Hürden zu überwinden gibt. Deshalb holte ich mir von vielen Seiten Unterstützung. Die hiesige Presse berichtete über die Veranstaltung, die Theatergruppe no.name, bei der ich selber Spielerin bin, stellte mir zur Bewerbung ihre Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook zur Verfügung, und eine künstlerisch sowie grafisch sehr bewanderte Freundin erstellte für mich ein ansehnliches Plakat sowie Grafiken, die ich zudem auf einem eigens für den Clothes Swap erstellten Instagram-Account teilte.

Clothes SWAP Kleidertausch für Mädchen am 14. September 2019 im Jungendtreff G.O.T. in Grevenbroich.

Eine Idee wird Wirklichkeit

Auf den ersten Blick kann man ob des betriebenen Aufwands tatsächlich von Ernüchterung sprechen, als ich am Tag des Events feststellte, dass über jenen Tag verteilt insgesamt zehn Personen kamen, die ihre Kleidung mitbrachten. Diese Teilnehmer konnten allesamt Kleidung tauschen und fanden etwas Neues für ihren heimischen Kleiderschrank. Ernüchterung deshalb, weil zehn Teilnehmerinnen wenig erscheinen.

Gute Taten

Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt, dass ich mit der Planung und Umsetzung des ersten Clothes Swap in Grevenbroich etwas Neues etabliert habe, an das die Menschen der Stadt oder vielleicht sogar ihrer Umgebung sich erst gewöhnen müssen.

Die übrig gebliebenen Kleidungsstücke waren eine herzlich willkommene Spende für die Caritas. Zudem konnten wir Spendengelder in Höhe von 100 € einsammeln. Und dies sehe ich, trotz der geringen Teilnehmerzahl, als ersten Erfolg des Projekts.

Der erste Schritt ist getan

Ich bin mir nämlich der Tatsache bewusst, dass die Etablierung von etwas Neuem ihre Zeit benötigt. Ich gehe schwer davon aus, dass trotz der in breitem Feld geschalteten Werbung in Presse und sozialen Medien bei Weitem noch nicht alle Grevenbroicher*innen erreicht wurden, und schöpfe in diesem Gedanken die Zuversicht, dass dieses Projekt wiederholt werden wird, sodass es eine gewisse Kontinuität erhält, die sich dann, so hoffe ich, in steigenden Besucherzahlen ausdrückt.

Weg von der Wegwerfmentalität

Schließlich bin ich nach wie vor von der Wichtigkeit eines nachhaltigen Denkens überzeugt und will mit dem Clothes Swap meinen Beitrag leisten für eine umweltfreundliche Zukunft, die sich dringend von der noch immer akuten Wegwerfmentalität unserer Gegenwart abwenden muss.