Klimakatastrophe

Sonnenuntergang über dem Meer.

Die von der Klimakrise ausgelöste Erhitzung der Erde entwickelt sich immer stärker zum größten Motor des Artensterbens im Meer. Laut einer Studie der Princeton University vom April 2022 hat der stetig steigende Ausstoß von Treibhausgasen das Potential, ein Massenaussterben von Meereslebewesen auszulösen. Dieses sei in seinen Dimensionen mit dem Aussterben der Dinosaurier vergleichbar.

Bereits heute hat die Ozeanerhitzung teilweise dramatische Konsequenzen. Das Artengefüge verändert sich großflächig (z. B. von den Tropen in die Subtropen). Gleichzeitig sinken in vielen Regionen marine Artenvielfalt und Biomasseproduktion. Der Meeresspiegel steigt. Die Versauerung nimmt zu. Von 1960 bis 2019 büßten die Weltmeere mehr als zwei Prozent ihres Sauerstoffgehalts ein. Es gibt immer mehr Todeszonen ohne Sauerstoff (dead zones) in Küstengebieten. Der Ozean verliert immer mehr Kapazitäten zu CO2-Speicherung.

Kurz gesagt: Die Meere werden heißer, höher, saurer, verlieren Sauerstoff, die Durchmischung der Wassermassen ist gestört.

Naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) gehören heutzutage zu den aussichtsreichsten und kostengünstigsten Ansätzen im Kampf gegen die Klimakatastrophe und das globale Massenaussterben. Darunter versteht man die Wiederherstellung und Erweiterung gesunder Naturräume mit dem Ziel, deren vielfältigen Nutzen zu verbessern (Ökosystemleistungen) und sie nachhaltig zu bewirtschaften.

Klimaretter werden
Küstenökosysteme schützen

Was wir tun:
Erhalt und Erneuerung
CO2-speichernder Küstenökosysteme

Klimakrise in den Meeren: artenärmer, heißer und saurer

Doggerbank: Briten verbieten Grundschleppnetzfischerei

Ab Juli 2022 sperrt die britische Regierung vier Meeresschutzgebiete für Grundschleppnetzfischer. „Außerhalb der EU nutzen wir unsere neuen Freiheiten, um unsere Meeresumwelt zu schützen. Es ist der Beginn der Renaturierung der Nordsee“, begründete Umweltminister George…

Projektbericht – Korallenrestauration in der Bandasee

Wir alle waren so gespannt auf das große Ereignis des Massenablaichens der Korallen (coral spawning), das im März oder April stattfinden sollte. Doch dann herrschten nicht nur widrige Wetterbedingungen, auch das Massenablaichen blieb aus ……

Viel Zucker im Meeresboden

Seegraswiesen speichern nicht nur gewaltige Mengen des Klimagases CO2, sondern auch zusätzliches CO2 in Form großer Mengen von Zucker im Meeresboden. Diesen überraschenden Fund machte ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPIMM) in Bremen.…

Kolumbien: Küstenökosysteme für den Klimaschutz

Ende April 2022 startete ein von uns gefördertes Masterprojekt der Meeresbiologin Soyla Kraus (Universität Bremen, Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ – ISATEC). Sie wird bis Ende Juli 2022 auf Isla Barú in Kolumbien…

Seegras-Renaturierung: Wie Urlauber helfen können

Für den Erhalt der Artenvielfalt in den Ozeanen und den Kampf gegen den Klimawandel muss die Zerstörung von Seegraswiesen gestoppt und, dort wo es möglich ist, müssen diese wiederhergestellt werden. Dabei hat Priorität, die Seegras-Renaturierung…

Probleme der Korallenrestauration

Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten Seit Jahren wird weltweit versucht, geschädigte Riffe wiederherzustellen. Einige Ansätze waren wissenschaftlich begleitet und sorgfältig geplant. Die meisten allerdings nicht. Spenderriffe wurden beschädigt. Positive Folgen für die Empfängerriffe blieben aus. Neuester…

Zeitschrift Natur und Landschaft

In ihrer aktuellen Ausgabe thematisiert die Zeitschrift „Natur und Landschaft“ (Herausgeber Bundesamt für Naturschutz) den kritischen Status deutscher Meeresschutzgebiete in der Nordsee. Zwei große Krisen belasten Meere und Ozeane im globalen und lokalen Maßstab: Zum…

Erdölsuche vor Südafrika: Gericht stoppt Shell

Erfolg für den Meeresschutz: Shell muss seismische Explorationen zur Erdölsuche vor der Ostküste Südafrikas vorerst einstellen! Als hätte es die UN-Klimakonferenz COP26 im November nicht gegeben, setzen Shell und die Regierung von Südafrika weiterhin auf…

EU-Subventionen für die Fischerei

Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten EU-Fischer verbrauchen jedes Jahr etwa 2,3 Milliarden Liter Schiffsdiesel. Dabei erzeugen sie fast 7,3 Millionen Tonnen CO2. Trotzdem zahlt die EU Subventionen für die Fischerei von bis zu 1,5 Milliarden Euro…

Können Korallenriffe dem Klimawandel widerstehen?

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten Im Rahmen meiner Masterarbeit im Studiengang „International Studies in Aquatic Tropical Ecology (ISATEC)“ habe ich in Thailand mit zwei Kommilitonen, Vanessa Conrad und Manding Suwareh, interessante Daten zu Korallenriffen in sich…

Mikroplastik im Meer und seine Klimafolgen

Neue Studie Mikroplastik im Meer und seinen Klimafolgen. Wie können die Auswirkungen bewältigt werden? Mikroplastik im Meer stammt aus zahlreichen Quellen und Wirtschaftsbereichen [1]. Neben weitreichenden negativen Folgen für die Umwelt trägt Mikroplastik im Meer…

EU soll Abbau von Tiefsee-Rohstoffen verbieten

Die EU soll in ihren Gewässern den Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee verbieten und sich weltweit für ein Moratorium einsetzen. Dies fordert der europäische Meeresschutz-Dachverband „Seas At Risk“, dem auch wir angehören, mit seinem…

Schiffe sollten langsamer fahren

Langsame Schiffe bringen viel für den Klimaschutz und die Meeresumwelt. Denn sie erzeugen weniger CO2 und andere Schadstoffe, wie Ruß, Schwefeloxide oder Stickoxide. Zudem könnten Wale langsamen Schiffen besser ausweichen. Außerdem reduzieren sie auf diese…

Korallenbleiche

Warum sterben Korallen? Eine entscheidende Frage angesichts des gegenwärtigen globalen Massensterbens. Besonders im Pazifik sterben in Symbiose mit Algen lebenden Korallenarten in nie gekanntem Ausmaß. Sie verlieren ihren Symbionten, verhungern und bleichen aus. In warmen…

Rettungsplan für die Meere

Heute präsentieren 102 Umweltschutzorganisationen, darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM), Seas At Risk und die Surfrider Foundation Europe das „Blaue Manifest – Blue Manifesto – The Roadmap to a Healthy Ocean in 2030“. Der Rettungsplan…

Dirk Steffens: Artenschutz größtes Problem unseres Jahrhunderts

Voraussichtliche Lesedauer: 15 Minuten Dirk Steffens traut sich was: „Das Artensterben ist möglicherweise das größte Menschheitsproblem unseres Jahrhunderts. Wir haben das Gefühl entwickelt, dass alles wieder gut wird, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff…

Die Meerwalnuss erobert die Ostsee

Die ersten Exemplare der Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi) in der Ostsee entdeckte man 2006. Da hatten die Raubquallen bereits begonnen, Eier von Dorsch, Grundel, Seestichling oder Wittling im großen Stil aufzufressen. Denn diese invasive Quallenart hat…

Explosive Offshore-Windkraft

Umwelt- und Meeresschützer warnen vor massiven Umweltschäden durch die Sprengung von Munitionsaltlasten im Zuge des forcierten Aufbaus von Offshore-Windkraftparks in Nord- und Ostsee. Experten schätzen, dass Allierte und Wehrmacht während und nach dem 2. Weltkrieg…