Meeresschutzgebiete – Marine Protected Areas (MPAs)

Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas/MPAs) sind entscheidend für die Artenvielfalt in den Ozeanen, für die Regeneration erschöpfter Fischbestände, die Dämpfung der Folgen der Klimakrise und zur Sicherung der Nahrungsversorgung von Millionen Menschen.

Im UN-Nachhaltigkeitsziel 14.5 hatte sich die Weltgemeinschaft 2015 verpflichtet, bis 2020 mindestens zehn Prozent der Meeresfläche unter Schutz zu stellen. Dieses Ziel wurde mit ca. 7 % klar verfehlt.

Fatal ist, dass viele der zu wenigen Meeresschutzgebiete reine „paper parks“ sind. Sie existieren nur auf dem Papier. Das trifft auch auf viele der deutschen Meeresschutzgebiete zu. Hier ist, wie auch in anderen MPAs, sogar die mit katastrophalen Folgen für die Meeresumwelt und erheblichen CO₂-Emissionen verbundene Grundschleppnetzfischerei erlaubt. Sogar im Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Im Juni 2026 listet der Marine Protection Atlas Meeresschutzgebiete (MPAs) in ca. 9,8 % aller marinen Lebensräume. Jedoch sind davon lediglich 3,5 % vollständig (fully protected) oder stark geschützt (highly protected).1

Taucher von Project Manaia bei den Seegraswiesen in der Bucht von Stoupa.

Griechenland, Insel Stoupa:
Meeresschutzgebiet (Marine Protected Area/MPA) als No-take-Zone (keine Entnahmen wie Fischerei)
mit Project Manaia

Seegrasfischerei in Malapascua.

Philippinen, Insel Malapascua:
Etablierung selbstverwalteter Schutzzonen für Seegraswiesen
mit People and the sea

Lokation des etwa fünf Hektar großen LMMA-Meeresschutzgebiets im Norden von Malapascua.

Philippinen, Insel Malapsacua:
Einrichtung eines LMMA-Schutzgebietes (Locally Managed Marine Area/LMMA)
mit People and the sea

Das weltweit größte Meeresschutzgebiet

Seit 2025 gilt das Tainui Atea MPA in Französisch-Polynesien mit einer Fläche von über 4,5 Millionen km2 als weltweit größtes Meeresschutzgebiet. Im Tainui Atea steht eine Fläche von 1,1 Millionen km2 unter strengem Schutz. Dort sind zerstörerische Nutzungen wie Tiefseebergbau oder Grundschleppnetzfischerei verboten. Lediglich traditionelle Fischerei im kleinen Maßstab und Tourismus bleiben erlaubt.

Damit hat das französische Überseegebiet, eine Ansammlung kleinerer Inseln, darunter Tahiti, praktisch seine gesamte ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) als Meeresschutzgebiet deklariert. Neben fast 200 Korallenarten leben im Tainui Atea viele Haiarten sowie über 1.000 Fischarten.

Beitragsübersicht Meeresschutzgebiete

Grafik "Der Deutschen Nord- und Ostsee geht es schlecht"

Zeitschrift Natur und Landschaft

In ihrer aktuellen Ausgabe thematisiert die Zeitschrift „Natur und Landschaft“ (Herausgeber Bundesamt für Naturschutz) den kritischen Status deutscher Meeresschutzgebiete in…

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  1. The Marine Protection Atlas integrates science-based assessments that measure progress toward protecting 30% of the global ocean in fully and highly protected areas by 2030 ↩︎

Weiterführende Informationen: The MPA Guide Global MPA Atlas

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Meeresschutzgebiete – Marine Protected Areas (MPAs)
The Marine Protection Atlas