Meerestiere

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Die Meere sind der artenreichste und größte Lebensraum auf der Erde. Ihre Artenvielfalt der Ozeane ist überwältigend und weitgehend unerforscht. Niemand weiß, wie viele Arten von Meerestieren es gibt. Hier gehen die Vermutungen weit auseinander. Sind es 1 Million? 2,2 Millionen? Oder gar mehr als 10 Millionen? Wir kennen jedenfalls nur einen Bruchteil von ihnen. Denn lediglich etwa 230.000 Arten von Meerestieren sind bislang wissenschaftlich beschrieben.

Meeresretter werden!

Gemessen an der Biomasse, macht dabei die Zahl von Bakterien, Archaeen- und Virenarten den Hauptteil des Lebens in den Ozeanen aus. Bis zu 350.000 Bakterienarten und Mikroorganismen können in einem Tropfen Meerwasser enthalten sein. Von diesen, aber auch von den uns nicht bekannten Arten, ist bereits eine unbekannte Zahl durch menschliche Einflüsse ausgerottet worden. Viele andere Meerestiere sind stark bedroht oder stehen kurz davor, in freier Wildbahn auszusterben.

Auf der Seite Meerestiere stellen wir einige Meerestierarten genauer vor. Manche davon spielen bei den von uns geförderten Projekten eine Rolle. Jedoch hat jede einzelne Art ihre ganz eigene Geschichte. Eine Geschichte über die Faszination der Ozeane. Viele der hier vorgestellten Meerestiere sind gefährdet, bedroht oder kämpfen unmittelbar gegen ihr Aussterben. Warum das so ist? Auch davon erzählen sie hier.

Meeressäugetiere

Wale, Delfine, Schnabelwale, Schweinswale (Cetaceen)

  • Amazonas-Sotalia – sehen aus wie Guyana-Delfine, leben aber ausschließlich im Amazonasbecken (Süßwasser)
  • Bleifarbene Delfine – sind eine von vier Arten der Buckeldelfine, sie leben in küstennahen Gewässern des Indischen Ozeans
  • Cuvier-Schnabelwale – tauchen von allen Meeressäugern am tiefsten und bleiben am längsten unten
  • Finnwale – die zweitgrößten Tiere der Erde tauchen fast jedes Jahr auch in Adria auf
  • Gemeine Delfine – gehören zu den schönsten, häufigsten und bekanntesten Delfinen
  • Grauwale – legen jedes Jahr bei ihren Küstenwanderungen bis zu 20.000 Kilometer zurück
  • Guyana-Delfine – sind sehr aktiv und sehen aus wie kleine Große Tümmler
  • Kleine Schwertwale – Die aktiven und verspielten Jäger gehören zu den größten Delfinen. Sie sind mit Grindwalen verwandt
  • Narwale – Totengeläut für das Einhorn der Meere
  • Nordatlantische Glattwale (Nordkaper) – 2021 sank ihre Zahl auf 336 Exemplare. Haben die gemütlichen Schwimmer eine Überlebenschance?
  • Omurawale – galten als ausgestorben, 2011 entdeckte man sie wieder
  • Orcas oder Schwertwale – die größte Delfinart der Welt lebt in komplexen Sozialverbänden
  • Schweinswale – sind keine kleinen Delfine. Sie sind die einzige bei uns heimische Walart
  • Vaquitas – sind fast ausgestorben. Es gibt noch etwa 10 Exemplare dieser kleinen Schweinswale
  • Weißseitendelfine – sind flink und akrobatisch. Sie leben in Schulen von 5 bis zu tausend und mehr Individuen im Nordatlantik
  • Wale in der Adria – Pottwale, Cuvier-Schnabelwale, Finn- und Buckelwale
  • Delfine in der Adria – nur eine Art lebt dort hier: der Große Tümmler

Strandungsereignisse an der Nordseeküste

Individualisten

Gefangenschaftshaltung

Robben (Pinnipedia)

  • Hawaii-Mönchsrobben – Etwa 1.400 von ihnen leben bei der hawaiianischen Inselgruppe. Sie sind von einem Katzenparasiten bedroht
  • Karibische Mönchsrobben – Das große Schlachten begann 1494, seit 2000 sind sie offiziell ausgestorben
  • Kegelrobben – sind unsere größten heimischen Raubtiere und die seltenste und größte Meeressäugerart in Deutschland
  • Mittelmeer-Mönchsrobben – sind die seltensten Robben der Welt. Mit vielleicht noch 450 erwachsenen Individuen zählen sie zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugern Europas
  • Seehunde – sind die häufigste und bekannteste Meeressäugerart in Deutschland

Meeresschildkröten (Chelonioidea)

Knorpelfische (Chondrichthyes)

Haie (Selachii)

Rochen (Batoidea)

Knochenfische und Seepferdchen

Kraken, Oktopusse (Cephalopoden)

Nesseltiere, Blumentiere (Anthozoa)

  • Federgorgonie, Hornkoralle – produziert verschiedene biologisch aktive Substanzen, darunter ein Power-Antibiotikum gegen multiresistente Tuberkulose-Bakterien

Rippenquallen (Ctenophora)

  • Meerwalnuss – Bioinvasor, erobert die Ostsee, hat großen Appetit auf Fischlaich und Krebschen

Seegurken, Seewalzen (Holothurien)

Seesterne (Echinodermata)

Kleine Meerestiere