Kosmetik und Meeresschutz

Was haben Kosmetik- und Hygieneprodukte mit Meeresverschmutzung zu tun? Einiges. Denn was wir auf unsere Haut auftragen, beeinträchtigt oftmals nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die der Meere: Schädliche Inhaltsstoffe gelangen über das Abwasser oder direkten Kontakt auch ins Meer.

Hintergründe, Tipps und Alternativen

  • Gefährlich für Mensch und Meere: Mikroplastik, hormonell wirksame Substanzen, Sonnenschutz, Treibgas
  • Welche Alternativen gibt es? Was kann man sonst noch tun?

Der Tod steht ihr gut

Büste der Nofretete.

Foto: KathleenPirroArts auf Pixabay

Es gab Zeiten, da war das Leiden für die Schönheit mitunter tödlich. Denn die Geschichte der Kosmetik ist auch eine Geschichte voller toxischer Substanzen. Im alten Ägypten war das giftige Auripigment Bestandteil von kosmetischen Mitteln. Die Griechinnen des Altertums dagegen pinselten sich Minium ins Gesicht – ein giftiges gelblich rotes Pigment.

Und bis ins 19. Jahrhundert, als gebräunte Haut bei den feinen Herrschaften verpönt war, diente Bleiweiß für einen blassen – und tödlichen – Teint.

Doch muss man gar nicht so weit in die Geschichte zurückgehen. Auch in jüngerer Zeit fanden sich noch toxische Zutaten in Beautyprodukten. So waren Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA Enthaarungscremes mit Rattengift erhältlich. 2007 nahm die amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA eine (nicht zugelassene) Wimperntusche vom Markt, die Bimatoprost enthielt. Dies ist ein Medikament zur Senkung des Augeninnendrucks und ist bei uns in Wimpernseren verboten.

Auch heutige herkömmliche Kosmetik- und Pflegeprodukte können Mensch und Meere gefährden. Zu den risikobehafteten Substanzen zählen unter anderem sogenannte Mikroperlen, hormonell wirksame Inhaltsstoffe, Treibgase in Sprays sowie chemischer Sonnenschutz.
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Rote Flut tötet fast 300 gefährdete Grüne Meeresschildkröten

Zweite Katastrophe für Meeresschildkröten vor der mexikanischen Küste seit August 2018

Besser, sie hätten die südliche Pazifikküste von Mexiko nicht angesteuert. Denn vor der Küste des Bundesstaates Oaxaca schwammen mindestens 300 Grüne Meeresschildkröten seit Weihnachten in den sicheren Tod. Sie starben in einer Red Tide oder Roten Flut. Tiere, die es bis an die Küste nahe des Küstenorts Huatulco schafften, hatten große Schwierigkeiten beim Atmen. Kaum konnten sie noch ihren Kopf aus dem Wasser heben. Verzweifelt versuchten Helfer, die Meeresreptilien vor dem Ersticken zu bewahren. Meist vergeblich. Nur 27 von ihnen konnte man erfolgreich retten.

Das ist eine traurige Nachricht. Denn erst Ende August Jahr 2018 verfingen sich vor Oaxaca am Strand von Puerto Escondido mehr als 300 Oliv-Bastardschildkröten in einem verlassenen illegalen Fischernetz und ertranken. -> WEITERLESEN <-

Schülertagung „Die Zukunft der Weltmeere“

Förderung einer Tagung für Schülerinnen und Schüler der SEK II

Logo Evangelische Akademie Loccum.

Die Schülertagung richtet sich an Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe aus Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern.

Die Evangelische Akademie Loccum richtet vom 10. bis 12. Februar 2020 eine dreitägige Tagung für 60 Jugendliche ab 16 Jahren aus, die die gymnasiale Oberstufe besuchen. Sie soll dazu anregen, sich eingehend mit der Zukunft der Weltmeere auseinanderzusetzen. Mit dieser von uns geförderten Bildungsveranstaltung für junge, interessierte und engagierte Menschen will die Evangelische Akademie Loccum das Bewusstsein für den Schutz der Meere stärken. Zugleich wirbt die Tagung für ein „Umsteuern“ im Umgang mit den Meeren. -> WEITERLESEN <-

Umweltskandal in Kroatien

Öl und andere Umweltgifte verseuchen den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

Rund 250 Tausend Liter Masut sind aus einer stillgelegten Aluminiumoxid-Fabrik bei Obrovac ausgelaufen. Masut, ein Erdölrückstand für Heiz- und Schmierzwecke in der Industrie, verseucht die Schlucht und das Wasser der Zrmanja und bedroht das Novigrader Meer. Dies ist ein Teilstück der Adria, in das der Fluss mündet. Fischer hatten dort am 21. Dezember beim Ort Novigrad Ölflecken im Meer bemerkt, wie die Tageszeitung Slobodna Dalmacija berichtet. Und so kam die ganze Tragödie ans Tageslicht. Die kroatische Partei Most nennt diesen Umweltskandal in Kroatien „als größte Bedrohung und größte potenzielle Katastrophe in diesem Teil Europas.“ -> WEITERLESEN <-

Stop Finning! Stop the trade! 1 Million votes!

Wir unterstützen die Europäische Bürgerinitiative für ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa

Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) sterben jährlich zwischen 63 und 273 Millionen Haie. Getötet durch Menschenhand. Genaue Zahlen gibt es nicht. Es sind wohl sehr viel mehr, denn belastbare Daten fehlen. Anzunehmen ist, dass die Dunkelziffer, auch wegen der weltweit grassierenden illegalen Fischerei (IUU), extrem hoch ist. Meist müssen die eleganten Knorpelfische einzig und allein wegen ihrer Flossen ihr Leben lassen (Finning). Haiflossen gelten in Asien als Delikatesse. So kann eine Portion Haiflossensuppe, die nur wenige Gramm Flossen enthält, bis zu 90 € kosten. Ein lukratives Geschäft mit gewaltigen Gewinnmargen!

Stop Finning: Hai ohne Flossen liegt am Meeresgrund.

Foto: Nancy Boucha, www.scubasystems.org 2005/Marine Photobank

Finning – Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib

„Finning“ ist eine der grausamsten und abscheulichsten Fischereimethoden überhaupt. Bei lebendigem Leib schneidet man gefangenen Haien erst die Flossen ab. Anschließend werfen die Fischer das flossenlose Tier lebend zurück ins Meer. Denn ihr Fleisch ist, verglichen mit den Flossen, nahezu wertlos.

Es beginnt ein langsames, unbarmherziges Sterben. Die verstümmelten Tiere ersticken, verbluten oder werden lebendig gefressen. -> WEITERLESEN <-

Trauernde Orcas bei Genua stammen aus Island

Eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen

Orcas im Mittelmeer! Völlig überraschend tauchten sie Anfang Dezember vor dem Hafen von Genua auf. Vier erwachsene Orcas und ein Jungtier. Normalerweise schwimmen diese Meeressäuger nicht so weit ins Mittelmeer. Italienische Medien berichten, dass die auch Schwertwal genannte größte Delfinart bei Genua zuletzt 1985 gesichtet wurde.

Nur wenige Tage später jedoch war das Jungtier tot. Todesursache unbekannt. Doch die anderen Orcas ließen es nicht zurück, stupsten es immer wieder sanft an die Oberfläche. Das zeigen bewegende Videoaufnahmen der italienischen Küstenwache.

Spätestens jetzt wurden auch Forscher und Fotografen auf das seltene Ereignis aufmerksam. Sogleich gingen sie daran, die trauernden Orcas abzulichten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Daher weiß man jetzt, woher die ungewöhnlichen Gäste stammen: aus dem weit entfernten Island.

Ihre Reise von 5.200 km ist eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen. -> WEITERLESEN <-

Palau: Riffschutz mit Drohnen

Wichtiges Forschungsprojekt auf Palau zur Bewertung der Riffgesundheit

Der Archipel von Palau besteht aus einzigartigen, unersetzlichen Riffstrukturen. Sie sind Heimat für insgesamt 1.278 bekannte Fischarten und unzählige andere Meeresorganismen. Damit weisen sie einen der höchsten Biodiversitätsgrade in ganz Mikronesien auf. 2007 richtete jeder der sechzehn palauischen Staaten mindestens ein Meeresschutzgebiet ein. Seitdem gehört Palau mit seinen 356 Inseln zu einem der Staaten mit der größten Anzahl an ausgewiesenen Meeresschutzgebieten. Ganz aktuell sind damit 80% der Gewässer innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone als Schutzzonem ausgewiesen. Innerhalb dieser Zone ist das Fischen verboten (No-Take-Zone). Palau will den Zusammenbruch seiner Flachwasserkorallenriffe unbedingt verhindern. Denn schon einmal, 1997/98, kam es zu einer massiven Korallenbleiche. Daraufhin ging der Tourismus stark zurück und der Südsee-Staat erlitt einen Verlust von etwa 3,3 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Palau bezieht etwa die Hälfte seines BIP aus der Tourismusindustrie. -> WEITERLESEN <-

Upcycling-Markt mit Meer-Wert

Ein voller Erfolg: Upcycling-Markt der Caritas OGS St. Markus in Bedburg-Hau

Produkte vom Upcycling-Markt der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.Eine tolle Idee hatten Kinder, Eltern und Mitarbeiter vom Offenen Ganztag der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau (in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.). In vielen Stunden bastelten sie aus Wegwerf-Materialien schöne Sachen, um diese anschließend auf einem Upcycling-Markt zu verkaufen. Von A wie Aluminiumdose bis P wie Paletten fanden die unterschiedlichsten Wertstoffe so eine neue, kreative Verwendung. Am 23. November dann war es so weit. Der Upcycling-Markt begann und wurde ein großartiger Erfolg! Ein Erfolg auch für den Meeresschutz, denn die Hälfte des Erlöses ging als Spende an die DSM. -> WEITERLESEN <-

Das Meeresabenteuer

Aquarell aus "Das Meeresabenteuer" gebundenes Premium - Kinderbuch.

Eine personalisierte aufregende Reise in die Tiefen des Ozeans! Lerne die Tiere des Meeres kennen und helfe ihnen bei der Bewältigung einer großen Aufgabe! Geeignet für Kinder von 2 bis 8 Jahren.

Ihr Kind wird zur Heldin oder zum Helden dieser Abenteuergeschichte und findet einen Weg, um die Meere vom Unrat zu befreien!

Eine außergewöhnliche Idee hatten die Autorin Johanna Lehmann und die Illustratorin Christina Snuggs: Ein personalisiertes Kinderbuch führt kleine Leser auf eine aufregende Reise in die Tiefen des Ozeans! Bei ihrem Meeresabenteuer lernen Kinder nicht nur die Tiere des Meeres kennen, sondern auch die Gefahren, die den Meeresbewohnern durch Plastikmüll drohen, den wir Menschen rücksichtslos ins Meer kippen. Was kann man tun? Wie kann man den Lebensraum Meer besser schützen?

Ein wunderschön illustriertes Buch. Es bringt auch den Kleinsten die Probleme der Ozeane auf leicht verständliche und optimistische Weise näher. -> WEITERLESEN <-

Gefährliches Leben in der Plastiksuppe

Jedes Jahr entsorgen wir 8 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer

Müll, der Meerestieren zum Verhängnis wird, nicht nur, weil sie sich darin verfangen oder ihn als vermeintliche Beute verspeisen. Der Plastikmüll im Meer zerfällt extrem langsam in immer kleinere Fragmente und verschwindet wahrscheinlich nie ganz. Und so verwandelt sich das Meer in eine regelrechte Plastiksuppe, deren kleine Bestandteile von Meerestieren unabsichtlich mit der Beute aufgenommen werden.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll – © Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann

Kunststoffpartikel unter 5 mm Größe werden als Mikroplastik bezeichnet. Es entsteht entweder durch Zerfall großer Teile (sekundäres Mikroplastik) oder wird direkt hergestellt, unter anderem für die Kosmetik– und Bekleidungsindustrie (primäres Mikroplastik).

Es ist allgegenwärtig: „Wir können davon ausgehen, dass sich Mikroplastik bereits in allen Bereichen der Umwelt befindet. Das ergibt sich schlichtweg daraus, dass wir überall Kunststoffe einsetzen. Wind und Wasser verbreiten dann die Emissionen“, wie Leandra Hamann von Fraunhofer UMSICHT und Co-Autorin der „Konsortialstudie Mikroplastik“ erklärt. -> WEITERLESEN <-

Wenn ein Großer geht

MSC-Fischlabel mitverantwortlich für Niedergang der letzten Nordatlantischen Glattwale!

Es war gegen drei Uhr nachmittags an diesem 16. September 2019 als die Atlantic Marine Conservation Society (AMSEAS) einen Anruf wegen eines toten Wals erhielt. Etwa 6 Kilometer südlich vor Long Island (New York) soll er im Meer treiben. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA Fisheries machte man sich sofort daran, den toten Meeressäuger zu bergen. Denn das letzte, was die Biologen und Meeressäugerspezialisten für den gestorbenen Riesen tun konnten, war, festzustellen, warum er sterben musste. Was sie dabei herausfanden, löste bei allen Beteiligten tiefe Betroffenheit aus. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltige Fischerei in Mangrovenwäldern

Forschungsprojekt auf Fidschi: „Räumliche Verteilung der makrobenthischen* Mangrovenfauna von wirtschaftlicher Bedeutung für die handwerkliche Fischerei“

Quari Mangrovenkrabben zum Verkauf, Fidschi.

„Quari“-Mangrovenkrabben (Scylla serrata) vom Markt in Suva. Die Krabben sind in typischen Bündeln (lebend) ausgelegt. Je nach Krabbenart können das 5 bis ca. 40 Individuen pro Bündel sein – Foto: Karl Schrader

Insgesamt säumen ca. 385 km2 die Küste der Fidschi Inseln. Eines der größten zusammenhängenden Mangrovengebiete auf Fidschi liegt im Südosten Viti Levus bei Suva im Rewa-Delta. Circa 20 % der Existenz- und Kleinfischerei der Bevölkerung finden in Küstennähe in den Mangroven statt und eine der dabei mit am intensivsten genutzten Arten ist die bis zu 15 cm große Mangrovenkrabbe (Scylla serrata). Es handelt sich um eine fischereilich und ökologisch bedeutende Krabbenart. In vielen ihrer Lebensräume steht die Art unter starkem Überfischungsdruck . Doch nicht nur deshalb ist es wichtig, Möglichkeiten zur nachhaltigen Fischerei in Mangrovenwäldern zu erforschen.
* im und am Gewässerboden lebende Tiere

Nachhaltige Nutzung der Mangroven

Research Team Fiji mit Karl Schrader.

Research Team Fidschi, (von links nach rechts)
vorne: Peniasi Naimoso (Bezirks Repräsentant des Bezirks Vutia in der Provinz Rewa, Fiji) – Kontaktperson im Dorf Muaniaira und unermüdliche Hilfe im Projekt, Karl Schrader (Masterstudent der Universität Bremen), Simione Naivalu (Student der USP in Suva, zeitweise Hilfe für Feldarbeit)
Hinten: Peniasis Frau und Tochter (herzliche Gastgeber während der Zeit im Feld)

Karl Schrader, Biologiestudent der Uni Bremen, will nun im Rahmen seiner Masterarbeit im Studiengang International Studies in Aquatic Tropical Ecology des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) die Nachhaltigkeit der Nutzung der Mangroven auf Fidschi erforschen.

Dies soll anhand der für die Subsistenzfischerei relevanten Arten (Krabben, Maulwurfskrebse sowie Schnecken) unter den Aspekten der Artenvielfalt und Abundanz untersucht werden. Dabei unterstützen wir ihn.

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Was machen Wale im Müll?

Forscher entdecken erstmals Groß- und Kleinwale im Great Pacific Garbage Patch

Eigentlich wollte ein internationales Forscherteam den Plastikmüll im sogenannten Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik zahlenmäßig und nach Art erfassen. Dabei machten sie eine besorgniserregende Entdeckung: Wale im Müll. Etliche große und kleinere Wale schwammen im Müllstrudel umher.

Der Müllstrudel

Im Oktober 2016 machten sich die Forscher mit einem Flugzeug von Kalifornien aus auf den Weg, um mit Spezialkameras und –geräten den Abfall im Great Pacific Garbage Patch zu untersuchen1. Dieser Müllstrudel liegt im Nordpazifik grob zwischen Hawaii und Kalifornien und ist inzwischen 4,5 mal so groß wie Deutschland.

„Patch“ bedeutet „Fleck“ auf Deutsch. Doch tatsächlich handelt es sich bei dieser zivilisatorischen Hinterlassenschaft nicht um einen oberflächlichen Flecken, sondern um einen in die Tiefe reichenden Strudel. Der sichtbare Teil ist nur die „Spitze“ des Müllbergs: Etwa 70 % des Abfalls sinken auf den Meeresgrund. -> WEITERLESEN <-

Forschungsprojekt “Schnecken und Mangroven” – Südafrika

Zur ökologischen Funktion von Schnecken in Mangrovenwäldern

Im Kleinen ist oft Großes verborgen. So wird der ökologischen Funktion sogenannten Kleingetiers wie Krebsen oder Schnecken viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies gilt in besonderem Maße für Mangrovenwälder. Daher will Niklas Reinhardt, Biologiestudent der Uni Bremen (Studiengang International Studies in Aquatic Tropical Ecology des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT)), mit seiner Masterarbeit zur ökologischen Funktion von Schnecken in Mangrovenwäldern dazu beitragen, die Prozesse in diesem Ökosystem besser zu verstehen.

Wir unterstützen dieses wichtige Projekt, das im Oktober 2019 an der Küste von KwaZulu-Natal in Südafrika begann. Denn im Ergebnis sollen Umwelt- und Ressourcenschutz sowie eine nachhaltige Entwicklung weiter vorangetrieben werden. -> WEITERLESEN <-

Interview mit Johanna Lehmann

Heute möchten wir Ihnen Johanna Lehmann, Gründerin des Kinderbuchverlags United Letters, vorstellen

Portrait von Johanna Lehmann.

Johanna Lehmann, Gründerin des Kinderbuchverlags United Letters

Ende 2016 veröffentlichte sie das erste Kinderbuch auf dem internationalen Markt, was sich mit Name und Aussehen des Kindes personalisieren lässt.

Nun hat sie ihr zweites Buch herausgebracht: „Das Meeresabenteuer“, wunderschön illustriert von Christina Snuggs. Es geht um den Schutz der Meere und erzählt dazu eine wunderbare Mut-mach-Geschichte für Kinder. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieses Buchs kommt den Meeresschutzprojekten der DSM zugute.

Wir haben uns mit Johanna Lehmann getroffen, um mehr darüber zu erfahren.

Hallo Frau Lehmann. Schön, dass es geklappt hat! Wie kamen Sie auf die Idee, ein personalisiertes Kinderbuch für Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren zu schreiben?

Danke für die Einladung!

Geschrieben habe ich schon immer und hatte vorher auch schon Bücher veröffentlicht. Ich habe mich immer gefragt, wie ich Schreibleidenschaft und meine Start-up- und Technologie-Erfahrungen in Kalifornien kombinieren kann. Ebenso wollte ich meiner Tochter ein inspirierendes und personalisiertes Kinderbuch schenken und habe keines gefunden, was nachhaltig und hochwertig produziert war. -> WEITERLESEN <-

Veröffentlicht unter Presse

Kids for the Ocean – Lesetipp für Pädagogen und Familien

Strategien & Initiativen aus dem Alltag gegen die Vermüllung der Ozeane

Die genaue Menge an Plastikmüll in den Weltmeeren ist in Zahlen nur schätzbar, mehrere Millionen Tonnen geraten jedes Jahr neu hinzu. Wie kommt es dazu? Wer sind die Verursacher? Der Müll hat enorme Auswirkungen auf die Unterwasserwelt, ihre Ökosysteme und Bewohner, aber auch auf unsere Gesundheit und unser Überleben. Können wir daran etwas ändern? Das Buch “Kids for the Ocean” von Anne Mäusbacher stellt nicht nur Fragen, es gibt auch Antworten. -> WEITERLESEN <-

Supertrawler plündert britische Gewässer

In Australien verbannter Supertrawler darf in der EU fischen

Entsetzen herrscht unter britischen Fischern und europäischen Meeresschützern. Denn die „Margiris“, der mit 143 m Länge zweitgrößte Fabriktrawler der Welt, fischt seit Anfang Oktober im Ärmelkanal. Ihr 600 m langes und fast 200 m breites Schleppnetz hinterlässt eine Spur der Verwüstung. „Die vielfach von der EU beteuerte Umkehr zu nachhaltiger Fischerei ist nur ein Lippenbekenntnis. Sonst dürften weder die Margiris noch andere derartige Fischereimonster in europäischen Gewässern operieren“, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM). Und doch hat alles seine Richtigkeit. Der Supertrawler ist völlig legal und in Einklang mit europäischen Fischereirichtlinien auf ihrem Kurs der Vernichtung marinen Lebens. Aus australischen Gewässern dagegen wurde die “Margiris” bereits 2013 verbannt. -> WEITERLESEN <-

Überfischung in der EU bis 2020 beenden

Dringender Appell an den EU-Fischereirat

Seit Jahren beteuert die EU, sie wolle die Überfischung beenden. Dennoch lagen 2019 noch immer 41 % der im Nordostatlantik festgesetzten Fanggrenzen oberhalb wissenschaftlicher Empfehlungen. Nun steht die Entscheidung über Gesamtfangmengen für 2020 an. Es ist die letzte Chance der EU-Minister, nachhaltige Fanggrenzen für alle Bestände festzulegen. Die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Fischereipolitik steht auf dem Spiel! -> WEITERLESEN <-

Erster Clothes SWAP in Grevenbroich

Eine super Idee, die hoffentlich Nachahmer findet!

Wir danken Tessa Scholl, die in Grevenbroich den ersten Clothes Swap für Mädchen organisierte.

Die Idee der 17-jährigen Schülerin: Nachhaltigkeit beim Thema Mode leben und gleichzeitig etwas für den Meeresschutz tun. Auf der Veranstaltung Mitte September konnte man zwei Stunden lang Kleidung tauschen, was übrig war, wurde verkauft. Der Erlös daraus sowie die aus dem Verkauf von Kaffee und Waffeln erzielten Spenden kamen dem Meeresschutz zugute.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, Tessa!

 

Rückblick von Tessa Scholl

Vorweg ist anzumerken, dass die Etablierung einer Veranstaltung dieser Art in einer Stadt wie Grevenbroich anfänglich immer eher ein Experiment ist, für das es einige Hürden zu überwinden gibt. Deshalb holte ich mir von vielen Seiten Unterstützung. Die hiesige Presse berichtete über die Veranstaltung, die Theatergruppe no.name, bei der ich selber Spielerin bin, stellte mir zur Bewerbung ihre Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook zur Verfügung, und eine künstlerisch sowie grafisch sehr bewanderte Freundin erstellte für mich ein ansehnliches Plakat sowie Grafiken, die ich zudem auf einem eigens für den Clothes Swap erstellten Instagram-Account teilte. -> WEITERLESEN <-

Aufschrei der Meere – Neues Buch von Hannes Jaenicke

Was unsere Ozeane bedroht und wie wir sie schützen müssen

Seit Langem schon ist der Schauspieler Hannes Jaenicke für sein Engagement im Natur- und Umweltschutz bekannt. War er bislang filmisch im Einsatz für Vögel, Geparden, Nashörner, Löwen, Eisbären, Orang-Utans, Haie und Delfine, widmet er sich diesmal im Buch Aufschrei der Meere gemeinsam mit der promovierten Biologin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Ina Knobloch dem Lebensraum Meer und seinen Bewohnern. -> WEITERLESEN <-

Schutz von Haien und Delfinen in Südafrika

Wichtige Erfolge – Projektbericht 2019

Der Abbau von zwei Hainetzen vor Richards Bay im April 2019 war ein großer Erfolg für den Schutz von Haien und Delfinen in Südafrika. Insbesondere für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine. Aber auch unzählige kleinere Haie, Rochen oder Meeresschildkröten profitieren davon. Für große Haiarten, wie Bullenhaie, ist die Gefahr damit jedoch nicht gebannt. Denn das KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) ersetzte die Netze durch neun Köderhaken (drumlines). Aber das gefährlichste Hainetz von Südafrika ist jetzt Geschichte! Das „net 99“ genannte Hainetz stand am Newark Beach vor Richards Bay. Es kostete besonders vielen Bleifarbenen Delfine das Leben. -> WEITERLESEN <-

Wale und Delfine: Kinderbuch von Ralf Kiefner

Spannende Expedition ins Reich der sanften Riesen

Wale und Delfine: Neues Kinderbuch von Ralf Kiefner.Im Reich der Meeressäuger – dort kennt sich der Buchautor, Unterwasserfotograf und Kameramann gut aus. Taucht er doch schon seit Jahrzehnten mit ihnen auf der ganzen Welt.

Ralf Kiefner stellt kleine und große Arten vor, gibt allgemeine Informationen über Anatomie und Physiologie und gewährt spannende Einblicke in die Lebensweise von Walen und Delfinen. Aufgezeigt werden aber auch die Gefahren, die das Leben und Überleben der Meeressäugetiere bedrohen.

Und schließlich plaudert er noch aus dem Nähkästchen seiner Arbeit als Filmautor, die ihm neben viel Warterei auch eine sehr berührende Begegnung mit einem verspielten Walbaby bescherte. -> WEITERLESEN <-

Azoren: Protest gegen illegale Fischerei und Überfischung

Nachhaltiger Tourismus und Raubbau an der Meeresumwelt passen nicht zusammen

Die Lokalregierung der Azoren soll endlich effektive Schutzmaßnahmen für Haie, Thun- und Schwertfische, insbesondere in Meeresschutzgebieten, durchsetzen. Das fordern 41 internationale Meeresschutzorganisationen und portugiesische Tauchbasen in einem gemeinsamen Brief an Vasco Alves Cordeiro, den Präsidenten der Lokalregierung. Die von SHARKPROJECT gestartete Initiative gegen illegale Fischerei und die Vernichtung der Artenvielfalt im Atlantik unterstützen neben der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) unter anderem auch Greenpeace, Sea Shepherd und Stop Finning e. V. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiger Kleidertausch

Meeresschutz-Aktion am 14. September im Jugendtreff G.O.T. in Grevenbroich von 11 bis 15 Uhr

Der 17-jährigen Schülerin Tessa Scholl liegt das Thema Umweltschutz, insbesondere Meeresschutz, sehr am Herzen. Sie will die Erhaltung der Meere und ihrer Bewohner unterstützen. Dafür hat Tessa ihr eigenes Verhalten bereits in vielen Aspekten ihres Alltags umweltfreundlicher verändert. Auch in ihrer Familie konnte sie schon einiges dazu bewegen. Jetzt geht sie mit ihrer ersten Aktion zum nachhaltigen Kleidertausch noch einen Schritt weiter. -> WEITERLESEN <-

Karibische Mönchsrobbe – ausgestorben

Das große Schlachten begann 1494

Seit dem Jahr 2000 gilt die Karibische Mönchsrobbe (Neomonachus tropicalis) offiziell als ausgestorben. In nicht einmal 500 Jahren hat es der Mensch geschafft, einen Meeressäuger auszurotten, der Millionen von Jahren auf der Erde gelebt hatte.

„Primitive“ Robben

Mönchsrobben sind die „primitivsten“ aller Robben: Sie entwickelten sich wahrscheinlich fernab von Landraubtieren und hatten nur geringen Anpassungsdruck, sodass sie noch etliche Merkmale ihrer frühen Vorfahren besitzen. Eine der beiden noch lebenden Verwandten der Karibischen Mönchsrobbe, die Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe, wird deshalb gelegentlich auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

The Ocean Cleanup will Plastikmüll verbrennen

Ocean Cleanup: Plastikmüll landet in Müllheizkraftwerken

The Ocean Cleanup will einen Teil des im Great Pacific Garbage Patch gesammelten Plastikmülls verbrennen. Das berichtet das weltweit beliebteste Architektur- und Designmagazin Dezeen. Eigentlich war The Ocean Cleanup mit dem Versprechen an den Start gegangen, sämtlichen eingesammelten Plastikmüll zu recyceln. Nun spricht die Organisation davon, dass ein Teil „thermisch recycelt“ werden müsse. Eine nette Umschreibung für schnödes Verbrennen in Müllheizkraftwerken. Für Meeres- und Umweltschützer macht The Ocean Cleanup damit immer weniger Sinn. -> WEITERLESEN <-

Junge Bullenhaie in Fidschi

Publikation der von uns unterstützten Haiforscherin Kerstin Glaus zum besseren Schutz junger Bullenhaie in Flüssen auf Fidschi

In ihrer Studie untersuchte Kerstin Glaus erstmals Auftreten und Häufigkeit junger Bullenhaie (Carcharhinus leucas) in den drei größten Flusssystemen Fidschis. Dabei bestätigte sich: Sie kommen in allen drei untersuchten Flüssen vor.

Die Republik Fidschi ist ein Archipel im Südpazifik. Mindestens 30 Haifischarten einschließlich Bullenhaie sind hier zu finden. Viele sind ansässige Arten. Sie verbringen wahrscheinlich ihr ganzes oder einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Fidschis. Doch Informationen über ihre Geburtsstätten und Kinderstuben gibt es nur für wenige Arten. Wie etwa für jugendliche Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini). -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Weltmeere

Internationale Expertengruppe fordert Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten

Experten des Teams Ocean Governance vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) aus Potsdam sehen die Ozeane in akuter Gefahr. Sie haben daher einen Rettungsplan für die Weltmeere aufgestellt. Zentrale Forderung darin ist ein Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten. „Es besteht schneller Handlungsbedarf. Denn es mehren sich die Anzeichen von Veränderungen der Ozeane, die rascher auftreten als dies selbst jüngere Modelle prognostiziert haben“, sagt Mitautor Torsten Thiele vom IASS. Thiele zählt zu den Experten des Internationalen Programms zum Zustand der Ozeane (IPSO). Das multidisziplinäre IPSO-Team, bestehend aus Meeresforschern und Experten aus den Bereichen Recht, Politik und Finanzen, überprüfte die Ergebnisse von 131 wissenschaftliche Arbeiten. Dadurch konnten sie sowohl zu erwartende Veränderungen als auch Folgen von Untätigkeit bewerten. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobbe: Stark bedroht

Bericht vom Mönchsrobben-Workshop der 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

Vom einstigen Verbreitungsgebiet der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist nicht mehr viel übrig. Einst lebten sie im Schwarzen Meer, verteilt über das gesamte Mittelmeer, im Atlantik vor Portugal bis zu den Azoren, Madeira und den Kanaren bis hinunter nach Senegal. Heute sind ihre Bestände auf verschwindend kleine und voneinander isolierte Reste geschrumpft. Bereits 1985 zählte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu einer der zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. -> WEITERLESEN <-

Stoppt doch mal die Plastikflut!

Lesetipp für die Kleinsten – Kinder- und Vorlesebuch von Ina Krüger

Umweltbildung kann nicht früh genug beginnen! In Ihrem neuen Buch bringt Ina Krüger die Kleinsten spielerisch mit pfiffigen Reimen und schönen Illustrationen an das Thema Meeresverschmutzung heran. Die Autorin, Illustratorin und Musikerin begegnet beim Wassersport immer wieder Meerestieren, die durch unseren Plastikmüll in Schwierigkeiten geraten sind. Aus dieser Besorgnis heraus hat sie das Buch „Stoppt doch mal die Plastikflut! Das ist für die Meere gut!“ gestaltet, mit dem sie bereits Kinder auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen will.

Dieses Buch will Kinder und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, für das Thema Meeresschutz und Plastikvermeidung sensibilisieren. -> WEITERLESEN <-

Längste Rote Flut tötet immer noch Delfine

Die längste Red Tide aller Zeiten

Zwar ist die längste Red Tide, die jemals im Golf von Mexiko wütete, nach 16 Monaten Dauer seit Februar abgeebbt. Doch noch immer tötet die Rote Flut Delfine. So berichtet die nationale Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) von 174 toten Tieren, die seit Juli 2018 bis zum 20. Juni dieses Jahres entlang der Südwestküste von Florida strandeten. Ihr Tod wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Roten Flut gebracht. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

CO2-Ausstoß im Urlaub nebensächlich

CO2-Ausstoß spielt für den Urlaub 2019 kaum eine Rolle – Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

Die Vorbereitungen für Sommerferien 2019 sind in vollem Gange. Doch allen hitzigen Diskussionen ums Weltklima oder den Demos der “Fridays for Future”-Bewegung zum Trotz, heben 40 Prozent der Deutschen im Sommerurlaub ab. Ab in den Flieger. Und der CO2-Ausstoß im Urlaub spielt für sie keine Rollle. Denn nur eine Minderheit will ihn kompensieren. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick.

Nur 17 Prozent der Flugreisenden wollen den CO2-Ausstoß im Urlaub kompensieren

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die langersehnten Ferien geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent fahren mit dem Auto, 40 Prozent fliegen. Lediglich 16 Prozent nutzen die Bahn, 7 Prozent einen Fernbus, 2 Prozent ein Kreuzfahrschiff. -> WEITERLESEN <-

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – Int. Conference on Marine Mammal Protected Areas)

Auf einer Fachkonferenz kommen Naturschützer und Politiker, Journalisten und Industrielle, Forscher, Studenten und viele weitere zusammen, um zu beraten, zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Anfang April dieses Jahres waren es ca. 200 Menschen aus der ganzen Welt, die sich in Griechenland trafen. Die 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – International Conference on Marine Mammal Protected Areas) war tatsächlich eine kleine Konferenz. Zur World Marine Mammal Conference im Dezember 2019 in Barcelona werden mehrere tausende Wal- und Delfinfreunde erwartet …

Grafik von Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl.

Design by Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl, Oban, März 2019

… umso besser für mich, Studentin im zweiten Semester des Meereswissenschaften-Studiums, erst einmal die Atmosphäre einer kleinen Zusammenkunft kennenzulernen. Vom 7. bis 12. April fand die Konferenz statt, in einem Ferienresort in Messinia an der Westküste der Peloponnes-Halbinsel, eine vierstündige Busfahrt von Athen entfernt.

Diese Strapazen wurden bewältigt, um an einen bedeutungsvollen Ort zu gelangen: Vor der Küste der griechischen Halbinsel befindet sich der Hellenische Graben, der tiefste Punkt des gesamten Mittelmeeres und Heimat der „griechischen“ Pottwale. Anlass der Konferenz waren “Marine Protected Areas”, Schutzgebiete für Meeressäuger.

Zum fünften Mal kam man zusammen, um zu beraten, wie man die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten nutzen kann, um Meeressäuger zu schützen. Vor wem oder was schützen? Vor Lärm, vor aufdringlichen Touristen, vor Fischern und ihren Netzen und vor Schiffsverkehr im großen Stil. -> WEITERLESEN <-

Summer of Science

Seit 2019 fördern wir das meeresbiologische Artenschutzprogramm „Summer of Science“ des städtischen Thomas-Mann Gymnasiums aus München. Das Schülerprojekt findet in Kooperation mit den Gymnasien Adolf-Weber und Sophie-Scholl statt. 2019 werden zwei weitere deutsche sowie eine kroatische Schule daran teilnehmen. In Deutschland gibt es kein vergleichbares kooperatives Natur- und Artenschutzprojekt an Gymnasien, in dessen Mittelpunkt meeresbiologische Arbeitsweisen stehen. „Summer of Science“, ein Projekt mit Vorbild- und Modellcharakter für den Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeren.

Unterstützung aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft für ein einzigartiges Natur- und Artenschutzprojekt

Gefördert wird der „Summer of Science“ auch von mehr als 40 Partnern aus Industrie und Handwerk. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Natur- und Artenschutzprojekt von den Lehrstühlen für Systematische Zoologie (Dr. Martin Heß), für Aquatische Ökologie (Dr. Sabine Schultes) und Biologiedidaktik (Dr. Monika Aufleger) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). -> WEITERLESEN <-

Windpark der Stadtwerke München fördert Artensterben in Norwegen

Stadtwerke München (SWM) fördern Massenaussterben mit gigantischem Windpark in Norwegen

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI), Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) fordern: Stadtwerke München (SWM) müssen diese unverantwortlichen Pläne umgehend aufgeben!


Windenergieanlagen gelten besonders in Deutschland als Instrument der Wahl zur Erzeugung von grünem Strom. Kein Wunder, sind sie für die Betreiber gleichzusetzen mit einer Lizenz zum Geld drucken. Getreu dem Motto „Schäden sozialisieren, Nutzen privatisieren“ plant München bis 2025 als erste „Ökostrom-Großstadt“ weltweit zu protzen. Nur, dass dabei einige der entstehenden, schwerwiegenden Klimaschutz-Schäden geschickt nach Norwegen verlagert werden… -> WEITERLESEN <-

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens und auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien und Syrien bekannt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe: In freier Wildbahn (fast) ausgestorben

Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten der IUCN sind Mönchsrobben als stark gefährdet eingestuft. Es gibt noch eine höhere Gefährdungsstufe. Dann folgt „In freier Wildbahn ausgestorben“. Über ihre Biologie weiß man nur wenig. Sie sind geheimnisvoll. Und könnten es auch für immer bleiben, denn heute geht es um die Letzten ihrer Art. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera

Sommer, Sonne und Wale beobachten? La Gomera weist den Weg

Tunesien, Ägypten, Türkei – die klassischen Reiseziele der Deutschen werden seit einigen Jahren von Terror und lokalen Unruhen erschüttert. Von dieser besorgniserregenden Entwicklung profitieren aber insbesondere die Kanarischen Inseln. Diese erleben in den letzten vier Jahren einen enormen Zuwachs an Tourismus. Viele Gäste wollen hier nicht nur Wale beobachten, sondern auch Delfine. Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera gilt auf den Kanaren als Leuchtturmprojekt.

Im ersten Quartal 2019 sind insgesamt 7.335.645 Touristen auf den Kanarischen Inseln gelandet, dass entspricht einer Zunahme von knapp 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Wer auf den Kanarischen Inseln Urlaub macht, wird zwangsläufig irgendwann in Kontakt mit einem der ansässigen Whalewatching-Anbieter kommen. In fast jedem etabliertem Urlaubsort findet man mittlerweile unzählige Veranstalter – und das nicht ohne Grund. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten. -> WEITERLESEN <-

Pottwal stirbt mit 22 Kilo Plastik im Magen

Tragisch: Das Weibchen war schwanger

Schon wieder fanden Umweltschützer große Plastikmengen im Magen eines gestrandeten Leviathans. Diesmal strandete ein Pottwalweibchen in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der Küste von Sardinien. Es starb Ende März und es starb nicht allein. Denn die Walkuh war schwanger. Ihr Baby ist nach Ansicht von Experten wohl bereits vor der Strandung gestorben. Im Magen des Pottwals hatten sich sage und schreibe 22 Kilogramm Plastikmüll angesammelt. Unter den unverdaulichen Kunststoffteilen befanden sich Fischernetze, Müllsäcke, auch die Verpackung eines Waschmittels mit noch lesbarem Barcode. -> WEITERLESEN <-

Konferenz für Meeressäuger-Schutzgebiete

ICMMPA: 5. International Conference on Marine Mammal Protected Areas

Schutzgebiete für Meeressäuger sind oft nicht mehr als „Paper Parks“, sie stehen auf dem Papier, doch es mangelt an gutem Management und guter Umsetzung. Das soll sich ändern! Dazu trafen sich Wissenschaftler und Naturschützer Anfang April auf der 5. Internationalen Konferenz über Meeressäugerschutzgebiete.

Für die DSM vor Ort war die angehende Meereswissenschaftlerin Nadja Hohenadl. -> WEITERLESEN <-

Ocean Cleanup – Gefährliches Experiment

The Ocean Cleanup nutzt nichts und schadet (wahrscheinlich)

Kaum ein Thema hat in der jüngeren Vergangenheit derart rasant an Fahrt aufgenommen wie die Plastikvermüllung der Meere. Nicht von ungefähr gelang es dem jungen Niederländer Boyan Slat daher in kurzer Zeit über 35 Millionen Dollar einzusammeln. Viel Geld für einen Traum: die Ozeane von einer Last zu befreien, derer sie sich nur schwer erwehren können. Doch Ocean Cleanup droht, seinerseits zur Last zu werden. -> WEITERLESEN <-

Neuer Biokunststoff für Lebensmitteltransportboxen

Biobasiertes Material aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt Plastik

Frische Lebensmittel müssen über weite Strecken sicher in die Supermärkte transportiert werden. Daher greift der Handel hier gerne auf Transportboxen aus Hohlkammerstegplatten zurück. Sie ähneln Wellpappkartons, sind aber wasserfest. Bisher ließen sie sich nicht aus Biokunststoff herstellen. Doch jetzt hat das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT zusammen mit internationalen Partnern ein biobasiertes, kompostierbares Material entwickelt. Dieses hält den komplexen Anforderungen von Lebensmitteltransportboxen stand. Deshalb kann es zukünftig gängige fossile Kunststoffe (Plastik) ersetzen. -> WEITERLESEN <-

Zwischenbericht – Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern

Ohne Flexibilität geht nichts…

Seit Herbst 2018 unterstützen wir das wichtige und zukunftsweisende Forschungsprojekt „Mangroven auf Riffdächern in Fidschi“ der beiden Biologinnen Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ der Universität Bremen, Fachbereich 2 (Biologie). Wissenschaftliche Partner sind die Arbeitsgruppe Mangrovenökologie und die Arbeitsgruppe Riffsysteme des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen (ZMT) sowie Dr. Stuart Kininmonth von der University of the South Pacific (USP) auf Fidschi. Im letzten Oktober ging es für die beiden los. Hier ist ihr gekürzter Zwischenbericht.

Ankunft in Fidschi

Nach Monaten der Vorbereitung sind wir am 20.10.2018 endlich in Suva angekommen. In den ersten Tagen stand vor allem die Suche nach Unterkunft und das Zurechtfinden in der Kultur, der Stadt und auf dem Universitätsgelände im Vordergrund.

“Fiji time” – alles kann, nichts muss

Wie es so ist, wenn man an einen neuen Ort kommt, lernten wir in den ersten Tagen so viele Menschen kennen, dass es fast unmöglich war sich alle Namen und Gesichter zu merken. Was sich allerdings während all dieser Begegnungen bei uns einprägte, war die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fidschianer. Jeder und jede gab uns direkt ein paar Tipps mit auf den Weg, bot Hilfe für die kommende Forschung an oder führte uns im jeweiligen Arbeitsbereich der Universität herum.

Was uns auch sofort nahegelegt wurde: “Fiji time” – alles kann, nichts muss. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird sich irgendwie schon alles ergeben! Dies durften wir bei unserem Aufenthalt mehrere Male für uns selbst erfahren. -> WEITERLESEN <-

MSC-Siegel führt Verbraucher in die Irre

Informationsmaterialien “MSC-Zertifizierungen aus angeblich nachhaltiger Fischerei”

Die öffentliche Kritik und Berichterstattung zu MSC-Siegel-Zertifizierungen wird immer lauter. Auch die Verbraucher empfinden den jetzigen Standard als nicht nachhaltig. Die Initiative Make Stewardship Make Stewardship Count der wir angehören, setzt sich für eine zukünftig wirklich nachhaltige Fischerei und damit für die Zukunft unserer Ozeane ein! -> WEITERLESEN <-

Kostbare Wildnis vor dem Deich

10 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer in St. Peter-Ording

Am 26. Juni 2009 erklärte die UNESCO das Wattenmeer der Nordseeküste vom niederländischen Den Helder bis nach Esbjerg in Dänemark – darunter den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer – zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ein Titel, der die Schutzwürdigkeit der Nordseeküste auch international unterstreicht. Denn sie wurde damit zu einem weltweit einzigartigen und unersetzlichen Naturgebiet erklärt, das von herausragendem Wert für die gesamte Menschheit ist. Im Zuge dieser Auszeichnung kann das Wattenmeer heute in einem Atemzug mit den berühmtesten Naturregionen der Welt genannt werden, zum Beispiel dem Great Barrier Reef, dem Vulkan Ätna oder den Everglades.

St. Peter-Ording begeht das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Diese sollen das Bewusstsein für die Schönheit und den Schutzbedarf dieses natürlichen Schatzes fördern sowie das Erleben der Natur in den Mittelpunkt stellen. So steht die Naturerlebniswoche in diesem Jahr unter dem Motto „10 Jahre Weltnaturerbe“. Sie findet vom 17. bis 23. Juni 2019 statt – inklusive des Weltnaturerbefests am 23. Juni 2019. Ein Infowagen hält ganzjährig bei verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Ort Sonderinformationen zum Thema Weltnaturerbe bereit. Auch die digitalen Besucherinformationssysteme bieten darüber Auskünfte. -> WEITERLESEN <-

Deinen ersten Wal – vergisst du nie

Neues Buch von Tierfilmer Ralf Kiefner

„Wie ferngesteuert streckte ich meine Hand nach seinem Kopf aus, um eine Kollision zu verhindern und um ihn so auf Distanz zu halten.“ Ralf Kiefners erster Wal aus nächster Nähe, ein Glattwal: Freund oder Feind? Auf alle Fälle eine eindrucksvolle Begegnung … so viel sei verraten. -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Spielend Plastikmüll im Meer beseitigen

Neue kostenlose Handy-App für mehr Umweltbewusstsein

Logo von TRIBOOT.Das Mülheimer IT-Unternehmen TRIBOOT Technologies möchte in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) und OceanCare spielerisch das ernste Thema Vermüllung der Meere, insbesondere durch Plastikmüll, erfahrbar machen. Die neue kostenlose Handy-App Rettet unseren Ozean will junge Menschen für den Meeresschutz begeistern. Es geht darum, innerhalb einer Minute möglichst viel Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Dabei sollte man aber möglichst keinen Fisch treffen. Im Anschluss kann man seinen High-Score durch die Beantwortung von drei Fragen zum Thema Müll in den Meeren noch weiter heraufschrauben. -> WEITERLESEN <-

Zum traurigen Zustand unserer (Um)Welt

Denkschrift zum neuen Jahr von Michael Schleicher, Pro Umwelt Redaktionsservice, PUR – Medienzentrum Umwelt: Trauerspiel Naturschutz (nicht nur) in Deutschland!

Hinterfragungswürdige Schwerpunktsetzungen in der Umweltpolitik haben den Umwelt- resp. Naturschutz mittlerweile zu einem – über weite Strecken ideologisierten – “Klimaschutz”(-Projekt) mutierten lassen, machen so dem “klassischen” Naturschutz das Leben schwer. Folge: unnötige wie kontraproduktive Konfrontation(en) anstelle bitter nötiger Kooperation(en).

Was kann es schon Wichtigeres geben, als die Welt zu retten?

Offshore Windkraft Gefahr für die Artenvielfalt.

Offshore Windkraft: Gefahr für die Artenvielfalt

Profilierungsgeneigte Politiker, zweifelhafte „Umweltschützer“ sowie interessengeleitete Lobbyisten konnten sich vor diesem Hintergrund die ideale Plattform schaffen, um sich eindrucksvoll in Szene zu setzen – was kann es schon Wichtigeres geben, als die Welt zu retten?

Wer möchte sich da noch mit unspektakulärem Naturschutz abgeben – dieser ist kaum noch Thema, Privilegierungs- und EEG-Gesetz haben dem Volk längst klargemacht, dass Natur- und Landschaftsschutz den Interessen der “Bio”-Energie-Branche unterzuordnen sind, allen voran denen der Windkraft-Lobby.

Windkraft: Wolf im Schafspelz

Horst Stern, Altmeister des Tier- und Naturfilms, bezeichnete die Windkraft schon vor über 20 Jahren weitsichtig als “Wolf im Schafspelz” (s. Vorwort zu “Windkraft: Eine Alternative, die keine ist”, vgl. Zweitausendeins, 1997, Hrsg. Prof. Dr. Otfried Wolfrum, Initiativgruppe Darmstädter Manifest). -> WEITERLESEN <-

Artensterben: Verlierer und Gewinner 2018

Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter

Das 6. große Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter. Der aktuelle Living Planet Report der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF vermerkt einen 60-prozentigen Rückgang unter den weltweit bekannten Wirbeltierbeständen seit 1970. Zu den Verlieren 2018 zählen unter anderem der Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis), der nun offiziell als stark gefährdet gilt, sowie – bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbar – die Heringe in der westlichen Ostsee. -> WEITERLESEN <-

Der deutschen Nord- und Ostsee geht es schlecht

Probleme vor allem durch Fischerei, Landwirtschaft und Meeresmüll

Fisch-, Vogel- und Säugetierarten in Nord- und Ostsee haben es schwer. Denn die Belastung der Meeresökosysteme ist zu hoch. Darauf weist das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der aktuellen Berichte zum Zustand der deutschen Ostsee- und Nordseegewässer hin. Erstellt wurde diese Bestandsaufnahme von der Bundesregierung und den Küstenbundesländern für die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Viel verbessert hat sich nicht. Allerdings sind die Probleme altbekannt: Eutrophierung (Überversorgung mit Nährstoffen), Fischerei und Vermüllung, vor allem mit Kunststoffen. Weiterhin besorgniserregend ist das Eindringen nicht-einheimischer Arten (Bioinvasoren). -> WEITERLESEN <-

Fisch des Jahres 2019: Der Atlantische Lachs

In Deutschland ist der Lachs vom Aussterben bedroht – Zu wenige passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate

Fisch des Jahres 2019 wird der Atlantische Lachs (Salmo salar). Ausgewählt haben ihn der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit der Wahl soll auf die kritische Bestandssituation dieser Fischart in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn für Schutz, Erhaltung und erfolgreiche Wiederansiedlung von Lachsen fehlt es an passierbaren Flüssen und geeigneten Laichhabitaten. Doch diese müssten dringend wiederhergestellt werden.

Bereits 1992 und 2000 war der Atlantische Lachs schon einmal zum Fisch des Jahres gewählt worden. Mit der seit 1984 vergebenen Auszeichnung wird auf schädigende Einflüsse des Menschen auf die Lebensräume der jeweiligen Fischart hingewiesen. -> WEITERLESEN <-

Stark gefährdet: Haie und Rochen in Nord- und Ostsee

Regulierung der Fischerei in deutschen Natura-2000-Gebieten unverzichtbar

Haie, Rochen und Chimären in der deutschen Nord- und Ostsee haben es schwer. Zu diesem Schluss kommt ein Hamburger Forscherteam. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysierte es Vorkommen und Gefährdung dieser Knorpelfische in deutschen Meeren. Im Ergebnis gilt nur eine einzige der zehn heimischen Arten als ungefährdet. Dies ist der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-