Bundesmarine sprengt Schweinswale

Nun ist es offiziell. Die Seestreitkräfte der Bundesrepublik sind für den Tod von mindestens zehn Ostsee-Schweinswalen, die zwischen September und November 2019 an verschiedenen Orten der Ostseeküste Schleswig-Holsteins strandeten, verantwortlich. Im August 2019 hatten deutsche Marinekräfte im Rahmen eines NATO-Manövers unter Missachtung von Umweltauflagen und mitten im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt 42 britische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt. In den folgenden Wochen strandeten 24 tote Schweinswale an der Ostseeküste. Es dürften allerdings weitaus mehr der kleinen Meeressäuger gestorben sein. Längst nicht jedes Todesopfer wird an Land gespült. Im Anschluss an das skandalöse Verhalten der Bundesmarine verhängte die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im September 2019 ein Verbot für militärische Unterwassersprengungen. Damit sollten weitere Schäden für die Umwelt verhindert werden. -> WEITERLESEN <-

Erfolgreicher Einsatz gegen Meeresmüll

Unsere Partner von BandaSEA arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Müllsituation in der indonesischen Bandasee. In dem mit mehr als 17.000 Inseln größten Inselstaat und der viertgrößten Bevölkerung der Welt wird weltweit am zweithäufigsten Müll im Meer entsorgt. Eine der wesentlichen Ursachen ist, dass es auf vielen Inseln kein kommunales Entsorgungssystem für Haus- und anderen Müll gibt. Seit ihren Anfängen im Jahr 2010 haben die Meeresschützer schon sehr viel bei ihrem Einsatz gegen Meeresmüll erreicht: Sie bauten auf mehreren Banda-Inseln lokale Müllabfuhren auf. 2021 brachten sie die erste schwimmende Müllabfuhr Indonesiens an den Start. In den letzten Monaten gab es weitere erfreuliche Entwicklungen. -> WEITERLESEN <-

Stop Finning! Erfolg der EU-Bürgerinitiative

Erfolgreiche EU-Bürgerinitiative für ein Ende des Handels mit Haiflossen! Über eine Million EU-Bürger setzen sich mit ihrer Stimme für Stop Finning  – Stop the Trade für die Haie ein. Die am 1. Februar 2020 gestartete EU-Kampagne wird unter Federführung von Stop Finning EU von mehr als 100 Umwelt- und Tierschutzorganisationen und vielen Prominenten getragen. Darunter Meeresbiologe und Tierfilmer Robert Marc Lehmann oder der bekannte Naturfilmer Hugo Clement aus Frankreich. Auch Sportler wie Tennisspieler Dominic Thiem und Nationalspieler Kai Havertz machen sich für die Haie stark. Am 18. Januar 2022 erreichte Stop Finning  – Stop the Trade vorzeitig die erforderliche Zahl von einer Million Unterstützungsbekundungen von EU-Bürgern.

Damit war die zweite Voraussetzung für den Erfolg einer EU-Bürgerinitiative erreicht. Die gleichfalls notwendige Mindestanzahl an Stimmen in mindestens einem Viertel der EU-Staaten wurde bereits vor einigen Tagen erreicht. Mit zuletzt Belgien kam der zehnte EU-Staat der noch bis zum 31.01.2022 laufenden Abstimmung hinzu. -> WEITERLESEN <-

Zeitschrift Natur und Landschaft

In ihrer aktuellen Ausgabe thematisiert die Zeitschrift „Natur und Landschaft“ (Herausgeber Bundesamt für Naturschutz) den kritischen Status deutscher Meeresschutzgebiete in der Nordsee. Zwei große Krisen belasten Meere und Ozeane im globalen und lokalen Maßstab: Zum einen die Klimakrise, die zur fortschreitenden Erwärmung und Versauerung der Wasserkörper führt. Zum anderen die anthropogen bedingten massiven Belastungen der marinen biologischen Vielfalt. Hier muss mit den richtigen Maßnahmen zur Erhaltung der einzigartigen marinen Arten und Lebensräume gegensteuert werden. Wie steht es darum in unseren Nordsee-Meeresschutzgebieten? -> WEITERLESEN <-