Kleiner Wal fängt große Fische

Wenn Schweinswale großen Hunger haben

US-Meeresforschern von „Pacific Mammal Research“ und „The Marine Mammal Center“ rund um Cindy R. Elliser konnten erstmals dokumentieren, dass entlang der US-Westküste lebende Schweinswale der Unterart der Pazifischen Schweinswale (Phocoena phocoena vomerina) gelernt haben, auch große Fische zu jagen und zu erbeuten. Schweinswale gehören mit ihren 1,50 m bis knapp über 2 m Länge zu den kleinsten Meeressäugern. Klar, dass sie abgesehen von sonstiger Beute wie Tintenfischen, Schnecken oder Krebstieren nur kleine Fische bis zu 25 cm Größe jagen und verzehren. Vielleicht passt hin und wieder auch mal ein 35 cm großer Fisch ins kleine Schweinswalmaul, dachte man … -> WEITERLESEN <-

Abstand halten – auch bei Wildtieren!

Ich will doch nur hier liegen …

Social distancing – Abstand halten – könnte zu einem positiven Nebeneffekt der Coronapandemie geraten. Wenn, ja wenn, diese für viele Menschen ungewohnte Verhaltensweise in den Köpfen überdauert und sich fest in unserem Verhaltensrepertoire verankert. Denn wir schützen derzeit damit nicht nur uns selbst und unsere Mitmenschen. Abstand halten ist ein Gebot, mit dem wir auch viele Wildtiere vor dem Verderben bewahren können. Darauf hat jetzt auch die amerikanische Fischereibehörde NOAA in ihrem aktuellen Coronavirus (COVID-19)-Update hingewiesen. -> WEITERLESEN <-

Kleiderspenden für den Meeresschutz

Platz schaffen mit Herz – Spenden Sie Ihre Kleidung und geben Sie uns Ihre Stimme

Das 1. Voting 2020 aus Kleiderspenden für „Platz schaffen mit Herz“ startet am 01.04.20 und läuft bis zum 04.08.20 um 12:00 Uhr.

So funktioniert‘s:

  1. Kleiderschrank aussortieren: Gut erhaltene Frauen-, Männer-, Kinderkleidung und Schuhe in einen großen Karton verpacken
  2. Kostenlos verschicken: Bei Platz schaffen mit Herz einen Paketschein erstellen und die Kleiderspende beim nächsten Hermes-PaketShop abgeben
  3. Gutes tun: Wählen Sie Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) mit der Stimme, die Sie für die Kleiderspende erhalten

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Risikogruppe Hawaii-Mönchsrobben

Hawaii-Mönchsrobbe "Pohaku" bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie.

Pohaku bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie. Das Weibchen macht Fortschritte, doch ob es überleben wird, ist noch unsicher. Foto: NOAA Fisheries

Tödlicher Parasit bedroht Mönchsrobben auf Hawaii

Während wir Menschen derzeit hart mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen haben, wird der kleinen Population der Hawaii-Mönchsrobben ein Parasit zum tödlichen Verhängnis.

Pohaku ist ein Robbenweibchen. Es leidet an Toxoplasmose und steht seit rund zwei Monaten unter tierärztlicher Aufsicht in einem Auffangzentrum auf Hawaii. Die Pfleger zeigen sich jedoch nur verhalten optimistisch, dass es überlebt. Sind doch die anderen beiden bislang lebend geborgenen Mönchsrobben mit Toxoplasmose innerhalb von 48 Stunden gestorben.
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Bogenstirn-Hammerhaie

Soziale Haie mit großem Hammerkopf

Sie sind die zweitgrößten unter den derzeit lebenden 10 Hammerhai-Arten. Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini) werden mit ihrer maximalen Länge von über 4 m bei mehr als 150 kg Gewicht nur noch vom imposanten Großen Hammerhai überragt. Denn der erreicht, seinem Namen entsprechend, über 6 m Körperlänge. Man findet Bogenstirn-Hammerhaie nahezu weltweit in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Küstenregionen. Kein Wunder also, dass sie die am häufigsten in unmittelbarer Landnähe lebenden Hammerhaie sind. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Denn auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) stehen sie aktuell als „critically endangered“ – vom Aussterben bedroht. Eine Stufe vor „extinct in the wild“ – ausgestorben.
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Das blaue Wunder

Warum das Meer leuchtet, Fische singen und unsere Beziehung zum Meer so besonders ist – Erstaunliche Einblicke in eine geheimnisvolle Welt

Der Faszination Meer kann sich wohl kaum jemand entziehen. Und „Das blaue Wunder“ von Frauke Bagusche zeigt einmal mehr, dass dies seinen guten Grund hat. Als promovierte Meeresbiologin ist die Autorin viel in der Welt herumgekommen. Sie arbeitete unter anderem als Leiterin meeresbiologischer Stationen auf den Malediven. Auf Unterwassertouren und Expeditionen begegnete sie Haien, Delfinen, Meeresschildkröten und vielen weiteren Meereslebewesen. Doch nicht nur diesen – auch Plastikmüll war allgegenwärtig. Für Menschen ein Störfaktor in der herrlichen Kulisse. Für Meeresbewohner ein krankmachender und oft tödlicher Faktor. Das blaue Wunder ist in Gefahr! -> WEITERLESEN <-

Kroatien: Umweltskandal – UPDATE

Im Dezember 2019 verseuchten Öl und andere Umweltgifte den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

Schutzmaßnahmen liefen nur schleppend an

Inzwischen wurde man aber tätig, wie uns das kroatische Umweltministerium auf Nachfrage Ende Februar mitteilte. So begannen Mitte Februar die Arbeiten, um verseuchtes Schilf zu entfernen und in einer Verbrennungsanlage zu vernichten. Bereits Anfang Januar seien unter anderem Absorptionsbarrieren im Fluss errichtet worden, um eine weitere Ausbreitung der Umweltgifte zu verhindern. -> WEITERLESEN <-

Indonesien: Haischutz in der Bandasee

Haie und Rochen langfristig schützen – Schutzzonennetzwerk aufbauen

Der Banda-Archipel ist ein Hotspot der Biodiversität. Hier gibt es sie noch: die ebenso faszinierenden wie hochgradig bedrohten Bogenstirn-Hammerhaie. Aber auch viele andere Hai- und Rochenarten leben hier. Damit das so bleibt und sie eine Überlebenschance bekommen, unterstützen wir BandaSEA e. V. aus Bonn beim Haischutz in Indonesien.

Einrichtung von Haischutzgebieten

2010 gründete ein engagiertes Team aus Meeresbiologen, Tauchlehrern und Projektmanagern mit langjähriger Asienerfahrung BandaSEA. Der Name stammt von den in der indonesischen Bandasee gelegenen Banda-Inseln (Bandas). Hier liegt der Fokus der Meeresschutzarbeit. So gehört auch der Schutz von Haien und Rochen sowie die Einrichtung von Haischutzgebieten zu den Kernaktivitäten.

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Im Einsatz gegen Müll im Meer

Damit Müll erst gar nicht ins Meer gerät

Ein Team aus Meeresbiologen, Tauchlehrern und Projektmanagern mit langjähriger Asienerfahrung gründete im Jahr 2010 BandaSEA e. V. Der Name bezieht sich auf die in der indonesischen Bandasee gelegenen Banda-Inseln (Bandas). Wir unterstützen die vorbildliche Arbeit des BandaSEA-Projekts gegen Müll im Meer.

Den Eintrag stoppen

Lokale Müllsammelaktion von BandaSEA.

Die indonesische Regierung lässt die Bevölkerung mit ihrem Müll allein – Foto: BandaSEA e.V.

BandaSEA will den Gesundheitszustand von Meeres- und Küstenlebensräumen wiederherstellen bzw. nachhaltig schützen. Dadurch sollen konkrete Verbesserungen für Erhalt bedrohter Arten und der Biodiversität in der Bandasee entstehen.

Zusätzlich wird die Inselbevölkerung der Bandas in nachhaltiger Ressourcennutzung und umweltschonender Entsorgung von Abfällen geschult. Auf diese Weise wird direkt verhindert, dass Müll überhaupt erst ins Meer gerät.

Die Banda-Müllproblematik: typisch für tropische Inseln

Die 11 Inseln der Bandas gehören zu den Molukken. Wie in so vielen anderen tropischen Inselnationen auch, gibt es hier keine nennenswerte öffentliche Infrastruktur zur Abfallentsorgung.

Müll wird verbrannt oder ins Meer geworfen

Aus Mangel an Wissen über die damit einhergehenden Gefahren verbrennen die Menschen ihren Müll oder werfen ihn ins Meer. Es überrascht daher nicht, dass Indonesien das Land ist, welches weltweit am zweithäufigsten Müll im Meer entsorgt. -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Meere bis 2030

10 Jahre für den Schutz der Meere?

Mehr als 100 Umweltschutzorganisationen präsentieren Rettungsplan für gesunde Meere bis 2030

Heute präsentieren 102 Umweltschutzorganisationen, darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM), Seas At Risk und die Surfrider Foundation Europe das „Blaue Manifest – Blue Manifesto – The Roadmap to a Healthy Ocean in 2030“. Mit diesem Rettungsplan für die Meere werden konkrete Maßnahmen beschrieben, die innerhalb von 10 Jahren umgesetzt werden müssen, um das Ruder herumzureißen. Nur so werde die zunehmende Zerstörung und Verschmutzung der Meere und Küsten umzukehren sein.

Die Organisationen fordern daher unter anderem:

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Kosmetik und Meeresschutz

Was haben Kosmetik- und Hygieneprodukte mit Meeresverschmutzung zu tun? Einiges. Denn was wir auf unsere Haut auftragen, beeinträchtigt oftmals nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die der Meere: Schädliche Inhaltsstoffe gelangen über das Abwasser oder direkten Kontakt auch ins Meer.

Hintergründe, Tipps und Alternativen

  • Gefährlich für Mensch und Meere: Mikroplastik, hormonell wirksame Substanzen, Sonnenschutz, Treibgas
  • Welche Alternativen gibt es? Was kann man sonst noch tun?

Der Tod steht ihr gut

Büste der Nofretete.

Foto: KathleenPirroArts auf Pixabay

Es gab Zeiten, da war das Leiden für die Schönheit mitunter tödlich. Denn die Geschichte der Kosmetik ist auch eine Geschichte voller toxischer Substanzen. Im alten Ägypten war das giftige Auripigment Bestandteil von kosmetischen Mitteln. Die Griechinnen des Altertums dagegen pinselten sich Minium ins Gesicht – ein giftiges gelblich rotes Pigment.

Und bis ins 19. Jahrhundert, als gebräunte Haut bei den feinen Herrschaften verpönt war, diente Bleiweiß für einen blassen – und tödlichen – Teint.

Doch muss man gar nicht so weit in die Geschichte zurückgehen. Auch in jüngerer Zeit fanden sich noch toxische Zutaten in Beautyprodukten. So waren Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA Enthaarungscremes mit Rattengift erhältlich. 2007 nahm die amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde FDA eine (nicht zugelassene) Wimperntusche vom Markt, die Bimatoprost enthielt. Dies ist ein Medikament zur Senkung des Augeninnendrucks und ist bei uns in Wimpernseren verboten.

Auch heutige herkömmliche Kosmetik- und Pflegeprodukte können Mensch und Meere gefährden. Zu den risikobehafteten Substanzen zählen unter anderem sogenannte Mikroperlen, hormonell wirksame Inhaltsstoffe, Treibgase in Sprays sowie chemischer Sonnenschutz.
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Wale und Delfine: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn

Voraussetzung bei einer Begegnung mit wild lebenden Walen und Delfinen sollte immer der Respekt vor den Tieren sein und das Bewusstsein, dass man sich in ihrem Lebensraum aufhält. Durch sein eigenes Verhalten kann man entscheidend dazu beitragen, dass das Aufeinandertreffen für beide Seiten zu einem wundervollen Erlebnis und nicht zu einer zusätzlichen Belastung und Gefährdung für die Tiere wird. Hier die wichtigsten Verhaltenstipps Wale und Delfine – für nachhaltiges Whalewatching.

  • Auf eigene Faust
  • Kommerzielles Whalewatching – worauf muss man achten?

Keine einheitlichen Regeln

In europäischen Gewässern sind Meeressäuger größtenteils durch internationale Abkommen und nationale Gesetzgebung geschützt. Sie dürfen nicht getötet, gejagt, gefüttert oder in ihren natürlichen Verhaltensweisen gestört werden. Mitunter ist auch das Schwimmen mit ihnen verboten.

Delfinbeobachtung in der Adria.

So ist es richtig: Nicht auf die Meeressäuger zufahren, auch nicht mit langsamer Fahrt. Nie seitlich nähern, nie frontal, von vorn oder hinten. Foto: Ulrike Kirsch

Die Regeln für das Beobachten frei lebender Meeressäuger variieren von Land zu Land. Die folgenden Verhaltenstipps Wale und Delfine sind Empfehlungen und angelehnt an die Vorgaben der kroatischen Naturschutzbehörde und des Meeressäugerschutzabkommens im Mittelmeer ACCOBAMS. -> WEITERLESEN <-

Rote Flut tötet fast 300 gefährdete Grüne Meeresschildkröten

Zweite Katastrophe für Meeresschildkröten vor der mexikanischen Küste seit August 2018

Besser, sie hätten die südliche Pazifikküste von Mexiko nicht angesteuert. Denn vor der Küste des Bundesstaates Oaxaca schwammen mindestens 300 Grüne Meeresschildkröten seit Weihnachten in den sicheren Tod. Sie starben in einer Red Tide oder Roten Flut. Tiere, die es bis an die Küste nahe des Küstenorts Huatulco schafften, hatten große Schwierigkeiten beim Atmen. Kaum konnten sie noch ihren Kopf aus dem Wasser heben. Verzweifelt versuchten Helfer, die Meeresreptilien vor dem Ersticken zu bewahren. Meist vergeblich. Nur 27 von ihnen konnte man erfolgreich retten.

Das ist eine traurige Nachricht. Denn erst Ende August Jahr 2018 verfingen sich vor Oaxaca am Strand von Puerto Escondido mehr als 300 Oliv-Bastardschildkröten in einem verlassenen illegalen Fischernetz und ertranken. -> WEITERLESEN <-

Schülertagung „Die Zukunft der Weltmeere“

Förderung einer Tagung für Schülerinnen und Schüler der SEK II

Die Evangelische Akademie Loccum richtet vom 31. August bis 2. September eine dreitägige Tagung für bis zu 90 Jugendliche ab 16 Jahren aus, die die gymnasiale Oberstufe besuchen. Sie soll dazu anregen, sich eingehend mit der Zukunft der Weltmeere auseinanderzusetzen. Mit dieser von uns geförderten Bildungsveranstaltung für junge, interessierte und engagierte Menschen will die Evangelische Akademie Loccum das Bewusstsein für den Schutz der Meere stärken. Zugleich wirbt die Tagung für ein „Umsteuern“ im Umgang mit den Meeren. -> WEITERLESEN <-

Umweltskandal in Kroatien

Öl und andere Umweltgifte verseuchen den Fluss Zrmanja und das Novigrader Meer

-> zum UPDATE vom 07. März 2020

Rund 250 Tausend Liter Masut sind aus einer stillgelegten Aluminiumoxid-Fabrik bei Obrovac ausgelaufen. Masut, ein Erdölrückstand für Heiz- und Schmierzwecke in der Industrie, verseucht die Schlucht und das Wasser der Zrmanja und bedroht das Novigrader Meer. Dies ist ein Teilstück der Adria, in das der Fluss mündet. Fischer hatten dort am 21. Dezember beim Ort Novigrad Ölflecken im Meer bemerkt, wie die Tageszeitung Slobodna Dalmacija berichtet. Und so kam die ganze Tragödie ans Tageslicht. Die kroatische Partei Most nennt diesen Umweltskandal in Kroatien „als größte Bedrohung und größte potenzielle Katastrophe in diesem Teil Europas.“ -> WEITERLESEN <-

Stop Finning! Stop the trade! 1 Million votes!

Wir unterstützen die Europäische Bürgerinitiative für ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa

Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) sterben jährlich zwischen 63 und 273 Millionen Haie. Getötet durch Menschenhand. Genaue Zahlen gibt es nicht. Es sind wohl sehr viel mehr, denn belastbare Daten fehlen. Anzunehmen ist, dass die Dunkelziffer, auch wegen der weltweit grassierenden illegalen Fischerei (IUU), extrem hoch ist. Meist müssen die eleganten Knorpelfische einzig und allein wegen ihrer Flossen ihr Leben lassen (Finning). Haiflossen gelten in Asien als Delikatesse. So kann eine Portion Haiflossensuppe, die nur wenige Gramm Flossen enthält, bis zu 90 € kosten. Ein lukratives Geschäft mit gewaltigen Gewinnmargen!

JETZT ABSTIMMEN!

Stop Finning: Hai ohne Flossen liegt am Meeresgrund.

Foto: Nancy Boucha, www.scubasystems.org 2005/Marine Photobank

Finning – Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib

„Finning“ ist eine der grausamsten und abscheulichsten Fischereimethoden überhaupt. Bei lebendigem Leib schneidet man gefangenen Haien erst die Flossen ab. Anschließend werfen die Fischer das flossenlose Tier lebend zurück ins Meer. Denn ihr Fleisch ist, verglichen mit den Flossen, nahezu wertlos.

Es beginnt ein langsames, unbarmherziges Sterben. Die verstümmelten Tiere ersticken, verbluten oder werden lebendig gefressen. -> WEITERLESEN <-

Trauernde Orcas bei Genua stammen aus Island

Eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen

Orcas im Mittelmeer! Völlig überraschend tauchten sie Anfang Dezember vor dem Hafen von Genua auf. Vier erwachsene Orcas und ein Jungtier. Normalerweise schwimmen diese Meeressäuger nicht so weit ins Mittelmeer. Italienische Medien berichten, dass die auch Schwertwal genannte größte Delfinart bei Genua zuletzt 1985 gesichtet wurde.

Nur wenige Tage später jedoch war das Jungtier tot. Todesursache unbekannt. Doch die anderen Orcas ließen es nicht zurück, stupsten es immer wieder sanft an die Oberfläche. Das zeigen bewegende Videoaufnahmen der italienischen Küstenwache.

Spätestens jetzt wurden auch Forscher und Fotografen auf das seltene Ereignis aufmerksam. Sogleich gingen sie daran, die trauernden Orcas abzulichten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Daher weiß man jetzt, woher die ungewöhnlichen Gäste stammen: aus dem weit entfernten Island.

Ihre Reise von 5.200 km ist eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen. -> WEITERLESEN <-

Palau: Riffschutz mit Drohnen

Wichtiges Forschungsprojekt auf Palau zur Bewertung der Riffgesundheit

Der Archipel von Palau besteht aus einzigartigen, unersetzlichen Riffstrukturen. Sie sind Heimat für insgesamt 1.278 bekannte Fischarten und unzählige andere Meeresorganismen. Damit weisen sie einen der höchsten Biodiversitätsgrade in ganz Mikronesien auf. 2007 richtete jeder der sechzehn palauischen Staaten mindestens ein Meeresschutzgebiet ein. Seitdem gehört Palau mit seinen 356 Inseln zu einem der Staaten mit der größten Anzahl an ausgewiesenen Meeresschutzgebieten. Ganz aktuell sind damit 80% der Gewässer innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone als Schutzzonem ausgewiesen. Innerhalb dieser Zone ist das Fischen verboten (No-Take-Zone). Palau will den Zusammenbruch seiner Flachwasserkorallenriffe unbedingt verhindern. Denn schon einmal, 1997/98, kam es zu einer massiven Korallenbleiche. Daraufhin ging der Tourismus stark zurück und der Südsee-Staat erlitt einen Verlust von etwa 3,3 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Palau bezieht etwa die Hälfte seines BIP aus der Tourismusindustrie. -> WEITERLESEN <-

Upcycling-Markt mit Meer-Wert

Ein voller Erfolg: Upcycling-Markt der Caritas OGS St. Markus in Bedburg-Hau

Produkte vom Upcycling-Markt der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.Eine tolle Idee hatten Kinder, Eltern und Mitarbeiter vom Offenen Ganztag der St. Markus-Grundschule in Bedburg-Hau (in Trägerschaft des Caritasverbandes Kleve e.V.). In vielen Stunden bastelten sie aus Wegwerf-Materialien schöne Sachen, um diese anschließend auf einem Upcycling-Markt zu verkaufen. Von A wie Aluminiumdose bis P wie Paletten fanden die unterschiedlichsten Wertstoffe so eine neue, kreative Verwendung. Am 23. November dann war es so weit. Der Upcycling-Markt begann und wurde ein großartiger Erfolg! Ein Erfolg auch für den Meeresschutz, denn die Hälfte des Erlöses ging als Spende an die DSM. -> WEITERLESEN <-

Das Meeresabenteuer

Aquarell aus "Das Meeresabenteuer" gebundenes Premium - Kinderbuch.

Eine personalisierte aufregende Reise in die Tiefen des Ozeans! Lerne die Tiere des Meeres kennen und helfe ihnen bei der Bewältigung einer großen Aufgabe! Geeignet für Kinder von 2 bis 8 Jahren.

Ihr Kind wird zur Heldin oder zum Helden dieser Abenteuergeschichte und findet einen Weg, um die Meere vom Unrat zu befreien!

Eine außergewöhnliche Idee hatten die Autorin Johanna Lehmann und die Illustratorin Christina Snuggs: Ein personalisiertes Kinderbuch führt kleine Leser auf eine aufregende Reise in die Tiefen des Ozeans! Bei ihrem Meeresabenteuer lernen Kinder nicht nur die Tiere des Meeres kennen, sondern auch die Gefahren, die den Meeresbewohnern durch Plastikmüll drohen, den wir Menschen rücksichtslos ins Meer kippen. Was kann man tun? Wie kann man den Lebensraum Meer besser schützen?

Ein wunderschön illustriertes Buch. Es bringt auch den Kleinsten die Probleme der Ozeane auf leicht verständliche und optimistische Weise näher. -> WEITERLESEN <-

Gefährliches Leben in der Plastiksuppe

Jedes Jahr entsorgen wir 8 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer

Müll, der Meerestieren zum Verhängnis wird, nicht nur, weil sie sich darin verfangen oder ihn als vermeintliche Beute verspeisen. Der Plastikmüll im Meer zerfällt extrem langsam in immer kleinere Fragmente und verschwindet wahrscheinlich nie ganz. Und so verwandelt sich das Meer in eine regelrechte Plastiksuppe, deren kleine Bestandteile von Meerestieren unabsichtlich mit der Beute aufgenommen werden.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll.

Binnen weniger Minuten eingesammelter Strandmüll – © Fraunhofer UMSICHT/Leandra Hamann

Kunststoffpartikel unter 5 mm Größe werden als Mikroplastik bezeichnet. Es entsteht entweder durch Zerfall großer Teile (sekundäres Mikroplastik) oder wird direkt hergestellt, unter anderem für die Kosmetik– und Bekleidungsindustrie (primäres Mikroplastik).

Es ist allgegenwärtig: „Wir können davon ausgehen, dass sich Mikroplastik bereits in allen Bereichen der Umwelt befindet. Das ergibt sich schlichtweg daraus, dass wir überall Kunststoffe einsetzen. Wind und Wasser verbreiten dann die Emissionen“, wie Leandra Hamann von Fraunhofer UMSICHT und Co-Autorin der „Konsortialstudie Mikroplastik“ erklärt. -> WEITERLESEN <-

BLAU

Ein Buch für Wale und Delfine – Ihrer Wertschätzung und ihrem Schutz gewidmet

Seit mehr als 15 Jahren gehören Wale und Delfine zu ihrem Leben. Näher gekommen sind die Autoren ihnen auf der Kanareninsel La Gomera, ein wahrer Delfin- und Wal-Hotspot. Die Autorin Sandra Schuster-Böckler lebt auf der Insel, Peter Frey verbringt dort jedes Jahr seinen Urlaub. Und so verwundert es kaum, dass sie ihr Buch BLAU den Meeressäugern widmen. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Wale und Delfine.
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Wenn ein Großer geht

MSC-Fischlabel mitverantwortlich für Niedergang der letzten Nordatlantischen Glattwale!

Es war gegen drei Uhr nachmittags an diesem 16. September 2019 als die Atlantic Marine Conservation Society (AMSEAS) einen Anruf wegen eines toten Wals erhielt. Etwa 6 Kilometer südlich vor Long Island (New York) soll er im Meer treiben. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA Fisheries machte man sich sofort daran, den toten Meeressäuger zu bergen. Denn das letzte, was die Biologen und Meeressäugerspezialisten für den gestorbenen Riesen tun konnten, war, festzustellen, warum er sterben musste. Was sie dabei herausfanden, löste bei allen Beteiligten tiefe Betroffenheit aus. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltige Fischerei in Mangrovenwäldern

Forschungsprojekt auf Fidschi: „Räumliche Verteilung der makrobenthischen* Mangrovenfauna von wirtschaftlicher Bedeutung für die handwerkliche Fischerei“

Quari Mangrovenkrabben zum Verkauf, Fidschi.

„Quari“-Mangrovenkrabben (Scylla serrata) vom Markt in Suva. Die Krabben sind in typischen Bündeln (lebend) ausgelegt. Je nach Krabbenart können das 5 bis ca. 40 Individuen pro Bündel sein – Foto: Karl Schrader

Insgesamt säumen ca. 385 km2 die Küste der Fidschi Inseln. Eines der größten zusammenhängenden Mangrovengebiete auf Fidschi liegt im Südosten Viti Levus bei Suva im Rewa-Delta. Circa 20 % der Existenz- und Kleinfischerei der Bevölkerung finden in Küstennähe in den Mangroven statt und eine der dabei mit am intensivsten genutzten Arten ist die bis zu 15 cm große Mangrovenkrabbe (Scylla serrata). Es handelt sich um eine fischereilich und ökologisch bedeutende Krabbenart. In vielen ihrer Lebensräume steht die Art unter starkem Überfischungsdruck . Doch nicht nur deshalb ist es wichtig, Möglichkeiten zur nachhaltigen Fischerei in Mangrovenwäldern zu erforschen.
* im und am Gewässerboden lebende Tiere

Nachhaltige Nutzung der Mangroven

Research Team Fiji mit Karl Schrader.

Research Team Fidschi, (von links nach rechts)
vorne: Peniasi Naimoso (Bezirks Repräsentant des Bezirks Vutia in der Provinz Rewa, Fiji) – Kontaktperson im Dorf Muaniaira und unermüdliche Hilfe im Projekt, Karl Schrader (Masterstudent der Universität Bremen), Simione Naivalu (Student der USP in Suva, zeitweise Hilfe für Feldarbeit)
Hinten: Peniasis Frau und Tochter (herzliche Gastgeber während der Zeit im Feld)

Karl Schrader, Biologiestudent der Uni Bremen, will nun im Rahmen seiner Masterarbeit im Studiengang International Studies in Aquatic Tropical Ecology des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) die Nachhaltigkeit der Nutzung der Mangroven auf Fidschi erforschen.

Dies soll anhand der für die Subsistenzfischerei relevanten Arten (Krabben, Maulwurfskrebse sowie Schnecken) unter den Aspekten der Artenvielfalt und Abundanz untersucht werden. Dabei unterstützen wir ihn.

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Was machen Wale im Müll?

Forscher entdecken erstmals Groß- und Kleinwale im Great Pacific Garbage Patch

Eigentlich wollte ein internationales Forscherteam den Plastikmüll im sogenannten Great Pacific Garbage Patch im Nordpazifik zahlenmäßig und nach Art erfassen. Dabei machten sie eine besorgniserregende Entdeckung: Wale im Müll. Etliche große und kleinere Wale schwammen im Müllstrudel umher.

Der Müllstrudel

Im Oktober 2016 machten sich die Forscher mit einem Flugzeug von Kalifornien aus auf den Weg, um mit Spezialkameras und –geräten den Abfall im Great Pacific Garbage Patch zu untersuchen1. Dieser Müllstrudel liegt im Nordpazifik grob zwischen Hawaii und Kalifornien und ist inzwischen 4,5 mal so groß wie Deutschland.

„Patch“ bedeutet „Fleck“ auf Deutsch. Doch tatsächlich handelt es sich bei dieser zivilisatorischen Hinterlassenschaft nicht um einen oberflächlichen Flecken, sondern um einen in die Tiefe reichenden Strudel. Der sichtbare Teil ist nur die „Spitze“ des Müllbergs: Etwa 70 % des Abfalls sinken auf den Meeresgrund. -> WEITERLESEN <-

Forschungsprojekt “Schnecken und Mangroven” – Südafrika

Zur ökologischen Funktion von Schnecken in Mangrovenwäldern

Im Kleinen ist oft Großes verborgen. So wird der ökologischen Funktion sogenannten Kleingetiers wie Krebsen oder Schnecken viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies gilt in besonderem Maße für Mangrovenwälder. Daher will Niklas Reinhardt, Biologiestudent der Uni Bremen (Studiengang International Studies in Aquatic Tropical Ecology des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT)), mit seiner Masterarbeit zur ökologischen Funktion von Schnecken in Mangrovenwäldern dazu beitragen, die Prozesse in diesem Ökosystem besser zu verstehen.

Wir unterstützen dieses wichtige Projekt, das im Oktober 2019 an der Küste von KwaZulu-Natal in Südafrika begann. Denn im Ergebnis sollen Umwelt- und Ressourcenschutz sowie eine nachhaltige Entwicklung weiter vorangetrieben werden. -> WEITERLESEN <-

Interview mit Johanna Lehmann

Heute möchten wir Ihnen Johanna Lehmann, Gründerin des Kinderbuchverlags United Letters, vorstellen

Portrait von Johanna Lehmann.

Johanna Lehmann, Gründerin des Kinderbuchverlags United Letters

Ende 2016 veröffentlichte sie das erste Kinderbuch auf dem internationalen Markt, was sich mit Name und Aussehen des Kindes personalisieren lässt.

Nun hat sie ihr zweites Buch herausgebracht: „Das Meeresabenteuer“, wunderschön illustriert von Christina Snuggs. Es geht um den Schutz der Meere und erzählt dazu eine wunderbare Mut-mach-Geschichte für Kinder. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf dieses Buchs kommt den Meeresschutzprojekten der DSM zugute.

Wir haben uns mit Johanna Lehmann getroffen, um mehr darüber zu erfahren.

Hallo Frau Lehmann. Schön, dass es geklappt hat! Wie kamen Sie auf die Idee, ein personalisiertes Kinderbuch für Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren zu schreiben?

Danke für die Einladung!

Geschrieben habe ich schon immer und hatte vorher auch schon Bücher veröffentlicht. Ich habe mich immer gefragt, wie ich Schreibleidenschaft und meine Start-up- und Technologie-Erfahrungen in Kalifornien kombinieren kann. Ebenso wollte ich meiner Tochter ein inspirierendes und personalisiertes Kinderbuch schenken und habe keines gefunden, was nachhaltig und hochwertig produziert war. -> WEITERLESEN <-

Veröffentlicht unter Presse

Kids for the Ocean – Lesetipp für Pädagogen und Familien

Strategien & Initiativen aus dem Alltag gegen die Vermüllung der Ozeane

Die genaue Menge an Plastikmüll in den Weltmeeren ist in Zahlen nur schätzbar, mehrere Millionen Tonnen geraten jedes Jahr neu hinzu. Wie kommt es dazu? Wer sind die Verursacher? Der Müll hat enorme Auswirkungen auf die Unterwasserwelt, ihre Ökosysteme und Bewohner, aber auch auf unsere Gesundheit und unser Überleben. Können wir daran etwas ändern? Das Buch “Kids for the Ocean” von Anne Mäusbacher stellt nicht nur Fragen. Es gibt auch Antworten. -> WEITERLESEN <-

Supertrawler plündert britische Gewässer

In Australien verbannter Supertrawler darf in der EU fischen

Entsetzen herrscht unter britischen Fischern und europäischen Meeresschützern. Denn die „Margiris“, der mit 143 m Länge zweitgrößte Fabriktrawler der Welt, fischt seit Anfang Oktober im Ärmelkanal. Ihr 600 m langes und fast 200 m breites Schleppnetz hinterlässt eine Spur der Verwüstung. „Die vielfach von der EU beteuerte Umkehr zu nachhaltiger Fischerei ist nur ein Lippenbekenntnis. Sonst dürften weder die Margiris noch andere derartige Fischereimonster in europäischen Gewässern operieren“, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM). Und doch hat alles seine Richtigkeit. Der Supertrawler ist völlig legal und in Einklang mit europäischen Fischereirichtlinien auf ihrem Kurs der Vernichtung marinen Lebens. Aus australischen Gewässern dagegen wurde die “Margiris” bereits 2013 verbannt. -> WEITERLESEN <-

Überfischung in der EU bis 2020 beenden

Dringender Appell an den EU-Fischereirat

Seit Jahren beteuert die EU, sie wolle die Überfischung beenden. Dennoch lagen 2019 noch immer 41 % der im Nordostatlantik festgesetzten Fanggrenzen oberhalb wissenschaftlicher Empfehlungen. Nun steht die Entscheidung über Gesamtfangmengen für 2020 an. Es ist die letzte Chance der EU-Minister, nachhaltige Fanggrenzen für alle Bestände festzulegen. Die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Fischereipolitik steht auf dem Spiel! -> WEITERLESEN <-

Erster Clothes SWAP in Grevenbroich

Eine super Idee, die hoffentlich Nachahmer findet!

Wir danken Tessa Scholl, die in Grevenbroich den ersten Clothes Swap für Mädchen organisierte.

Die Idee der 17-jährigen Schülerin: Nachhaltigkeit beim Thema Mode leben und gleichzeitig etwas für den Meeresschutz tun. Auf der Veranstaltung Mitte September konnte man zwei Stunden lang Kleidung tauschen, was übrig war, wurde verkauft. Der Erlös daraus sowie die aus dem Verkauf von Kaffee und Waffeln erzielten Spenden kamen dem Meeresschutz zugute.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür, Tessa!

 

Rückblick von Tessa Scholl

Vorweg ist anzumerken, dass die Etablierung einer Veranstaltung dieser Art in einer Stadt wie Grevenbroich anfänglich immer eher ein Experiment ist, für das es einige Hürden zu überwinden gibt. Deshalb holte ich mir von vielen Seiten Unterstützung. Die hiesige Presse berichtete über die Veranstaltung, die Theatergruppe no.name, bei der ich selber Spielerin bin, stellte mir zur Bewerbung ihre Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook zur Verfügung, und eine künstlerisch sowie grafisch sehr bewanderte Freundin erstellte für mich ein ansehnliches Plakat sowie Grafiken, die ich zudem auf einem eigens für den Clothes Swap erstellten Instagram-Account teilte. -> WEITERLESEN <-

Aufschrei der Meere – Neues Buch von Hannes Jaenicke

Was unsere Ozeane bedroht und wie wir sie schützen müssen

Seit Langem schon ist der Schauspieler Hannes Jaenicke für sein Engagement im Natur- und Umweltschutz bekannt. War er bislang filmisch im Einsatz für Vögel, Geparden, Nashörner, Löwen, Eisbären, Orang-Utans, Haie und Delfine, widmet er sich diesmal im Buch Aufschrei der Meere gemeinsam mit der promovierten Biologin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Ina Knobloch dem Lebensraum Meer und seinen Bewohnern. -> WEITERLESEN <-

Schutz von Haien und Delfinen in Südafrika

Wichtige Erfolge – Projektbericht 2019

Der Abbau von zwei Hainetzen vor Richards Bay im April 2019 war ein großer Erfolg für den Schutz von Haien und Delfinen in Südafrika. Insbesondere für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine. Aber auch unzählige kleinere Haie, Rochen oder Meeresschildkröten profitieren davon. Für große Haiarten, wie Bullenhaie, ist die Gefahr damit jedoch nicht gebannt. Denn das KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) ersetzte die Netze durch neun Köderhaken (drumlines). Aber das gefährlichste Hainetz von Südafrika ist jetzt Geschichte! Das „net 99“ genannte Hainetz stand am Newark Beach vor Richards Bay. Es kostete besonders vielen Bleifarbenen Delfine das Leben. -> WEITERLESEN <-

Wale und Delfine: Kinderbuch von Ralf Kiefner

Spannende Expedition ins Reich der sanften Riesen

Wale und Delfine: Neues Kinderbuch von Ralf Kiefner.Im Reich der Meeressäuger – dort kennt sich der Buchautor, Unterwasserfotograf und Kameramann gut aus. Taucht er doch schon seit Jahrzehnten mit ihnen auf der ganzen Welt.

Ralf Kiefner stellt kleine und große Arten vor, gibt allgemeine Informationen über Anatomie und Physiologie und gewährt spannende Einblicke in die Lebensweise von Walen und Delfinen. Aufgezeigt werden aber auch die Gefahren, die das Leben und Überleben der Meeressäugetiere bedrohen.

Und schließlich plaudert er noch aus dem Nähkästchen seiner Arbeit als Filmautor, die ihm neben viel Warterei auch eine sehr berührende Begegnung mit einem verspielten Walbaby bescherte. -> WEITERLESEN <-

Azoren: Protest gegen illegale Fischerei und Überfischung

Nachhaltiger Tourismus und Raubbau an der Meeresumwelt passen nicht zusammen

Die Lokalregierung der Azoren soll endlich effektive Schutzmaßnahmen für Haie, Thun- und Schwertfische, insbesondere in Meeresschutzgebieten, durchsetzen. Das fordern 41 internationale Meeresschutzorganisationen und portugiesische Tauchbasen in einem gemeinsamen Brief an Vasco Alves Cordeiro, den Präsidenten der Lokalregierung. Die von SHARKPROJECT gestartete Initiative gegen illegale Fischerei und die Vernichtung der Artenvielfalt im Atlantik unterstützen neben der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) unter anderem auch Greenpeace, Sea Shepherd und Stop Finning e. V. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiger Kleidertausch

Meeresschutz-Aktion am 14. September im Jugendtreff G.O.T. in Grevenbroich von 11 bis 15 Uhr

Der 17-jährigen Schülerin Tessa Scholl liegt das Thema Umweltschutz, insbesondere Meeresschutz, sehr am Herzen. Sie will die Erhaltung der Meere und ihrer Bewohner unterstützen. Dafür hat Tessa ihr eigenes Verhalten bereits in vielen Aspekten ihres Alltags umweltfreundlicher verändert. Auch in ihrer Familie konnte sie schon einiges dazu bewegen. Jetzt geht sie mit ihrer ersten Aktion zum nachhaltigen Kleidertausch noch einen Schritt weiter. -> WEITERLESEN <-

Karibische Mönchsrobbe – ausgestorben

Das große Schlachten begann 1494

Seit dem Jahr 2000 gilt die Karibische Mönchsrobbe (Neomonachus tropicalis) offiziell als ausgestorben. In nicht einmal 500 Jahren hat es der Mensch geschafft, einen Meeressäuger auszurotten, der Millionen von Jahren auf der Erde gelebt hatte.

„Primitive“ Robben

Mönchsrobben sind die „primitivsten“ aller Robben: Sie entwickelten sich wahrscheinlich fernab von Landraubtieren und hatten nur geringen Anpassungsdruck, sodass sie noch etliche Merkmale ihrer frühen Vorfahren besitzen. Eine der beiden noch lebenden Verwandten der Karibischen Mönchsrobbe, die Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe, wird deshalb gelegentlich auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

The Ocean Cleanup will Plastikmüll verbrennen

Ocean Cleanup: Plastikmüll landet in Müllheizkraftwerken

The Ocean Cleanup will einen Teil des im Great Pacific Garbage Patch gesammelten Plastikmülls verbrennen. Das berichtet das weltweit beliebteste Architektur- und Designmagazin Dezeen. Eigentlich war The Ocean Cleanup mit dem Versprechen an den Start gegangen, sämtlichen eingesammelten Plastikmüll zu recyceln. Nun spricht die Organisation davon, dass ein Teil „thermisch recycelt“ werden müsse. Eine nette Umschreibung für schnödes Verbrennen in Müllheizkraftwerken. Für Meeres- und Umweltschützer macht The Ocean Cleanup damit immer weniger Sinn. -> WEITERLESEN <-

Junge Bullenhaie in Fidschi

Publikation der von uns unterstützten Haiforscherin Kerstin Glaus zum besseren Schutz junger Bullenhaie in Flüssen auf Fidschi

In ihrer Studie untersuchte Kerstin Glaus erstmals Auftreten und Häufigkeit junger Bullenhaie (Carcharhinus leucas) in den drei größten Flusssystemen Fidschis. Dabei bestätigte sich: Sie kommen in allen drei untersuchten Flüssen vor.

Die Republik Fidschi ist ein Archipel im Südpazifik. Mindestens 30 Haifischarten einschließlich Bullenhaie sind hier zu finden. Viele sind ansässige Arten. Sie verbringen wahrscheinlich ihr ganzes oder einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Fidschis. Doch Informationen über ihre Geburtsstätten und Kinderstuben gibt es nur für wenige Arten. Wie etwa für jugendliche Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini). -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Weltmeere

Internationale Expertengruppe fordert Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten

Experten des Teams Ocean Governance vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) aus Potsdam sehen die Ozeane in akuter Gefahr. Sie haben daher einen Rettungsplan für die Weltmeere aufgestellt. Zentrale Forderung darin ist ein Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten. „Es besteht schneller Handlungsbedarf. Denn es mehren sich die Anzeichen von Veränderungen der Ozeane, die rascher auftreten als dies selbst jüngere Modelle prognostiziert haben“, sagt Mitautor Torsten Thiele vom IASS. Thiele zählt zu den Experten des Internationalen Programms zum Zustand der Ozeane (IPSO). Das multidisziplinäre IPSO-Team, bestehend aus Meeresforschern und Experten aus den Bereichen Recht, Politik und Finanzen, überprüfte die Ergebnisse von 131 wissenschaftliche Arbeiten. Dadurch konnten sie sowohl zu erwartende Veränderungen als auch Folgen von Untätigkeit bewerten. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobbe: Stark bedroht

Bericht vom Mönchsrobben-Workshop der 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

Vom einstigen Verbreitungsgebiet der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist nicht mehr viel übrig. Einst lebten sie im Schwarzen Meer, verteilt über das gesamte Mittelmeer, im Atlantik vor Portugal bis zu den Azoren, Madeira und den Kanaren bis hinunter nach Senegal. Heute sind ihre Bestände auf verschwindend kleine und voneinander isolierte Reste geschrumpft. Bereits 1985 zählte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu einer der zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. -> WEITERLESEN <-

Stoppt doch mal die Plastikflut!

Lesetipp für die Kleinsten – Kinder- und Vorlesebuch von Ina Krüger

Umweltbildung kann nicht früh genug beginnen! In Ihrem neuen Buch bringt Ina Krüger die Kleinsten spielerisch mit pfiffigen Reimen und schönen Illustrationen an das Thema Meeresverschmutzung heran. Die Autorin, Illustratorin und Musikerin begegnet beim Wassersport immer wieder Meerestieren, die durch unseren Plastikmüll in Schwierigkeiten geraten sind. Aus dieser Besorgnis heraus hat sie das Buch „Stoppt doch mal die Plastikflut! Das ist für die Meere gut!“ gestaltet, mit dem sie bereits Kinder auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen will.

Dieses Buch will Kinder und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, für das Thema Meeresschutz und Plastikvermeidung sensibilisieren. -> WEITERLESEN <-

Längste Rote Flut tötet immer noch Delfine

Die längste Red Tide aller Zeiten

Zwar ist die längste Red Tide, die jemals im Golf von Mexiko wütete, nach 16 Monaten Dauer seit Februar abgeebbt. Doch noch immer tötet die Rote Flut Delfine. So berichtet die nationale Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) von 174 toten Tieren, die seit Juli 2018 bis zum 20. Juni dieses Jahres entlang der Südwestküste von Florida strandeten. Ihr Tod wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Roten Flut gebracht. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

CO2-Ausstoß im Urlaub nebensächlich

CO2-Ausstoß spielt für den Urlaub 2019 kaum eine Rolle – Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

Die Vorbereitungen für Sommerferien 2019 sind in vollem Gange. Doch allen hitzigen Diskussionen ums Weltklima oder den Demos der “Fridays for Future”-Bewegung zum Trotz, heben 40 Prozent der Deutschen im Sommerurlaub ab. Ab in den Flieger. Und der CO2-Ausstoß im Urlaub spielt für sie keine Rollle. Denn nur eine Minderheit will ihn kompensieren. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick.

Nur 17 Prozent der Flugreisenden wollen den CO2-Ausstoß im Urlaub kompensieren

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die langersehnten Ferien geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent fahren mit dem Auto, 40 Prozent fliegen. Lediglich 16 Prozent nutzen die Bahn, 7 Prozent einen Fernbus, 2 Prozent ein Kreuzfahrschiff. -> WEITERLESEN <-

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – Int. Conference on Marine Mammal Protected Areas)

Auf einer Fachkonferenz kommen Naturschützer und Politiker, Journalisten und Industrielle, Forscher, Studenten und viele weitere zusammen, um zu beraten, zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Anfang April dieses Jahres waren es ca. 200 Menschen aus der ganzen Welt, die sich in Griechenland trafen. Die 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – International Conference on Marine Mammal Protected Areas) war tatsächlich eine kleine Konferenz. Zur World Marine Mammal Conference im Dezember 2019 in Barcelona werden mehrere tausende Wal- und Delfinfreunde erwartet …

Grafik von Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl.

Design by Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl, Oban, März 2019

… umso besser für mich, Studentin im zweiten Semester des Meereswissenschaften-Studiums, erst einmal die Atmosphäre einer kleinen Zusammenkunft kennenzulernen. Vom 7. bis 12. April fand die Konferenz statt, in einem Ferienresort in Messinia an der Westküste der Peloponnes-Halbinsel, eine vierstündige Busfahrt von Athen entfernt.

Diese Strapazen wurden bewältigt, um an einen bedeutungsvollen Ort zu gelangen: Vor der Küste der griechischen Halbinsel befindet sich der Hellenische Graben, der tiefste Punkt des gesamten Mittelmeeres und Heimat der „griechischen“ Pottwale. Anlass der Konferenz waren “Marine Protected Areas”, Schutzgebiete für Meeressäuger.

Zum fünften Mal kam man zusammen, um zu beraten, wie man die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten nutzen kann, um Meeressäuger zu schützen. Vor wem oder was schützen? Vor Lärm, vor aufdringlichen Touristen, vor Fischern und ihren Netzen und vor Schiffsverkehr im großen Stil. -> WEITERLESEN <-

Summer of Science

Seit 2019 fördern wir das meeresbiologische Artenschutzprogramm „Summer of Science“ des städtischen Thomas-Mann Gymnasiums aus München. Das Schülerprojekt findet in Kooperation mit den Gymnasien Adolf-Weber und Sophie-Scholl statt. 2019 werden zwei weitere deutsche sowie eine kroatische Schule daran teilnehmen. In Deutschland gibt es kein vergleichbares kooperatives Natur- und Artenschutzprojekt an Gymnasien, in dessen Mittelpunkt meeresbiologische Arbeitsweisen stehen. „Summer of Science“, ein Projekt mit Vorbild- und Modellcharakter für den Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeren.

Unterstützung aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft für ein einzigartiges Natur- und Artenschutzprojekt

Gefördert wird der „Summer of Science“ auch von mehr als 40 Partnern aus Industrie und Handwerk. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Natur- und Artenschutzprojekt von den Lehrstühlen für Systematische Zoologie (Dr. Martin Heß), für Aquatische Ökologie (Dr. Sabine Schultes) und Biologiedidaktik (Dr. Monika Aufleger) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). -> WEITERLESEN <-

Windpark der Stadtwerke München fördert Artensterben in Norwegen

Stadtwerke München (SWM) fördern Massenaussterben mit gigantischem Windpark in Norwegen

Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI), Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) fordern: Stadtwerke München (SWM) müssen diese unverantwortlichen Pläne umgehend aufgeben!


Windenergieanlagen gelten besonders in Deutschland als Instrument der Wahl zur Erzeugung von grünem Strom. Kein Wunder, sind sie für die Betreiber gleichzusetzen mit einer Lizenz zum Geld drucken. Getreu dem Motto „Schäden sozialisieren, Nutzen privatisieren“ plant München bis 2025 als erste „Ökostrom-Großstadt“ weltweit zu protzen. Nur, dass dabei einige der entstehenden, schwerwiegenden Klimaschutz-Schäden geschickt nach Norwegen verlagert werden… -> WEITERLESEN <-

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens und auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien und Syrien bekannt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe: In freier Wildbahn (fast) ausgestorben

Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten der IUCN sind Mönchsrobben als stark gefährdet eingestuft. Es gibt noch eine höhere Gefährdungsstufe. Dann folgt „In freier Wildbahn ausgestorben“. Über ihre Biologie weiß man nur wenig. Sie sind geheimnisvoll. Und könnten es auch für immer bleiben, denn heute geht es um die Letzten ihrer Art. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera

Sommer, Sonne und Wale beobachten? La Gomera weist den Weg

Tunesien, Ägypten, Türkei – die klassischen Reiseziele der Deutschen werden seit einigen Jahren von Terror und lokalen Unruhen erschüttert. Von dieser besorgniserregenden Entwicklung profitieren aber insbesondere die Kanarischen Inseln. Diese erleben in den letzten vier Jahren einen enormen Zuwachs an Tourismus. Viele Gäste wollen hier nicht nur Wale beobachten, sondern auch Delfine. Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera gilt auf den Kanaren als Leuchtturmprojekt.

Im ersten Quartal 2019 sind insgesamt 7.335.645 Touristen auf den Kanarischen Inseln gelandet, dass entspricht einer Zunahme von knapp 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Wer auf den Kanarischen Inseln Urlaub macht, wird zwangsläufig irgendwann in Kontakt mit einem der ansässigen Whalewatching-Anbieter kommen. In fast jedem etabliertem Urlaubsort findet man mittlerweile unzählige Veranstalter – und das nicht ohne Grund. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten. -> WEITERLESEN <-

Pottwal stirbt mit 22 Kilo Plastik im Magen

Tragisch: Das Weibchen war schwanger

Schon wieder fanden Umweltschützer große Plastikmengen im Magen eines gestrandeten Leviathans. Diesmal strandete ein Pottwalweibchen in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der Küste von Sardinien. Es starb Ende März und es starb nicht allein. Denn die Walkuh war schwanger. Ihr Baby ist nach Ansicht von Experten wohl bereits vor der Strandung gestorben. Im Magen des Pottwals hatten sich sage und schreibe 22 Kilogramm Plastikmüll angesammelt. Unter den unverdaulichen Kunststoffteilen befanden sich Fischernetze, Müllsäcke, auch die Verpackung eines Waschmittels mit noch lesbarem Barcode. -> WEITERLESEN <-

Konferenz für Meeressäuger-Schutzgebiete

ICMMPA: 5. International Conference on Marine Mammal Protected Areas

Schutzgebiete für Meeressäuger sind oft nicht mehr als „Paper Parks“, sie stehen auf dem Papier, doch es mangelt an gutem Management und guter Umsetzung. Das soll sich ändern! Dazu trafen sich Wissenschaftler und Naturschützer Anfang April auf der 5. Internationalen Konferenz über Meeressäugerschutzgebiete.

Für die DSM vor Ort war die angehende Meereswissenschaftlerin Nadja Hohenadl. -> WEITERLESEN <-

Ocean Cleanup – Gefährliches Experiment

The Ocean Cleanup nutzt nichts und schadet (wahrscheinlich)

Kaum ein Thema hat in der jüngeren Vergangenheit derart rasant an Fahrt aufgenommen wie die Plastikvermüllung der Meere. Nicht von ungefähr gelang es dem jungen Niederländer Boyan Slat daher in kurzer Zeit über 35 Millionen Dollar einzusammeln. Viel Geld für einen Traum: die Ozeane von einer Last zu befreien, derer sie sich nur schwer erwehren können. Doch Ocean Cleanup droht, seinerseits zur Last zu werden. -> WEITERLESEN <-

Neuer Biokunststoff für Lebensmitteltransportboxen

Biobasiertes Material aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt Plastik

Frische Lebensmittel müssen über weite Strecken sicher in die Supermärkte transportiert werden. Daher greift der Handel hier gerne auf Transportboxen aus Hohlkammerstegplatten zurück. Sie ähneln Wellpappkartons, sind aber wasserfest. Bisher ließen sie sich nicht aus Biokunststoff herstellen. Doch jetzt hat das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT zusammen mit internationalen Partnern ein biobasiertes, kompostierbares Material entwickelt. Dieses hält den komplexen Anforderungen von Lebensmitteltransportboxen stand. Deshalb kann es zukünftig gängige fossile Kunststoffe (Plastik) ersetzen. -> WEITERLESEN <-

Zwischenbericht – Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern

Ohne Flexibilität geht nichts…

Seit Herbst 2018 unterstützen wir das wichtige und zukunftsweisende Forschungsprojekt „Mangroven auf Riffdächern in Fidschi“ der beiden Biologinnen Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ der Universität Bremen, Fachbereich 2 (Biologie). Wissenschaftliche Partner sind die Arbeitsgruppe Mangrovenökologie und die Arbeitsgruppe Riffsysteme des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen (ZMT) sowie Dr. Stuart Kininmonth von der University of the South Pacific (USP) auf Fidschi. Im letzten Oktober ging es für die beiden los. Hier ist ihr gekürzter Zwischenbericht.

Ankunft in Fidschi

Nach Monaten der Vorbereitung sind wir am 20.10.2018 endlich in Suva angekommen. In den ersten Tagen stand vor allem die Suche nach Unterkunft und das Zurechtfinden in der Kultur, der Stadt und auf dem Universitätsgelände im Vordergrund.

“Fiji time” – alles kann, nichts muss

Wie es so ist, wenn man an einen neuen Ort kommt, lernten wir in den ersten Tagen so viele Menschen kennen, dass es fast unmöglich war sich alle Namen und Gesichter zu merken. Was sich allerdings während all dieser Begegnungen bei uns einprägte, war die große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fidschianer. Jeder und jede gab uns direkt ein paar Tipps mit auf den Weg, bot Hilfe für die kommende Forschung an oder führte uns im jeweiligen Arbeitsbereich der Universität herum.

Was uns auch sofort nahegelegt wurde: “Fiji time” – alles kann, nichts muss. Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird sich irgendwie schon alles ergeben! Dies durften wir bei unserem Aufenthalt mehrere Male für uns selbst erfahren. -> WEITERLESEN <-