Größtes Meeresschutzgebiet von Nordamerika ohne Fischfang

Refugium für Walhaie, Mantarochen und Delfine: Mexiko macht Revillagigedo-Inselgruppe zur Schutzzone

Die zur Welterbe-Liste der UNESCO zählende Revillagigedo-Inseln vor der Westküste Mexikos werden zum größten Natur- und Meeresschutzgebiet von Nordamerika. Künftig werden in dem aus vier unbewohnten Vulkaninseln bestehenden und sich über 420 km erstreckenden Archipel jegliche Fischereiaktivitäten verboten sein. -> WEITERLESEN <-

Meilenstein: Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft

Ballastwasser-Übereinkommen: Meilenstein für den marinen Umweltschutz

Mit gut einem Jahr Verspätung ist das Internationale Übereinkommen zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen am 8. September 2017 in Kraft getreten. Dabei hatten die Mitgliedsstaaten der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) schon 20014 eine Konvention zum Ballastwassermanagement unterzeichnet. Künftig sind Seeschiffe also verpflichtet, an Bord Anlagen zur Behandlung von Ballastwasser zu installieren. Damit soll die weltweite Verschleppung invasiver Tier- und Pflanzenarten verhindert werden. Für Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), ist das Inkrafttreten „ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz“. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine „Putzerstation“. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen. -> WEITERLESEN <-

MSC-Fischlabel in der Kritik

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es auch für Thunfisch aus Mexiko vergeben worden. Doch bei diesem Thunfischfang werden Delfine gezielt gejagt, verletzt und getötet.

Bereits vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationale Kollegen eine interdisziplinäre Studie. Sie belegte, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. 31 Fischbestände im Nordostatlantik nahmen die Forscher unter die Lupe. Von diesen erwiesen sich mehr als zehn Bestände als stärker befischt als es ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang sogar um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

La Gomera: Whalewatching-Beobachtungsstation

Walbeobachtungstourismus lenken – Druck auf die Tiere verringern

2017 unterstützt die Stiftung das Projekt des gemeinnützigen Vereins MEER e.V. aus Berlin „Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera“. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey. Hier ist der Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera. -> WEITERLESEN <-

Walmart verkauft delfin-tödlichen Thunfisch

Walmart Stop Killing Dolphins.EXPOSED: Walmart Selling Dolphin-Deadly Tuna

Mitarbeitern des US-amerikanischen Earth Island Institute (EII) ist es gelungen, einen Lebensmittelskandal zu entlarven. Denn der US-Konzern Walmart verkauft unter dem Markenname „Suli“ in seinen Supermärkten in Costa Rica mit delfin-tödlichen Methoden gefangenen mexikanischen Thunfisch aus Mexiko – und preist diesen als delfinsicher gefangen an. -> WEITERLESEN <-

Red Tide – Giftgas aus dem Meer

Vergiftete Fische, tote Delfine, Wale und Seekühe

Meist tragen Menschen die Verantwortung für das Entstehen der „Red Tide“ – der gefürchteten, hochtoxischen Algenblüte. Denn verursacht wird sie durch Nährstoffe aus der übermäßigen Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Doch auch von Rasenflächen oder aus Kläranlagen gelangt zu viel unerwünschter Dünger ins Meer. Deshalb kommt die „Red Tide“ immer wieder. Wie an der Küste von Florida. Und dann treibt Giftgas aus dem Meer bis an Land. Dort sind dann auch Menschen in Gefahr. -> WEITERLESEN <-

Namibia: Erfolg für den Meeresschutz

Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias!

Ein chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien exportieren wollte, musste seine Pläne aufgeben. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt. -> WEITERLESEN <-

Australien: Sondererlaubnis für mehr Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Damit will Frydenberg die lokale Tourismusindustrie stützen. Doch gleichzeitig verurteilt er so unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir forderten Frydenberg dringend auf, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen. Stattdessen sollte er sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einsetzen. -> WEITERLESEN <-

Hainetze: Todesfalle für Haie und Delfine

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen für Haiangriffe geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der Provinz KwaZulu-Natal (Ostküste). -> WEITERLESEN <-

Artenschutzkonferenz: Erfolge für Meerestiere

Haie, Rochen und Kaiserfische profitieren von Beschlüssen auf der Artenschutzkonferenz (CITES)

Anfang Oktober 2016 ging in Johannesburg die 17. Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) zu Ende. Dabei wurden wichtige Erfolge für den Schutz von Haien, Rochen und des Orange-Prachtkaiserfisches erzielt. So finden sich auf CITES-Anhang II jetzt auch drei Arten Fuchshaie, der Seidenhai (Carcharhinus falciformis) sowie neun Arten Teufels- oder Mantarochen wieder. Der Anhang II listet Arten, die vom Aussterben bedroht sein könnten. Daher ist der Handel mit diesen Arten oder aus ihnen gefertigten Produkten, nur erlaubt, wenn er nachweislich das Überleben der Art nicht gefährdet. Diese Handels-Beschränkungen beschloss die Artenschutzkonferenz jeweils mit großer Mehrheit. Somit hat CITES seit 2003 immerhin 13 Hai- und elf Rochenarten in seine Anhänge aufgenommen. Damit hat sich ihr internationaler Schutzstatus verbessert. Doch China, Japan und Island leisten immer entschiedenen Widerstand. Dennoch geht es voran beim Haischutz – wenn auch nur in quälend langsamen Schritten. -> WEITERLESEN <-

Proteste nach Umweltkatastrophe in Vietnam

Nach Umweltschäden von ca. 1 Billion US-Dollar: Mutige Proteste und Klagewelle gegen Umweltsünder Formosa Steel

Am 2. Oktober 2016 versammelten sich rund 20.000 Demonstranten vor dem Stahlwerk Formosa Steel und forderten den Abzug des weltweit für Umweltskandale berüchtigten taiwanesischen Konzerns aus Vietnam. Außerdem solle es eine angemessene Entschädigung für die Betroffenen nach der Umweltkatastrophe in Vietnam geben. Und die Umweltschäden müssten behoben werden. Im April war es zu einem Massensterben von Fischen gekommen. Dies geschah, nachdem aus dem Formosa Steel Stahlwerk – angeblich wegen eines Stromausfalls – giftige Abwässer ungeklärt ins Meer gelangten. Tausende Fischerfamilien verloren ihre Existenzgrundlage, das marine Ökosystem soll auf Jahrzehnte zerstört sein. -> WEITERLESEN <-

Umweltgifte gefährden Delfine

Hohe Konzentrationen von PCB und Quecksilber gefährden den Bestand im Ärmelkanal

Nach einer Anfang September vorgestellten Studie der französischen Ökotoxikologin Cyrielle Zanuttini und ihrer Kollegen sind Delfine im Ärmelkanal durch hohe Konzentrationen giftiger Polychlorierter Biphenyle (PCB) und Quecksilber belastet.

Damit bestätigen sich die Ergebnisse einer britischen Studie vom Anfang des Jahres, die die großflächige Vergiftung von Delfinen in europäischen Gewässern mit PCB dokumentierte. Bei rund 400 untersuchten Tieren stellten die französischen Wissenschaftler 1,4 Mal mehr PCB fest als eine vergleichbare Untersuchung aus dem USA gezeigt hatte. Auch die gemessenen Quecksilber-Konzentrationen seien besorgniserregend hoch, warnt Cyrielle Zanuttini. -> WEITERLESEN <-

Schwimmfarne: Wunderwaffe gegen Ölpest

Mit Nanopelzen Ölkatastrophen umweltfreundlich bekämpfen

Ausgerechnet eine unscheinbare tropische Schwimmpflanze könnte der Schlüssel für die umweltfreundliche Beseitigung von Ölkatastrophen auf dem Meer sein. Denn die Blätter des Salvinia-Schwimmfarns sind in der Lage, in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen Öl aufzunehmen. Sie sind stark wasserabstoßend und zugleich in hohem Maße ölabsorbierend. Dies fand eine KIT-Forschergruppe gemeinsam mit Kollegen der Universität Bonn heraus. Außerdem konnten sie die ölbindende Eigenschaft auf die haarähnliche Mikrostruktur der Blattoberfläche (Nanopelz) zurückführen. Dies dient jetzt als Vorbild, um das Material Nanofur weiterzuentwickeln. Damit könnten Ölverschmutzungen nach einer Ölpest umweltfreundlich beseitigt werden. -> WEITERLESEN <-

Hurghada-Delfine besser geschützt

Schutzzonen und neue Regeln für Delfin-Touren und das Schwimmen mit Delfinen

Das ist ein wichtiger Erfolg für die Hurghada-Delfine! Denn der Gouverneur für das Rote Meer, Generalmajor und Minister Ahmed Abdullah, stimmte der Einrichtung von zwei Delfinschutzzonen zu.  Gleichzeitig wurde ein Verhaltenskodex für Delfinbeobachtungs-Touren festegelgt. Erarbeitet wurde dieser von der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz) in Zusammenarbeit mit ägyptischen Behörden und Umweltschutzorganisationen. Und die neuen Regularien sind für die Tourenanbieter nun verbindlich! Ranger des „Red Sea“ Nationalparks sollen dann die Einhaltung der Schutzzonen, die im September 2016 eingerichtet werden, kontrollieren. Hierzu sind verstärkte Patrouillen geplant. -> WEITERLESEN <-

Fischsterben Vietnam: Küste verseucht

Keine Lösung für Säuberung in Sicht

Ein massives Fischsterben sorgte Anfang April in Vietnam für Entsetzen. Über 200 km der Küste wurden verseucht. Schätzungsweise 277 Tonnen Fische wurden angeschwemmt bzw. starben in den zahlreichen Fischfarmen. Die Umweltkatastrophe erstreckte über die vier Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Als Verursacher wurde ein Stahlwerk von Formosa Steel ausgemacht. Aufgrund eines mehrtägigen Stromausfalls habe die dortige Kläranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das gab man auf einer Pressekonferenz bekannt. Demzufolge liefen ungeklärte Abwässer ins Meer. Da sie mit den Umweltgiften Phenol, Cyanid sowie Eisenhydroxid verseucht waren, kam es in der Folge zu dem Fischsterben in Vietnam. -> WEITERLESEN <-

Umweltkatastrophe in Vietnam

Küstengewässer auf Jahrzehnte zerstört – Massives Fischsterben – Hunderttausende verlieren Lebensgrundlage

Ende Juni sollte die Roheisengewinnung im erst Ende 2015 in Betrieb genommenen Stahlwerk Formosa Steel Ha Tinh in Vietnam beginnen. Doch bereits in der Pilotphase kam es zu einer Umweltkatastrophe. In deren Folge wurde die Küste verseucht. Es kam zu einem massiven Fischsterben. Viele Fischer und Aquafarmer verloren ihre Lebensgrundlage. Auch die Tourismusbranche muss mit Beieinträchtigen rechnen.

Massives Fischsterben, Küste verseucht

Auf einem über 200 km langen Küstenabschnitt setzte Anfang April ein massives Fischsterben ein. Betroffen waren die Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Mehr als 277 Tonnen Fische aus Hoch- und Tiefsee landeten tot an den Stränden der Küstenabschnitte oder starben in zahlreichen Fischfarmen. Dies berichten vietnamesische Medien. -> WEITERLESEN <-

Karibik: Verbot kommerzieller Hai-Fischerei

Gute Nachrichten für Haie: Neue Schutzgebiete in der Karibik

Im Juni 2016 verhängten die Regierungen der Karibik-Inseln St. Maarten und der Kaiman-Inseln in ihren Hoheitsgewässern ein Fangverbot für die kommerzielle Hai-Fischerei. Gleichzeitig gaben Curacao und Grenada bekannt, noch im Laufe des Jahres gleichfalls den kommerziellen Fang von Haien verbieten zu wollen. Damit erhöht sich die Zahl von Haischutzgebieten auf weltweit 14. Sie umfassen eine Fläche von über 15,5 Millionen Quadratkilometern.

Die neuen karibischen Schutzgebiete sind Ergebnis wachsenden Engagements von Karibischen und Pazifischen Staaten, die Ausrottung der Haie zu verhindern. Dieses gründet sich auch auf den Ergebnissen eines internationalen Karibischen Haischutz-Symposium, das in Juni auf St. Maarten stattfand. An dem Treffen von Regierungsvertretern und nichtstaatlichen Haischutzorganisation nahm auch der engagierte Haischützer Sir Richard Branson teil. -> WEITERLESEN <-

EU-Verbot für Grundschleppnetze

Wichtiger Erfolg für den Schutz der Tiefsee in EU-Gewässern

Nach einem zähen, vierjährigen Verhandlungsmarathon hat sich die EU endlich auf ein weitgehendes Verbot für Grundschleppnetze in den Tiefseeregionen des Atlantiks ab einer Meerestiefe von 800 Metern verständigt. Der letztendlich dann doch überraschende Durchbruch im Vermittlungsausschuss kam am letzten Tag der niederländischen Präsidentschaft zu Stande. Meeresschützer wie die Deutsche Stiftung Meeresschutz werten die Entscheidung als wichtigen Erfolg für den Schutz der betroffenen Tiefsee-Ökosysteme: „Dennoch fordern wir weiterhin ein generelles Verbot dieser Fangmethode und der Fischerei in der Tiefsee.

Bodenschleppnetze gehören zu den zerstörerischsten Fischfangmethoden überhaupt. Sie zerstören ein über mehrere Tausend Jahre gewachsenes Tiefseekorallenriff innerhalb von nur einer halben Stunde komplett und unwiederbringlich. Nach Grundschleppnetz-Fangfahrten gleicht der Meeressboden einer öden Mondlandschaft. -> WEITERLESEN <-

Überleben zwischen Wasser und Land

Meeresschildkröten:  Seit über 250 Millionen Jahren – weit vor der Zeit der Saurier – leben sie in den Weltmeeren in fast unveränderter Form und Aussehen

Gemeinsam mit Salzwasserkrokodilen, Meeresschlangen und den Galapagos-Meerechsen gehören Meeresschildkröten heute zu den einzigen Reptilien, die im Salzwasser leben. Sie kommen weltweit in tropischen und temperierten Gewässern vor. Doch die meisten Arten, bis auf die Lederschildkröte und einige Bastardschildkröten, bevorzugen seichte Küstengewässer. Aber alle schwimmen extrem weite Strecken von ihren Nahrungsgründen zu ihren Niststränden.

Heute sind die sieben noch existierenden Arten vom Aussterben bedroht: Suppenschildkröte (Chelonia mydas), Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata), Unechte Karettschildkröte (Careta caretta), Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea), Atlantische Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii), Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) und die Australische Suppenschildkröte (Natator depressus). -> WEITERLESEN <-

WissensWerte: Meere und Ozeane

Animierter Erklärfilm „Meere und Ozeane“. Er zeigt, wie faszinierend der Lebensraum Meer ist, aber auch die Probleme wie Überfischung, Übersäuerung und Vermüllung.

Der Film hat eine „Creative Commons“-Lizenz und kann somit gerne kostenfrei weiterverwendet, kopiert und in jeglichem Kontext genutzt und vorgeführt werden.

Der Film ist Teil der WissensWerte-Reihe des Vereins /e-politik.de/ e.V. und wurde in Kooperation mit der Agentur edeos-digital education produziert.

 

MSC-Siegel für überfischten Fisch

Interdisziplinäre Studie zeigt Grenzen MSC-zertifizierter Fischbestände im Nordostatlantik auf

Viele europäische Fischbestände gelten als überfischt oder sind von Überfischung bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll garantieren, dass Fisch mit MSC-Zertifizierung aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt. Damit will man Verbrauchern Sicherheit beim Einkauf vermitteln. In einer interdisziplinären Studie prüften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kollegen die Verlässlichkeit des MSC-Fischlabels an nordeuropäischen Fischbeständen. Ihr Ergebnis: Mehr als zehn Bestände erwiesen sich als stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Die Studie erschien online in der internationalen Fachzeitschrift Marine Policy. -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

50%iger Rückgang der Eisbären-Population in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker schwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Im April 2016 veröffentlichen Wissenschaftlern der Universität von Alberta eine wichtige Studie zum Rückgang der Eisbären. Demnach  müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen. Damit wird es für sie immer schwieriger, die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anzulegen. -> WEITERLESEN <-

Dramatisch: Weltweite Überfischung

In etwa 30 Jahren werden rund 90 Prozent aller Fischbestände erschöpft sein

Laut einer neuen Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern verschiedener Forschungsinstitute werden derzeit weltweit zwei Drittel der Fischbestände überfischt. Nur bei rund einem Drittel der über 4.700 untersuchten Fischereien konnten die Wissenschaftler Anzeichen für nachhaltige Bewirtschaftung feststellen. Nur hier besteht die Chance, dass sich die Bestände wieder erholen und damit langfristig befischbar sein werden. Die Studie erfasste rund 78 Prozent der weltweiten Fischfangmenge. Und Meeresbiologe Dr. Boris Worm von der Dalhousie-Universität warnt, dass, sollte sich am Grad der Überfischung nichts ändern, in etwa 30 Jahren rund 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände erschöpft sind. -> WEITERLESEN <-

Roter Thun: Giganten auf der Roten Liste

Rote Thunfische sind gewaltige Raubfische

Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thun 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Doch derart große Thunfsiche sind heute eine Rarität. Denn die räuberischen Giganten stehen wegen ungehemmter Raubfischerei auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Roter Thun – geopfert auf dem Altar der Sushi-Mani

Innerhalb von nur 30 Jahren sind die einst riesigen Bestände zusammengebrochen. Am schlimmsten hat es die Populationen im West-Atlantik getroffen. Ihr Bestand sank seit den 1970er-Jahren auf gerade noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe. Tendenz weiter fallend. Hauptursachen sind einerseits das geradezu katastrophale Fischereimanagement. Andereseits zieht die weltweite Sushi-Hype die majestätischen Raubfische in den Artentod. Dabei ist Japan weltweit der wichtigste Abnehmer. Für Dosenthunfisch wird Roter Thun dagegen nicht verwendet. Hierfür ist der selten gewordene Fisch viel zu kostbar.

Noch vor 100 Jahren allerdings wurde das streng schmeckende Fleisch allerhöchstens Hunden oder Katzen zugemutet. Zum Speisefisch – und einer begehrten Delikatesse – wurde der Rote erst in den vergangenen 50 Jahren. -> WEITERLESEN <-

Seepferdchen: faszinierend und gefährdet

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz

In der griechischen Mythologie heißt es, sie seien Nachfahren der Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Denn sie haben einen Pferdekopf und den Beutel eines Kängurus. Ihr Schwanz dagegen ähnelt dem von Affen. Und sie können ihre Körperfarbe ihrer Umgebung anpassen. Hier brüten die Männchen die Eier aus. Dazu besitzen sie eine Bauchtasche aus der heraus der Nachwuchs einzeln und lebendig schlüpft. Und doch ist hier von Fischen die Rede. Von ebenso schönen und faszinierenden wie bedrohten Fischen, von Seepferdchen. Sie gehören mit den Fetzenfischen und weiteren Arten zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Weltweit solle es zwischen 50 und 80 Arten Seepferdchen geben. Man kann wohl davon ausgehen, dass noch einige neue Arten ihrer Entdeckung harren – falls sie nicht vorher dem menschengemachten Artentod zum Opfer fallen. -> WEITERLESEN <-

Pottwal Todesfalle Nordsee

13 Pottwale strandeten zwischen Januar und Februar 2016 vor Schleswig-Holstein

An dem, was die jungen männlichen Pottwale im Magen hatten, sollen sie bei ihrem Ausflug in die Pottwal Todesfalle Nordsee zwar nicht gestorben sein. Doch sonderlich gesund dürften verschluckte Fischernetze, Plastikabdeckungen aus dem Motorraum eines Ford oder ein kaputter Eimer auch nicht sein. Ihre spektakuläre Strandung und trauriger Tod vor Schleswig-Holstein sorgte für ebenso große Aufmerksamkeit wie offene Fragen. -> WEITERLESEN <-

Walfang: Orcas jagen kleine Meeressäuger

Der einst exzessive Walfang im Nordpazifik beeinträchtigt bis heute zahlreiche Tierarten

Orcas jagen verstärkt kleinere Meeressäuger wie Seehunde, Pelzrobben, Seelöwen und Seeotter. Denn es gibt nicht mehr genug große Wale. Daher sind Schwertwale oder Orcas (Orcinus orca) gezwungen, auf andere Jagdbeute auszuweichen. Mit der Folge, dass auch diese Arten indirekt zu Opfern des kommerziellen Walfangs werden. -> WEITERLESEN <-

Grundschleppnetzfischerei

Steht Dynamitfischerei in Nichts nach

„Fischen mit Grundschleppnetzen ist so, als würde man mit einem Bulldozer in einen Teich fahren, um die Fische zu fangen“, beschreibt der Fischereiexperte Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute eine Fischereimethode, die – abgesehen von der Dynamitfischerei – die größten Zerstörungen in der Meeresumwelt anrichtet. Die Bezeichnung Grundschleppnetzfischerei verweist auf Einsatzgebiet und Zielfischarten: am Meeresgrund lebende Grundfische und seit einigen Jahren auch Tiefseefische. Hinter dem noch harmlos klingenden Wort verbirgt sich ein absolut rücksichtsloser und in seinen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt mit keiner anderen legalen Fischereimethode vergleichbarerer Raubbau. Es ist eine Fischerei der verbrannten Erde, bzw. der zerstörten Meere. -> WEITERLESEN <-

Haie: Gejagte Jäger

Experten warnten bereits vor über 20 Jahren vor der Ausrottung vieler Hai-Arten

Vor über 450 Millionen Jahren tauchten die ersten Haie in den Meeren auf. Heute gibt es etwa 350 bis 370 Arten, von harmlosen handspannengroßen Exemplaren über Jäger, wie den Weißen Hai, bis hin zum größten Fisch der Welt, dem 18 Meter langen Walhai. Ausgerechnet die beiden größten, der 15 Meter große Riesenhai und der Walhai, ernähren sich dabei ausschließlich von Plankton und sind ebenso friedlich wie bislang weitgehend unerforscht. -> WEITERLESEN <-

Urlaub am Meer

Beim Urlaub am Meer, an Küste und Strand oder beim Whale Watching kann man durch richtiges Verhalten viel zum Schutz der Meeresumwelt und der Meerstiere beitragen

So erfreut sich das Schwimmen mit wild lebenden Delfinen immer größerer Beliebtheit. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Sensible Küstengebiete wie Salzwiesen oder Dünenlebensgemeinschaften werden ge- und zerstört. Ganz abgesehen von der enormen Müllmenge, die gedankenlose Touristen beim Urlaub am Meer einfach liegenlassen. -> WEITERLESEN <-

Projekt „Care for Dolphins“

Aufklärungsprogramm zum Schutz freilebender Delfine rund um Hurghada im Roten Meer

2016 unterstützte die Stiftung den Druck eines neuen Info-Flyers für das Projekt Care for Dolphins der Dolphin Watch Alliance aus der Schweiz (DWA). Denn das Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer bei Hurghada und in angrenzenden Regionen hat sich zu einer äußerst beliebten Touristenattraktion entwickelt.

Touristen in einem Schlauchboot bedrängen Delfine vor Hurgahda im Roten Meer.

Massentourismus vertreibt Delfine aus wichtigen Rückzugs- und Ruheräumen. Foto: DWA

Eine Vielzahl von Agenturen bieten Touren zu den Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus) an. In Folge dessen ist die Situation mittlerweile fast außer Kontrolle. Unregulierter Massentourismus beim Schwimmem mit Delfinen droht die Tiere aus ihren Lebensräumen zu vertreiben.

Dramatische Folgen

Die Delfine können sich nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern. Denn sie kommen kaum noch zur Ruhe. Zudem verschwenden sie wertvolle Energie, den Booten zu entkommen. Daher zeigen sie sich zunehmend erschöpft, sind ruhelos und stehen unter enormem Stress. Hinzu kommt, dass Propeller von dicht an sie heranfahrenden Zodiacs ihren Rückenbereich zerfetzen.

Das Projekt Care for Dolphins will sicherstellen, dass beide – Menschen und Delfine – eine angenehme Begegnung haben. Das Informationsangebot richtet sich an Touristen, Tourguides und Veranstalter. Zusätzlich werden Workshops für Tourenanbieter angeboten.

Das Programm fördert das Bewusstsein für Arterhaltung und Umweltbildung. Es informiert Einheimische und Touristen über die Bedürfnisse der Delfine beim Schwimmen mit Delfinen.

Totengeläut für das Einhorn der Meere

Inuit rotten das Einhorn Meere aus – Mit ihrem sagenumwobenen bis zu 3 Meter langen spiralförmig gedrehten Stoßzahn gehören Narwale zu den sonderbarsten Bewohnern der Weltmeere

Der Ursprung der Einhorn-Legende könnte bald auch nur noch ein Mythos sein. Hauptgrund ist die hemmungslose Jagd grönländischer Inuit auf die über 4 Meter großen und bis zu 1,5 Tonnen schweren Narwale. Dadurch haben sich die Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein Viertel dezimiert. Das Einhorn der Meere droht auszusterben. Narwale leben in arktischen und subarktischen Gewässern nördlich des Polarkreises entlang der Küsten Kanadas, Grönlands und Sibiriens. Der berühmte Stoßzahn aus Elfenbein wächst meist aus dem vordersten linken Zahn des Oberkiefers und ist stets linksspiralig gewunden. In der Regel sind nur die Männchen derart bewehrt. Allerdings kann es auch bei weiblichen Narwalen gelegentlich zur Ausbildung eines oder sogar zweier Stoßzähne kommen. -> WEITERLESEN <-

No more plastic in the sea

Wie lässt sich der Eintrag von Plastik und Mikroplastik in die Meere verringern?

Deutschland nimmt in Europa die wenig ruhmreiche Spitzenposition beim Verbrauch von Plastik ein. Im Jahr 2016 waren das knapp 20 Millionen Tonnen an. Über fünf Millionen Tonnen davon werden gleich wieder weggeschmissen. Das muss nicht sein! Es ist ganz einfach und tut auch nicht weh. Machen auch Sie mit! Man kann mit viel weniger Plastik im Alltag auskommen! -> WEITERLESEN <-

Aktionen für den Blauen Planeten

Die faszinierende Vielfalt der Ozeane ist unter enormen Druck geraten

Überfischung durch viel zu große Fischfangflotten, industrielle Nutzung von Rohstoffen wie Erdgas, Erdöl oder Mangan, intensiver Schiffsverkehr, zunehmende Vermüllung und Verschmutzung, der hohe Eintrag von Nährstoffen aus der Landwirtschaft und jetzt auch der Klimawandel bedrohen das Leben in den Weltmeeren.

Hinzu kommt die stetig wachsende Beliebtheit der Küsten, z.B. im Mittelmeerraum, aber auch an der Nord- und Ostsee für die schönste Zeit des Jahres, den Urlaub. Sensible Küstenlebensräume wie Salzwiesen oder Dünenlebensgemeinschaften werden ge- und zerstört, abgesehen von der enormen Müllmenge, die gedankenlose Touristen einfach liegenlassen.

Es hat nur wenige Jahrzehnte gedauert, bis der Mensch es geschafft hat, die größten und ältesten Lebensräume unseres Planeten bis an die Belastungsgrenze und darüber hinaus auszubeuten…

Doch es ist noch nicht zu spät für Aktionen für den Blauen Planeten!

 

Forschungsarbeit über Bullenhaie in Fidschi

Bullenhaie sollen zur „flagship species“ für den Haischutz in Fidschi werden

Seit 2015 unterstützt die Stiftung die Dissertation der Schweizer Meeresbiologin Kerstin Glaus von der Universität Basel, die mit ihrer Forschungsarbeit den Haischutz in Fidschi fördern will. Kerstin Glaus widmet sich in ihrer Doktorarbeit dem Vorkommen des Bullenhais (Carcharhinus leucas) in den Gewässern des Inselstaates im Südpazifik. Die bis zu 2,1 m langen und 91 kg schweren Männchen und die bis zu 3,5 m großen und 318 kg schweren Weibchen leben bevorzugt in Küstennähe. Man findet sie vor Amerika im Atlantik und Pazifik, südlich der Sahara vor Afrika, vor Indien, Südostasien und Australien. Manche Vertreter bewohnen sogar das Süßwasser von Flüssen und Seen.

Haie spielten in Fidschi schon immer eine große Rolle

Früher wurden Haie in Fidschi als Götter verehrt, heute spült der lokale Hai-Tourismus Geld in die Kassen der Insel, und auch die Haifischerei ist nicht unbedeutend. „Haie haben aber auch eine ökologisch überaus relevante Bedeutung“, erläutert die Haiforscherin Kerstin Glaus. So wurde in Fidschi dokumentiert, wie die Dezimierung von Schwarzspitzen-Haien (Carcharhinus melanopterus) mit Biodiversitätsverlusten von Korallenriffen einherging.

„Flagship Species“ Bullenhai

Die Regierung in Fidschi ist willens, mehr für den Schutz ihrer Haie zu tun. Doch dafür werden dringend wissenschaftlich fundierte Daten benötigt, die die Haiforscherin liefern will: „Mein Forschungsprojekt beinhaltet das Potenzial, den Bullenhai zur „flagship species“ für den nationalen Haischutz in Fidschi zu etablieren.“
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Raubquallen erobern die Ostsee

Bioinvasoren können Ökosysteme gehörig durcheinander bringen

Die ersten Exemplare der Meerwalnuss entdeckte man 2006. Da hatten die Raubquallen in der Ostsee bereits begonnen, die Eier von Dorsch, Grundel, Seestichling oder Wittling aufzufressen. Schon einmal, im Schwarzen Meer, hatte diese räuberische Rippenquallenart (Mnemiopsis leidyi) eine ökologische Katastrophe ausgelöst. Diese dauerte von 1980 bis ins Jahr 2000. In der Regel erorbert sich die in fast allen Ozeanen heimische Meerwalnuss neue Lebensräume mittels Fernreisen als „blinder Passagier“ in Wasserballasttanks von Schiffen. -> WEITERLESEN <-

Zu viel Lärm im Mittelmeer

Mit der Stille des Meeres ist es vorbei

In vielen Meereslebensräumen herrscht infernalisch viel Lärm. Die Ursachen sind menschengemacht: Seismische Untersuchungen für die Suche nach Erdöl- und Erdgaslagerstätten. Stark gestiegener Schiffsverkehr. Sowie Marinemanöver, bei denen Hoch- und Mittelfrequenzsonare zur U-Boot-Suche eingesetzt werden. Im Januar 2016 stellten Wissenschaftler aus Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA die Ergebnisse einer zehnjährigen Analyse vor. Ihr Bericht, Übersicht der Lärm-Hotspots im Mittelmeer, beschreibt die zeitlich-räumliche Entwicklung vom Unterwasserlärm. Es ist die erste flächendeckende Erhebung zur Dichte lärmintensiver Aktivitäten nebst der Kartierung der Lärmquellen. Dabei analysierten die Forscher unzählige Daten. Diese stammten von 1446 Häfen, 228 Ölplattformen, 830 seismischen Explorationsgebieten, 7 Millionen Schiffspositionen, 52 Windfarmprojekten sowie offiziell zugänglichen Angaben zu militärischen Aktivitäten. -> WEITERLESEN <-

Whalewatching – Fluch oder Segen?

Bootsausflüge zu Walen und Delfinen gehören zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen

Für viele Millionen Touristen sind Fahrten zu den Giganten der Meere oder ihren kleineren Verwandten, den Delfinen, der Höhepunkt ihrer Urlaubsreise. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Fluch oder Segen Whalewatching? -> WEITERLESEN <-

Bedrohte Riesen: Walhaie

Wenn sein Name fällt, bekommen nicht nur Taucher große Augen

Doch Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde, dem Walhai (Rhincodon typus), sind selten geworden. Denn Walheifleisch ist vor allem in Asien eine beliebte Delikatesse. Und die große Nachfrage, besonders in Taiwan und Hongkong, und die Aussicht auf über 3.000 € pro erlegtem Walhai verlocken Fischer immer wieder dazu, die Meeresgiganten zu jagen. So sind sie vielerorts bereits ausgestorben oder akut davon bedroht. Kein Wunder also, dass sie heute als gefährdete Art auf der Roten Liste der IUCN stehen. -> WEITERLESEN <-

Langleinenfischerei

Langleinenfischerei trägt massiv zur Überfischung der Weltmeere bei

Mit der Einführung der Langleinenfischerei war anfangs die Hoffnung auf eine effektive und selektive Fangtechnik verbunden. Was folgte war Ernüchterung und heftige Kritik. Denn die Langleinenfischerei reißt sowohl Zielfischarten als auch durch horrende Beifangraten zahlreiche Nichtzielarten in den Abgrund. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von 2005 lag die Beifangrate in der Langleinenfischerei bei durchschnittlich ca. 20 Prozent der Gesamtfangmenge. Daher prangern Wissenschaftler und Meeresschützer sie als eine der größten Bedrohungen für Haie und Rochen sowie für Nichtzielarten wie Albatrosse, Fregattvögel oder Meeresschildkröten an. Hinzu kommt die mittlerweile starke Überfischung der Zielfischarten wie dem Schwarzen Seehecht (Dissostichus eleginoides) im Südpolarmeer oder dem Roten Thunfisch (Thunnus thynnus) im Mittelmeer, insbesondere durch illegal operierende Piratenfischer. Beide Arten sind mittlerweile fast ausgerottet. -> WEITERLESEN <-

Keime reisen im Ballastwasser

Seeschiffe transportieren ungewollt gefährliche Fremdorganismen über die Weltmeere

Die meisten der tierischen oder pflanzlichen „blinden Passagiere“ reisen im zur Schiffs-Stabilisierung mitgeführten Meerwasser der Ballasttanks. Doch während die Verbreitung nicht heimischer Arten von Plankton, Quallen oder Muscheln beim Transport von Ballastwasser bekannt ist, wurde die globale Verbreitung von Keimen wie Viren und Bakterien auf demselben Wege lange unterschätzt. -> WEITERLESEN <-

Umweltgift PCB gefährdet Delfine

Meeressäuger im Mittelmeer hochgradig belastet

Große Tümmler, Orcas und andere Delfinarten in europäischen Gewässern sind hochgradig mit dem Umweltgift PCB (Polychlorierte Biphenyle vergiftet, und zwar so stark wie nirgendwo sonst. Zu diesem erschreckenden Fazit kommt der neue Scientific Report des Zoologen Paul Jepson und seiner Kollegen von der Zoologischen Gesellschaft in London. Über 25 Jahre hinweg untersuchten Jepson und sein Team 1.081 Große Tümmler, Streifendelfine, Orcas und Schweinswale. Es handelte sich zum Großteil um gestrandete Tiere, 150 Meeressäuger wurden lebend auf Umweltgifte untersucht. -> WEITERLESEN <-

Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten „Shark Finning“, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab, um die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere anschließend wieder zurück ins Meer zu werfen, wo sie langsam sterben. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lange, dass angesichts der stark gestiegenen Fänge und der sehr langsamen Reproduktionsrate dieser Knorpelfische – Haie haben nur wenig Nachwuchs und bei vielen dauert es bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind – den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. -> WEITERLESEN <-

Gesundheit und Ernährung

Die mit Abstand gefährlichste Bedrohung für das gesamte Leben in den Meeren ist heutzutage die industrielle Fischerei

Gnadenlos wird mit immer größerem Aufwand auch noch der „letzte Fisch“ aus dem Wasser geholt. Selbst bis in die Tiefsee dringt man heute mit Grundschleppnetzen vor und zerstört unwiederbringlich einmalige Lebensräume wie Korallenriffe und Lebensgemeinschaften. Die Beifangraten sind teilweise exorbitant, Meeresschildkröten, Haie, Wale und Delfine landen als unerwünschter Beifang im Netz. Nach Berechnungen der Internationalen Walfangkommission sind es jedes Jahr allein 300.000 Wale und Delfine, die auf diese Weise jämmerlich verenden. -> WEITERLESEN <-

Tödliche Plastikabfälle

Edgar Allen Poe würde heute wohl eher über einen „Sturz in den Müllstrom“, denn von einem in einen Mahlstrom erzählen

Die Meere drohen an dem, was bei der Zivilisation hinten heraus kommt, zu ersticken. Von den jährlich mehr als 125 Millionen Tonnen Kunststoff, die wir produzieren, landet ein beträchtlicher Teil als tödlicher Plastikmüll im Meer. Plastikabfälle werden nicht nur an Stränden zurückgelassen oder von Schiffen aus ins Wasser geworfen. Sie gehen als Netzreste aus der Fischerei verloren oder werden gezielt im Meer als Abfallbeseitigung versenkt. Ein beträchtlicher Anteil wird von Flüssen und Wind ins Meer geschwemmt und getragen. Hätten Kolumbus und seine Männer ihre Lebensmittel schon in Plastiktüten transportiert – die Reste davon würden sich noch heute an Amerikas oder, je nach Strömungslage, auch an viel weiter entfernten Stränden finden. Insofern haben die Meere sogar noch Glück, dass sich Plastik, als wesentlicher Bestandteil der industriellen Wegwerf-Gesellschaft, erst seit dem vergangenen Jahrhundert so großer Beliebtheit erfreut.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) bestehen drei Viertel des Mülls im Meer aus Kunststoffen. Durchschnittlich treiben etwa 13.000 Partikel aus Plastikmüll auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. -> WEITERLESEN <-

Großer Erfolg: 25 Jahre SAFE

Das Logo SAFE des internationalen Kontrollprogramms für delfinsicher gefangenen Thunfisch.Durch SAFE wurde „delfintödlicher“ Dosenthunfisch weltweit weitestgehend vom Markt gefegt

Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch des Earth Island Institute aus Kalifornien (EII). -> WEITERLESEN <-

Wal- und Delfinfleisch voller Quecksilber

Verzehr von Wal- und Delfinfleisch ist mit unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken verbunden

In Japan oder auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln wird immer noch Fleisch von Meeressäugern verzehrt. In Kanada und Grönland gehört Fleisch und Speck von Beluga- und Narwalen zum Speiseplan der Inuit, obwohl kanadische Gesundheitsbehörden bereits 2011 nach umfassenden Untersuchungen an Grundschulkindern warnten, dass Quecksilberbelastungen während der Schwangerschaft „schwache intellektuelle Leistungen“ zur Folge hätten. -> WEITERLESEN <-

Weltklimavertrag vernachlässigt Ozeane

Nur intakte Meere können Klimawandel bremsen

Erstmals haben sich fast alle Staaten der Erde auf die Einhaltung verbindlicher Klimaschutzziele geeinigt. Das ist ein auf den ersten Blick großartiger Erfolg. Denn ob es gelingt, die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, steht in den Sternen. Es könnte zu wenig, zu spät sein. Die Einflüsse des Klimawandels auf die Ozeane spielten auf der Konferenz nur eine Nebenrolle. -> WEITERLESEN <-