Mittelmeer-Mönchsrobbe: Stark bedroht

Bericht vom Mönchsrobben-Workshop der 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

Vom einstigen Verbreitungsgebiet der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist nicht mehr viel übrig. Einst lebten sie im Schwarzen Meer, verteilt über das gesamte Mittelmeer, im Atlantik vor Portugal bis zu den Azoren, Madeira und den Kanaren bis hinunter nach Senegal. Heute sind ihre Bestände auf verschwindend kleine und voneinander isolierte Reste geschrumpft. Bereits 1985 zählte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu einer der zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. -> WEITERLESEN <-

Stoppt doch mal die Plastikflut!

Lesetipp für die Kleinsten – Kinder- und Vorlesebuch von Ina Krüger

Umweltbildung kann nicht früh genug beginnen! In Ihrem neuen Buch bringt Ina Krüger die Kleinsten spielerisch mit pfiffigen Reimen und schönen Illustrationen an das Thema Meeresverschmutzung heran. Die Autorin, Illustratorin und Musikerin begegnet beim Wassersport immer wieder Meerestieren, die durch unseren Plastikmüll in Schwierigkeiten geraten sind. Aus dieser Besorgnis heraus hat sie das Buch „Stoppt doch mal die Plastikflut! Das ist für die Meere gut!“ gestaltet, mit dem sie bereits Kinder auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen will.

Dieses Buch will Kinder und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, für das Thema Meeresschutz und Plastikvermeidung sensibilisieren. -> WEITERLESEN <-

Längste Rote Flut tötet immer noch Delfine

Die längste Red Tide aller Zeiten

Zwar ist die längste Red Tide, die jemals im Golf von Mexiko wütete, nach 16 Monaten Dauer seit Februar abgeebbt. Doch noch immer tötet die Rote Flut Delfine. So berichtet die nationale Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) von 174 toten Tieren, die seit Juli 2018 bis zum 20. Juni dieses Jahres entlang der Südwestküste von Florida strandeten. Ihr Tod wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Roten Flut gebracht. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

CO2-Ausstoß im Urlaub nebensächlich

CO2-Ausstoß spielt für den Urlaub 2019 kaum eine Rolle – Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

Die Vorbereitungen für Sommerferien 2019 sind in vollem Gange. Doch allen hitzigen Diskussionen ums Weltklima oder den Demos der “Fridays for Future”-Bewegung zum Trotz, heben 40 Prozent der Deutschen im Sommerurlaub ab. Ab in den Flieger. Und der CO2-Ausstoß im Urlaub spielt für sie keine Rollle. Denn nur eine Minderheit will ihn kompensieren. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick.

Nur 17 Prozent der Flugreisenden wollen den CO2-Ausstoß im Urlaub kompensieren

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die langersehnten Ferien geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent fahren mit dem Auto, 40 Prozent fliegen. Lediglich 16 Prozent nutzen die Bahn, 7 Prozent einen Fernbus, 2 Prozent ein Kreuzfahrschiff. -> WEITERLESEN <-

Films for the Earth – Filme für die Erde

Films for the Earth

„Filme für die Erde“ ist ein internationales Kompetenzzentrum für Umweltdokumentarfilme und ein Netzwerk von umweltbildenden Ländersektionen. Mit ausgewählten Filmen will man möglichst viele Menschen erreichen. Wissen über Nachhaltigkeit weitergeben. Zum Handeln inspirieren.

Ozeane

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – Int. Conference on Marine Mammal Protected Areas)

Auf einer Fachkonferenz kommen Naturschützer und Politiker, Journalisten und Industrielle, Forscher, Studenten und viele weitere zusammen, um zu beraten, zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Anfang April dieses Jahres waren es ca. 200 Menschen aus der ganzen Welt, die sich in Griechenland trafen. Die 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger (ICMMPA – International Conference on Marine Mammal Protected Areas) war tatsächlich eine kleine Konferenz. Zur World Marine Mammal Conference im Dezember 2019 in Barcelona werden mehrere tausende Wal- und Delfinfreunde erwartet …

Grafik von Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl.

Design by Ilaria Stollberg & Nadja Hohenadl, Oban, März 2019

… umso besser für mich, Studentin im zweiten Semester des Meereswissenschaften-Studiums, erst einmal die Atmosphäre einer kleinen Zusammenkunft kennenzulernen. Vom 7. bis 12. April fand die Konferenz statt, in einem Ferienresort in Messinia an der Westküste der Peloponnes-Halbinsel, eine vierstündige Busfahrt von Athen entfernt.

Diese Strapazen wurden bewältigt, um an einen bedeutungsvollen Ort zu gelangen: Vor der Küste der griechischen Halbinsel befindet sich der Hellenische Graben, der tiefste Punkt des gesamten Mittelmeeres und Heimat der „griechischen“ Pottwale. Anlass der Konferenz waren “Marine Protected Areas”, Schutzgebiete für Meeressäuger.

Zum fünften Mal kam man zusammen, um zu beraten, wie man die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten nutzen kann, um Meeressäuger zu schützen. Vor wem oder was schützen? Vor Lärm, vor aufdringlichen Touristen, vor Fischern und ihren Netzen und vor Schiffsverkehr im großen Stil. -> WEITERLESEN <-

Summer of Science

Seit 2019 fördern wir das meeresbiologische Artenschutzprogramm „Summer of Science“ des städtischen Thomas-Mann Gymnasiums aus München. Das Schülerprojekt findet in Kooperation mit den Gymnasien Adolf-Weber und Sophie-Scholl statt. 2019 werden zwei weitere deutsche sowie eine kroatische Schule daran teilnehmen. In Deutschland gibt es kein vergleichbares kooperatives Natur- und Artenschutzprojekt an Gymnasien, in dessen Mittelpunkt meeresbiologische Arbeitsweisen stehen. „Summer of Science“, ein Projekt mit Vorbild- und Modellcharakter für den Erhalt der biologischen Vielfalt in den Meeren.

Unterstützung aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft für ein einzigartiges Natur- und Artenschutzprojekt

Gefördert wird der „Summer of Science“ auch von mehr als 40 Partnern aus Industrie und Handwerk. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Natur- und Artenschutzprojekt von den Lehrstühlen für Systematische Zoologie (Dr. Martin Heß), für Aquatische Ökologie (Dr. Sabine Schultes) und Biologiedidaktik (Dr. Monika Aufleger) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). -> WEITERLESEN <-

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens und auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien und Syrien bekannt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe: In freier Wildbahn (fast) ausgestorben

Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten der IUCN sind Mönchsrobben als stark gefährdet eingestuft. Es gibt noch eine höhere Gefährdungsstufe. Dann folgt „In freier Wildbahn ausgestorben“. Über ihre Biologie weiß man nur wenig. Sie sind geheimnisvoll. Und könnten es auch für immer bleiben, denn heute geht es um die Letzten ihrer Art. -> WEITERLESEN <-

Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera

Sommer, Sonne und Wale beobachten? La Gomera weist den Weg

Tunesien, Ägypten, Türkei – die klassischen Reiseziele der Deutschen werden seit einigen Jahren von Terror und lokalen Unruhen erschüttert. Von dieser besorgniserregenden Entwicklung profitieren aber insbesondere die Kanarischen Inseln. Diese erleben in den letzten vier Jahren einen enormen Zuwachs an Tourismus. Viele Gäste wollen hier nicht nur Wale beobachten, sondern auch Delfine. Nachhaltiges Whalewatching vor La Gomera gilt auf den Kanaren als Leuchtturmprojekt.

Im ersten Quartal 2019 sind insgesamt 7.335.645 Touristen auf den Kanarischen Inseln gelandet, dass entspricht einer Zunahme von knapp 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Wer auf den Kanarischen Inseln Urlaub macht, wird zwangsläufig irgendwann in Kontakt mit einem der ansässigen Whalewatching-Anbieter kommen. In fast jedem etabliertem Urlaubsort findet man mittlerweile unzählige Veranstalter – und das nicht ohne Grund. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten.

Verhaltenstipps Mittelmeer-Mönchsrobben (PDF) -> WEITERLESEN <-

Pottwal stirbt mit 22 Kilo Plastik im Magen

Tragisch: Das Weibchen war schwanger

Schon wieder fanden Umweltschützer große Plastikmengen im Magen eines gestrandeten Leviathans. Diesmal strandete ein Pottwalweibchen in der Nähe des Urlaubsortes Porto Cervo an der Küste von Sardinien. Es starb Ende März und es starb nicht allein. Denn die Walkuh war schwanger. Ihr Baby ist nach Ansicht von Experten wohl bereits vor der Strandung gestorben. Im Magen des Pottwals hatten sich sage und schreibe 22 Kilogramm Plastikmüll angesammelt. Unter den unverdaulichen Kunststoffteilen befanden sich Fischernetze, Müllsäcke, auch die Verpackung eines Waschmittels mit noch lesbarem Barcode. -> WEITERLESEN <-

Konferenz für Meeressäuger-Schutzgebiete

ICMMPA: 5. International Conference on Marine Mammal Protected Areas

Schutzgebiete für Meeressäuger sind oft nicht mehr als „Paper Parks“, sie stehen auf dem Papier, doch es mangelt an gutem Management und guter Umsetzung. Das soll sich ändern! Dazu trafen sich Wissenschaftler und Naturschützer Anfang April auf der 5. Internationalen Konferenz über Meeressäugerschutzgebiete.

Für die DSM vor Ort war die angehende Meereswissenschaftlerin Nadja Hohenadl.

Nadja Hohenadl auf der 5. int Conference on Marine Mammal Protected Areas.

Artikel im Ocean Explorer Magazine

My first conference: A student’s story - Artikel im Ocean Explorer Magazine.

 

A DOLPHINS JOURNEY – Facebookseite von Nadja Hohenadl

 

MSC-Siegel führt Verbraucher in die Irre

Informationsmaterialien “MSC-Zertifizierungen aus angeblich nachhaltiger Fischerei”

Die öffentliche Kritik und Berichterstattung zu MSC-Siegel-Zertifizierungen wird immer lauter. Auch die Verbraucher empfinden den jetzigen Standard als nicht nachhaltig. Die Initiative Make Stewardship Make Stewardship Count der wir angehören, setzt sich für eine zukünftig wirklich nachhaltige Fischerei und damit für die Zukunft unserer Ozeane ein! -> WEITERLESEN <-

Deinen ersten Wal – vergisst du nie

Neues Buch von Tierfilmer Ralf Kiefner

„Wie ferngesteuert streckte ich meine Hand nach seinem Kopf aus, um eine Kollision zu verhindern und um ihn so auf Distanz zu halten.“ Ralf Kiefners erster Wal aus nächster Nähe, ein Glattwal: Freund oder Feind? Auf alle Fälle eine eindrucksvolle Begegnung … so viel sei verraten. -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Spielend Plastikmüll im Meer beseitigen

Neue kostenlose Handy-App für mehr Umweltbewusstsein

Logo von TRIBOOT.Das Mülheimer IT-Unternehmen TRIBOOT Technologies möchte in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) und OceanCare spielerisch das ernste Thema Vermüllung der Meere, insbesondere durch Plastikmüll, erfahrbar machen. Die neue kostenlose Handy-App Rettet unseren Ozean will junge Menschen für den Meeresschutz begeistern. Es geht darum, innerhalb einer Minute möglichst viel Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Dabei sollte man aber möglichst keinen Fisch treffen. Im Anschluss kann man seinen High-Score durch die Beantwortung von drei Fragen zum Thema Müll in den Meeren noch weiter heraufschrauben. -> WEITERLESEN <-

Artensterben: Verlierer und Gewinner 2018

Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter

Das 6. große Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter. Der aktuelle Living Planet Report der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF vermerkt einen 60-prozentigen Rückgang unter den weltweit bekannten Wirbeltierbeständen seit 1970. Zu den Verlieren 2018 zählen unter anderem der Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis), der nun offiziell als stark gefährdet gilt, sowie – bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbar – die Heringe in der westlichen Ostsee. -> WEITERLESEN <-

Der deutschen Nord- und Ostsee geht es schlecht

Probleme vor allem durch Fischerei, Landwirtschaft und Meeresmüll

Fisch-, Vogel- und Säugetierarten in Nord- und Ostsee haben es schwer. Denn die Belastung der Meeresökosysteme ist zu hoch. Darauf weist das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der aktuellen Berichte zum Zustand der deutschen Ostsee- und Nordseegewässer hin. Erstellt wurde diese Bestandsaufnahme von der Bundesregierung und den Küstenbundesländern für die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Viel verbessert hat sich nicht. Allerdings sind die Probleme altbekannt: Eutrophierung (Überversorgung mit Nährstoffen), Fischerei und Vermüllung, vor allem mit Kunststoffen. Weiterhin besorgniserregend ist das Eindringen nicht-einheimischer Arten (Bioinvasoren). -> WEITERLESEN <-

Fisch des Jahres 2019: Der Atlantische Lachs

In Deutschland ist der Lachs vom Aussterben bedroht – Zu wenige passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate

Fisch des Jahres 2019 wird der Atlantische Lachs (Salmo salar). Ausgewählt haben ihn der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit der Wahl soll auf die kritische Bestandssituation dieser Fischart in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn für Schutz, Erhaltung und erfolgreiche Wiederansiedlung von Lachsen fehlt es an passierbaren Flüssen und geeigneten Laichhabitaten. Doch diese müssten dringend wiederhergestellt werden.

Bereits 1992 und 2000 war der Atlantische Lachs schon einmal zum Fisch des Jahres gewählt worden. Mit der seit 1984 vergebenen Auszeichnung wird auf schädigende Einflüsse des Menschen auf die Lebensräume der jeweiligen Fischart hingewiesen.

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Lachs


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Stark gefährdet: Haie und Rochen in Nord- und Ostsee

Regulierung der Fischerei in deutschen Natura-2000-Gebieten unverzichtbar

Haie, Rochen und Chimären in der deutschen Nord- und Ostsee haben es schwer. Zu diesem Schluss kommt ein Hamburger Forscherteam. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysierte es Vorkommen und Gefährdung dieser Knorpelfische in deutschen Meeren. Im Ergebnis gilt nur eine einzige der zehn heimischen Arten als ungefährdet. Dies ist der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Todesurteil für unzählige Meerestiere und Meeresökosysteme

Wie utopia.de berichtet, soll The Ocean Cleanup noch in diesem Sommer nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im “Great Pacific Garbage Patch” seine Arbeit aufnehmen. “Das wird ein unheiliger Tag für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren”, lautet die Warnung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM). Obwohl das vom Niederländer Boyan Slat initiierte und mit über 35 Millionen Dollar und 75 Mitarbeitern aufmunitionierte Projekt unmögliches will.

In nur fünf Jahren will man die Hälfte des Plastikmülls aus dem pazifischen Müllstrudel herausfischen. Dieser Müllstrudel kreist im Pazifik, zwischen der Westküste der USA und Hawaii. Die dort im Uhrzeigersinn zirkulierende Mülldeponie erstreckt sich über eine Fläche von der Größe Zentraleuropas. Deshalb nennt man sie auch „Great Pacific Garbage Patch“ (Großer Pazifischer Müllteppich). -> WEITERLESEN <-

Artenschutz größtes Problem unseres Jahrhunderts

Der Verlust von Biodiversität könnte auf lange Sicht bedeuten, dass wir nichts mehr zu essen haben

Dirk Steffens.

“Artenschutz ist das größte Problem unseres Jahrhunderts”, sagt Tierfilmer und “Terra X”-Moderator Dirk Steffens im Titelinterview mit DB MOBIL. Quelle: obs/TERRITORY

Dirk Steffens traut sich was: “Das Artensterben ist möglicherweise das größte Menschheitsproblem unseres Jahrhunderts. Wir haben das Gefühl entwickelt, dass alles wieder gut wird, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff bekommen. Aber das stimmt nicht.” Darf man das sagen? Man darf! Man muss!

Seit 25 Jahren ist der Journalist Dirk Steffens als Tierfilmer unterwegs, füllt mit seinen Vorträgen Arenen. Im Interview mit der November-Ausgabe der DB MOBIL räumt Steffens im Magazin der Deutschen Bahn mit Missverständnissen im Artenschutz auf: “Es geht eben nicht nur um Eisbären und Pandas. Wenn die Eisbären morgen aussterben, hat das keine Folgen für unseren Alltag. Die spielen für uns gar keine Rolle.”

Der 50-jährige Moderator (u. a. “Terra X”, “Steffens entdeckt”, “Terra Xpress”) scheucht heilige Kühe übers Eis. So etwa wenn er mit der provokanten These, Palmöl-Produkte nicht pauschal zu boykottieren, auch wenn für diese in großem Maße Tropenwälder gerodet werden, für einige Irritationen sorgen und wenig Beifall einheimsen dürfte.

Denn laut Steffens müsste das Pflanzenfett bei einem Palmöl-Boykott hierzulande produziert werden, was “ökologisch möglicherweise die noch größere Katastrophe” bedeute: „Wir benehmen uns wie ein Affe am Schaltpult im Atomkraftwerk. Er ist intelligent genug, die Knöpfe zu bedienen, aber er ahnt nicht, was passiert, wenn er einen bestimmten Knopf drückt. Wenn es gut läuft, geht im Klo nur das Licht aus. Aber wenn es schlecht läuft, gibt es eine Kernschmelze.“

Das Ganze ist übergroß

Steffens brennt für die Artenvielfalt: „Das Ganze ist so übergroß, und es hat Besitz von meinem Leben ergriffen. Fast alles, was ich mache, hat mit Biodiversität zu tun. Das finde ich manchmal Furcht einflößend.“

Lesen Sie nachfolgend das vollständige Interview mit Dirk Steffens aus DB MOBIL
(mit freundlicher Genehmigung von TERRITORY).
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Das „Rote Augen”-Projekt

Fidschi: Warum haben junge Bullenhaie im Fluss Rewa rote Augen?

Für ihre von uns geförderte Dissertation zum Haischutz in Fidschi fing Meeresbiologin Kerstin Glaus im Fluss Rewa auf Fidschis Hauptinsel Viti Levu junge Bullenhaie und untersuchte sie. Zu ihrer großen Überraschung hatten 80 % der 83 untersuchten Babyhaie beidseitig rote Augen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Derartiges war noch nie berichtet worden. Wodurch werden die roten Augen bei den Babyhaien verursacht? Wie lässt sich das Phänomen wieder beheben? Über den Beginn einer schwierigen Spurensuche.

Bullenhaie (Carcharhinus leucas) gehören zu den ganz wenigen Haiarten, die auch im Süßwasser leben. Man kennt die über 3 m langen, Requiemhaie auch als Stierhai oder Sambesihai. Diese imposanten Knorpelfische fühlen sich in Flüssen, Flussmündungen und Seen so wohl, dass sie dort auch ihre Jungen zur Welt bringen. Hier, in geschützten Küstengewässern, entlassen die Weibchen nach 10 bis 11 Monaten Tragzeit ein bis dreizehn lebendgeborene Jungtiere. Doch ihre Vorliebe für Süß- oder Brackwasserlebensräume macht es Bullenhaien heute schwer. Zwar sind die jungen Bullenhaie hier vor Fressfeinden gut geschützt. Anthropogenen Einflüssen dagegen, wie Fischfang, Wasserverschmutzung oder Eutrophierung können sie nicht entkommen.

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Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern in Fidschi

Was machen Mangroven auf dem Riff?

Manchmal wachsen Mangroven auch dort, wo man sie am wenigsten erwartet. In Fidschi sogar auf Riffdächern!

Unterstützung für zukunftsweisendes Mangroven-Forschungsprojekt

Übersicht des Forschungsgebietes und die Entwicklung der Mangrovenbaum-Abundanz über einen Zeitraum von 9 Jahren.

Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein, Studentinnen der Universität Bremen, Fachbereich 2 (Biologie), sind diesem Phänomen im Rahmen ihrer Masterarbeit auf der Spur. Denn man weiß so gut wie nichts darüber. Wissenschaftliche Partner sind die Arbeitsgruppe Mangrovenökologie und die Arbeitsgruppe Riffsysteme des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung in Bremen (ZMT) sowie Dr. Stuart Kininmonth von der University of the South Pacific (USP) auf Fidschi.

Auf einem Riffdach in der Nähe von Suva, Fidschi, hat man relativ junge Mangrovenbäume entdeckt. Und sie scheinen sich dort auszubreiten. Doch ein derartiges Vorkommen an dieser Stelle einer Riffstruktur ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern wurde in der Literatur noch nie erwähnt.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ erforschen die jungen Biologinnen die ungewöhnliche Lebensgemeinschaft. Dabei hoffen sie auch, neue, bislang nicht bekannte Möglichkeiten für Aufforstungsprogramme für Mangrovenwälder zu finden.

Wir unterstützen dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt. Los geht es im Oktober 2018 südöstlich vor der Küste der Insel Viti Levu. Bereits Ende Juli 2019 sollen die Ergebnisse vorliegen. -> WEITERLESEN <-

OZEANOPÄDIE – Unglaubliche Geschichten vom Meer

So kommt das Salz ins Meer und andere merkwürdige Geschichten

Die Meere bedecken drei Viertel der Oberfläche unseres Planeten. Strände sind schön, Tsunamis schrecklich, die Seefahrt gefährlich, die Tierwelt unter Wasser atemberaubend. So weit, so bekannt. Aber wer weiß schon, dass die weißen Klippen von Dover ein Werk von Mikroalgen sind? Geschweige denn, wie der Tiefseefisch das Licht anmacht? Oder dass Algen nicht Pflanzen sind? Vor allem sind sie sondern einfach Algen und ökologisch betrachtet eine der erfolgreichsten Organismen auf dem Planeten. In seiner OZEANOPÄDIE schildert Meeresbiologe Tom Hird 291 merkwürdige, amüsante und unglaubliche Geschichten vom Meer und seine manchmal recht sonderbaren Bewohner. Oder haben Sie schon einmal von Yeti-Krabben, Pazifischen Viperfischen, Schleimaalen oder Pompejiwürmern gehört? -> WEITERLESEN <-

Whalewatching-Beobachtungsstation La Gomera: Update

Projekt “Landgestützte Beobachtung von Walen und Delfinen vor La Gomera”

2017 förderte die Stiftung das Projekt Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera des gemeinnützigen Vereins MEER e. V. aus Berlin. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey. Hier ist der Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera. Ziel ist es vor allem, den Walbeobachtungstourismus der Whalewatching-Anbieter vor La Gomera in naturverträglichere Bahnen zu lenken.

Was hat sich ein Jahr nach Einrichtung der Station getan? Ein Bericht von Fabian Ritter, Meeresbiologe und Vorsitzender von MEER e. V. -> WEITERLESEN <-

Massiver Artenverlust durch Tiefseebergbau

Tiefe Narben: Massiver Artenverlust noch 26 Jahre nach dem Abbau

Gemeinsam mit einem internationalen Team haben Senckenberg-Wissenschaftlerinnen die Auswirkungen von Tiefseebergbau – wie den Abbau von Manganknollen – auf die Artenvielfalt am Meeresboden untersucht. Sie zeigen, dass auch 26 Jahre nach einem Tiefseebergbau ein erheblicher Artenverlust vorhanden ist. Betroffen sind insbesondere filtrierende Tiere und andere bodenlebende Organismen. Noch über zwei Jahrzehnte nach dem Abbau bleiben knapp 80 Prozent dieser Arten verschwunden. Die Studie erschien im Fachjournal “Biogeosciences”. -> WEITERLESEN <-

Neue EU-Subventionen für neue Fischtrawler

Bis zum letzten Fisch

Allen Beteuerungen und Reformbestrebungen der europäischen Fischereipolitik zum Trotz will die EU-Kommission für die sogenannten “Gebiete in äußerster Randlage” Subventionen zum Bau neuer Fischtrawler gewähren. Zu den Gebieten in äußerster Randlage zählen neun Gebiete der EU. Dazu gehören aus Frankreich: Guadeloupe, Französisch-Guayana, La Réunion, Martinique, Mayotte und St. Martin. Während Portugal Madeira und die Azoren “ins Rennen schickt. Schließlich sind da noch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Begründet wird dies u.a. mit der dringend notwenigen Modernisierung der Fischereiflotten in den Gebieten in äußerster Randlage. Denn die dortigen Flotten seien untragbar veraltet und die Kutter zu klein. Folglich können sie mit ihrer beschränkten Kapazität und niedrigen Entfernungsleistung auf See ihre Fischereiressourcen nicht effektiv nutzen. -> WEITERLESEN <-

Sieg für die Wale: Walfang bleibt verboten

Sieg für die Wale!

Vom 10. bis 14. September 2018 fand im brasilianischen Florianópolis die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Erneut stand das weltweite Walfangverbot auf dem Spiel . Doch die Walschützer siegten. Japans Antrag wurde mit 41 zu 27 Stimmen abgelehnt! Neben den klassischen Walfangbefürwortern Island und Norwegen unterstützten vor allem Länder aus Afrika und dem asiatischen Raum den Antrag für den Walfang. Doch es wurde ein Sieg für die Wale! -> WEITERLESEN <-

Isländische Walfänger schlachten seltenen Hybridwal

Experten bleiben dabei, dass es ein Blauwal war

Anfang Juli erlegten isländische Walfänger eine seltenen Hybridwal. Es soll eine Kreuzung aus Blau- und Finnwal gewesen sein. DNS-Analysen eines isländischen Labors bestätigen zwar die Hybridtheorie. Dennoch halten Walexperten aufgrund von Fotos daran fest, dass es sich mit großer Sicherheit um einen Blauwal handelt. In einem offenen Brief hatten 17 Wissenschaftler, darunter auch Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, gefordert, dass Island den Walfang bis zur Klärung der Speziesbestimmung einstellt. -> WEITERLESEN <-

Mikroplastik – überall und in großen Mengen

Mikroplastik kann man zwischen Sand und Muscheln entdecken

Gerade in den Sommerferien geht es für Millionen von Urlaubern wieder an die schönsten Strände. Dorthin, wo trotz aller Idylle leider auch die Vermüllung durch Plastikabfälle besonders präsent ist. Bei genauerem Hinschauen lässt sich Mikroplastik zwischen Sand und Muscheln am Strand entdecken. Doch woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel? Wie hoch liegen die jährlichen Emissionen in Deutschland? Diese Fragen standen u. a. im Fokus der »Konsortialstudie Mikroplastik«. Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer UMSICHT die letzten zwei Jahre den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen. Eine Kurzfassung der Studie mit Fazits und Empfehlungen ist ab sofort kostenfrei erhältlich. -> WEITERLESEN <-

EU gegen Plastikflut in den Meeren

Die Europäische Union will Vorreiter beim Kampf gegen Plastikflut in den Meeren werden

Eigentlich kann man sich für seine Spezies nur schämen angesichts der Flut von Bildern vermüllter Gewässer und Strände – selbst in Landstrichen, die kaum je ein Mensch betreten hat. Im Mai stellte die Europäische Kommission Maßnahmen vor, mit denen man dem Plastikwahn in Europa Herr werden will. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Einwegprodukte. Man möchte, wie Jyrki Katainen, Vizepräsident der Kommission, erklärt, eine Vorreiterrolle übernehmen. Wissenschaftler schätzen, dass derzeit mehr als 150 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer schwimmen. Und jedes Jahr sollen weitere 8 bis 13 Millionen Tonnen dazukommen: Bildlich gesprochen, kippt pro Minute ein Mülllaster seine Ladung ins Meer.

Wenn wir so weitermachen, wird es in gut 30 Jahren mehr Plastik als Fische in den Ozeanen geben (bezogen auf das Gewicht). Der Müll taucht nicht nur sichtbar an den Stränden der Welt auf. Sondern auch in abgeschiedenen Winkeln der Erde. Er liegt sogar auf dem Grund der Tiefsee. -> WEITERLESEN <-

Mehr Schutz für Haie und Korallenriffe!

Wege zum schonenden Umgang mit dem Lebensraum Meer

Am Strand wurde eine geschwächte Oliv-Bastardschildkröte gefunden. Julian Engel (rechts) leitet den „Noteinsatz“ ein. Im Tauchcenter Evolution Diving wurde das Tier dann aufgepäppelt und schon bald wieder in die Freiheit entlassen.

Am Strand wurde eine geschwächte Oliv-Bastardschildkröte gefunden. Julian Engel (rechts) leitet den „Noteinsatz“ ein. Im Tauchcenter Evolution Diving wurde das Tier dann aufgepäppelt und schon bald wieder in die Freiheit entlassen.
Foto: Matt Reed/Evolution Diving

Um der Zerstörung der Meere und ihrer Flora und Fauna durch das sogenannte Shark Finning und die Haifischerei generell, aber auch durch Dynamitfischerei und rücksichtslosem Tourismus entgegenzuwirken, befasst sich Julian Engel im Rahmen seiner Masterarbeit mit dem Ausbau von nachhaltigem Tourismus als alternative Existenzmöglichkeit in Entwicklungsländern.

Speziell ging es dem jungen Tropenökologen um die Korallenriffe und den Haitourismus beim Pazifischen Fuchshai (Alopias pelagicus) vor der philippinischen Insel Malapascua.

Julians Arbeit, der heute für die Meeresschutzorganisation OceanMind in England arbeitet und sich für nachhaltige Fischerei einsetzt, hatte etliche positive „Nebenwirkungen“.

Sie stieß bei Einheimischen und Experten auf großes Interesse. Deshalb wird er seine Forschungsergebnisse demnächst auf einem Korallenriffsymposium vorstellen. So werden dank seiner Arbeit außerdem erste Schritte für ein marines Schutzgebiet eingeleitet.

Hier Julian Engels Erfahrungsbericht seines knapp halbjährigen Einsatzes auf den Philippinen:

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Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir eine Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel der „Make Stewardship Count“-Koalition über Sharkproject e.V.  Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil.

Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in diesen Ländern. Die Umfrage ergab, dass die Glaubwürdigkeit des MSC-Fischsiegels deutlich in Frage gestellt wird. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe in Brüssel 2018 vor. -> WEITERLESEN <-

Aussterben droht: Good Bye Vaquita

Chronik eines angekündigten Artentods

Seit Jahren warnen Naturschützer vor der Ausrottung des auch Kalifornischer Hafenschweinswal genannten Vaquita. Mit einer höchst umstrittenen Einfangaktion im Herbst 2017 wollten Wissenschaftler die Art retten. Doch schon beim zweiten Versuch starb ein Tier. Dann wurde die Operation abgebrochen. -> WEITERLESEN <-

Hongkong: Viele Haiflossen von bedrohten Haiarten

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von bedrohten Arten

Abgeschnittene Haiflossen liegen auf einer Karre.

Haiflossen, Ecuador
Foto: Rikke Færøvik Johannessen/Marine Photobank

Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen. Sie fanden besonders viele Produkte von bedrohten Haiarten.

Haiflossensuppe von bedrohten Haiarten

Das Ergebnis der Studie ist erschreckend. Denn von 4 800 zwischen Februar 2014 und Februar 2015 aus fast 100 Fischgeschäften gekauften Haiprodukten identifizierten die Forscher fast 80 Hai- und Rochenarten.

25 Prozent der Proben stammten von Arten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet gelistet sind. Weitere 8 Prozent stammten von bedrohten Haiarten. Darunter waren Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini), Großer Hammerhai (Sphyrna mokarran), Seidenhai (Carcharhinus falciformis) oder Großaugen-Fuchshai (Alopias superciliosus). 2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen. -> WEITERLESEN <-

Niederlande: Einzigartiges Fischschutzprojekt

Großartig: Niederländer hauen Loch in Deich und bauen Fischmigrationsfluss – damit Fische wieder wandern können!

Während in der ganzen Welt als Antwort auf den durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel Deiche verstärkt und erhöht werden, durchbrechen die Niederländer kurzerhand gewohnte Muster. Sie hauen ein Loch in den Deich! Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn bislang ist das schnurgerade, 32 Kilometer lange Bollwerk (Afsluitdijk) inmitten des Meeres, welches das Ijsselmeer eingrenzt, ein einziges Hindernis für viele Zugfische. Sie können nicht mehr zwischen ihren Lebens- und Laichgebieten vom Süß- ins Salzwasser und umgekehrt wechseln. Das soll sich nun ab 2022 mit dem Fischschutzprojekt „Fischmigrationsfluss Abschlussdeich“ ändern. -> WEITERLESEN <-

Gegen das 6. Massenaussterben: Biodiversitot

Damit aus Biodiversität nicht Biodiversitot wird!

Die Zeit läuft ab, endlich die globale Artenvielfalt konsequent und rasch zu erfassen. Dazu jedenfalls rufen die Artenforscher Prof. Dr. Michael Schrödl (SNSB – Zoologische Staatssammlung München) und Dr. Vreni Häussermann (Biologische Forschungsstation Huinay, Chile) in ihrem Buch Biodiversitot auf. Denn das 6. Massenaussterben ist in vollem Gang. Insektensterben! Korallenbleiche! Überfischung! Das sind nur die Spitzen des Eisbergs. Dabei gilt es noch Millionen von unbekannten Tierarten zu entdecken und zu beschreiben! Doch dafür gibt es weder genügend Stellen noch Forschungsmittel. -> WEITERLESEN <-

Meilenstein: Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft

Ballastwasser-Übereinkommen: Meilenstein für den marinen Umweltschutz

Mit gut einem Jahr Verspätung ist das Internationale Übereinkommen zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen am 8. September 2017 in Kraft getreten. Dabei hatten die Mitgliedsstaaten der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) schon 20014 eine Konvention zum Ballastwassermanagement unterzeichnet. Künftig sind Seeschiffe also verpflichtet, an Bord Anlagen zur Behandlung von Ballastwasser zu installieren. Damit soll die weltweite Verschleppung invasiver Tier- und Pflanzenarten verhindert werden. Für Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), ist das Inkrafttreten “ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz”. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine “Putzerstation”. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen. -> WEITERLESEN <-

MSC fördert “delfintödlichen” Thunfisch aus Mexiko

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es auch für Thunfisch aus Mexiko vergeben worden. Doch bei diesem Thunfischfang werden Delfine gezielt gejagt, verletzt und getötet.

Bereits vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster “Ozean der Zukunft” des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationale Kollegen eine interdisziplinäre Studie. Sie belegte, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. 31 Fischbestände im Nordostatlantik nahmen die Forscher unter die Lupe. Von diesen erwiesen sich mehr als zehn Bestände als stärker befischt als es ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang sogar um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

La Gomera: Whalewatching-Beobachtungsstation

Walbeobachtungstourismus lenken – Druck auf die Tiere verringern

2017 unterstützt die Stiftung das Projekt des gemeinnützigen Vereins MEER e.V. aus Berlin “Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera”. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey. Hier ist der Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera. -> WEITERLESEN <-

Red Tide – Giftgas aus dem Meer

Vergiftete Fische, tote Delfine, Wale und Seekühe

Meist tragen Menschen die Verantwortung für das Entstehen der “Red Tide” – der gefürchteten, hochtoxischen Algenblüte. Denn verursacht wird sie durch Nährstoffe aus der übermäßigen Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Doch auch von Rasenflächen oder aus Kläranlagen gelangt zu viel unerwünschter Dünger ins Meer. Deshalb kommt die “Red Tide” immer wieder. Wie an der Küste von Florida. Und dann treibt Giftgas aus dem Meer bis an Land. Dort sind dann auch Menschen in Gefahr. -> WEITERLESEN <-

Australien: Sondererlaubnis für mehr Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Damit will Frydenberg die lokale Tourismusindustrie stützen. Doch gleichzeitig verurteilt er so unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir forderten Frydenberg dringend auf, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen. Stattdessen sollte er sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einsetzen. -> WEITERLESEN <-

Todesfalle Hainetz

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen für Haiangriffe geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der Provinz KwaZulu-Natal (Ostküste). -> WEITERLESEN <-

Schwimmfarne: Wunderwaffe gegen Ölpest

Mit Nanopelzen Ölkatastrophen umweltfreundlich bekämpfen

Ausgerechnet eine unscheinbare tropische Schwimmpflanze könnte der Schlüssel für die umweltfreundliche Beseitigung von Ölkatastrophen auf dem Meer sein. Denn die Blätter des Salvinia-Schwimmfarns sind in der Lage, in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen Öl aufzunehmen. Sie sind stark wasserabstoßend und zugleich in hohem Maße ölabsorbierend. Dies fand eine KIT-Forschergruppe gemeinsam mit Kollegen der Universität Bonn heraus. Außerdem konnten sie die ölbindende Eigenschaft auf die haarähnliche Mikrostruktur der Blattoberfläche (Nanopelz) zurückführen. Dies dient jetzt als Vorbild, um das Material Nanofur weiterzuentwickeln. Damit könnten Ölverschmutzungen nach einer Ölpest umweltfreundlich beseitigt werden. -> WEITERLESEN <-

Fischsterben Vietnam: Küste verseucht

Keine Lösung für Säuberung in Sicht

Ein massives Fischsterben sorgte Anfang April in Vietnam für Entsetzen. Über 200 km der Küste wurden verseucht. Schätzungsweise 277 Tonnen Fische wurden angeschwemmt bzw. starben in den zahlreichen Fischfarmen. Die Umweltkatastrophe erstreckte über die vier Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Als Verursacher wurde ein Stahlwerk von Formosa Steel ausgemacht. Aufgrund eines mehrtägigen Stromausfalls habe die dortige Kläranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das gab man auf einer Pressekonferenz bekannt. Demzufolge liefen ungeklärte Abwässer ins Meer. Da sie mit den Umweltgiften Phenol, Cyanid sowie Eisenhydroxid verseucht waren, kam es in der Folge zu dem Fischsterben in Vietnam. -> WEITERLESEN <-

Umweltkatastrophe in Vietnam

Küstengewässer auf Jahrzehnte zerstört – Massives Fischsterben – Hunderttausende verlieren Lebensgrundlage

Ende Juni sollte die Roheisengewinnung im erst Ende 2015 in Betrieb genommenen Stahlwerk Formosa Steel Ha Tinh in Vietnam beginnen. Doch bereits in der Pilotphase kam es zu einer Umweltkatastrophe. In deren Folge wurde die Küste verseucht. Es kam zu einem massiven Fischsterben. Viele Fischer und Aquafarmer verloren ihre Lebensgrundlage. Auch die Tourismusbranche muss mit Beieinträchtigen rechnen. -> WEITERLESEN <-

EU-Verbot für Grundschleppnetze

Wichtiger Erfolg für den Schutz der Tiefsee in EU-Gewässern

Nach einem zähen, vierjährigen Verhandlungsmarathon hat sich die EU endlich auf ein weitgehendes Verbot für Grundschleppnetze in den Tiefseeregionen des Atlantiks ab einer Meerestiefe von 800 Metern verständigt. Der letztendlich dann doch überraschende Durchbruch im Vermittlungsausschuss kam am letzten Tag der niederländischen Präsidentschaft zu Stande. Meeresschützer wie die Deutsche Stiftung Meeresschutz werten die Entscheidung als wichtigen Erfolg für den Schutz der betroffenen Tiefsee-Ökosysteme: “Dennoch fordern wir weiterhin ein generelles Verbot dieser Fangmethode und der Fischerei in der Tiefsee.

Bodenschleppnetze gehören zu den zerstörerischsten Fischfangmethoden überhaupt. Sie zerstören ein über mehrere Tausend Jahre gewachsenes Tiefseekorallenriff innerhalb von nur einer halben Stunde komplett und unwiederbringlich. Nach Grundschleppnetz-Fangfahrten gleicht der Meeressboden einer öden Mondlandschaft. -> WEITERLESEN <-

WissensWerte: Meere und Ozeane

Animierter Erklärfilm “Meere und Ozeane”. Er zeigt, wie faszinierend der Lebensraum Meer ist, aber auch die Probleme wie Überfischung, Übersäuerung und Vermüllung.

Der Film hat eine “Creative Commons”-Lizenz und kann somit gerne kostenfrei weiterverwendet, kopiert und in jeglichem Kontext genutzt und vorgeführt werden.

Der Film ist Teil der WissensWerte-Reihe des Vereins /e-politik.de/ e.V. und wurde in Kooperation mit der Agentur edeos-digital education produziert.

 

MSC-Siegel für überfischten Fisch

Interdisziplinäre Studie zeigt Grenzen MSC-zertifizierter Fischbestände im Nordostatlantik auf

Viele europäische Fischbestände gelten als überfischt oder sind von Überfischung bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll garantieren, dass Fisch mit MSC-Zertifizierung aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt. Damit will man Verbrauchern Sicherheit beim Einkauf vermitteln. In einer interdisziplinären Studie prüften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster “Ozean der Zukunft”, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kollegen die Verlässlichkeit des MSC-Fischlabels an nordeuropäischen Fischbeständen. Ihr Ergebnis: Mehr als zehn Bestände erwiesen sich als stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Die Studie erschien online in der internationalen Fachzeitschrift Marine Policy. -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

Immer weniger Eisbären in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker schwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Im April 2016 veröffentlichen Wissenschaftlern der Universität von Alberta eine wichtige Studie zum Rückgang der Eisbären. Demnach  müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen. Damit wird es für sie immer schwieriger, die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anzulegen. -> WEITERLESEN <-

Dramatisch: Weltweite Überfischung

In etwa 30 Jahren werden rund 90 Prozent aller Fischbestände erschöpft sein

Laut einer neuen Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern verschiedener Forschungsinstitute werden derzeit weltweit zwei Drittel der Fischbestände überfischt. Nur bei rund einem Drittel der über 4.700 untersuchten Fischereien konnten die Wissenschaftler Anzeichen für nachhaltige Bewirtschaftung feststellen. Nur hier besteht die Chance, dass sich die Bestände wieder erholen und damit langfristig befischbar sein werden. Die Studie erfasste rund 78 Prozent der weltweiten Fischfangmenge. Und Meeresbiologe Dr. Boris Worm von der Dalhousie-Universität warnt, dass, sollte sich am Grad der Überfischung nichts ändern, in etwa 30 Jahren rund 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände erschöpft sind. -> WEITERLESEN <-

Roter Thun: Giganten auf der Roten Liste

Rote Thunfische sind gewaltige Raubfische

Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thun 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Doch derart große Thunfsiche sind heute eine Rarität. Denn die räuberischen Giganten stehen wegen ungehemmter Raubfischerei auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Roter Thun – geopfert auf dem Altar der Sushi-Mani

Innerhalb von nur 30 Jahren sind die einst riesigen Bestände zusammengebrochen. Am schlimmsten hat es die Populationen im West-Atlantik getroffen. Ihr Bestand sank seit den 1970er-Jahren auf gerade noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe. Tendenz weiter fallend. Hauptursachen sind einerseits das geradezu katastrophale Fischereimanagement. Andereseits zieht die weltweite Sushi-Hype die majestätischen Raubfische in den Artentod. Dabei ist Japan weltweit der wichtigste Abnehmer. Für Dosenthunfisch wird Roter Thun dagegen nicht verwendet. Hierfür ist der selten gewordene Fisch viel zu kostbar.

Noch vor 100 Jahren allerdings wurde das streng schmeckende Fleisch allerhöchstens Hunden oder Katzen zugemutet. Zum Speisefisch – und einer begehrten Delikatesse – wurde der Rote erst in den vergangenen 50 Jahren. -> WEITERLESEN <-

Seepferdchen: faszinierend und gefährdet

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz

In der griechischen Mythologie heißt es, sie seien Nachfahren der Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Denn sie haben einen Pferdekopf und den Beutel eines Kängurus. Ihr Schwanz dagegen ähnelt dem von Affen. Und sie können ihre Körperfarbe ihrer Umgebung anpassen. Hier brüten die Männchen die Eier aus. Dazu besitzen sie eine Bauchtasche aus der heraus der Nachwuchs einzeln und lebendig schlüpft. Und doch ist hier von Fischen die Rede. Von ebenso schönen und faszinierenden wie bedrohten Fischen, von Seepferdchen. Sie gehören mit den Fetzenfischen und weiteren Arten zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Weltweit solle es zwischen 50 und 80 Arten Seepferdchen geben. Man kann wohl davon ausgehen, dass noch einige neue Arten ihrer Entdeckung harren – falls sie nicht vorher dem menschengemachten Artentod zum Opfer fallen. -> WEITERLESEN <-