Zahl erschossener Seehunde steigt kontinuierlich

Seit Anfang Oktober des Jahres stranden ungewöhnlich viele Seehunde an Stränden der nordfriesischen Inseln Föhr, Amrum und Sylt. Die Meeressäuger sind geschwächt, verletzt oder leiden unter Lungenwurmbefall. Doch selbst wenn Urlauber oder Anwohner die meist noch jungen Seehunde entdecken und Hilfe herbeirufen, haben diese kaum eine Überlebenschance, obwohl sich Lungenwurmbefall sehr gut ohne große Belastungen behandeln lässt und die Tiere nach kurzer Zeit wieder in die Freiheit entlassen werden können. Nur in den seltensten Fällen landen sie in der einzigen offiziellen schleswig-holsteinischen „Seehundstation Friedrichskoog“. -> WEITERLESEN <-

Veröffentlicht unter Presse

Schweinswal-Massenstrandung in Holland wegen Blutvergiftung?

Ende August 2021 wurden innerhalb von nur zehn Tagen bei einer Schweinswal-Massenstrandung rund 190 tote Tiere an die Westfriesischen Inseln in den Niederlanden angespült. Nun veröffentlichten Forscher der Universität Utrecht, die einige der Tiere untersuchten, die Ergebnisse: Ein Bakterium könnte die Massenstrandung verursacht haben. -> WEITERLESEN <-

Kurze Atempause für Makohaie

Es war ein zähes Ringen. Doch dann einigte sich die Internationale Kommission zum Erhalt des Atlantischen Thunfischs (ICCAT) auf ihrer am 23. November beendeten Jahrestagung doch noch auf ein Anlandeverbot von Kurzflossen-Makohaien aus dem ICCAT-Fanggebiet Nordatlantik. Damit besteht ein faktisches Fangverbot für die im Nordatlantik vom Aussterben bedrohte Haiart. Es gilt jedoch nur für 2 Jahre. Monatelang hatte eine auch von uns unterstützte internationale Allianz aus über 30 Umwelt- und Meeresschutzorganisationen für ein langjähriges, kategorisches Fang- und Anlandeverbot für Kurzflossen-Makohaie gekämpft. Ein Schritt, den ICCAT-Wissenschaftler seit 2017 empfehlen.

„Kanada, Großbritannien, Senegal und Gabun haben sich auf der ICCAT-Jahrestagung für den Makohai starkgemacht. Leider jedoch besteht die EU, deren Langleinenfischereien für rund 74 % aller Makohai-Fänge im Nordatlantik verantwortlich sind, auf einem befristeten Anlandeverbot. Doch zwei Jahre reichen bei Weitem nicht aus. In dieser kurzen Zeit können sich die völlig überfischten Bestände dieser langsam vermehrenden Haie nicht erholen. Denn dafür benötigt man nach wissenschaftlicher Einschätzung einen Fangstopp von mindestens 50 Jahren“, erklärt der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. -> WEITERLESEN <-

Shell: Auf Erdölsuche vor Südafrika

Als hätte es die UN-Klimakonferenz COP26 im November nicht gegeben, setzt Shell weiterhin auf die Erschließung neuer fossiler Energiequellen. So will der Ölgigant in wenigen Tagen auf Erdölsuche vor Südafrika im Indischen Ozean gehen. Dabei setzt man infernalisch laute 3-D-Echolote ein. Diese Schallkanonen (Airguns) erzeugen für Meerestiere aller Art schädigende, mitunter tödliche Schalldrücke. Und das 5 Monate lang, 24 Stunden täglich. Wir unterstützen südafrikanische Meeresschützer bei ihrem Kampf gegen die rücksichtslose Zerstörung von Meeresökosystemen. -> WEITERLESEN <-