Für den Schutz des Mittelmeers

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Deutsch-österreichische Zusammenarbeit für einen besseren Schutz des Mittelmeers – Project Manaia und Deutsche Stiftung Meeresschutz

Die Deutsche Stiftung Meeresschutz/DSM verstärkt ihren Einsatz beim Schutz des Mittelmeers: Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Project Manaia werden dabei Seegraswiesen kartiert und renaturiert, das Vorkommen invasiver Arten dokumentiert und Meeresmüll beseitigt.

Das Mittelmeer ist eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit. Doch das hat seinen Preis: Mit dem Massentourismus, aber auch mit der wachsenden Bevölkerung, steigt die Meeresverschmutzung. Außerdem gehört es zu den Meeresgebieten mit dem stärksten Schiffsverkehr und gilt als Hotspot der Plastikvermüllung. Laut eines Berichts der UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) zum Zustand des Mittelmeerraums landen hier jeden Tag schätzungsweise rund 730 Tonnen Plastikabfälle im Meer.

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Veröffentlicht unter Presse

Island will Walfang beenden

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Bereits seit drei Jahren sind Walfänger in Island beschäftigungslos. Jetzt äußerte Svandís Svavarsdóttir, isländische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei, gegenüber der Nachrichtenagentur Morgunblaðiðs ernsthafte Zweifel an der Weiterführung des Walfangs in Island ab 2024. Es gäbe kaum noch eine Rechtfertigung für neue Walfang-Quoten meint Svavarsdóttir. Sie will zwar noch eine Studie über mögliche ökonomische und soziale Auswirkungen des isländischen Walfangs anfertigen lassen. Doch es wird nicht davon ausgegangen, dass Walfang im Ergebnis noch eine ökonomische Bedeutung für den Inselstaat im Nordatlantik haben kann. „Es muss nachgewiesen werden, dass eine Erneuerung der Fangrechte wirtschaftlich vertretbar ist“, erklärte Svavarsdóttir.  „Warum sollte Island das Risiko eingehen, eine Fischerei aufrechtzuerhalten, die keinen wirtschaftlichen Nutzen gebracht hat, um ein Produkt zu verkaufen, das kaum gefragt ist? Alles in allem gibt es kaum einen Grund, den Walfang nach 2024 zuzulassen.“

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EU-Bürgerinitiative Stop Finning!

Die EU-Bürgerinitiative für ein Ende des Handels mit Haiflossen ist seit dem 31.Januar 2022, nach 2 Jahren Dauer, beendet! Bis zur buchstäblich allerletzten Minute riefen Stop Finning  – Stop the Trade und ihre Unterstützer, zu denen wir gehören, dazu auf, für besseren Haischutz in der EU abzustimmen. Denn es könnte doch noch knapp werden. Auch wenn mit 1.202.122 Stimmen die notwendige Zielmarke von 1 Millionen Stimmen übertroffen wurde. Denn erfahrungsgemäß fallen während der Gültigkeitsprüfung der EU 15 bis 20 % der abgegebenen Stimmen als ungültig aus der Wertung. Diese Prüfung kann bis zu drei Monate dauern.

Die gleichfalls notwendige Mindestanzahl an Stimmen aus mindestens einem Viertel der EU-Staaten wurde dagegen mit 17 Ländern deutlich übertroffen. Die am 1. Februar 2020 gestartete EU-Kampagne wurde unter Federführung von Stop Finning EU von mehr als 100 Umwelt- und Meeresschutzorganisationen und vielen Prominenten getragen. Darunter Meeresbiologe und Tierfilmer Robert Marc Lehmann oder der bekannte Naturfilmer Hugo Clement aus Frankreich. Auch Sportler wie Tennisspieler Dominic Thiem und Nationalspieler Kai Havertz machten sich für die Haie stark.

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Marine sprengt Ostsee-Schweinswale

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Nun ist es offiziell. Die Seestreitkräfte der Bundesrepublik sind für den Tod von mindestens zehn Ostsee-Schweinswalen, die zwischen September und November 2019 an verschiedenen Orten der Ostseeküste Schleswig-Holsteins strandeten, verantwortlich. Im August 2019 hatten deutsche Marinekräfte im Rahmen eines NATO-Manövers unter Missachtung von Umweltauflagen und mitten im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt 42 britische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt. In den folgenden Wochen strandeten 24 tote Schweinswale an der Ostseeküste. Es dürften allerdings weitaus mehr der kleinen Meeressäuger gestorben sein. Längst nicht jedes Todesopfer wird an Land gespült.

Im Anschluss an das skandalöse Verhalten der Bundesmarine verhängte die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im September 2019 ein Verbot für militärische Unterwassersprengungen. Damit sollten weitere Schäden für die Umwelt verhindert werden.

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