Mit 230 Teilnehmern aus 37 Ländern war die siebte ICYMARE (International Conference for Young Marine Researchers) die bisher internationalste. Einige der Teilnehmenden kamen sogar aus Costa Rica und den Falklandinseln zur Tagung an der Hochschule Bremerhaven. Wir unterstützen Deutschlands bedeutendsten Kongress für junge Meeresforschende seit 2024, denn die Förderung junger Menschen, die sich wissenschaftlich für die Ozeane engagieren, ist uns seit jeher ein wichtiges Anliegen.
ICYMARE steht für „International Conference for Young Marine Researchers“. Es handelt sich um eine Bottom-up-Initiative, die ausschließlich von leidenschaftlichen Freiwilligen vorangetrieben wird und an wechselnden Standorten stattfindet. Veranstaltungsort von ICYMARE 2025 war die Hochschule Bremerhaven.
Kernaussagen
- ICYMARE 2025 zog mit 230 Teilnehmer*innen aus 37 Ländern zahlreiche junge Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fachrichtungen an.
- Die Konferenz bot ein vielfältiges Programm mit Vorträgen und Postersessions zu Themen wie Seeschlangen und Korallenriffschutz.
- ICYMARE fördert den Austausch zwischen Forschenden und Studierenden der Meereswissenschaften und setzt sich für nachhaltige Praktiken ein.
- Die nächste ICYMARE findet in Bremen statt, und der „Call for Sessions“ ist bereits eröffnet, um junge Forscher einzubeziehen.
Das war ICYMARE 2025
„Man konnte diese Mischung der unterschiedlichen Hintergründe auch im naturwissenschaftlichen Programm spüren. Unsere Open Session war beliebter, denn je und vollgepackt mit großartigen Vorträgen – von Seeschlangen, den Auswirkungen von Fast Fashion auf Korallenriffe bis zum Abbau von Makroalgen im industriellen Maßstab. Die Postersession mit 40 Beiträgen war ebenso vielfältig – vom tropischen Naturschutz bis zur Tiefseemodellierung – und es war definitiv nicht einfach, dieses Jahr einen Favoriten auszuwählen“, heißt es im Abschlussbericht.

Engagierte Freiwillige

ICYMARE will Angehörige verschiedener Fachrichtungen der Meereswissenschaften und -technologie zusammenbringen, um durch Vorträge, Workshops und Diskussionen das wissenschaftliche Verständnis zu fördern.
Außerdem fungiert das Portal als Plattform für den Austausch von Forschenden und Studierenden im Bereich der Meereswissenschaften und -technologien. Zusätzlich werden nachhaltige Praktiken unterstützt und Innovationen für besseren Meeresschutz vorangetrieben.
2025 fand die Konferenz zum zweiten Mal in Bremerhaven statt. In den Vorjahren traf man sich auch in Oldenburg und Bremen. Organisation und Durchführung übernehmen ausschließlich engagierte Freiwillige.
„Bei ICYMARE legen wir Wert auf die Gleichberechtigung der Stimmen in unserer Forschungsgemeinschaft – jede Meinung zählt und ist uns wichtig. Wir legen großen Wert auf gegenseitigen Respekt und schaffen ein Umfeld, in dem jede*r gehört wird“, erklärt Chiara Sickert vom Organisationskomitee.
Nach der Konferenz ist vor der Konferenz
Die nächste ICYMARE wird in Bremen stattfinden und wirft bereits ihre Schatten voraus. So ist der jährliche „Call for Sessions“ jetzt eröffnet.
Gesucht sind Studierende (MSc oder PhD) und Nachwuchsforscher, die ihre Meereswissenschaftskenntnisse durch eine ICYMARE-Themensitzung (Session) teilen möchten.
Als Session-Gastgeber beginnt die Arbeit im März. Dann gilt es, die für die Session eingereichten Abstracts zu prüfen sowie die Referenten dabei zu unterstützen, das Beste aus ihren Beiträgen herauszuholen. Als Session-Gastgeber kann man außerdem einen Redner seiner Wahl einladen. Das eröffnet die Möglichkeit, Inhalt und Richtung einer Session zu definieren.
Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 15. Januar 2026.
Meeresbiologie studieren: Ein besonderes Studium!
Shari studiert Meeresbiologie in Bremen. In ihrer Bachelorarbeit untersucht sie die Auswirkungen des Tauchtourismus auf das Verhalten der gefährdeten Mantarochen.
Doch wie kommt sie zu ihren Daten? Reisen in ferne Länder und ausgiebige Forschungstauchgänge, um die Geheimnisse der Ozeane zu ergründen, oder doch eher Laborarbeit? Und wie bringt sie alles unter einen Hut? Denn sie leitet nebenbei auch noch Tauchexpeditionen auf den Azoren, um ihr Studium zu finanzieren.
Ein Beitrag aus dem BR-Format alpha Uni. alpha Uni begleitet Studierende und junge Berufseinsteiger aus ganz Deutschland bei ihren Herausforderungen im Studium und ihren ersten Schritten im Beruf.
Junge Meeresforscher: einige unserer Förderungen
- Louise Seemann und Moshiur Rahman, Universität Bremen und Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung
- Joshua Berg, Biologiestudent Ruhruniversität Bochum: Bachelorarbeit Korallenrestauration in der Bandasee, Indonesien
- Lisa Hübner, Universität Groningen: Projekt Haie in der Karibik – Curaçao
- Rifaldi Kadir und Farista Gani aus Indonesien: Korallenrestauration in der Bandasee




