Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine „Putzerstation“. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen.

Haitourismus als alternative Einkommensquelle für einen besseren Lebensstandard

Auf der nur ca. 2 Kilometer langen und etwa 800 m breiten Insel ist der Tourismus noch relativ jung. Die meist ausländischen Tauchresorts bieten den Einwohnern alternative Einkommensquellen und einen besseren Lebensstandard. Zuvor lebte die Inselbevölkerung hauptsächlich vom Fischfang. Dabei kam illegal auch immer wieder Dynamit zum Einsatz. Oder es wurde das sogenannte Shark Finning praktiziert. Dabei werden Haien bei lebendigem Leibe die Flossen abgeschnitten. Dann wirft man die noch lebenden, bewegungsunfähigen Tiere zurück ins Meer. Beide Methoden findet man auch heute noch auf anderen Inseln der Philippinen.

Tote Fuchshaie. Foto: Matthew D Potenski, MDP Photography/Marine Photobank.

Tote Fuchshaie. Foto: Matthew D Potenski, MDP Photography/Marine Photobank.

Kleinste der drei Fuchshaiarten

Der Pelagische oder Pazifische Fuchshai ist mit bis zu 3,3 m Länge der kleinste der drei Fuchshaiarten. Sie gelten gemäß der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Folglich werden sie seit 2017 sie auf Anhang II des Washingtoner Artenschutzüberkommens (CITES) geführt. Ihren Alternativnamen „Drescherhaie“ verdankt diese Gattung ihrer riesigen Schwanzflosse. Denn deren oberer Lappen kann so lang wie der restliche Körper sein. Er wird mit kräftigen Schlägen bei der Beutejagd eingesetzt.

„Vielerorts sind die Haibestände erschöpft. Obwohl ein Hai lebend einen viel größeren ökonomischen Wert besitzt als tot“, erklärt Julian Engel, der sich im Vorstand der NGO „Stop Finning“ für den Schutz von Haien engagiert.

Die Publikation seiner Arbeit wird auch der lokalen Politik zur Umsetzung eines nachhaltigen Haitourismus zur Verfügung gestellt. Daher wird er bei seinem Projekt auch von der lokalen NGO „People and the Sea“ unterstützt.

Nach Informationen von Julian Engel
Foto oben: Fiona Ayerst/Marine Photobank.