Können Korallenriffe dem Klimawandel widerstehen?

Forschungsarbeit zur Widerstandsfähigkeit von Korallen in Zeiten des globalen Klimawandels

Im Rahmen meiner Masterarbeit im Studiengang „International Studies in Aquatic Tropical Ecology (ISATEC)“ habe ich in Thailand mit zwei Kommilitonen, Vanessa Conrad und Manding Suwareh, interessante Daten zu Korallenriffen in sich erwärmenden Ozeanen erarbeitet. In Phuket (Thailand) untersuchten wir die Anpassungsfähigkeit von Korallen aus unterschiedlichen Umgebungen an neue Bedingungen. Daraus ergaben sich wichtige Erkenntnisse zur Widerstandsfähigkeit von Korallen in Zeiten des globalen Klimawandels.

Unsere Projekte bauten auf Studien, die vom Exzellenzcluster Ozean der Zukunft in Kiel finanziert wurden, auf und waren Teil einer Kooperation zwischen dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Ergebnisse unserer Arbeiten – insbesondere mein Fokus auf den Korallensymbionten – sollen nun beim „International Coral Reef Symposium (ICRS)“ in Bremen im Sommer 2021 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) vorgestellt werden. -> WEITERLESEN <-

Palau: Riffschutz mit Drohnen

Wichtiges Forschungsprojekt auf Palau zur Bewertung der Riffgesundheit

Forschungsgebiet von Pia Lewin in Palau Übersicht.

Forschungsstation PICRIC (rote Nadel) auf der Hauptinsel Babeldaob in Palau. Für eine vergrößerte Ansicht der Lage der Untersuchungsgebiete auf’s Bild klicken.

Der Archipel von Palau besteht aus einzigartigen, unersetzlichen Riffstrukturen. Seine Flachwasserkorallenriffe sind Heimat für insgesamt 1.278 bekannte Fischarten und unzählige andere Meeresorganismen. Damit weisen sie einen der höchsten Biodiversitätsgrade in ganz Mikronesien auf. 2007 richtete jeder der sechzehn palauischen Staaten mindestens ein Meeresschutzgebiet ein. Seitdem gehört Palau mit seinen 356 Inseln zu einem der Staaten mit der größten Anzahl an ausgewiesenen Meeresschutzgebieten. Ganz aktuell sind damit 80% der Gewässer innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone als Schutzzonem ausgewiesen. Innerhalb dieser Zone ist das Fischen verboten (No-Take-Zone).

Palau will den Zusammenbruch seiner Flachwasserkorallenriffe unbedingt verhindern. Denn schon einmal, 1997/98, kam es zu einer massiven Korallenbleiche. Daraufhin ging der Tourismus stark zurück und der Südsee-Staat erlitt einen Verlust von etwa 3,3 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Palau bezieht etwa die Hälfte seines BIP aus der Tourismusindustrie. -> WEITERLESEN <-