Anti-Biofouling-Beschichtungen für die Korallenriffrestauration

Im Rahmen meiner Doktorarbeit am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen forschte ich in den letzten zwei Jahren an drei verschiedenen Anti-Fouling-Beschichtungen für den potenziellen Einsatz in der Korallenriffrestauration. Dabei betrachtete ich zunächst die Wirksamkeit der Anti-Fouling-Beschichtungen gegen Algenwachstum. Im weiteren Verlauf untersuchte ich dann, ob die Beschichtungen Auswirkungen auf das Ansiedlungsverhalten („settlement“), Schwimmverhalten und das Überleben („survival“) der Korallenlarven zwei verschiedener Spezies, Acropora millepora und Acropora tenuis, zeigen. -> WEITERLESEN <-

Biofouling

Biofouling ist ein natürlicher Prozess. Er läuft auf allen Oberflächen, sowohl im Süß- wie auch im Salzwasser ab. Erst lagern sich organische Moleküle aus der Wassersäule auf Oberflächen jeglicher Art wie z. B. Schiffsrümpfen ab. Dadurch wiederum können sich dort Organismen wie Bakterien ansiedeln. Sie nutzen das Nahrungsangebot der organischen Materie. Und wenn die Umweltparameter sich als positiv für Überleben und Wachstum herausstellen, kommunizieren die Bakterien dies untereinander mithilfe von Signalmolekülen. Diese lösen dann eine rasche Vermehrung und schnelles Bakterienwachstum aus.

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Können Korallenriffe dem Klimawandel widerstehen?

Im Rahmen meiner Masterarbeit im Studiengang „International Studies in Aquatic Tropical Ecology (ISATEC)“ habe ich in Thailand mit zwei Kommilitonen, Vanessa Conrad und Manding Suwareh, interessante Daten zu Korallenriffen in sich erwärmenden Ozeanen erarbeitet. In Phuket (Thailand) untersuchten wir die Anpassungsfähigkeit von Korallen aus unterschiedlichen Umgebungen an neue Bedingungen. Daraus ergaben sich wichtige Erkenntnisse zur Widerstandsfähigkeit von Korallen in Zeiten des globalen Klimawandels.

Unsere Projekte bauten auf Studien, die vom Exzellenzcluster Ozean der Zukunft in Kiel finanziert wurden, auf und waren Teil einer Kooperation zwischen dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Ergebnisse unserer Arbeiten – insbesondere mein Fokus auf den Korallensymbionten – sollen nun beim „International Coral Reef Symposium (ICRS)“ in Bremen im Sommer 2021 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) vorgestellt werden.
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Palau: Riffschutz mit Drohnen

Der Archipel von Palau besteht aus einzigartigen, unersetzlichen Riffstrukturen. Seine Flachwasserkorallenriffe sind Heimat für insgesamt 1.278 bekannte Fischarten und unzählige andere Meeresorganismen. Damit weisen sie einen der höchsten Biodiversitätsgrade in ganz Mikronesien auf. 2007 richtete jeder der sechzehn palauischen Staaten mindestens ein Meeresschutzgebiet ein. Seitdem gehört Palau mit seinen 356 Inseln zu einem der Staaten mit der größten Anzahl an ausgewiesenen Meeresschutzgebieten. Ganz aktuell sind damit 80% der Gewässer innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone als Schutzzonem ausgewiesen. Innerhalb dieser Zone ist das Fischen verboten (No-Take-Zone).

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