Ocean Cleanups – Indonesien

Indonesien versinkt seit Jahren in einer selbst gemachten Plastikhölle. Weltweit wird hier am zweithäufigsten Müll im Meer entsorgt. Doch auf den zu den Molukken gehörenden Banda-Inseln bekommt man das nun so langsam in den Griff. Denn Tag für Tag sind hier von BandaSEA eingesetzte einheimische Müllsammler an Stränden und entlang von Flüssen für Ocean Cleanups unterwegs.

Ocean Cleanups: Wir räumen das weg!

Jeder der derzeit sechs permanent eingesetzten Müllsammler entfernt in einem Monat im Schnitt 250 kg Abfall und Plastikmüll aus der Umwelt. In einem Jahr kommen da etwa 18 Tonnen zusammen. Vor dem Weitertransport ins Zentrallager, wo der Schredder steht, lagern die Sammler den Müll in eigens hierzu gebauten Zwischenlagern. Gesammelt wird in ausrangierten Reissäcken.

Ocean Cleanups – Indonesien: BandaSEA Sammelstation für Plastikmüll.

Zwischenlager für gesammelten Plastikmüll – © BandaSEA

BandaSEA Müllsammler sortieren Plastikmüll.

© BandaSEA

Vor dem Schreddern sortieren einheimische Helfer die Abfälle, um größtmögliche Sortenreinheit zu gewährleisten.

Je nach Plastiksorte landet der Müll später in einer Recyclinganlage oder, wenn er dafür nicht geeignet ist, in einer Pyrolyseanlage. Mit dem hier erzeugten Dieselkraftstoff aus Plastikabfällen wird wiederum die Schredderanlage betrieben.

Wenn Abfall und seine Beseitigung einen Wert erhält

Vormals wertloser Abfall erhält mit den Ocean Cleanups für die einheimische Bevölkerung einen Wert. Denn das sorgsam sortierte, geschredderte und verpackte Plastik wird zum Wertstoff.

Ein Müllsammelschiff kommt regelmäßig vorbei, um größere Mengen zur Recyclinganlage nach Surabaya, Hauptstadt der Provinz Jawa Timur auf der indonesischen Hauptinsel Java, zu transportieren.

Ocean Cleanups – Indonesien: Das Müllsammelschiff holt sortierten und geschredderten Plastikmüll zum Weitertransport nach Surabaya ab.

Regelmäßig holt ein Müllsammelschiff den sortierten und geschredderten Plastikmüll zum Weitertransport nach Surabaya ab – © BandaSEA

Jeder Plastiksammler bekommt für seine Arbeit 100 € im Monat. Im Ergebnis wandelt sich das Bewusstsein der Menschen für ihre jetzt viel saubere Umwelt. Für die Inselbevölkerung eröffnen sich zudem neue Verdienstchancen.

Da der CO2-Fußabdruck hier denkbar klein bleibt, setzt das Projekt zusätzlich positive Signale für den Klimaschutz.