Social cleanups mit sana mare – Zwischenbericht

Seit November 2020 unterstützen wir den Verein sana mare, der weltweit gegen die Vermüllung der Meere kämpft. Sana mare sammelt Müll an Küsten, Ufern und Flüssen weltweit, damit er erst gar nicht ins Meer gelangt. Das Konzept von sana mare lautet social cleanups. Was heißt das und was wurde bisher erreicht?

Damit der Müll erst gar nicht ins Meer gelangt

Social Cleanups – weniger Müll, weniger Armut

Social cleanup Müllsammlerinnen am Strand mit vollen Müllsäcken

Strandsäuberung in Mombasa, Kenia, am 17.4.2021 – Foto: sana mare

Um den Eintrag von Zivilisationsmüll in die Ozeane nachhaltig zu reduzieren, muss die Entfernung von unsachgerecht entsorgtem Müll mit der Reduzierung von Armut Hand in Hand gehen.

Und so werden die Arbeiten größtenteils von Frauen und Männern durchgeführt, die in Armut leben. Für ihre Arbeit erhalten sie einen fairen Tageslohn, der je nach Land und Region meistens zwischen 4,00 und 6,00 Euro liegt.

„Wir helfen Menschen in Afrika und Asien, die in Armut leben. Die Hilfsgelder werden nicht verschenkt, sondern als Aufwandsentschädigung für das Einsammeln von Müll aus Gewässern gezahlt. Wir verbinden mit dem Projekt Armutsbekämpfung und Umweltschutz“, erklärt Ozeanograf und Vereinsgründer Lucas Schmitz.

Im Folgenden berichtet Lucas, was bislang alles geschafft wurde.

Social cleanups in der ersten Jahreshälfte

Bis zum 16. Juli 2021 führten wir 33 social cleanups in Kenia, Sri Lanka, Tansania, Uganda und den Philippinen durch.

Müllsammler*innen mit Säcken voller Müll

Cleanup in Tansania am 19.6.2021. Insgesamt haben Einheimische in Asien und Afrika bislang fast 4,5 Tonnen Müll aus Flüssen und von Stränden beseitigt. Foto: sana mare

Dabei konnten wir insgesamt knapp 4,5 Tonnen Müll aus Flüssen und von Stränden entfernen. Der größte Teil wurde auf Deponien entsorgt.

Einen Teil der gesammelten PET-Flaschen lagerten wir zum späteren Verkauf an Recyclingfirmen vorerst ein. Einen weiteren Teil der in Kenia gesammelten Flaschen holten lokale Bauern ab und verwendeten sie zur Aufzucht neuer Setzlinge.

Corona bremst

Die Coronapandemie ist in vielen Teilen Afrikas und Asiens nach wie vor außer Kontrolle. Daher finden seit einigen Monaten in Sri Lanka, Uganda und auf den Philippinen keine weiteren social cleanups statt. Um die Ausfälle in diesen Ländern wenigstens teilweise zu kompensieren, verstärkten wir unsere Aktionen in Kenia.

Ausblick

Insgesamt planen wir dieses Jahr 100 Strand- und Flusssäuberungsaktionen. Davon sollen mindestens 75 social cleanups (der Rest volunteer cleanups) sein.

Titelfoto: Strandsäuberung in General Santos, Philippinen, im März 2021. Foto: sana mare