Robbenzentrum Föhr

Sie sind da, wenn eine kleine Robbe die Mutter verloren hat oder kranke Robben Hilfe benötigen – die Helfer vom Robbenzentrum Föhr. Wir unterstützen die Robbenschützer von der Insel Föhr seit Mai 2020.

Hilfe für Robben in Not

Erstversorgung und Rehabilitation von Meerestieren

Das Robbenzentrum Föhr – Initiative zum Schutz der Meeressäuger – in Wyk auf Föhr existiert seit Mai 2010. Neben umfangreicher Informations- und Aufklärungsarbeit leistet die gemeinnützige Organisation vor allem in Not geratenen Meeressäugern (Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale) Erste Hilfe und versorgt sie veterinärmedizinisch.

Nach erfolgreicher Rehabilitation unterstützt das Zentrum außerdem die Auswilderung der Tiere.

Hilfe für Not leidende Tiere und Forschung

Die engagierten Tiernothelfer sind nicht nur tagein, tagaus rund um die Uhr für Notfalleinsätze erreichbar.

Janine Bahr van Gemmert und André van Gemmert mit einem geretteten Heuler im Arm, Robbenzentrum Föhr.

Janine Bahr van Gemmert und André van Gemmert mit einem geretteten Heuler im Arm – © Robbenzentrum Föhr

Darüber hinaus ist die Erforschung der Robben und ihres Verhaltens in ihrem natürlichen Lebensraum ein wichtiger Stützpfeiler der Arbeit des Zentrums. Hier bestehen Kooperation mit internationalen Stationen und wissenschaftlichen Instituten.

Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung im Robbenzentrum

Zusätzlich bietet das Zentrum vielfältige Möglichkeiten für verständliche Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungen, Führungen und spezielle Tage für Kinder.

„Heulersaison“ ist Alarmsaison

Seehunde und Seevögel auf einer Sandbank.

© Robbenzentrum Föhr

Jedes Jahr im Frühsommer beginnen die harten Tage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Robbenzentrums. Seehunde, die wohl bekanntesten Bewohner des schleswig-holsteinischen Wattenmeers, bekommen Nachwuchs.

Keine „Seehundwurfsaison“ ohne dramatische Tierschicksale

Leider allzu oft verlieren Robbenbabys bereits in den ersten Lebenswochen den Kontakt zu ihren Müttern. Häufig, weil sie gestört werden.

Weil Menschen, z. B. Wattwanderer, nicht genug Abstand halten. Weil Schiffe zu nah an die Seehundbänke fahren. Aber auch Nordseestürme, Todesfälle in Stell- oder Geisternetzen oder Verluste durch Kegelrobben können Ursachen dafür sein, dass Mütter nie mehr zurückkehren.

Solcherart von der Mutter getrennte Seehundbabys nennt man „Heuler“. Auf sich alleine gestellt haben die Kleinen keine Überlebenschance.

Wenn die Mutter das Rufen nicht mehr hört

Ein von seiner Mutter getrenntes Seehundbaby ruft (heult) mit tiefen, heiseren Töne voller Verzweiflung, Not und Einsamkeit. Doch bereits 50 bis 100 Meter der Trennung reichen und die Mutter findet ihr Baby in der rauen Nordsee nicht mehr wieder. Ein Drama nimmt seinen Lauf. Nicht jedoch auf Föhr! Wenn, ja wenn die Kleinen nicht zuerst auf einen Seehundjäger treffen …

Gerettet

Meist findet man kleine Seehunde oder Kegelrobben einsam, verletzt, krank, unterkühlt und völlig erschöpft am Strand. Häufig leiden sie unter Lungenwürmern. Ein tödlicher Befund, wenn der Parasitenbefall nicht umgehend behandelt wird.

Die Seehundbabys Kleiner Onkel und Judith auf ihren Liegeplätzen im Robbenzentrum Föhr.

Kleiner Onkel und Judith auf ihren Liegeplätzen im Robbenzentrum Föhr – © Robbenzentrum Föhr

 

Auch verletzte Flossen, offene Wunden und andere Verletzungen haben die kleinen Robben in ihrem kurzen Leben bereits davongetragen. In den letzten 10 Jahren hat das Robbenzentrum Föhr mehrere hundert Meeressäuger gerettet, gesund gepflegt und deren Auswilderung unterstützt!

👉 Helfen Sie unseren Seehunden und Kegelrobben