Forschungsprojekt Mangroven auf Riffdächern in Fidschi

Was machen Mangroven auf dem Riff?

Mit ihrer atemberaubenden Artenvielfalt gehören Mangrovenwälder neben Korallenriffen und tropischen Regenwäldern zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Ihre weltweit anhaltende Zerstörung hat katastrophale ökologische und ökonomische Auswirkungen. So gehen Erträge der Küstenfischerei dort drastisch zurück, wo Mangrovenwälder abgeholzt wurden. Unzählige Arten verlieren ihren Lebensraum. Ansätze, die im Gezeitenbereich tropischer Küsten aus gut 70 Arten von salztoleranten Bäumen und Sträuchern bestehenden, einzigartigen Wälder wieder aufzuforsten, können die Verluste durch anhaltende Abholzung bislang nicht auffangen. Manchmal jedoch wachsen Mangroven auch dort, wo man sie am wenigsten erwartet. In Fidschi wurden sie sogar auf Riffdächern entdeckt!

Unterstützung für zukunftsweisendes Mangroven-Forschungsprojekt

Übersicht des Forschungsgebietes und die Entwicklung der Mangrovenbaum-Abundanz über einen Zeitraum von 9 Jahren.

Übersicht des Forschungsgebietes und die Entwicklung der Mangrovenbaum-Abundanz über einen Zeitraum von 9 Jahren

Theresa-Marie Fett und Hannah von Hammerstein, Studentinnen im Masterstudiengang „ISATEC“ an der Universität Bremen des Fachbereichs 2 (Biologie/Chemie) und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) sind diesem Phänomen auf der Spur. Man weiß so gut wie nichts darüber.

Auf einem Riffdach in der Nähe von Suva, Fidschi, hat man relativ junge Mangrovenbäume entdeckt. Und sie scheinen sich dort auszubreiten. Ein derartiges Vorkommen an dieser Stelle einer Riffstruktur ist nicht nur sehr ungewöhnlich, sondern wurde in der Literatur noch nie erwähnt.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „International Studies of Aquatic Tropical Ecology“ erforschen die jungen Biologinnen die ungewöhnliche Lebensgemeinschaft. Dabei hoffen sie auch, neue, bislang nicht bekannte Möglichkeiten für Mangroven-Aufforstungsprogramme zu finden.

Wir unterstützen dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt. Los geht es im Oktober 2018 südöstlich vor der Küste der Insel Viti Levu. Ende Juli 2019 sollen die Ergebnisse vorliegen. -> WEITERLESEN <-

Whalewatching-Beobachtungsstation La Gomera: Update

Projekt „Landgestützte Beobachtung von Walen und Delfinen vor La Gomera“

2017 förderte die Stiftung das Projekt Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera des gemeinnützigen Vereins MEER e. V. aus Berlin. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey, welches Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera ist. Ziel ist es vor allem, den Walbeobachtungstourismus in naturverträglichere Bahnen zu lenken.

Was hat sich ein Jahr nach Einrichtung der Station getan? Hier ein aktueller Bericht von Fabian Ritter, Meeresbiologe und Vorsitzender von MEER e. V. -> WEITERLESEN <-

Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir die Organisation Sharkproject e.V. bei der Durchführung einer Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel im Auftrag der „Make Stewardship Count“-Koalition. Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil. Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in jedem diese Länder. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse, die die Glaubwürdigkeit des MSC deutlich in Frage stellen, erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe 2018 vor, die vom 24. bis 26. April in Brüssel stattfand. -> WEITERLESEN <-

La Gomera: Whalewatching-Beobachtungsstation

Walbeobachtungstourismus lenken – Druck auf die Tiere verringern

2017 unterstützt die Stiftung das Projekt des gemeinnützigen Vereins MEER e.V. aus Berlin „Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera“. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey, welches Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera ist. -> WEITERLESEN <-

Projekt „Care for Dolphins“

Aufklärungsprogramm zum Schutz freilebender Delfine rund um Hurghada im Roten Meer

2016 unterstützte die Stiftung den Druck eines neuen Info-Flyers für das Projekt Care for Dolphins der Dolphin Watch Alliance aus der Schweiz (DWA). Das Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer bei Hurghada und in angrenzenden Regionen hat sich zu einer äußerst beliebten Touristenattraktion entwickelt. Eine Vielzahl von Agenturen bieten Touren zu den Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus) an. Mittlerweile ist die Situation fast außer Kontrolle, unregulierter Massentourismus beim Schwimmem mit Delfinen droht die Tiere aus ihren Lebensräumen zu vertreiben.

Das Projekt Care for Dolphins will sicherstellen, dass beide – Menschen und Delfine – eine angenehme Begegnung haben. Das Informationsangebot richtet sich an Touristen, Tourguides und Veranstalter, zusätzlich werden Workshops für Tourenanbieter angeboten. Das Programm fördert das Bewusstsein für Arterhaltung und Umweltbildung. Es informiert Einheimische und Touristen über die Bedürfnisse der Indopazifischen Großen Tümmler beim Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer vor Hurghada.

Dossier Ausbeutung der Meere

Dossier Ausbeutung der Meere – Wem gehört das Meer?

2014 unterstützte die Stiftung die Publikation des Dossiers „Ausbeutung der Meere – Kapital auf Kurs“ der Zeitschrift „iz3w“ (Ausgabe 346) des Informationszentrums 3. Welt. Die „iz3w“ ist eine der wichtigsten unabhängigen Zeitschriften zu Nord-Süd-Themen im deutschsprachigen Raum.

Der Kampf um die Meere entfacht sich an der Frage: Wem gehört das Meer? Die Ausgabe 346 der iz3w wirft einen Blick in die keineswegs unerschöpflichen Tiefen des Blauen Kontinents. -> WEITERLESEN <-

Strandungs-Rettungsfloß

Mobile Transportplattform für gestrandete Delfine und Wale

2013 half die Stiftung bei der Finanzierung eines Rettungsfloßes für gestrandete Wale und Delfine, das an der Westküste von Spanien eingesetzt wird. An der Küste des im westlichen Mittelmeer gelegenen Alboránmeers bei Almeria stranden regelmäßig Delfine, Grindwale, Schnabelwale und auch Meeresschildkröten. PROMAR, eine Gruppe engagierter Freiwilliger betreibt in diesem Gebiet seit vielen Jahren ein Rettungsnetzwerk und nimmt sich der hilflosen Tiere an. -> WEITERLESEN <-

Meeresschildkröten – Projekt in Nicaragua

2011 unterstützte die Stiftung ein Projekt des Eine-Welt-Haus Jena und der Jenaplanschule für bedrohte Meeresschildkröten im Naturreservat Chacocente in Nicaragua

Nur sieben Meeresschildkrötenarten gibt es weltweit. Sechs davon sind zum Teil vom Aussterben bedroht. Die Gefahren sind vielfältig:
Die Meeresreptilien sterben als Fleisch- und Schildplattlieferanten, sie verenden kläglich in Fischernetzen als Beifang, ihre Strände werden durch den Bau von Hotelanlagen zerstört, die Nester werden wegen der als Delikatesse geltenden Eier geplündert… -> WEITERLESEN <-