La Gomera: Whalewatching-Beobachtungsstation

Walbeobachtungstourismus lenken – Druck auf die Tiere verringern

2017 unterstützt die Stiftung das Projekt des gemeinnützigen Vereins MEER e.V. aus Berlin „Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera“. Es ist die erste derartige Station auf den Kanaren. Sie befindet sich ca. 150 m über dem Meeresspiegel im Süden der Insel, nahe dem Valle Gran Rey. Hier ist der Ausgangspunkt für die meisten Whalewatching-Touren vor La Gomera.

Permanente Station zur landgestützten Beobachtung von Delfinen und Walen auf La Gomera.

Die Station ist aus natürlichen Baumaterialien gebaut
Foto: F. Ritter

Panorama-Ausblick mit High-Tech-Equipment

Die Station bietet der Besatzung – abgesehen von einem Panorama-Ausblick, der nahezu 180° umfasst – Schutz vor Sonne und Wind. Professionelles optisches Equipment erleichtert die Arbeit enorm. Denn es stehen ein BIGEYE-Fernglas, ein Canon-Fernglas mit Bildstabilisator und ein Spektiv der Marke Swarowski zur Verfügung.

Die Beobachtungsstation verfolgt folgende Ziele:

  • Anleitung der Whalewatching-Boote zu den Delfinen und Walen
  • Bessere Streuung der Boote, um den Druck auf die Tiere zu verringern
  • Erhebung von Sichtungsdaten
  • Gezielte Studien zum Walbeobachtungstourismus vor La Gomera

Vor der Eröffnung erhielten die lokalen Whalewatching-Anbieter im Valle Gran Rey Einblick in das neue „Whale Watching Guidance“-Konzept. Nicht zuletzt soll sich so die Kooperation mit den Unternehmen vereinfachen.

Und schon kurze Zeit nach Inbetriebnahme bewährt sich die Station bestens. Denn immer öfter werden von ihr aus Boote zu Tiergruppen geleitet und anschließend auf diese verteilt. Letztlich sollen vor allem die Delfine und Wale vor der Insel von dem Projekt profitieren. Denn Ziel ist es, den Walbeobachtungstourismus in naturverträglichere Bahnen zu lenken.
Foto oben: F. Ritter/MEER e. V.