Projekt „Care for Dolphins“

Aufklärungsprogramm zum Schutz freilebender Delfine rund um Hurghada im Roten Meer

2016 unterstützte die Stiftung den Druck eines neuen Info-Flyers für das Projekt Care for Dolphins der Dolphin Watch Alliance aus der Schweiz (DWA). Denn das Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer bei Hurghada und in angrenzenden Regionen hat sich zu einer äußerst beliebten Touristenattraktion entwickelt.

Touristen in einem Schlauchboot bedrängen Delfine vor Hurgahda im Roten Meer.

Massentourismus vertreibt Delfine aus wichtigen Rückzugs- und Ruheräumen. Foto: DWA

Eine Vielzahl von Agenturen bieten Touren zu den Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus) an. In Folge dessen ist die Situation mittlerweile fast außer Kontrolle. Unregulierter Massentourismus beim Schwimmem mit Delfinen droht die Tiere aus ihren Lebensräumen zu vertreiben.

Dramatische Folgen

Die Delfine können sich nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern. Denn sie kommen kaum noch zur Ruhe. Zudem verschwenden sie wertvolle Energie, den Booten zu entkommen. Daher zeigen sie sich zunehmend erschöpft, sind ruhelos und stehen unter enormem Stress. Hinzu kommt, dass Propeller von dicht an sie heranfahrenden Zodiacs ihren Rückenbereich zerfetzen.

Das Projekt Care for Dolphins will sicherstellen, dass beide – Menschen und Delfine – eine angenehme Begegnung haben. Das Informationsangebot richtet sich an Touristen, Tourguides und Veranstalter. Zusätzlich werden Workshops für Tourenanbieter angeboten.

Das Programm fördert das Bewusstsein für Arterhaltung und Umweltbildung. Es informiert Einheimische und Touristen über die Bedürfnisse der Delfine beim Schwimmen mit Delfinen.