Strandungs-Rettungsfloß

Mobile Transportplattform für gestrandete Delfine und Wale

2013 half die Stiftung bei der Finanzierung eines Rettungsfloßes für gestrandete Wale und Delfine. Dieses wird an der Westküste von Spanien eingesetzt. Denn hier, an der Küste des im westlichen Mittelmeer gelegenen Alboránmeers bei Almeria stranden regelmäßig Delfine, Grindwale, Schnabelwale und auch Meeresschildkröten. PROMAR, eine Gruppe engagierter Freiwilliger betreibt in diesem Gebiet seit vielen Jahren ein Rettungsnetzwerk. Immer wieder nehmen sie sich der hilflosen Tiere an.

Rettungsfloß dringend gesucht

Besonders bei den großen und schweren Arten scheitern Rettungsversuche jedoch immer wieder an fehlender professioneller Ausrüstung. Denn so ohne weiteres lässt z.B. ein über 400kg schwerer Grindwal nicht wieder sicher in tieferes Wasser befördern. Händeringend suchten die engagierten Delfinretter daher nach Unterstützung.

Gesucht war ein spezielles Rettungsfloß. Das ist eine aufblasbare und mobile Transportplattform für Delfine und Walen. Doch eines dieser in Großbritannien angefertigten Rettungsgeräte kostet umgerechnet 4,500 €.

Die Deutsche Stiftung Meeresschutz stellte gemeinsam mit Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) die zur Finanzierung des Delfin-Rettungsfloßes noch fehlenden Mittel zur Verfügung.

Strandungsnetzwerk im westlichen Mittelmeer

Seit 2003 verzeichnete PROMAR 546 Strandungen von 9 verschiedenen Delfin- und Walarten in dem von ihnen betreuten Küstenabschnitt. Darunter waren 86 Strandungen größerer Arten (Großer Tümmler, Grindwal, Rundkopfdelfin, Cuvier-Schnabelwal) die selbst von vielen Helfern nicht mehr gehalten, geschweige denn transportiert werden können. Nach Berechnungen von PROMAR strandet im Durchschnitt alle 42,4 Tage eine der größeren Arten. Auf das neue Delfin-Rettungsfloß kommt also jede Menge Arbeit zu.