Summer of Science

Seit 2019 fördern wir das meeresbiologische Artenschutzprogramm „Summer of Science“ des städtischen Thomas-Mann Gymnasiums aus München. Das Schülerprojekt findet in Kooperation mit den Gymnasien Adolf-Weber und Sophie-Scholl statt. 2019 werden zwei weitere deutsche sowie eine kroatische Schule daran teilnehmen. In Deutschland gibt es kein vergleichbares kooperatives Natur- und Artenschutzprojekt an Gymnasien, in dessen Mittelpunkt meeresbiologische Arbeitsweisen stehen.

Unterstützung aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft für ein einzigartiges Natur- und Artenschutzprojekt

Gefördert wird der „Summer of Science“ auch von mehr als 40 Partnern aus Industrie und Handwerk. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Natur- und Artenschutzprojekt von den Lehrstühlen für Systematische Zoologie (Dr. Martin Heß), für Aquatische Ökologie (Dr. Sabine Schultes) und Biologiedidaktik (Dr. Monika Aufleger) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Meeresretter auf Exkursion

Einsatz einer Unterwasserüberwachungskamera

Den „Summer of Science“ gibt es seit 2012. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen Q11/Q12 lernen hier über mehrere Monate nicht nur auf höchstmöglichem Niveau wissenschaftliche Arbeitsweisen der Meeresbiologie.

Darüber hinaus werden Nachhaltigkeit, Teambuilding, Arbeiten in Kleingruppen, Eigenverantwortliches Zeitmanagement, kooperative Kommunikation und Zusammenhalt in der Gruppe vermittelt.

Im Anschluss an Theorie und Praxis in München findet eine meeresbiologische Exkursion auf die Insel Murter, südöstlich von Zadar in Dalmatien statt. Hier in Kroatien gilt es, bisher gesammelte Erfahrungen und Qualifikationen im natürlichen Lebensraum anzuwenden. Dort soll überprüft werden, inwieweit die touristische Nutzung der Bucht Kosirina der Meeresgrund zerstört wird, und je nach Ergebnis  ein Konzept zum Schutz und zur Renaturierung in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden erarbeitet werden.

Besonders die Projektfahrt mit der praktischen Arbeit vor Ort schweißt Schülerinnen und Schüler zusammen. Sie gewinnen an Selbstkompetenz, lernen die individuellen Fähigkeiten anderer für die Gruppe zu schätzen.

In Kleingruppen zersplitterte Klassen kehren oft als neue Einheit an ihre Schule zurück. Die bisherigen Erfahrungen aus dem Natur- und Artenschutzprojekt „Summer of Science“ sind derart positiv, dass viele Schülerinnen und Schüler sich für eine erneute Teilnahme bewerben.

„Summer of Science“, ein Projekt mit Vorbild- und Modellcharakter

Schülerinnen und Schüler profitieren von der hohen Diversität an Fachbereichen der mitwirkenden Lehrerinnen und Lehrer. So können die Jugendlichen immer neue Themenfelder mit ihrer meeresbiologischen Arbeit verknüpfen.

Dieses Natur- und Artenschutzprojekt zeichnet sich nicht nur durch seinen besonderen wissenschaftlichen Anspruch aus.

Darüber hinaus setzt es wichtige Akzente für die dringend notwendige Nachwuchsförderung zur Rettung unseres Planeten.

Nicht von ungefähr rücken daher seit einigen Jahren zunehmend Fragestellungen zum Klimawandel und -schutz sowie der Zunahme der Verschmutzung der Meere insbesondere durch Plastik in den Vordergrund.