Verbraucherumfrage der „Make Stewardship Count“-Koalition

Die Zukunft unserer Ozeane steht auf dem Spiel!

Im April 2018 unterstützten wir die Organisation Sharkproject e.V. bei der Durchführung einer Verbraucherumfrage zum MSC-Siegel im Auftrag der „Make Stewardship Count“-Koalition. Die Umfrage wurde von YouGov Deutschland GmbH im Zeitraum vom 12. – 19. April 2018 durchgeführt. 5574 Teilnehmer in Frankreich, Deutschland, Schweiz und Großbritannien nahmen daran teil. Die gewichteten Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung über 18 Jahren in jedem diese Länder. Die „Make Stewardship Count“-Koalition stellte die Ergebnisse, die die Glaubwürdigkeit des MSC deutlich in Frage stellen, erstmals während der Seafood Global/Seafood Processing Global Messe 2018 vor, die vom 24. bis 26. April in Brüssel stattfand.

Glaubwürdigkeit des MSC-Fischsiegels ist in Gefahr

Das Umfrageergebnis zeigt, dass Nachhaltigkeit beim Fischkauf für die überwiegende Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sehr große Bedeutung hat. Diese Erwartungen erfüllt das MSC-Fischsiegel mit seiner derzeitigen Zertifizierungspraxis nicht. So lehnen 80 % aller Befragten der Verbraucherumfrage es ab, dass es einer mit dem MSC-Siegel zertifizierten Fischerei erlaubt ist, beim Thunfischfang gezielt Delfine oder andere Meeresbewohner zu verfolgen und einzukreisen.

Ähnlich deutliche Meinungsbilder gab es auch gegen den Einsatz von sogenannten Lockbojen (künstliche Flöße, unter denen Jungfische Schutz suchen), die zum vielfachen Tod von jungen Haien und einem hohen Beifang an anderen bedrohten und geschützten Tierarten führen. Auch beim „Finning“ von Haien und dem Einsatz umweltzerstörender Fangmethoden herrschte unteren den Befragten eine außergewöhnlich hohe Ablehnung. Im Durchschnitt waren 85 % aller Befragten der Verbraucherumfrage über alle Länder hinweg der Meinung, dass derartige Fischereimethoden auch unter dem MSC-Siegel verboten sein sollten.
DSM, Mai 2018