Urlaub am Meer – Aktionstipps

Beim Urlaub am Meer, an Küste und Strand oder beim Whalewatching kann man durch richtiges Verhalten viel zum Schutz der Meeresumwelt und der Meerstiere beitragen. So erfreut sich das Schwimmen mit wild lebenden Delfinen immer größerer Beliebtheit. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Sensible Küstengebiete wie Salzwiesen oder Dünenlebensgemeinschaften werden ge- und zerstört. Ganz abgesehen von der enormen Müllmenge, die gedankenlose Touristen beim Urlaub am Meer einfach liegen lassen. -> WEITERLESEN <-

Petition: Ostsee-Riffe in Gefahr!

Anfang November 2020 fällte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein verhängnisvolles Urteil. Darin lehnten die Richter alle Klagen gegen den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels ab. Für die Ostsee war dies eine katastrophale Entscheidung. Unmittelbar in Gefahr sind jetzt einzigartige Ostsee-Riffe direkt vor der Küste Fehmarns. Denn sie liegen im Weg des 18 Kilometer langen Megatunnels zwischen Fehmarn und dem dänischen Lolland.

Wir unterstützen die Petition der BELTRETTER

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Gesundheit und Ernährung

Aktions-Tipp: Weniger Fisch ist mehr

Gnadenlos wird mit immer größerem Aufwand auch noch der „letzte Fisch“ aus dem Wasser geholt. Selbst bis in die Tiefsee dringt man heute mit Grundschleppnetzen vor. Dabei zerstören die Netze unwiederbringlich einmalige Lebensräume und Lebensgemeinschaften. Meeresschildkröten, Haie, Wale und Delfine landen als unerwünschter Beifang im Netz.

Mit seinem Konsumverhalten kann jeder etwas Gutes tun für die Meere und für seine Gesundheit. Denn nach Studien der Welternährungsorganisation (FAO) sind bereits über 70 % der Bestände kommerzieller Fischarten überfischt oder erschöpft.

Zum Schutz der Meere ist es daher sinnvoll, nur Meeresfisch aus nachhaltiger Fischerei zu essen. Auf jeden Fall sollte man auf Fischarten verzichten, deren Fang unselektiv und mit einer hohen Beifangrate verbunden ist.

Aktions-Tipp: Bio-Produkte essen

Nährstoffe aus übermäßiger Düngung in der industriellen Landwirtschaft gelangen über Flüsse, direkte Einleitung oder über die Luft in die Meere. Ein Überangebot von Stickstoff und Phosphor führt zur Überdüngung (Eutrophierung). Zusammen mit dem vom Klimawandel verursachten Temperaturanstieg der Meere kommt es zu explosionsartigem Wachstum von Algen oder Cyanobakterien (Algenblüte). Als Folge einer Algenpest enstehen Todeszonen ohne Sauerstoff. Oder es kommt zur gefürchteten Red Tide.

2014 stellten dänische Forscher fest, dass sich die sogenannten Todeszonen in der Ostsee auf eine Fläche von 60.000 Quadratkilometern ausgebreitet hatten. Es handelte sich um die weltweit größte Sauerstoffmangelzone menschlichen Ursprungs.

Deshalb hilft der Umstieg auf Bio-Produkte nicht nur der eigenen Gesundheit. Sondern auch dem Schutz der Meere und der Meerestiere.