No more plastic in the sea

Wie lässt sich der Eintrag von Plastik und Mikroplastik in die Meere verringern?

Deutschland nimmt in Europa die wenig ruhmreiche Spitzenposition beim Verbrauch von Plastik ein. Im Jahr 2016 waren das knapp 20 Millionen Tonnen an. Über fünf Millionen Tonnen davon werden gleich wieder weggeschmissen. Das muss nicht sein! Es ist ganz einfach und tut auch nicht weh. Machen auch Sie mit! Man kann mit viel weniger Plastik im Alltag auskommen!

Aktionstipp: Plastikt im Alltag vermeiden

Lassen Sie Plastik-Umverpackungen für Obst und Gemüse oder andere Produkte im Laden zurück. Der Handel ist verpflichtet, hierfür entsprechende Sammelboxen aufzustellen. So müssen sich Hersteller und Handel dem Problem stellen. Der universelle Verpackungswahn gerät zum Boomerang.

Nehmen Sie zum Einkaufen Jute- oder Baumwolltaschen aus zertifzierter Bio-Baumwolle mit, die sie immer wieder nutzen können.

Verzichten Sie auf den Kauf von Einwegplastikflaschen. Denn allein in Deutschland fallen jährlich unfassbare 16 Milliarden Einwegplastikflaschen und über 3 Milliarden weggeworfene „Coffee to go“-Bechern an.

Aktionstipps: Mikroplastik

Kosmetikprodukte, Körperpflege
Mikroplastik ist eine höllische Gefahr für das Leben in den Meeren und zu guter Letzt auch für unser Überleben! Verwenden Sie nur Kosmetikprodukte, die kein Mikroplastik enthalten. Mikroplastik ist leider in sehr vielen Peelings, Duschgels, Hautcremes und anderen Körperpflegeprodukten enthalten. Orientieren können Sie sich an Online-Einkaufsratgebern.

Probieren Sie es doch einmal mit nicht in Plastikspendern daherkommender Seife zum Duschen und Haare waschen (mit speziellen Haarseifen).

Microfleece seltener waschen
Beim Waschen, besonders von Kleidung aus Fleece, entstehen ungewollt unzählige Mikroplastikpartikel. Weder Waschmaschinen noch Kläranlagen sind derzeit technisch in der Lage, die gefährliche Fracht aufzuhalten.

Aktionstipp: Sammel- und Strandreinigungsaktionen

Müllsammelaktionen gibt es weltweit an vielen Stränden, so auch an Nord– und Ostsee. Die US-Umweltorganisation Ocean Conservancy ruft jedes Jahr am dritten Samstag im September zum weltgrößten Reinigungstag auf. In Deutschland organisiert der NABU die Müllsammelaktionen.

Spielend Plastikmüll im Meer beseitigen.

Das Mülheimer IT-Unternehmen TRIBOOT Technologies möchte in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) und OceanCare spielerisch das ernste Thema Vermüllung der Meere, insbesondere durch Plastikmüll, erfahrbar machen.

Abgesehen davon, dass gemeinsames Handeln für eine saubere Umwelt viel Spaß macht, liefern Sammelaktionen auch noch wichtige Informationen über das Ausmaß des Meeres-Müllproblems sowie über Zusammensetzung und Herkunft der Abfälle.

Auch in vielen Städten und Gemeinden werden Müllsammelaktionen veranstaltet. Man kann natürlich auch einfach mal so die Natur ein wenig aufräumen und herumliegenden Plastikmüll im nächstgelegenen Müllbehälter entsorgen.

Aktionstipp: Plastikmüll einfach mal wegballern

Die neue kostenlose Handy-App Rettet unseren Ozean will junge Menschen für den Meeresschutz begeistern. Es geht darum, innerhalb einer Minute möglichst viel Plastikmüll aus dem Meer zu entfernen. Dabei sollte man aber möglichst keinen Fisch treffen.

Im Anschluss kann man seinen High-Score durch die Beantwortung von drei Fragen zum Thema Müll in den Meeren noch weiter heraufschrauben.

Weitere Informationen:

Themenseite Meere des Umweltbundesamtes

Ocean Conservancy