Urlaub am Meer – Aktionstipps

Beim Urlaub am Meer, an Küste und Strand oder beim Whalewatching kann man durch richtiges Verhalten viel zum Schutz der Meeresumwelt und der Meerstiere beitragen. So erfreut sich das Schwimmen mit wild lebenden Delfinen immer größerer Beliebtheit. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Sensible Küstengebiete wie Salzwiesen oder Dünenlebensgemeinschaften werden ge- und zerstört. Ganz abgesehen von der enormen Müllmenge, die gedankenlose Touristen beim Urlaub am Meer einfach liegen lassen.

Aktionstipps

Natürlich sollte man einige der Aktionstipps für ein nachhaltigeres Leben nicht nur im Urlaub beherzigen.

Hinterlasse nur Fußspuren …

Pfotenspuren im Watt - Aktionstipps für nachhaltigen Urlaub am Meer

Hinterlasse nur Fußspuren …

Selbstverständlich sollte es sein, in der freien Natur nur Fußspuren zu hinterlassen und nur Fotos und Erinnerungen mitzunehmen. Das gilt natürlich beim Urlaub am Meer. Zigarettenfilter z. B. bestehen aus Celluloseacetat, einem schwer abbaubaren Kunststoff. Erst nach vielen Jahrzehnten im Ozean ist er zersetzt.

Vermeiden Sie Plastikprodukte

Vor allem Einwegprodukte aus Plastik. Setzen Sie auch im Urlaub beim Einkaufen auf Jute- oder Baumwolltaschen. Sehr praktisch sind auch wiederverwendbare Coffee-to-go-Becher und Strohhalme aus Bambus, Papier oder echtem Stroh. Man kann plastikfreie Zahnbürsten aus Holz oder Bambus einpacken, und wiederverwendbares Besteck macht Plastikbesteck überflüssig.

Entsorgen Sie Corona-Einwegplastik (Masken, Handschuhe) sachgerecht!

Beach Cleanup

Beim Strandspaziergang oder bei einem Ausflug mit dem Boot, Kanu oder Stand-up-Board einfach mal den Müll mitnehmen, über den man unterwegs „stolpert“. Vor allem Plastikmüll kann zur tödlichen Gefahr für Wildtiere im Meer und am Land werden. Jedes Teil weniger reduziert die Gefahr.

Zertifizierte Naturkosmetik verwenden

Meeresschutz beim Sonnenschutz!Zertifizierte Naturkosmetik enthält kein Mikroplastik und keine hormonell wirksamen Bestandteile im Gegensatz zu vielen konventionellen Kosmetik- und Hygieneprodukten. Beim Sonnenschutz auf mineralischen nanofreien Sonnenschutz achten, der schont das Meer und die Korallenriffe, im Gegensatz zu chemischem Sonnenschutz.

„Bio essen“

Nahrungsmittel aus biologischer Landwirtschaft schonen nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Meere: Weniger Produkte aus intensiver Landwirtschaft bedeuten auch weniger schädliche Nährstoffe im Meer.

Fischkonsum reduzieren

Rund 80 % aller Fischbestände weltweit sind bis an die Grenzen befischt oder überfischt. Grundsätzlich raten wir dazu, den eigenen Fischkonsum zu reduzieren. Zudem gibt es als Orientierungshilfe Fischführer etwa von Greenpeace oder WWF, die aufzeigen, welchen Fisch man noch guten Gewissens essen kann.

Nachhaltige Wal- und Delfinbeobachtung

Beobachtung von Orcas vor San Juan Islands USA

Die Gewässer der San Juan Islands, USA, sind ein beliebter Ort, um Orcas zu beobachten Foto: iStock/lilly3

Ausufernder Wal- und Delfinbeobachtungstourismus bedroht an vielen Küsten das Überleben von Walen und Delfinen. Bei Hurghada im Roten Meer ist das massenhafte touristische „Schwimmen mit Delfinen“ mittlerweile zu einer ernsthaften Bedrohung für das Überleben der betroffenen Populationen geworden.

Durch die Auswahl eines verantwortungsvoll operierenden Anbieters kann man beim Urlaub am Meer entscheidend dazu beitragen, dass die Begegnung mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn nicht zu einer zusätzlichen Belastung und Gefährdung für die Tiere wird. Bringen Sie den wundervollen Meeressäugetieren den Respekt entgegen, den sie verdienen.

Foto oben: Kirsch/Karlowski