Tödliche Streicheleinheiten

Ein kleiner Schweinswal wird von Touristen in Grömitz an der Ostsee eingekesselt und festgehalten. Alle wollen ihn streicheln, drücken, fotografieren – die reinste Qual für den kleinen Wal, der in der Folge stirbt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittelt nun wegen Verdachts einer Straftat gegen das Bundesnaturschutzgesetz und sucht Zeugen des Vorfalls. -> WEITERLESEN <-

Rohstoffe in der Tiefsee: Europa am Scheideweg

Die EU soll in ihren Gewässern den Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee verbieten und sich weltweit für ein Moratorium einsetzen. Dies fordert der europäische Meeresschutz-Dachverband „Seas At Risk“, dem auch wir angehören, mit seinem neuen, umfassenden Report „At a crossroads: Europe’s role in deep sea mining“. Auf 88 Seiten analysieren die Autoren die Rolle der EU, ihrer Mitgliedstaaten, des Vereinigten Königreichs und Norwegens bei der Ausbeutung von Meeresbodenschätzen. Außerdem soll sich die EU verbindliche Ziele zur Reduzierung des „Material Footprints“ (Ökologischer Rucksack*) setzen. Denn nur so ließe sich auch der Primärverbrauch von im Zuge der Umstellung auf E-Mobilität stark nachgefragten Rohstoffen (Lithium, Nickel oder Kobalt) drastisch reduzieren.

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Thunfisch im Indischen Ozean bald ausgerottet?

Räuberische EU-Schiffe treiben Thunfisch im Indischen Ozean an den Rand der Ausrottung

Autorin Malavika Vyawahare, veröffentlicht in Mongabay am 19. April 2021
Übersetzung: Ulrike Kirsch, mit freundlicher Genehmigung von Mongabay 

  • Der Bestand des Gelbflossenthunfischs im Indischen Ozean steht kurz vor dem Kollaps; manche Experten fordern von der EU mehr Einsatz für seinen Erhalt, da sie von dieser Fischerei jahrzehntelang am meisten profitiert hat.
  • Von der EU kontrollierte Schiffe, auch solche, die unter der Flagge von kleineren Küstenstaaten wie den Seychellen fahren, holen den Löwenanteil des Thunfischs aus dem Indischen Ozean und beliefern damit einen Milliarden Dollar schweren Markt.
  • Die Überfischung durch diese Schiffe und der nicht besonders ambitionierte Vorschlag der EU, den Bestand des Gelbflossenthunfischs wiederaufzubauen, haben zu Anschuldigungen eines „neokolonialen“ Raubzugs auf Ressourcen geführt, von denen viele Entwicklungsländer abhängen.

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Letzte Chance für Makohaie

Kurzflossen-Makohaie (Isurus oxyrinchus) sind spektakulär. Nicht nur, dass mit 70 km/h und mehr unterwegs sind. Das macht sie zu den schnellsten Haien der Welt. Außerdem können sie ihre bis zu 4 m langen Körper auf bis zu 9 m katapultieren. Gäbe es mehrstöckige Häuser auf dem Meer, könnte so ein bis zu 600 kg schwerer Mako mit seinen großen Augen kurz durchs Fenster im dritten Stock schauen.

Makos sind wahrscheinlich recht intelligent. Denn sie haben ein großes Gehirn-zu-Körper-Verhältnis. Mit dieser Kombination aus Intelligenz, Schnelligkeit und Wendigkeit gehören Makos zu gefährlichsten Raubtieren der Meere. Sie haben keine natürlichen Feinde. Ihre größte Bedrohung ist der Mensch.

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