Tiefschlag für Tiefseefischer

Zahlreiche Seeberge und anderer Tiefsee-Ökosysteme auf hoher See im Nordwestatlantik sind ab jetzt vor Zerstörung geschützt. Denn seit Ende September sind sie für Tiefseefischer gesperrt. Dies beschloss die 43. Jahrestagung der Nordwestatlantischen Fischereiorganisation (Northwest Atlantic Fisheries Organization/NAFO). Auf Vorschlag der USA und Kanadas schützt die NAFO damit weitreichende Gebiete oberhalb von 4.000 Metern Tiefe vor Umweltfolgen der Grundschleppnetzfischerei. Die Verbotszonen umfassen rund 100.000 Quadratkilometer. -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Im Sommer 2028 begann The Ocean Cleanup nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im Great Pacific Garbage Patch seine Arbeit. Das vom Niederländer Boyan Slat initiierte Projekt will Unmögliches. Mit Hilfe speziell entwickelter Ozean-Filter-Systeme will man 90 Prozent des gesamten Kunststoffabfalls mit einer Armada langer Meeresreusen aus den Weltmeeren fischen. Zuerst ist der Große Pazifische Müllteppich an der Reihe. Trotz vielfältiger Kritik an Sinnhaftigkeit, Effektivität, Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit des Vorhabens. Erste Versuche mit dem „Wilson“ genannten System 001 waren wenig erfolgreich. Seit Mitte 2021 ist nun System 002, Codename „Jenny“, mit ersten Tests im Einsatz. -> WEITERLESEN <-

1.400 Delfine auf den Färöer-Inseln bei Grindadráp getötet

Auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln endete am Sonntag das Leben von mehr als 1.400 Weißseitendelfinen in einem Blutbad. Einheimische trieben die Meeressäuger in den Skálafjord auf der zweitgrößten Insel der Färöer, Eysturoy. Dann begann das große Schlachten. Fotos zeigen die eng beieinanderliegenden Körper der Tiere nach dem „Grindadráp“. Der Massentötung. Ihr Rückenmark ist hinter dem Kopf durchtrennt. Blutrot ist das Meer. Es ist das größte Delfinmassaker, das jemals auf der im Nordatlantik liegenden Inselgruppe verzeichnet wurde. Experten gehen davon aus, dass allein mit diesem einen Grindadráp etwa zwei Prozent der Weißseitendelfin-Population im Nordostatlantik vernichtet wurden.

Deutsche Stiftung Meeresschutz ruft zum Boykott auf!
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Schweinswal-Massensterben in Holland

Ende August wurden vor niederländischen Wattenmeerinseln in kurzer Zeit ungewöhnlich viele tote Schweinswale angespült. Auf Schiermonnikoog spülten die Wellen etwa 20, teils schon stark verweste Tiere, an. Auf Ameland waren es mehr als 50. Ein tagelang herrschender Nordwind trieb die toten Meeressäuger anscheinend vermehrt an Land. Es soll sich Medienberichten zufolge vor allem um erwachsene Tiere handeln. Anfang September lag die Todeszahl bei 120 Tieren. Die Ursachen für das Schweinswal-Massensterben bleiben rätselhaft. Experten halten es jedoch für wahrscheinlich, dass die Meeressäuger durch die Sprengung von Munitionsaltlasten zu Tode kamen. Entweder im Zusammenhang mit dem Bau eines Offshore-Windparks oder aber einer Marineübung zur Minenräumung nördlich der Wattinseln. -> WEITERLESEN <-