Rettet den Kurzflossen-Makohai

Gemeinsam mit 31 anderen Umwelt- und Meeresschutzorganisationen haben wir Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane, aufgefordert, einen Fangstopp für Kurzflossen-Makohaie im Atlantik durchzusetzen. Denn Wissenschaftler warnen eindringlich vor einer weiteren Dezimierung der atlantischen Makohai-Populationen. Hauptgrund für den dramatischen Bestandsrückgang der bis zu 4 m und größer werdenden Haie sind Beifangverluste durch die internationalen Thun- und Schwertfisch-Fangflotten. Auch die Haiflossenfischerei europäischer Fischfangflotten auf Blauhaie spielt eine gewichtige Rolle.

Appell an EU-Kommissar Virginijus Sinkevičius (PDF, engl.)

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Auszeichnung für Masterarbeit

Meeresbiologe Julian Engel.

© Kellner-Stoll

Der von uns geförderte Meeresbiologe Julian Engel erhält den „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ 2020 der Universität Bremen. Julian Engel schrieb seine Masterarbeit beim Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) zur Frage, ob man auf der philippinischen Insel Malapascua mit nachhaltigem Haitourismus eine Alternative zum Fang der Tiere und der Haiflossenfischerei schaffen kann. Und es gelang. Als Folge seiner Studie wurde ein Meeresschutzgebiet rund um Chocolate Island im Südwesten von Malapascua eingerichtet. Das Konzept von Julian Engel wird nun von der einheimischen Organisation „People and the Sea“ weiterverfolgt.

„Damit hat die Masterarbeit von Julian Engel konkrete und nachhaltige Verbesserungen für den Meeresschutz erzielt. Genau aus diesem Grund fördern wir junge Wissenschaftler aus Deutschland“, freut sich die Deutsche Stiftung Meeresschutz über die Auszeichnung. Der „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ wird jedes Jahr von der KELLNER & STOLL-STIFTUNG zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern verliehen. -> WEITERLESEN <-

Erdüberlastungstag 2020

Aktuell verbrauchen wir Ressourcen von etwa 1,7 Erden

In diesem Jahr fällt der Erdüberlastungstag auf den 22. August. Damit liegt er gut drei Wochen später als im Vorjahr. Der Tag verdeutlicht die ökologischen Grenzen unseres Planeten. Denn von jetzt an hat die Menschheit die gesamten natürlichen Ressourcen, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann, verbraucht. Der globale Übernutzungstag wird jedes Jahr vom Global Footprint Network errechnet. Bis zum Jahresende leben wir nun also auf Pump, übernutzen rein rechnerisch die natürlichen Ressourcen der Erde. Dass dieses Datum mit dem Ende des Jahres zusammenfiel, war zuletzt 1970 der Fall. -> WEITERLESEN <-

Neues Super-Antibiotikum aus Korallen

Korallen-Antibiotikum kann multiresistente Tuberkulose-Bakterien abtöten

Korallenriffe sind für uns Menschen von unschätzbarem Wert. Nicht nur in ihrer Funktion als globale Fischkinderstube oder für den Schutz unserer Küsten. Sie sind auch eine unerschöpfliche Fundgrube für Pharmawirkstoffe, die voller Überraschungen steckt. Leider weiß man das viel zu wenig zu schätzen. Korallenriffe zeigen sich erschöpft vom Klimawandel, werden überwuchert durch Überdüngung, zerstört durch Dynamitfischerei, geplündert von souvenirsüchtigen Touristen. Doch welche Geheimnisse da in den kleinen Baumeistern der Meere schlummern und wie wichtig sie für unser Überleben sind, zeigen jüngste Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM). Denn sie können jetzt ein Korallen-Antibiotikum, das multiresistente Tuberkulose-Bakterien abtötet, im Labor biotechnologisch herstellen. Und das, ohne dabei die Wirkstofffabrikanten selbst zu schädigen. -> WEITERLESEN <-

Stoppt den Fehmarnbelt-Tunnel

Eine finstere Allianz aus Schwarz, Rot, Grün in Bund und Land hat in trauter Einigkeit mit großen Wirtschaftsverbänden Nord- und Ostsee den Krieg erklärt. „Linker Hand“ wütet die Elbvertiefung. Saugbagger massakrieren Tausende Fische, Robben, Schweinswale, Seevögel. Verklappungen von mit Giftstoffen belastetem Baggerschlick in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer drohen ein weltweit einzigartiges Ökosystem zu zerstören. „Rechter Hand“ soll ein gigantischer Tunnel unter der Ostsee gebaut werden. Von Fehmarn bis zur dänischen Insel Lolland. Mit der das Projekt maßgeblich vorantreibenden dänischen Regierung tritt hier ein zusätzlicher apokalyptischer Obskurant ins Rampenlicht.

Hier wie dort sind es lokale Initiativen, Bürger, Städte und Gemeinden, die sich zur Wehr setzen. Denn sie fühlen sich von der „großen“ Politik allein gelassen, verraten und verkauft. Stemmen sich mit viel Elan und Fantasie gegen die Zerstörung ihrer Heimat und die Vernichtung unserer heimischen Meeresartenvielfalt. -> WEITERLESEN <-

Bedrohte Artenvielfalt in der Adria

Publikation der Deutschen Stiftung Meeresschutz/DSM

Mit ihrer neuen Publikation „Bedrohte Artenvielfalt in der Adria“ macht die Deutsche Stiftung Meeresschutz/DSM auf die Situation von Meerestieren in der Adria aufmerksam.

Seiten 42-43, Broschüre Bedrohte Artenvielfalt in der Adria.Haialarm?

Wer kennt sie nicht, die „Haialarm“-Meldungen der Medien zur Ferienzeit: „Riesiger Hai vor Kroatiens Küste“ und ähnliche Schlagzeilen. Doch wagen sich Weiße oder andere große Haie überhaupt in diesen Teil des Mittelmeers?

Tatsächlich gibt es immer wieder Sichtungen von größeren Haien in der Adria, die sich sogar sehr küstennah zeigen. Auch der Weiße Hai gehört dazu, der ebenso wie Kurzflossen-Mako oder Blauhai, hier einst häufig vorkam.

Heute dagegen sind diese und andere beeindruckende Arten ein seltener Anblick geworden. -> WEITERLESEN <-

Schiff überfährt Kalb seltener Walart

Nordatlantische Glattwale: Dem Aussterben ein Stück näher

Anfang Juli 2020 starb ein kleiner, sehr seltener Wal vor der Küste von New Jersey (USA). Das männliche Walkalb wurde knapp ein halbes Jahr alt. Es war eines von nur zehn Neugeburten der Nordatlantischen Glattwale (Eubalaena glacialis) vom Winter 2019/2020. Von dieser vom Aussterben bedrohten Bartenwalart gibt es noch etwa 400 Exemplare. Immerhin konnte die Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA Fisheries) die Todesursache schnell aufklären. Ein Schiff hatte den kleinen Wal überfahren. Und das nicht zum ersten Mal. Während er die erste Kollision noch überlebte, war die zweite tödlich. -> WEITERLESEN <-

Fischsterben durch Elbvertiefung

Wir unterstützen die Petition
Stoppt die Vertiefung der Elbe und die Zerstörung des Weltnaturerbes Wattenmeer!

Elbvertiefung verursacht massives Fischsterben.

Foto: Wattenmeer-Schutz

Viele hatten davor gewarnt. Doch der Hamburger Senat aus SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schlug alle Bedenken in den Wind. Ohne Rücksicht auf Umweltverluste peitschte man gemeinsam die neunte Elbvertiefung durch alle Instanzen. Schließlich begannen die Absaugbagger ihr Zerstörungswerk. Und Ende Juni war es dann soweit.

An der schleswig-holsteinischen Westküste kam es zu einem massiven Fischsterben. An mehreren Stellen vor Büsum, Eiderstedt, Nordstrand und auch vor dem niedersächsischen Cuxhaven lagen Hunderte tote oder sterbende Jungheringe im Spülsaum. Später folgten tote Aale, Stinte. Auch vom Aussterben bedrohte Finten starben. Alle in großer Zahl, ca. 50–200 tote Fische pro Quadratmeter.

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Seehundjäger

In Deutschland sind Seehundjäger oder Wattenjagdaufseher zuständig fürs Robbenmanagement

Seehunde standen an deutschen Küsten bereits kurz vor der Ausrottung. Dann, 1974, wurde die Jagd auf die kleinen Robben endlich eingestellt. Unglücklicherweise verblieb die u. a. nach EU-FFH-Richtlinie streng geschützte Art in Deutschland jedoch im Jagdrecht (mit ganzjähriger Schonzeit), gehört damit weiter zu den jagdbaren Tierarten. Im Gegensatz dazu unterliegen Kegelrobben nicht dem Jagdrecht. -> WEITERLESEN <-

Wissenschaftler schlagen Alarm

Droht der Tiefsee ein ähnliches Schicksal wie den brasilianischen Regenwäldern?

Geht es nach Plänen der Internationalen Meeresbodenbehörde (International Seabed Authority/ISA), dann wird es in weiten Teilen der Tiefsee bald aussehen wie im Braunkohlentagebau Garzweiler II. Denn die ISA hat bereits 30 Tiefseebergbau-Explorationslizenzen für Millionen Quadratkilometer erteilt. Sie liegen im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean. Nun drängen Investoren, wie das kanadische Unternehmen DeepGreen Metals, darauf, die Verhandlungen rasch zum Abschluss zu bringen.

Auswirkungen sind weitreichend, schwerwiegend und für Generationen anhaltend

Pottwal mit Freediver.

Foto: Willyam

Auf Initiative der Deep Sea Mining Campaign, MiningWatch Canada und Ozeanien-Dialog überprüften Experten über 250 wissenschaftliche Publikationen zu Umweltauswirkungen des Tiefseebergbaus.

Ihr Fazit ist eindeutig: Die Folgen sind irreversible Artenverluste und irreversible Schädigungen der Ökosysteme.

Dies bestätigt die Ergebnisse einer Studie des Senckenberg-Forschungsinstituts in Frankfurt aus dem Jahr 2018. Demnach führt der Tiefseebergbau für den Abbau von Manganknollen zu massiven, über mehrere Jahrzehnte anhaltenden Artenverlusten.

Die Organisationen befürchten, dass unter dem Deckmantel der Coronakrise Explorationslizenzen jetzt ohne größere öffentliche Diskussion klammheimlich durchgesetzt werden. -> WEITERLESEN <-

Platzverweis für Stellnetzfischer

Wissenschaftler fordern besseren Schutz für Gemeine Delfine in der Biskaya und Ostsee-Schweinswale

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) fordert von der EU-Kommission die Schließung von Fischereien zum Schutz bedrohter Meeressäuger. Die vorgeschlagenen Notfallmaßnahmen könnten den Beifang von Gemeinen Delfinen in der Biskaya und von Ostsee-Schweinswalen eindämmen. -> WEITERLESEN <-

Kleine Schwertwale vor der türkischen Küste

Seit 25 Jahren auch die erste zuverlässige Sichtung für die gesamte Ägäis

Kleiner Schwertwal in der Aegiis.

© Uğur Özdemir

Erstmals sind Kleine Schwertwale (Pseudorca crassidens) in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste aufgetaucht. Ein Fischer von der nordägäischen Insel Gökçeada sichtete acht dieser zu den Delfinen zählenden Art Ende Januar circa 6 sm vor der Küste. Geistesgegenwärtig filmte er die Meeressäuger. Anschließend informierte er türkische Meeresforscher um Arda M. Tonay von der Universität Istanbul.

Kürzlich bestätigten die Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen der Türkischen Stiftung für Meeresforschung (TUDAV), dass es tatsächlich Kleine Schwertwale waren. -> WEITERLESEN <-

Robbenzentrum Föhr

Hilfe für Robben in Not

Janine Bahr van Gemmert und André van Gemmert mit einem geretteten Heuler im Arm, Robbenzentrum Föhr.

Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und Wildtierexperte André van Gemmert gründeten das Robbenzentrum im Jahr 2010 –  Foto: © Robbenzentrum Föhr

Sie sind da, wenn eine kleine Robbe die Mutter verloren hat oder kranke Robben Hilfe benötigen – die Helfer vom Robbenzentrum Föhr. Doch in Coronazeiten hatte es auch das Zentrum schwer, wenn Einnahmen ausbleiben, weil beispielsweise Besucher nicht mehr kommen durften.

Doch die Arbeit muss weitergehen! Daher freuen wir uns, die wichtige Arbeit des Robbenzentrums seit Mai 2020 unterstützen zu können.

Erstversorgung und Rehabilitation von Meerestieren

Das Robbenzentrum Föhr – Initiative zum Schutz der Meeressäuger – in Wyk auf Föhr existiert seit Mai 2010. Neben umfangreicher Informations- und Aufklärungsarbeit leistet die gemeinnützige Organisation vor allem in Not geratenen Meeressäugern Erste Hilfe und versorgt sie veterinärmedizinisch. Nach erfolgreicher Rehabilitation unterstützt das Zentrum außerdem die Auswilderung der Tiere. -> WEITERLESEN <-

Kleiner Wal fängt große Fische

Wenn Schweinswale großen Hunger haben

US-Meeresforschern von „Pacific Mammal Research“ und „The Marine Mammal Center“ rund um Cindy R. Elliser konnten erstmals dokumentieren, dass entlang der US-Westküste lebende Schweinswale der Unterart der Pazifischen Schweinswale (Phocoena phocoena vomerina) gelernt haben, auch große Fische zu jagen und zu erbeuten. Schweinswale gehören mit ihren 1,50 m bis knapp über 2 m Länge zu den kleinsten Meeressäugern. Klar, dass sie abgesehen von sonstiger Beute wie Tintenfischen, Schnecken oder Krebstieren nur kleine Fische bis zu 25 cm Größe jagen und verzehren. Vielleicht passt hin und wieder auch mal ein 35 cm großer Fisch ins kleine Schweinswalmaul, dachte man … -> WEITERLESEN <-

Abstand halten – auch bei Wildtieren!

Ich will doch nur hier liegen …

Social distancing – Abstand halten – könnte zu einem positiven Nebeneffekt der Coronapandemie geraten. Wenn, ja wenn, diese für viele Menschen ungewohnte Verhaltensweise in den Köpfen überdauert und sich fest in unserem Verhaltensrepertoire verankert. Denn wir schützen derzeit damit nicht nur uns selbst und unsere Mitmenschen. Abstand halten ist ein Gebot, mit dem wir auch viele Wildtiere vor dem Verderben bewahren können. Darauf hat jetzt auch die amerikanische Fischereibehörde NOAA in ihrem aktuellen Coronavirus (COVID-19)-Update hingewiesen. -> WEITERLESEN <-

Risikogruppe Hawaii-Mönchsrobben

Hawaii-Mönchsrobbe "Pohaku" bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie.

Pohaku bekommt einen leckeren mit Medikamenten versetzten Fisch-Smoothie. Das Weibchen macht Fortschritte, doch ob es überleben wird, ist noch unsicher. Foto: NOAA Fisheries

Tödlicher Parasit bedroht Mönchsrobben auf Hawaii

Während wir Menschen derzeit hart mit den Auswirkungen des Coronavirus zu kämpfen haben, wird der kleinen Population der Hawaii-Mönchsrobben ein Parasit zum tödlichen Verhängnis.

Pohaku ist ein Robbenweibchen. Es leidet an Toxoplasmose und steht seit rund zwei Monaten unter tierärztlicher Aufsicht in einem Auffangzentrum auf Hawaii. Die Pfleger zeigen sich jedoch nur verhalten optimistisch, dass es überlebt. Sind doch die anderen beiden bislang lebend geborgenen Mönchsrobben mit Toxoplasmose innerhalb von 48 Stunden gestorben. -> WEITERLESEN <-

Bogenstirn-Hammerhaie

Soziale Haie mit großem Hammerkopf

Sie sind die zweitgrößten unter den derzeit lebenden 10 Hammerhai-Arten. Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini) werden mit ihrer maximalen Länge von über 4 m bei mehr als 150 kg Gewicht nur noch vom imposanten Großen Hammerhai überragt. Denn der erreicht, seinem Namen entsprechend, über 6 m Körperlänge. Man findet Bogenstirn-Hammerhaie nahezu weltweit in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Küstenregionen. Kein Wunder also, dass sie die am häufigsten in unmittelbarer Landnähe lebenden Hammerhaie sind. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Denn auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) stehen sie aktuell als „critically endangered“ – vom Aussterben bedroht. Eine Stufe vor „extinct in the wild“ – ausgestorben.
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Indonesien: Haischutz in der Bandasee

Haie und Rochen langfristig schützen – Schutzzonennetzwerk aufbauen

Der Banda-Archipel ist ein Hotspot der Biodiversität. Hier gibt es sie noch: die ebenso faszinierenden wie hochgradig bedrohten Bogenstirn-Hammerhaie. Aber auch viele andere Hai- und Rochenarten leben hier. Damit das so bleibt und sie eine Überlebenschance bekommen, unterstützen wir BandaSEA e. V. aus Bonn beim Haischutz in Indonesien.

Einrichtung von Haischutzgebieten

2010 gründete ein engagiertes Team aus Meeresbiologen, Tauchlehrern und Projektmanagern mit langjähriger Asienerfahrung BandaSEA. Der Name stammt von den in der indonesischen Bandasee gelegenen Banda-Inseln (Bandas). Hier liegt der Fokus der Meeresschutzarbeit. So gehört auch der Schutz von Haien und Rochen sowie die Einrichtung von Haischutzgebieten zu den Kernaktivitäten.

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Trauernde Orcas bei Genua stammen aus Island

Eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen

Orcas im Mittelmeer! Völlig überraschend tauchten sie Anfang Dezember vor dem Hafen von Genua auf. Vier erwachsene Orcas und ein Jungtier. Normalerweise schwimmen diese Meeressäuger nicht so weit ins Mittelmeer. Italienische Medien berichten, dass die auch Schwertwal genannte größte Delfinart bei Genua zuletzt 1985 gesichtet wurde.

Nur wenige Tage später jedoch war das Jungtier tot. Todesursache unbekannt. Doch die anderen Orcas ließen es nicht zurück, stupsten es immer wieder sanft an die Oberfläche. Das zeigen bewegende Videoaufnahmen der italienischen Küstenwache.

Spätestens jetzt wurden auch Forscher und Fotografen auf das seltene Ereignis aufmerksam. Sogleich gingen sie daran, die trauernden Orcas abzulichten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Daher weiß man jetzt, woher die ungewöhnlichen Gäste stammen: aus dem weit entfernten Island.

Ihre Reise von 5.200 km ist eine der längsten bisher aufgezeichneten Orca-Wanderungen. -> WEITERLESEN <-

Wenn ein Großer geht

MSC-Fischlabel mitverantwortlich für Niedergang der letzten Nordatlantischen Glattwale!

Es war gegen drei Uhr nachmittags an diesem 16. September 2019 als die Atlantic Marine Conservation Society (AMSEAS) einen Anruf wegen eines toten Wals erhielt. Etwa 6 Kilometer südlich vor Long Island (New York) soll ein Nordatlantischer Glattwal im Meer treiben. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Fischereiabteilung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA Fisheries machte man sich sofort daran, den toten Meeressäuger zu bergen. Denn das letzte, was die Biologen und Meeressäugerspezialisten für den gestorbenen Riesen tun konnten, war, festzustellen, warum er sterben musste. Was sie dabei herausfanden, löste bei allen Beteiligten tiefe Betroffenheit aus. -> WEITERLESEN <-

Karibische Mönchsrobbe – ausgestorben

Das große Schlachten begann 1494

Seit dem Jahr 2000 gilt die Karibische Mönchsrobbe (Neomonachus tropicalis) offiziell als ausgestorben. In nicht einmal 500 Jahren hat es der Mensch geschafft, einen Meeressäuger auszurotten, der Millionen von Jahren auf der Erde gelebt hatte.

„Primitive“ Robben

Mönchsrobben sind die „primitivsten“ aller Robben: Sie entwickelten sich wahrscheinlich fernab von Landraubtieren und hatten nur geringen Anpassungsdruck, sodass sie noch etliche Merkmale ihrer frühen Vorfahren besitzen. Eine der beiden noch lebenden Verwandten der Karibischen Mönchsrobbe, die Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe, wird deshalb gelegentlich auch als „lebendes Fossil“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

The Ocean Cleanup will Plastikmüll verbrennen

Ocean Cleanup: Plastikmüll landet in Müllheizkraftwerken

The Ocean Cleanup will einen Teil des im Great Pacific Garbage Patch gesammelten Plastikmülls verbrennen. Das berichtet das weltweit beliebteste Architektur- und Designmagazin Dezeen. Eigentlich war The Ocean Cleanup mit dem Versprechen an den Start gegangen, sämtlichen eingesammelten Plastikmüll zu recyceln. Nun spricht die Organisation davon, dass ein Teil „thermisch recycelt“ werden müsse. Eine nette Umschreibung für schnödes Verbrennen in Müllheizkraftwerken. Für Meeres- und Umweltschützer macht The Ocean Cleanup damit immer weniger Sinn. -> WEITERLESEN <-

Junge Bullenhaie in Fidschi

Publikation der von uns unterstützten Haiforscherin Kerstin Glaus zum besseren Schutz junger Bullenhaie in Flüssen auf Fidschi

In ihrer Studie untersuchte Kerstin Glaus erstmals Auftreten und Häufigkeit junger Bullenhaie (Carcharhinus leucas) in den drei größten Flusssystemen Fidschis. Dabei bestätigte sich: Sie kommen in allen drei untersuchten Flüssen vor.

Die Republik Fidschi ist ein Archipel im Südpazifik. Mindestens 30 Haifischarten einschließlich Bullenhaie sind hier zu finden. Viele sind ansässige Arten. Sie verbringen wahrscheinlich ihr ganzes oder einen großen Teil ihres Lebens innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Fidschis. Doch Informationen über ihre Geburtsstätten und Kinderstuben gibt es nur für wenige Arten. Wie etwa für jugendliche Bogenstirn-Hammerhaie (Sphyrna lewini). -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobbe: Stark bedroht

Bericht vom Mönchsrobben-Workshop der 5. Konferenz Schutzgebiete für Meeressäuger

Vom einstigen Verbreitungsgebiet der Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) ist nicht mehr viel übrig. Einst lebten sie im Schwarzen Meer, verteilt über das gesamte Mittelmeer, im Atlantik vor Portugal bis zu den Azoren, Madeira und den Kanaren bis hinunter nach Senegal. Heute sind ihre Bestände auf verschwindend kleine und voneinander isolierte Reste geschrumpft. Bereits 1985 zählte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe zu einer der zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. -> WEITERLESEN <-

Kein Walfang in Island 2019

Walfang ist grausam und unwirtschaftlich

„Für die Wale ist das endlich einmal eine wirklich gute Nachricht“, kommentiert DSM-Vorstand Ulrike Kirsch die Aussetzung des Walfangs in Island in diesem Jahr. Denn erstmals seit 17 Jahren werden isländische Harpunenkanonen keine Walkörper zerfetzen. 2019 fällt der kommerzielle Walfang in Island aus. Ein grundsätzliches Ende des Walschlachtens im Nordatlantik ist damit allerdings noch nicht in Sicht. -> WEITERLESEN <-

Delfin Schwenteeny in Kiel nicht mehr gesehen

Einzelgängerischer Gemeiner Delfin hat Kiel verlassen

Nun ist dieser sehr exotische Kielbesucher verschwunden. Seit dem 9. April hielt sich ein Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) in der Kieler Förde auf. Zuletzt recht dauerhaft in der Mündung der Schwentine. Folgerichtig nannte man ihn fortan „Schwenteeny“. Schnell wurde er zur lokalen Attraktion. Begeisterte mit akrobatischen Sprungvorführungen, die so manchen Großen Tümmler blass aussehen ließen. Doch am 4. Juni verschwand er aus der Schwentinemündung. Zuletzt will ihn jemand an der Hörnbrücke hinter dem Schwedenkai gesehen haben. Eine Sackgasse. Und seitdem fehlt jede Spur vom Delfin Schwenteeny in Kiel. -> WEITERLESEN <-

Abgebaut: Das gefährlichste Hainetz von Südafrika

Wichtiger Erfolg für Haie und vom Aussterben bedrohte Buckeldelfinart

Im April 2019 war es soweit. Mitarbeiter des KwaZulu-Natal Sharks Board (KZNSB) entfernten das gefährlichste Hainetz von Südafrika. Es stand viele Jahre lang vor Richards Bay (KwaZulu-Natal). Damit wird es dort nun spürbar weniger tote Delfine und weniger Beifang von kleineren Haien, Rochen oder Meeresschildkröten geben. Denn das auch „net 99“ genannte Hainetz hatte sich besonders für die vom Aussterben bedrohten Bleifarbenen Delfine als die Todesfalle schlechthin an der Ostküste von Südafrika erwiesen. Jetzt ist dieses Hainetz abgebaut. Als Ersatz installierte man vier Drumlines (Köderhaken). Ein großartiger Erfolg der von uns unterstützten südafrikanischen Meeresbiologin Shanan Atkins. -> WEITERLESEN <-

Die letzten Mittelmeer-Mönchsrobben

Die seltensten Robben der Welt

Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus) gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Meeressäugetieren Europas. Im Mittelmeer gibt es vielleicht noch 350 bis 450 erwachsene Individuen. Weitere etwa 260 Tiere sollen an den Küsten der Westsahara, Mauretaniens und auf den Ilhas Desertas bei Madeira leben. Gemeinsam mit ihrer nächsten Verwandten, der Hawaii- oder Laysan-Mönchsrobbe (Neomonachus schauinslandi) sind sie die seltensten Robben der Welt. Sporadische Vorkommen und Sichtungen sind auch aus Albanien, Kroatien, Ägypten, Libanon, Spanien und Syrien bekannt.

Mittelmeer-Mönchsrobbe: In freier Wildbahn (fast) ausgestorben

Auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten der IUCN sind Mönchsrobben als stark gefährdet eingestuft. Es gibt noch eine höhere Gefährdungsstufe. Dann folgt „In freier Wildbahn ausgestorben“. Über ihre Biologie weiß man nur wenig. Sie sind geheimnisvoll. Und könnten es auch für immer bleiben, denn heute geht es um die Letzten ihrer Art. -> WEITERLESEN <-

Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten.

Verhaltenstipps Mittelmeer-Mönchsrobben (PDF) -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Artensterben: Verlierer und Gewinner 2018

Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter

Das 6. große Artensterben geht mit unverminderter Härte weiter. Der aktuelle Living Planet Report der Weltnaturschutzunion IUCN und des WWF vermerkt einen 60-prozentigen Rückgang unter den weltweit bekannten Wirbeltierbeständen seit 1970. Zu den Verlieren 2018 zählen unter anderem der Amazonas-Flussdelfin (Inia geoffrensis), der nun offiziell als stark gefährdet gilt, sowie – bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbar – die Heringe in der westlichen Ostsee. -> WEITERLESEN <-

Fisch des Jahres 2019: Der Atlantische Lachs

In Deutschland ist der Lachs vom Aussterben bedroht – Zu wenige passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate

Fisch des Jahres 2019 wird der Atlantische Lachs (Salmo salar). Ausgewählt haben ihn der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST). Mit der Wahl soll auf die kritische Bestandssituation dieser Fischart in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Denn für Schutz, Erhaltung und erfolgreiche Wiederansiedlung von Lachsen fehlt es an passierbaren Flüssen und geeigneten Laichhabitaten. Doch diese müssten dringend wiederhergestellt werden.

Bereits 1992 und 2000 war der Atlantische Lachs schon einmal zum Fisch des Jahres gewählt worden. Mit der seit 1984 vergebenen Auszeichnung wird auf schädigende Einflüsse des Menschen auf die Lebensräume der jeweiligen Fischart hingewiesen.

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Lachs


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Stark gefährdet: Haie und Rochen in Nord- und Ostsee

Regulierung der Fischerei in deutschen Natura-2000-Gebieten unverzichtbar

Haie, Rochen und Chimären in der deutschen Nord- und Ostsee haben es schwer. Zu diesem Schluss kommt ein Hamburger Forscherteam. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysierte es Vorkommen und Gefährdung dieser Knorpelfische in deutschen Meeren. Im Ergebnis gilt nur eine einzige der zehn heimischen Arten als ungefährdet. Dies ist der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Todesurteil für unzählige Meerestiere und Meeresökosysteme

Wie utopia.de berichtet, soll The Ocean Cleanup noch in diesem Sommer nach einem Test in der Nordsee mit ersten Meeressäuberungsaktionen im “Great Pacific Garbage Patch” seine Arbeit aufnehmen. “Das wird ein unheiliger Tag für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren”, lautet die Warnung der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM). Obwohl das vom Niederländer Boyan Slat initiierte und mit über 35 Millionen Dollar und 75 Mitarbeitern aufmunitionierte Projekt unmögliches will.

In nur fünf Jahren will man die Hälfte des Plastikmülls aus dem pazifischen Müllstrudel herausfischen. Dieser Müllstrudel kreist im Pazifik, zwischen der Westküste der USA und Hawaii. Die dort im Uhrzeigersinn zirkulierende Mülldeponie erstreckt sich über eine Fläche von der Größe Zentraleuropas. Deshalb nennt man sie auch „Great Pacific Garbage Patch“ (Großer Pazifischer Müllteppich). -> WEITERLESEN <-

Artenschutz größtes Problem unseres Jahrhunderts

Der Verlust von Biodiversität könnte auf lange Sicht bedeuten, dass wir nichts mehr zu essen haben

Dirk Steffens.

“Artenschutz ist das größte Problem unseres Jahrhunderts”, sagt Tierfilmer und “Terra X”-Moderator Dirk Steffens im Titelinterview mit DB MOBIL. Quelle: obs/TERRITORY

Dirk Steffens traut sich was: “Das Artensterben ist möglicherweise das größte Menschheitsproblem unseres Jahrhunderts. Wir haben das Gefühl entwickelt, dass alles wieder gut wird, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff bekommen. Aber das stimmt nicht.” Darf man das sagen? Man darf! Man muss!

Seit 25 Jahren ist der Journalist Dirk Steffens als Tierfilmer unterwegs, füllt mit seinen Vorträgen Arenen. Im Interview mit der November-Ausgabe der DB MOBIL räumt Steffens im Magazin der Deutschen Bahn mit Missverständnissen im Artenschutz auf: “Es geht eben nicht nur um Eisbären und Pandas. Wenn die Eisbären morgen aussterben, hat das keine Folgen für unseren Alltag. Die spielen für uns gar keine Rolle.”

Der 50-jährige Moderator (u. a. “Terra X”, “Steffens entdeckt”, “Terra Xpress”) scheucht heilige Kühe übers Eis. So etwa wenn er mit der provokanten These, Palmöl-Produkte nicht pauschal zu boykottieren, auch wenn für diese in großem Maße Tropenwälder gerodet werden, für einige Irritationen sorgen und wenig Beifall einheimsen dürfte.

Denn laut Steffens müsste das Pflanzenfett bei einem Palmöl-Boykott hierzulande produziert werden, was “ökologisch möglicherweise die noch größere Katastrophe” bedeute: „Wir benehmen uns wie ein Affe am Schaltpult im Atomkraftwerk. Er ist intelligent genug, die Knöpfe zu bedienen, aber er ahnt nicht, was passiert, wenn er einen bestimmten Knopf drückt. Wenn es gut läuft, geht im Klo nur das Licht aus. Aber wenn es schlecht läuft, gibt es eine Kernschmelze.“

Das Ganze ist übergroß

Steffens brennt für die Artenvielfalt: „Das Ganze ist so übergroß, und es hat Besitz von meinem Leben ergriffen. Fast alles, was ich mache, hat mit Biodiversität zu tun. Das finde ich manchmal Furcht einflößend.“

Lesen Sie nachfolgend das vollständige Interview mit Dirk Steffens aus DB MOBIL
(mit freundlicher Genehmigung von TERRITORY).
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Das „Rote Augen”-Projekt

Fidschi: Warum haben junge Bullenhaie im Fluss Rewa rote Augen?

Für ihre von uns geförderte Dissertation zum Haischutz in Fidschi fing Meeresbiologin Kerstin Glaus im Fluss Rewa auf Fidschis Hauptinsel Viti Levu junge Bullenhaie und untersuchte sie. Zu ihrer großen Überraschung hatten 80 % der 83 untersuchten Babyhaie beidseitig rote Augen. Damit hatte sie nicht gerechnet. Derartiges war noch nie berichtet worden. Wodurch werden die roten Augen bei den Babyhaien verursacht? Wie lässt sich das Phänomen wieder beheben? Über den Beginn einer schwierigen Spurensuche.

Bullenhaie (Carcharhinus leucas) gehören zu den ganz wenigen Haiarten, die auch im Süßwasser leben. Man kennt die über 3 m langen, Requiemhaie auch als Stierhai oder Sambesihai. Diese imposanten Knorpelfische fühlen sich in Flüssen, Flussmündungen und Seen so wohl, dass sie dort auch ihre Jungen zur Welt bringen. Hier, in geschützten Küstengewässern, entlassen die Weibchen nach 10 bis 11 Monaten Tragzeit ein bis dreizehn lebendgeborene Jungtiere. Doch ihre Vorliebe für Süß- oder Brackwasserlebensräume macht es Bullenhaien heute schwer. Zwar sind die jungen Bullenhaie hier vor Fressfeinden gut geschützt. Anthropogenen Einflüssen dagegen, wie Fischfang, Wasserverschmutzung oder Eutrophierung können sie nicht entkommen.

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Massiver Artenverlust durch Tiefseebergbau

Tiefe Narben: Massiver Artenverlust noch 26 Jahre nach dem Abbau

Gemeinsam mit einem internationalen Team haben Senckenberg-Wissenschaftlerinnen die Auswirkungen von Tiefseebergbau – wie den Abbau von Manganknollen – auf die Artenvielfalt am Meeresboden untersucht. Sie zeigen, dass auch 26 Jahre nach einem Tiefseebergbau ein erheblicher Artenverlust vorhanden ist. Betroffen sind insbesondere filtrierende Tiere und andere bodenlebende Organismen. Noch über zwei Jahrzehnte nach dem Abbau bleiben knapp 80 Prozent dieser Arten verschwunden. Die Studie erschien im Fachjournal “Biogeosciences”. -> WEITERLESEN <-

Sieg für die Wale: Walfang bleibt verboten

Sieg für die Wale!

Vom 10. bis 14. September 2018 fand im brasilianischen Florianópolis die 67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Erneut stand das weltweite Walfangverbot auf dem Spiel . Doch die Walschützer siegten. Japans Antrag wurde mit 41 zu 27 Stimmen abgelehnt! Neben den klassischen Walfangbefürwortern Island und Norwegen unterstützten vor allem Länder aus Afrika und dem asiatischen Raum den Antrag für den Walfang. Doch es wurde ein Sieg für die Wale! -> WEITERLESEN <-

Isländische Walfänger schlachten seltenen Hybridwal

Experten bleiben dabei, dass es ein Blauwal war

Anfang Juli erlegten isländische Walfänger eine seltenen Hybridwal. Es soll eine Kreuzung aus Blau- und Finnwal gewesen sein. DNS-Analysen eines isländischen Labors bestätigen zwar die Hybridtheorie. Dennoch halten Walexperten aufgrund von Fotos daran fest, dass es sich mit großer Sicherheit um einen Blauwal handelt. In einem offenen Brief hatten 17 Wissenschaftler, darunter auch Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, gefordert, dass Island den Walfang bis zur Klärung der Speziesbestimmung einstellt. -> WEITERLESEN <-

Mehr Schutz für Haie und Korallenriffe!

Wege zum schonenden Umgang mit dem Lebensraum Meer

Am Strand wurde eine geschwächte Oliv-Bastardschildkröte gefunden. Julian Engel (rechts) leitet den „Noteinsatz“ ein. Im Tauchcenter Evolution Diving wurde das Tier dann aufgepäppelt und schon bald wieder in die Freiheit entlassen.

Am Strand wurde eine geschwächte Oliv-Bastardschildkröte gefunden. Julian Engel (rechts) leitet den „Noteinsatz“ ein. Im Tauchcenter Evolution Diving wurde das Tier dann aufgepäppelt und schon bald wieder in die Freiheit entlassen.
Foto: Matt Reed/Evolution Diving

Um der Zerstörung der Meere und ihrer Flora und Fauna durch das sogenannte Shark Finning und die Haifischerei generell, aber auch durch Dynamitfischerei und rücksichtslosem Tourismus entgegenzuwirken, befasst sich Julian Engel im Rahmen seiner Masterarbeit mit dem Ausbau von nachhaltigem Tourismus als alternative Existenzmöglichkeit in Entwicklungsländern.

Speziell ging es dem jungen Tropenökologen um die Korallenriffe und den Haitourismus beim Pazifischen Fuchshai (Alopias pelagicus) vor der philippinischen Insel Malapascua.

Julians Arbeit, der heute für die Meeresschutzorganisation OceanMind in England arbeitet und sich für nachhaltige Fischerei einsetzt, hatte etliche positive „Nebenwirkungen“.

Sie stieß bei Einheimischen und Experten auf großes Interesse. Deshalb wird er seine Forschungsergebnisse demnächst auf einem Korallenriffsymposium vorstellen. So werden dank seiner Arbeit außerdem erste Schritte für ein marines Schutzgebiet eingeleitet.

Hier Julian Engels Erfahrungsbericht seines knapp halbjährigen Einsatzes auf den Philippinen:

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Aussterben droht: Good Bye Vaquita

Chronik eines angekündigten Artentods

Seit Jahren warnen Naturschützer vor der Ausrottung des auch Kalifornischer Hafenschweinswal genannten Vaquita. Mit einer höchst umstrittenen Einfangaktion im Herbst 2017 wollten Wissenschaftler die Art retten. Doch schon beim zweiten Versuch starb ein Tier. Dann wurde die Operation abgebrochen. -> WEITERLESEN <-

Hongkong: Viele Haiflossen von bedrohten Haiarten

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von bedrohten Arten

Abgeschnittene Haiflossen liegen auf einer Karre.

Haiflossen, Ecuador
Foto: Rikke Færøvik Johannessen/Marine Photobank

Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen. Sie fanden besonders viele Produkte von bedrohten Haiarten.

Haiflossensuppe von bedrohten Haiarten

Das Ergebnis der Studie ist erschreckend. Denn von 4 800 zwischen Februar 2014 und Februar 2015 aus fast 100 Fischgeschäften gekauften Haiprodukten identifizierten die Forscher fast 80 Hai- und Rochenarten.

25 Prozent der Proben stammten von Arten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet gelistet sind. Weitere 8 Prozent stammten von bedrohten Haiarten. Darunter waren Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini), Großer Hammerhai (Sphyrna mokarran), Seidenhai (Carcharhinus falciformis) oder Großaugen-Fuchshai (Alopias superciliosus). 2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen. -> WEITERLESEN <-

Niederlande: Einzigartiges Fischschutzprojekt

Großartig: Niederländer hauen Loch in Deich und bauen Fischmigrationsfluss – damit Fische wieder wandern können!

Während in der ganzen Welt als Antwort auf den durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel Deiche verstärkt und erhöht werden, durchbrechen die Niederländer kurzerhand gewohnte Muster. Sie hauen ein Loch in den Deich! Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn bislang ist das schnurgerade, 32 Kilometer lange Bollwerk (Afsluitdijk) inmitten des Meeres, welches das Ijsselmeer eingrenzt, ein einziges Hindernis für viele Zugfische. Sie können nicht mehr zwischen ihren Lebens- und Laichgebieten vom Süß- ins Salzwasser und umgekehrt wechseln. Das soll sich nun ab 2022 mit dem Fischschutzprojekt „Fischmigrationsfluss Abschlussdeich“ ändern. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine “Putzerstation”. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen. -> WEITERLESEN <-

MSC fördert “delfintödlichen” Thunfisch aus Mexiko

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es auch für Thunfisch aus Mexiko vergeben worden. Doch bei diesem Thunfischfang werden Delfine gezielt gejagt, verletzt und getötet.

Bereits vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster “Ozean der Zukunft” des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationale Kollegen eine interdisziplinäre Studie. Sie belegte, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. 31 Fischbestände im Nordostatlantik nahmen die Forscher unter die Lupe. Von diesen erwiesen sich mehr als zehn Bestände als stärker befischt als es ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang sogar um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

Australien: Sondererlaubnis für mehr Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Damit will Frydenberg die lokale Tourismusindustrie stützen. Doch gleichzeitig verurteilt er so unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir forderten Frydenberg dringend auf, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen. Stattdessen sollte er sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einsetzen. -> WEITERLESEN <-

Todesfalle Hainetz

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen für Haiangriffe geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der Provinz KwaZulu-Natal (Ostküste). -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

Immer weniger Eisbären in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker schwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Im April 2016 veröffentlichen Wissenschaftlern der Universität von Alberta eine wichtige Studie zum Rückgang der Eisbären. Demnach  müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen. Damit wird es für sie immer schwieriger, die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anzulegen. -> WEITERLESEN <-

Roter Thun: Giganten auf der Roten Liste

Rote Thunfische sind gewaltige Raubfische

Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thun 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Doch derart große Thunfsiche sind heute eine Rarität. Denn die räuberischen Giganten stehen wegen ungehemmter Raubfischerei auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Roter Thun – geopfert auf dem Altar der Sushi-Mani

Innerhalb von nur 30 Jahren sind die einst riesigen Bestände zusammengebrochen. Am schlimmsten hat es die Populationen im West-Atlantik getroffen. Ihr Bestand sank seit den 1970er-Jahren auf gerade noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe. Tendenz weiter fallend. Hauptursachen sind einerseits das geradezu katastrophale Fischereimanagement. Andereseits zieht die weltweite Sushi-Hype die majestätischen Raubfische in den Artentod. Dabei ist Japan weltweit der wichtigste Abnehmer. Für Dosenthunfisch wird Roter Thun dagegen nicht verwendet. Hierfür ist der selten gewordene Fisch viel zu kostbar.

Noch vor 100 Jahren allerdings wurde das streng schmeckende Fleisch allerhöchstens Hunden oder Katzen zugemutet. Zum Speisefisch – und einer begehrten Delikatesse – wurde der Rote erst in den vergangenen 50 Jahren. -> WEITERLESEN <-

Seepferdchen: faszinierend und gefährdet

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz

In der griechischen Mythologie heißt es, sie seien Nachfahren der Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Denn sie haben einen Pferdekopf und den Beutel eines Kängurus. Ihr Schwanz dagegen ähnelt dem von Affen. Und sie können ihre Körperfarbe ihrer Umgebung anpassen. Hier brüten die Männchen die Eier aus. Dazu besitzen sie eine Bauchtasche aus der heraus der Nachwuchs einzeln und lebendig schlüpft. Und doch ist hier von Fischen die Rede. Von ebenso schönen und faszinierenden wie bedrohten Fischen, von Seepferdchen. Sie gehören mit den Fetzenfischen und weiteren Arten zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Weltweit solle es zwischen 50 und 80 Arten Seepferdchen geben. Man kann wohl davon ausgehen, dass noch einige neue Arten ihrer Entdeckung harren – falls sie nicht vorher dem menschengemachten Artentod zum Opfer fallen. -> WEITERLESEN <-

Pottwal-Todesfalle Nordsee

13 Pottwale strandeten zwischen Januar und Februar 2016 vor Schleswig-Holstein

– An dem, was die jungen männlichen Pottwale im Magen hatten, sollen sie bei ihrem Ausflug in die Pottwal-Todesfalle Nordsee zwar nicht gestorben sein. Doch sonderlich gesund dürften verschluckte Fischernetze, Plastikabdeckungen aus dem Motorraum eines Ford oder ein kaputter Eimer auch nicht sein. Ihre spektakuläre Strandung und trauriger Tod vor Schleswig-Holstein sorgte für ebenso große Aufmerksamkeit wie offene Fragen. -> WEITERLESEN <-

Walfang: Orcas jagen kleine Meeressäuger

Der einst exzessive Walfang im Nordpazifik beeinträchtigt bis heute zahlreiche Tierarten

Orcas jagen verstärkt kleinere Meeressäuger wie Seehunde, Pelzrobben, Seelöwen und Seeotter. Denn es gibt nicht mehr genug große Wale. Daher sind Schwertwale oder Orcas (Orcinus orca) gezwungen, auf andere Jagdbeute auszuweichen. Mit der Folge, dass auch diese Arten indirekt zu Opfern des kommerziellen Walfangs werden. -> WEITERLESEN <-

Haie: Gejagte Jäger

Experten warnten bereits vor über 20 Jahren vor der Ausrottung vieler Hai-Arten

Vor über 450 Millionen Jahren tauchten die ersten Haie in den Meeren auf. Heute gibt es etwa 350 bis 370 Arten, von harmlosen handspannengroßen Exemplaren über Jäger, wie den Weißen Hai, bis hin zum größten Fisch der Welt, dem 18 Meter langen Walhai. Ausgerechnet die beiden größten, der 15 Meter große Riesenhai und der Walhai, ernähren sich dabei ausschließlich von Plankton und sind ebenso friedlich wie bislang weitgehend unerforscht. -> WEITERLESEN <-

Totengeläut für das Einhorn der Meere

Inuit rotten das Einhorn Meere aus – Mit ihrem sagenumwobenen bis zu 3 Meter langen spiralförmig gedrehten Stoßzahn gehören Narwale zu den sonderbarsten Bewohnern der Weltmeere

Der Ursprung der Einhorn-Legende könnte bald auch nur noch ein Mythos sein. Hauptgrund ist die hemmungslose Jagd grönländischer Inuit auf die über 4 Meter großen und bis zu 1,5 Tonnen schweren Narwale. Dadurch haben sich die Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte auf ein Viertel dezimiert. Das Einhorn der Meere droht auszusterben. Narwale leben in arktischen und subarktischen Gewässern nördlich des Polarkreises entlang der Küsten Kanadas, Grönlands und Sibiriens. Der berühmte Stoßzahn aus Elfenbein wächst meist aus dem vordersten linken Zahn des Oberkiefers und ist stets linksspiralig gewunden. In der Regel sind nur die Männchen derart bewehrt. Allerdings kann es auch bei weiblichen Narwalen gelegentlich zur Ausbildung eines oder sogar zweier Stoßzähne kommen. -> WEITERLESEN <-

Forschungsarbeit über Bullenhaie in Fidschi

Bullenhaie sollen zur “flagship species” für den Haischutz in Fidschi werden

Seit 2015 unterstützt die Stiftung die Dissertation der Schweizer Meeresbiologin Kerstin Glaus von der Universität Basel, die mit ihrer Forschungsarbeit den Haischutz in Fidschi fördern will. Kerstin Glaus widmet sich in ihrer Doktorarbeit dem Vorkommen des Bullenhais (Carcharhinus leucas) in den Gewässern des Inselstaates im Südpazifik. Die bis zu 2,1 m langen und 91 kg schweren Männchen und die bis zu 3,5 m großen und 318 kg schweren Weibchen leben bevorzugt in Küstennähe. Man findet sie vor Amerika im Atlantik und Pazifik, südlich der Sahara vor Afrika, vor Indien, Südostasien und Australien. Manche Vertreter bewohnen sogar das Süßwasser von Flüssen und Seen. -> WEITERLESEN <-

Whalewatching – Fluch oder Segen?

Bootsausflüge zu Walen und Delfinen gehören zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen

Für viele Millionen Touristen sind Fahrten zu den Giganten der Meere oder ihren kleineren Verwandten, den Delfinen, der Höhepunkt ihrer Urlaubsreise. Doch Wissenschaftler beobachten zunehmend negative Auswirkungen bei touristisch intensiv genutzten Meeressäugerpopulationen. Fluch oder Segen Whalewatching? -> WEITERLESEN <-

Bedrohte Riesen: Walhaie

Wenn sein Name fällt, bekommen nicht nur Taucher große Augen

Doch Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde, dem Walhai (Rhincodon typus), sind selten geworden. Denn Walheifleisch ist vor allem in Asien eine beliebte Delikatesse. Und die große Nachfrage, besonders in Taiwan und Hongkong, und die Aussicht auf über 3.000 € pro erlegtem Walhai verlocken Fischer immer wieder dazu, die Meeresgiganten zu jagen. So sind sie vielerorts bereits ausgestorben oder akut davon bedroht. Kein Wunder also, dass sie heute als gefährdete Art auf der Roten Liste der IUCN stehen. -> WEITERLESEN <-

Langleinenfischerei

Langleinenfischerei trägt massiv zur Überfischung der Weltmeere bei

Zu Anfangs schürte die Langleinenfischerei Hoffnungen auf eine effektive und gleichzeitig selektive Fangtechnik. Was dann folgte, waren Ernüchterung und heftige Kritik. Denn die Langleinenfischerei reißt sowohl Zielfischarten als auch durch horrende Beifangraten zahlreiche Nichtzielarten in den Abgrund. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von 2005 lag die Beifangrate in der Langleinenfischerei bei durchschnittlich ca. 20 Prozent der Gesamtfangmenge. Daher prangern Wissenschaftler und Meeresschützer sie als eine der größten Bedrohungen für Haie und Rochen sowie für Nichtzielarten wie Albatrosse, Fregattvögel oder Meeresschildkröten an. Hinzu kommt die mittlerweile starke Überfischung der Zielfischarten wie Schwarzer Seehecht (Dissostichus eleginoides) im Südpolarmeer oder Roter Thunfisch (Thunnus thynnus) im Mittelmeer, insbesondere durch illegal operierende Piratenfischer. Beide Arten sind mittlerweile fast ausgerottet. -> WEITERLESEN <-

Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten “Shark Finning”, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab. Dann werfen sie die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere zurück ins Meer. Dort sterben sie langsam. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lenge den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. Denn die Fangrate steigt ständig. Doch Haie haben nur wenig Nachwuchs. Viele Arten benötigen bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind. -> WEITERLESEN <-

Tödliche Plastikabfälle

Edgar Allen Poe würde heute wohl eher über einen “Sturz in den Müllstrom”, denn von einem in einen Mahlstrom erzählen…

Die Meere drohen an dem, was bei der Zivilisation hinten heraus kommt, zu ersticken. Denn von den jährlich mehr als 125 Millionen Tonnen Kunststoff, die wir produzieren, landet ein beträchtlicher Teil als Plastikmüll im Meer. Plastikabfälle werden nicht nur an Stränden zurückgelassen oder von Schiffen aus ins Wasser geworfen. Sie gehen auch als Netzreste aus der Fischerei verloren. Oder sie werden gezielt zur Abfallbeseitigung versenkt. Hinzu kommt ein beträchtlicher Anteil, der von Flüssen und Wind ins Meer geschwemmt wird. Hätten Kolumbus und seine Männer ihre Lebensmittel schon in Plastiktüten transportiert – die Reste davon würden sich noch heute an Amerikas oder, je nach Strömungslage, auch an viel weiter entfernten Stränden finden. Insofern haben die Meere sogar noch Glück. Denn Plastik erfreut sich als wesentlicher Bestandteil der industriellen Wegwerf-Gesellschaft, erst seit dem vergangenen Jahrhundert so großer Beliebtheit.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) bestehen drei Viertel des Mülls im Meer aus Kunststoffen. Durchschnittlich treiben etwa 13.000 Partikel aus Plastikmüll auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. -> WEITERLESEN <-