Besserer Schutz für Rochen und Haie

Meilenstein für bedrohte Meerestiere

Seit dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES, berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Erzeugnisse aus diesen Arten, wie z.B. von Mantarochen oder Heringshai, dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen. Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist der verbesserte Schutz für Rochen und Haie ein Meilenstein für den Artenschutz. Bei den Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai sowie drei Arten von Hammerhaien.

Sharks lined up for finning in Manta, Ecuador.

Haiflossen-Fischerei in Ecuador.
Foto: Rikke F. Johannessen/Marine Photobank.

Erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter CITES-Schutz

Die CITES-Listungen waren auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz bereits im März 2013 verabschiedet, ihr Inkrafttreten jedoch um 18 Monate verschoben worden, um den betroffenen Staaten hinreichend Zeit zur technischen und administrativen Vorbereitung einzuräumen. Laut Hendricks werden damit erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter den Schutz von CITES gestellt.

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und das BfN engagieren sich seit Jahren für einen besseren Schutz für Rochen und Haie. Nur noch ein Drittel aller Hai- und Rochenarten ist nachweislich nicht gefährdet, bereits ein Viertel der Bestände ist bedroht und droht auszusterben. Hauptursachen für diese alarmierende Entwicklung sind die Überfischung und der internationale Handel mit Flossen und Fleisch der Haie sowie mit den Kiemenreusen der Rochen, z.B. vom Mantarochen.

Den Heringshai-Antrag hatte Deutschland maßgeblich vorbereitet, da die Europäische Union Hauptimporteur dieser Art ist und damit eine große Verantwortung trägt. Damit die neuen Listungen auch effektiv weltweit umgesetzt werden, haben BMUB und BfN international erhebliche Hilfestellung geleistet.
Quelle: BMUB/BfN