Robben im Mittelmeer

Mittelmeer-Mönchsrobben sind die einzigen Robben im Mittelmeer. Sie gehören zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und stehen unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gelten und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Bitte beachten Sie unsere Verhaltentipps bei Begegnungen mit den scheuen Robben.

Verhaltenstipps bei Begegnungen mit Robben im Mittelmeer

Mönchsrobben sind nicht gefährlich für den Menschen! Damit bei einer Begegnung in freier Wildbahn die seltenen Meeressäuger nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten.

  • Bitte immer einen Mindestabstand von 30 m einhalten.
  • Ruhig bleiben und hektische Bewegungen vermeiden.
  • Nicht anfassen, nicht füttern.

Egal ob im freien Wasser oder in einer Höhle oder Grotte: Ziehen Sie sich bei einer Begegnung mit einer Mönchsrobbe immer zurück!

Verhaltenstipps Mittelmeer-Mönchsrobben (PDF)

Höhlen/Grotten

Bei Begegnungen in einer Grotte oder Höhle nicht weiter vordringen, da sich die Tiere, insbesondere Weibchen mit Nachwuchs, bedrängt fühlen und aggressiv reagieren können. Bewegen Sie sich vorsichtig an der Höhlenwand zurück Richtung Ausgang, sodass der Höhleneingang stets frei bleibt und die Robbe notfalls flüchten kann.

Im Boot

Das Boot bei Sichtung einer Robbe im Mittelmeer anhalten. Dann warten, bis sie sich entfernt hat.

An Land

Mönchsrobben sind mitunter auch an Land anzutreffen, wo sie sich gern einmal ausruhen. Nicht mit Wasser bespritzen! Beobachten nur aus versteckter Position.

Die Menschen auf dem Video verhalten sich rücksichtslos und falsch. Derartiges Verhalten ist strafbar!

Sichtungsdaten für Kroatien und Griechenland

Wissenschaftler in Kroatien und Griechenland sind an Sichtungen von Robben im Mittelmeer interessiert. Fotos sowie Angaben zu Anzahl, Sichtungsort, Sichtungszeit, Größe, Farbe, Verhalten und sonstige Einzelheiten liefern wichtige Erkenntnisse für einen besseren Schutz.

Wohin mit Ihren Sichtungsdaten?

Fotos und Beobachtungsdetails können Sie gerne an uns senden (info[at]stiftung-meeresschutz.org). Wir leiten Ihre Beobachtungsdaten weiter. Oder Sie senden sie direkt an die unten genannten Organisationen in den jeweiligen Ländern.

Kranke, verletzte, tote Robben im Mittelmeer

Finden Sie ein krankes, verletztes oder totes Tier, dann kontaktieren Sie bitte direkt die unten angegebenen nationalen Organisationen.

Kroatien

Hier sind die Tierärzte der Tierärztlichen Fakultät der Uni Zagreb zuständig. Meldungen können über CROdolphin gemacht werden. Dort werden nicht nur Sichtungen von Delfinen, sondern von allen Meeressäugern gesammelt (Englisch, Kroatisch). Verletzte, kranke oder tote Tiere bitte melden an: (00385) 112 Anders als in Deutschland ist dies in Kroatien eine allgemeine Rufnummer für Hilfegesuche jeglicher Art. Von dort aus werden die zuständigen Stellen informiert.

Griechenland

Die Organisation MOm/The Hellenic Society for the Study and Protection of the Monk Seal hat auf ihrer Website bietet einen Sichtungsbogen, den man online ausfüllen kann (Englisch, Griechisch):
MONK SEAL SIGHTING REPORT

Türkei

Kontaktdaten zum Melden von verletzten, kranken oder toten Tieren:
SAD-AFAG
E-Mail: afag@sad.org.tr
Tel.: +90 312 230 3520
Fax: +90 312 230 3523
GSM: +90 533 488 5858 (AFRIKA Mediterranean Seal Information & Rescue Network)


Bleibende Erinnerung: Geschenkspenden-Urkunde Mittelmeer-Mönchsrobbe

Sie möchten eine nachhaltige Erinnerung an eine Begegnung mit einer Mittelmeer-Mönchsrobbe? Oder einen lieben Menschen von Ihrer ungewöhnlichen Begegnung in Form eines besonderen Geschenks überraschen?

Dann liegen Sie mit unserer neuen Geschenkspenden-Urkunde „Mittelmeer-Mönchsrobbe“ genau richtig.

Natürlich kann man die Urkunde auch dann verschenken, wenn man noch nie eine Mittelmeer-Mönchsrobbe im Meer gesehen hat.

Die Spendenerlöse aus diesen Urkunden fließen in das Projekt „Meeresschutz im Mittelmeer“ unserer Partner von Project Manaia.

Titelfoto: Jürgen und Edith Fleissner


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