Ungleicher Sex: Löcherkraken haben die kleinsten Männchen

Oktopus mit gewaltiger Frauenpower und den kleinsten Männchen

Eine der krassesten Formen unterschiedlicher Geschlechtergrößen entdeckten australische Forscher 2002 beim seltenen Blanket-Oktopus oder Löcherkraken (Tremoctopus violaceus). Sie haben die kleinsten Männchen im Tierreich. Man könnte es ungleichen Sex nennen, wenn nur 3 cm große Männchen auf 10 kg schwere Weibchen treffen. Doch der extreme Geschlechtsdimorphismus hat seinen Sinn. Wahrscheinlich hängt er mit der Lebensweise dieser seltenen Krakenart zusammen.

Dem Zoologen Mark Norman und seinen Kollegen vom Victoria-Museum in Melbourne gelang es 2002 zum ersten Mal, ein lebendes Männchen zu fotografieren. Doch nicht nur das. Bei einem Nachttauchgang nördlich des Great-Barrier-Riffs fingen sie ein Exemplar ein. Das war sicherlich ein mehr als glücklicher Fund. Denn männliche Blanket-Oktopusse sind mit ihren 3 cm Länge nur etwa so groß wie eine Bohne und wiegen nur ein Viertelgramm. Damit erreichen sie gerade die Größe der Pupille des bis zu 2 m großen, 10 kg schweren und damit um das 40.000-Fache schwereren Weibchens. -> WEITERLESEN <-

Doch nicht ausgestorben: Omurawal

Erstmals in der Geschichte wurden lebende Exemplare fotografiert

Der Omurawal ist doch nicht ausgestorben! Denn zwischen 2011 und 2014 sichtete ein internationales Team von Ozeanforschern um Salvatore Cerchio von der Woods Hole Oceanographic Institution und dem New England Aquarium mehrfach die als ausgestorben geltenden Bartenwale. Vor der Küste Madagaskars gelang es ihnen sogar, erstmals lebende Exemplare zu fotografieren. Außerdem konnten sie die Lebensweise dieser, dem Brydewal zum Verwächseln ähnlich sehenden, Bartenwale untersuchen. Ihren Sensationsfund veröffentlichten die Forscher  im Oktober 2015 im Online-Fachportal “Royal Society Open Science”. -> WEITERLESEN <-

Für Meeressäuger tödlich: Militärische Sonare

Besonders sehr tief tauchende Schnabelwale sind betroffen

Moderne Zerstörer und Kreuzer setzen zur Ortung von U-Booten und Torpedos militärische Sonare ein. Doch wenn bei Marinemanövern Mittelfrequenzsonare (MFAS) oder Niedrig-Frequenz-Sonartechnologie (LFAS) eingesetzt werden sterben regelmäßig Meeressäuger. Insbesondere Schnabelwale sind betroffen. Taktische Mittelfrequenz-Sonare (MF Sonare) operieren mit frequenzmodulierten Tönen von ca. 2 bis 8 kHz. Dabei erreichen sie einen Nenn-Schallpegel von 235 dB (der maximale Pegel kann noch lauter sein). Für Meeressäuger bedeutet dieser extrem hohe Lärmpegel ein tödliches Verletzungsrisiko (Blutungen, akustisches Trauma). Hinzu kommt ein erhebliches Risiko für Gehörschäden. Und das noch in vielen vielen Kilometern Entfernung. -> WEITERLESEN <-

Siebzig neue EU-Meeresschutzgebiete

Große Chance für den Schutz der Meere

Im Anschluss an die Jahrestagung 2014 der Nordostatlantik-Staaten, auch Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) genannt, haben Schottland, Spanien und Portugal über 70 neue EU-Meeresschutzgebiete ausgerufen beziehungsweise angekündigt. Darunter sind auch große Tiefseegebiete und unterseeische Berge. Hier findet man eine besonders vielfältige Unterwasserwelt. Sie sind Lebensraum für zahllose, zum Teil seltene und bedrohte Meerestierarten. Darunter Tiefseehaie, Korallengärten oder Tiefseeschwämme. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Aussterben wegen Sushi!

Nordpazifischen Blauflossenthunfische sind die teuersten Fische der Welt. Und bald ausgestorben. Um das zu verhindern, will die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den kommerziellen Fang verbieten. Auch für die Sportfischerei in US-Gewässern soll das Verbot gelten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssen Fischer in US-Gewässern gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freilassen. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. Sie sind Opfer der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als “Maguro”) in Japan. -> WEITERLESEN <-

Alaska bis Mexiko – Grauwale wandern weit

Die jährlichen Wanderungen der ostpazifischen Grauwale gehören zu den bekanntesten und längsten im Tierreich

Bei ihrer Rundwanderung zwischen den Nahrungsgründen entlang der Küste Alaskas und den Fortpflanzungsgründen entlang der Küste Mexikos in die Baja California, wo sie normalerweise im Dezember eintreffen. Dort halten sie sich dann bis zu vier Monate lang auf, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Grauwale legen dabei bis zu 20.000 Kilometer zurück. Lediglich Buckelwale wandern noch längere Strecken. -> WEITERLESEN <-