Venezuela: Delfinfleisch auf dem Teller

Seit einigen Jahren beobachten Meeresschützer und Wissenschaftler mit Sorge, dass in vielen Ländern immer mehr Menschen aus Hunger Delfinfleisch essen. Dazu werden die Meeressäuger gezielt gejagt. Eine der Ursachen hierfür sind Fangflotten der Industrienationen – auch aus der EU. Sie vernichten die Lebensgrundlage lokaler Küstenfischereien. Leere Netze. Leere Mägen. Eine andere Ursache sind „gescheiterte Staaten“ (failed states) wie Jemen, Somalia oder Syrien. Denn wenn ein Staat grundlegende Funktionen nicht mehr erfüllen und seine Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen kann, dann nimmt sich diese, was sie kriegen kann. Deshalb steigt die Wilderei auf dem Meer und zu Land parallel mit der Not der Menschen. So auch in Venezuela. Ein gescheiterter Staat. Dort trifft es jetzt eine kleine Population von Guyana-Delfinen hart. Sie lebt im Maracaibo-See, einem über 13.500 Quadratkilometer großen Binnenmeer. Noch.


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Schweinswal-Tod bei Grömitz

Touristen kesseln einen kleinen Schweinswal Anfang an einem Strand in Grömitz (Ostsee) ein. Sie halten ihn fest, lassen nicht mehr los. Alle wollen ihn streicheln, drücken, fotografieren. Es ist die reinste Qual für den kleinen Wal, der in der Folge stirbt. Wir unterstützen den bundesweiten Zeugenaufruf der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck zum Schweinswal-Tod bei Grömitz.

Weil der Vorfall bundesweit für Entsetzen und große Beachtung in den Medien fand, meldete sich Ende Juli schließlich ein Mann aus Nordrhein-Westfalen. Er sei einer der Erwachsenen gewesen, die bei dem Tier im Wasser waren. Allerdings handelt es sich nicht um den Mann im Neoprenanzug auf dem Foto (oben), das die Staatsanwaltschaft für die Öffentlichkeitsfahndung freigab. Gegen ihn wird nun wegen Verdachts einer Straftat gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt.
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Finnwale in der Adria

Finnwale (Balaenoptera physalus) sind die einzigen Wale, die ganzjährig im Mittelmeer leben. Die Gesamtpopulation liegt vorsichtigen Schätzungen zufolge bei 5.000 Tieren. Auch in der Adria lässt sich die Bartenwalart gelegentlich blicken. Dies dürfte mit einem zeitweise günstigen Nahrungsangebot zusammenhängen.

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