Australien: Sondererlaubnis für neue Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Frydenberg will mit seiner umstrittenen Entscheidung die lokale Tourismusindustrie stützen. Damit verurteilt er unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir haben Frydenberg dringend aufgefordert, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen und sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einzusetzen. -> WEITERLESEN <-

Hainetze: Todesfalle für Haie und Delfine

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen vor Haiangriffen geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der an Mosambik angrenzenden Provinz KwaZulu-Natal. -> WEITERLESEN <-

IWC will Vaquita retten

Vaquita im Golf von Kalifornien.

Vaquita im Golf von Kalifornien.
Foto: ©Paula Olson/NOAA/public domain

Illegale Stellnetzfischerei droht die letzten Kalifornischen Schweinswale auszurotten

Vaquitas gelten aufgrund ihres sehr kleinen Verbreitungsgebietes im nördlichen Golf von Kalifornien (Mexiko) verbunden mit dem enorm hohen Nutzungsdruck in ihrem Lebensraum als eine der am stärksten vom Aussterben bedrohte Meeressäugerart der Welt.

Die nur etwa 1,5 Meter groß werdenden Vaquitas (Phocoena sinus), auch Kalifornische Schweinswale genannt, gehören zu den kleinsten Delfinartigen, die es gibt. -> WEITERLESEN <-

Erfolge für Meerestiere auf CITES-Konferenz

Artenschutzkonferenz in Südafrika endet mit Erfolgen für Haie, Rochen und Kaiserfische

Auf der Anfang Oktober 2016 in Johannesburg zu Ende gegangenen 17. Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) konnten wichtige Erfolge für den Schutz von Haien, Rochen und des Orange-Prachtkaiserfisches erzielt werden. So finden sich auf CITES-Anhang II jetzt auch drei Arten Fuchshaie, der Seidenhai (Carcharhinus falciformis) sowie neun Arten Teufels- oder Mantarochen wieder. Der Anhang II listet Arten, die vom Aussterben bedroht sein könnten. Der Handel mit diesen Arten oder aus ihnen gefertigten Produkten, ist nur erlaubt, wenn er nachweislich das Überleben der Art nicht gefährdet.

Die Handels-Beschränkungen wurden jeweils mit großer Mehrheit beschlossen. Somit hat CITES seit 2003 immerhin 13 Hai- und elf Rochenarten in seine Anhänge aufgenommen und damit ihren Schutzstatus verbessert – jedes Mal gegen den entschiedenen Widerstand von China, Japan und Island. Es geht also voran beim Haischutz – wenn auch nur in quälend langsamen Schritten. -> WEITERLESEN <-

Umweltgifte gefährden Delfine

Hohe Konzentrationen von PCB und Quecksilber gefährden den Bestand im Ärmelkanal

Nach einer Anfang September vorgestellten Studie der französischen Ökotoxikologin Cyrielle Zanuttini und ihrer Kollegen sind Delfine im Ärmelkanal durch hohe Konzentrationen giftiger Polychlorierter Biphenyle (PCB) und Quecksilber belastet.

Damit bestätigen sich die Ergebnisse einer britischen Studie vom Anfang des Jahres, die die großflächige Vergiftung von Delfinen in europäischen Gewässern mit PCB dokumentierte. Bei rund 400 untersuchten Tieren stellten die französischen Wissenschaftler 1,4 Mal mehr PCB fest als eine vergleichbare Untersuchung aus dem USA gezeigt hatte. Auch die gemessenen Quecksilber-Konzentrationen seien besorgniserregend hoch, warnt Cyrielle Zanuttini. -> WEITERLESEN <-

Hurghada-Delfine besser geschützt

Schutzzonen und neue Regeln für Delfin-Touren und das Schwimmen mit Delfinen

Einen wichtiger Erfolg für die vor Hurghada lebenden Indopazifischen Großen Tümmler erreichte das von uns geförderte Projekt „Care for Dolphins / Delfinschutz im Roten Meer“ der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz). Der Gouverneur für das Rote Meer, Generalmajor und Minister Ahmed Abdullah, stimmte einem von der DWA in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Umweltschutzorganisationen erarbeiteten Verhaltenskodex für Delfinbeobachtungs-Touren und der Einrichtung von zwei Schutzzonen im nördlichen Roten Meer vor Hurghada zu. Die neuen Regularien sind für die Tourenanbieter verbindlich. Die Einhaltung der Schutzzonen, die im September 2016 eingerichtet werden, soll durch Ranger des „Red Sea“ Nationalparks durch verstärkte Patrouillen kontrolliert werden. -> WEITERLESEN <-

Überleben zwischen Wasser und Land

Meeresschildkröten:  Seit über 250 Millionen Jahren – weit vor der Zeit der Saurier – leben sie in den Weltmeeren in fast unveränderter Form und Aussehen

Gemeinsam mit Salzwasserkrokodilen, Meeresschlangen und den Galapagos-Meerechsen gehören Meeresschildkröten heute zu den einzigen Reptilien, die im Salzwasser leben. Sie kommen weltweit in tropischen und temperierten Gewässern vor. Die meisten Arten, bis auf die Lederschildkröte und einige Bastardschildkröten, bevorzugen seichte Küstengewässer. Aber alle schwimmen extrem weite Strecken von ihren Nahrungsgründen zu ihren Niststränden.

Heute sind die sieben noch existierenden Arten vom Aussterben bedroht: Suppenschildkröte (Chelonia mydas), Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata), Unechte Karettschildkröte (Careta caretta), Bastardschildkröte (Lepidochelys olivacea), Atlantische Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii), Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) und die Australische Suppenschildkröte (Natator depressus). -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

Wissenschaftler sprechen von einem 50-prozentigen Rückgang der Eisbären-Population in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker dahinschwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Laut einer im April 2016 veröffentlichen Studie von Wissenschaftlern der Universität von Alberta müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken im Polarmeer zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen und die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anlegen zu können. -> WEITERLESEN <-

Seepferdchen: faszinierend und gefährdet

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz

In der griechischen Mythologie heißt es, sie seien Nachfahren der Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Sie haben einen Pferdekopf, den Beutel eines Kängurus, ihr Schwanz ähnelt dem von Affen und sie können ihre Körperfarbe ihrer Umgebung anpassen. In einer Bauchtasche brüten die Männchen Eier aus und gebären den Nachwuchs einzeln und lebendig. Und doch ist hier von Fischen die Rede. Von ebenso schönen und faszinierenden wie bedrohten Fischen. Seepferdchen gehören mit den Fetzenfischen und weiteren Arten zur Familie der Seenadeln (Syngnathidae). Weltweit solle es zwischen 50 und 80 Arten geben und man kann wohl davon ausgehen, dass noch einige neue Arten ihrer Entdeckung harren – falls sie nicht vorher ausgestorben sind. -> WEITERLESEN <-