Spürnasen in der Walforschung

Von der Tierheimhündin zur Orcaforscherin

Sie sind die Größten der Delfinfamilie, leben in sehr engen Familienverbänden und haben zum Teil sogar eigene „Dialekte“: Schwertwale oder Orcas. Sie sind weltweit verbreitet, doch vor der nordamerikanischen Nordwestküste haben Forscher einen steten Rückgang einer dort lebenden Orca-Population ausgemacht. Mittlerweile setzen die Wissenschaftler auch die Hündin Eba in der Orcaforschung ein.

Hund Eba hilft bei der Orcaforschung: Schwertwal mit springendem Baby

Orcas oder Schwertwale sind die größten Mitglieder der Delfinfamilie – Foto: skeeze, Pixabay

Die „Southern Residents“ sind eine von drei Populationen, die im Frühjahr und Sommer in den küstennahen Gewässern von Washington, Oregon (USA) und Britisch-Kolumbien (Kanada) leben. Sie gelten in den USA und in Kanada als stark gefährdet.

Zählte ihr Bestand ursprünglich rund 200 Tiere, ist er inzwischen auf 74, inklusive zweier Babys, geschrumpft. -> WEITERLESEN <-

Neuer Meeressäuger-Tauchrekord

Cuvier-Schnabelwale gehören zu den Extremtauchern unter den Meeressäugern. Und das in jeder Hinsicht. Sie gehen nicht nur extrem tief runter, sie bleiben dort auch extrem lange. Doch die fast vier Stunden, die sich ein Cuvier vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina bei Cape Hatteras irgendwo tief unten im Ozean aufhielt, verblüffen selbst Experten. Den neuen Meeressäuger-Tauchrekord dokumentierte die Biologin Nicola Quick von der Duke University.

Bisheriger Rekordhalter war ebenfalls ein Cuvier-Schnabelwal. Er begab sich 2014 auf einen Tauchgang von zwei Stunden, siebzehn Minuten und erreichte dabei 2992 Tiefenmeter. Doch selbst dieser schon unglaubliche Tauchrekord wurde überboten. -> WEITERLESEN <-

Rettet den Kurzflossen-Makohai

Gemeinsam mit 31 anderen Umwelt- und Meeresschutzorganisationen forderten wir Virginijus Sinkevičius, EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane, auf, einen Fangstopp für Kurzflossen-Makohaie im Atlantik durchzusetzen. Denn Wissenschaftler warnen eindringlich vor einer weiteren Dezimierung der atlantischen Makohai-Populationen. Hauptgrund für den dramatischen Bestandsrückgang der bis zu 4 m und größer werdenden Haie sind Beifangverluste durch die internationalen Thun- und Schwertfisch-Fangflotten. Auch die Haiflossenfischerei europäischer Fischfangflotten auf Blauhaie spielt eine gewichtige Rolle. -> WEITERLESEN <-

Auszeichnung für Masterarbeit

Der von uns geförderte Meeresbiologe Julian Engel erhält den „CAMPUS PREIS: Forschen für nachhaltige Zukunft“ 2020 der Universität Bremen. Julian Engel schrieb seine Masterarbeit beim Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) zur Frage, ob man auf der philippinischen Insel Malapascua mit nachhaltigem Haitourismus eine Alternative zum Fang der Tiere und der Haiflossenfischerei schaffen kann. Und es gelang. Als Folge seiner Studie wurde ein Meeresschutzgebiet rund um Chocolate Island im Südwesten von Malapascua eingerichtet. Das Konzept von Julian Engel wird nun von der einheimischen Organisation „People and the Sea“ weiterverfolgt. -> WEITERLESEN <-