Ungleicher Sex: Löcherkraken haben die kleinsten Männchen

Oktopus mit gewaltiger Frauenpower und den kleinsten Männchen

Eine der krassesten Formen unterschiedlicher Geschlechtergrößen entdeckten australische Forscher 2002 beim seltenen Blanket-Oktopus oder Löcherkraken. Sie haben die kleinsten Männchen im Tierreich. Man könnte es ungleicher Sex nennen, wenn die nur 3 cm großen Männchen auf 10 kg schwere Weibchen treffen. Doch der extreme Geschlechtsdimorphismus hat seinen Sinn und hängt wahrscheinlich mit der Lebensweise dieser seltenen Krakenart zusammen. -> WEITERLESEN <-

Doch nicht ausgestorben: Omurawal

Erstmals in der Geschichte wurden lebende Exemplare fotografiert

Der Omurawal ist nicht ausgestorben! Zwischen 2011 und 2014 sichtete ein internationales Team von Ozeanforschern um Salvatore Cerchio von der Woods Hole Oceanographic Institution und dem New England Aquariumsie vor der Küste Madagaskars mehrfach die als ausgestorben geltenden Bartenwale. Es gelang ihnen sogar, erstmals in der Geschichte lebende Exemplare zu fotografieren und die Lebensweise dieser, dem Brydewal zum Verwächseln ähnlich sehenden, Bartenwale zu untersuchen. Ihren Sensationsfund veröffentlichten die Forscher  im Oktober 2015 im Online-Fachportal „Royal Society Open Science“. -> WEITERLESEN <-

Klimawandel beeindruckt Meeressäuger nicht

Wissenschaftler erwarten geringe Auswirkungen auf die Artenvielfalt

Der Klimawandel wird die Artenvielfalt der Meeressäuger in den kommenden 40 Jahren wahrscheinlich wenig verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ein Forscherteam um die Meeresbiologin Dr. Kristin Kaschner, Gastwissenschaftlerin am Institut für Biologie I der Universität Freiburg, in dem Internet-Fachportal PlosOne veröffentlicht hat. In Hinblick auf die verschiedenen Arten ist das Bild uneinheitlich: Während es für knapp die Hälfte durch den Verlust von Lebensraum enger werden könnte, vergrößern sich die Verbreitungsgebiete der anderen Hälfte um bis zu 40 Prozent. -> WEITERLESEN <-

Nicht nur für Schnabelwale tödlich: militärische Sonare

Besonders sehr tief tauchende Schnabelwale sind betroffen

Moderne Zerstörer und Kreuzer setzen zur Ortung von U-Booten und Torpedos militärische Sonare ein. Bei Marinemanövern mit Mittelfrequenzsonaren (MFAS) oder Niedrig-Frequenz-Sonartechnologie (LFAS) sterben regelmäßig Meeressäuger, insbesondere Schnabelwale sind betroffen. Taktische Mittelfrequenz-Sonare (MF Sonare) operieren mit frequenzmodulierten Tönen von ca. 2 bis 8 kHz mit einem Nenn-Schallpegel von 235 dB (der maximale Pegel kann noch lauter sein). Sie stellen mit ihrem hohen Lärmpegel ein tödliches Verletzungsrisiko (Blutungen, akustisches Trauma) sowie ein erhebliches Risiko für Gehörschäden bei Meeressäugetieren dar, und das noch in einer Entfernung von vielen Kilometern. -> WEITERLESEN <-

Ägypten: Tourismus vertreibt Delfine

Deutsche Reiseveranstalter wie Thomas Cook, Neckermann oder TUI beteiligen sich an brutalen Delfin-Hetzjagden

In Ägypten sind kommerziell organisierte Ausflüge zu Delfingruppen im Roten Meer eine ernsthafte Bedrohung für die betroffenen Tiere. Die Situation ist durch den Massentourismus völlig aus dem Ruder gelaufen. Deutsche Reiseveranstalter verdienen beim Schwimmen mit Delfinen an der touristischen Tierquälerei kräftig mit, denn Bootsausflüge zu Indopazifischen Großen Tümmlern bei Hurghada oder den Spinnerdelfinen beim Sataya-Riff, bei denen fast immer auch die Möglichkeit besteht, mit den Meeressäugern zu schwimmen, gehören für viele Touristen zum Höhepunkt ihrer Ägyptenreise. -> WEITERLESEN <-

Besserer Schutz für Rochen und Haie

Meilenstein für bedrohte Meerestiere

Seit dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES, berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Erzeugnisse aus diesen Arten, wie z.B. von Mantarochen oder Heringshai, dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen. Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist der verbesserte Schutz für Rochen und Haie ein Meilenstein für den Artenschutz. Bei den Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai sowie drei Arten von Hammerhaien. -> WEITERLESEN <-

Siebzig neue EU-Meeresschutzgebiete

Große Chance für den Schutz der Meere

Im Anschluss an die Jahrestagung 2014 der Nordostatlantik-Staaten, auch Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) genannt, haben Schottland, Spanien und Portugal über 70 neue Meeresschutzgebiete ausgerufen beziehungsweise angekündigt. Darunter sind auch große Tiefseegebiete und unterseeische Berge, die eine besonders vielfältige Unterwasserwelt beherbergen. Hier leben zahllose, zum Teil seltene und bedrohte Meerestierarten, wie Tiefseehaie, Korallengärten oder Tiefseeschwämme. -> WEITERLESEN <-

Robert Habeck opfert Meerestiere

In einem Stellnetz ertrunkener Schweinswal.

In einem Stellnetz ertrunkener Schweinswal.
Foto: Krzysztof E. Skora

Entlang der Küsten Schleswig-Holsteins sind massive Verluste an Schweinswalen und Seevögeln in Stellnetzen zu befürchten

Der Grund: Eine Vereinbarung über eine freiwillige Netzreduktion, die der grüne Umweltminister Robert Habeck mit dem Landesfischereiverband und dem Fischereischutzverband im vergangenen Jahr getroffen hat, geht an den Schutzbedürfnissen völlig vorbei. Wiederholt hatten Umwelt- und Naturschutzorganisationen Umweltminister Robert Habeck scharf wegen der Vereinbarung angegriffen und sie als „umweltpolitische Bankrotterklärung eines grünen Umweltministers“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Ein Schwarm Atlantischer Blauflossen-Thunfische.

Ein Schwarm Atlantischer Blauflossen-Thunfische. Foto: NOAA

Für Sushi!

Die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) will den kommerziellen Fang und die Sportfischerei von Nordpazifischen Blauflossenthunfischen in US-Gewässern verbieten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssten in US-Gewässern trotzdem gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freigelassen werden. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, hauptsächlich zur Befriedigung der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als „Maguro“) in Japan, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. -> WEITERLESEN <-

Alaska bis Mexiko – Grauwale wandern weit

Die jährlichen Wanderungen der ost-pazifischen Grauwale gehören zu den bekanntesten und längsten im Tierreich

Bei ihrer Rundwanderung zwischen den Nahrungsgründen entlang der Küste Alaskas und den Fortpflanzungsgründen entlang der Küste Mexikos in die Baja California, wo sie normalerweise im Dezember eintreffen. Dort halten sie sich dann bis zu vier Monate lang auf, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Grauwale legen dabei bis zu 20 000 Kilometer zurück. Lediglich Buckelwale wandern noch längere Strecken. -> WEITERLESEN <-