Seehundjäger

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Seehundjäger (Schleswig-Holstein) und Wattenjagdaufseher (Niedersachsen) erschießen an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr viele Hundert kranke, verletzte oder verlassene, meist junge, Robben (Seehunde und Kegelrobben). Angeblich ersparen sie diesen Tieren „unnötige Leiden“. Die Beurteilung, ob ein Seehund oder eine Kegelrobbe „notgetötet“ werden muss, treffen sie situativ allein. Doch können Seehundjäger das überhaupt beurteilen? Sie sind schließlich nur Hobbyjäger, die zusätzlich geschult werden. Keine Experten.

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Island will Walfang beenden

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Bereits seit drei Jahren sind Walfänger in Island beschäftigungslos. Jetzt äußerte Svandís Svavarsdóttir, isländische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei, gegenüber der Nachrichtenagentur Morgunblaðiðs ernsthafte Zweifel an der Weiterführung des Walfangs in Island ab 2024. Es gäbe kaum noch eine Rechtfertigung für neue Walfang-Quoten meint Svavarsdóttir. Sie will zwar noch eine Studie über mögliche ökonomische und soziale Auswirkungen des isländischen Walfangs anfertigen lassen. Doch es wird nicht davon ausgegangen, dass Walfang im Ergebnis noch eine ökonomische Bedeutung für den Inselstaat im Nordatlantik haben kann. „Es muss nachgewiesen werden, dass eine Erneuerung der Fangrechte wirtschaftlich vertretbar ist“, erklärte Svavarsdóttir.  „Warum sollte Island das Risiko eingehen, eine Fischerei aufrechtzuerhalten, die keinen wirtschaftlichen Nutzen gebracht hat, um ein Produkt zu verkaufen, das kaum gefragt ist? Alles in allem gibt es kaum einen Grund, den Walfang nach 2024 zuzulassen.“

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Ein Herz für Geigenrochen

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Die Schweizer Meeresbiologin und Haiforscherin Dr. Kerstin Glaus wird für uns in einem auf zwei Jahre angelegten Projekt Untersuchungen zu Vorkommen von Geigenrochen in Fidschi und deren Artzusammensetzung durchführen. Denn es gibt verlässliche Hinweise (Beifänge und anekdotische Berichte lokaler Fischer), dass sie noch in den Gewässern bei den Fidschi-Inseln leben. Unbekannt ist jedoch, in welchen Lebensräumen sie sich aufhalten und um welche Arten es sich handelt. Experten vermuten sogar das Vorkommen endemischer Arten. Also von Arten, die es nur vor Fidschi und sonst nirgends auf der Welt gibt.

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Marine sprengt Ostsee-Schweinswale

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Nun ist es offiziell. Die Seestreitkräfte der Bundesrepublik sind für den Tod von mindestens zehn Ostsee-Schweinswalen, die zwischen September und November 2019 an verschiedenen Orten der Ostseeküste Schleswig-Holsteins strandeten, verantwortlich. Im August 2019 hatten deutsche Marinekräfte im Rahmen eines NATO-Manövers unter Missachtung von Umweltauflagen und mitten im Meeresschutzgebiet Fehmarnbelt 42 britische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt. In den folgenden Wochen strandeten 24 tote Schweinswale an der Ostseeküste. Es dürften allerdings weitaus mehr der kleinen Meeressäuger gestorben sein. Längst nicht jedes Todesopfer wird an Land gespült.

Im Anschluss an das skandalöse Verhalten der Bundesmarine verhängte die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im September 2019 ein Verbot für militärische Unterwassersprengungen. Damit sollten weitere Schäden für die Umwelt verhindert werden.

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