Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten „Shark Finning“, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab. Dann werfen sie die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere zurück ins Meer. Dort sterben sie langsam. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lenge den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. Denn die Fangrate steigt ständig. Doch Haie haben nur wenig Nachwuchs. Viele Arten benötigen bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind. -> WEITERLESEN <-

Tödliche Plastikabfälle

Edgar Allen Poe würde heute wohl eher über einen „Sturz in den Müllstrom“, denn von einem in einen Mahlstrom erzählen…

Die Meere drohen an dem, was bei der Zivilisation hinten heraus kommt, zu ersticken. Denn von den jährlich mehr als 125 Millionen Tonnen Kunststoff, die wir produzieren, landet ein beträchtlicher Teil als Plastikmüll im Meer. Plastikabfälle werden nicht nur an Stränden zurückgelassen oder von Schiffen aus ins Wasser geworfen. Sie gehen auch als Netzreste aus der Fischerei verloren. Oder sie werden gezielt zur Abfallbeseitigung versenkt. Hinzu kommt ein beträchtlicher Anteil, der von Flüssen und Wind ins Meer geschwemmt wird. Hätten Kolumbus und seine Männer ihre Lebensmittel schon in Plastiktüten transportiert – die Reste davon würden sich noch heute an Amerikas oder, je nach Strömungslage, auch an viel weiter entfernten Stränden finden. Insofern haben die Meere sogar noch Glück. Denn Plastik erfreut sich als wesentlicher Bestandteil der industriellen Wegwerf-Gesellschaft, erst seit dem vergangenen Jahrhundert so großer Beliebtheit.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) bestehen drei Viertel des Mülls im Meer aus Kunststoffen. Durchschnittlich treiben etwa 13.000 Partikel aus Plastikmüll auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. -> WEITERLESEN <-

Großer Erfolg: 25 Jahre SAFE

Das Logo SAFE des internationalen Kontrollprogramms für delfinsicher gefangenen Thunfisch.SAFE fegte „delfintödlichen“ Dosenthunfisch weltweit weitestgehend vom Markt

Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch. Ins Leben gerufen hat es das Earth Island Institute (EII) aus Kalifornien. -> WEITERLESEN <-

Ungleicher Sex: Löcherkraken haben die kleinsten Männchen

Oktopus mit gewaltiger Frauenpower und den kleinsten Männchen

Eine der krassesten Formen unterschiedlicher Geschlechtergrößen entdeckten australische Forscher 2002 beim seltenen Blanket-Oktopus oder Löcherkraken (Tremoctopus violaceus). Sie haben die kleinsten Männchen im Tierreich. Man könnte es ungleichen Sex nennen, wenn nur 3 cm große Männchen auf 10 kg schwere Weibchen treffen. Doch der extreme Geschlechtsdimorphismus hat seinen Sinn. Wahrscheinlich hängt er mit der Lebensweise dieser seltenen Krakenart zusammen.

Dem Zoologen Mark Norman und seinen Kollegen vom Victoria-Museum in Melbourne gelang es 2002 zum ersten Mal, ein lebendes Männchen zu fotografieren. Doch nicht nur das. Bei einem Nachttauchgang nördlich des Great-Barrier-Riffs fingen sie ein Exemplar ein. Das war sicherlich ein mehr als glücklicher Fund. Denn männliche Blanket-Oktopusse sind mit ihren 3 cm Länge nur etwa so groß wie eine Bohne und wiegen nur ein Viertelgramm. Damit erreichen sie gerade die Größe der Pupille des bis zu 2 m großen, 10 kg schweren und damit um das 40.000-Fache schwereren Weibchens. -> WEITERLESEN <-

Doch nicht ausgestorben: Omurawal

Erstmals in der Geschichte wurden lebende Exemplare fotografiert

Der Omurawal ist doch nicht ausgestorben! Denn zwischen 2011 und 2014 sichtete ein internationales Team von Ozeanforschern um Salvatore Cerchio von der Woods Hole Oceanographic Institution und dem New England Aquarium mehrfach die als ausgestorben geltenden Bartenwale. Vor der Küste Madagaskars gelang es ihnen sogar, erstmals lebende Exemplare zu fotografieren. Außerdem konnten sie die Lebensweise dieser, dem Brydewal zum Verwächseln ähnlich sehenden, Bartenwale untersuchen. Ihren Sensationsfund veröffentlichten die Forscher  im Oktober 2015 im Online-Fachportal „Royal Society Open Science“. -> WEITERLESEN <-

Für Meeressäuger tödlich: Militärische Sonare

Besonders sehr tief tauchende Schnabelwale sind betroffen

Moderne Zerstörer und Kreuzer setzen zur Ortung von U-Booten und Torpedos militärische Sonare ein. Doch wenn bei Marinemanövern Mittelfrequenzsonare (MFAS) oder Niedrig-Frequenz-Sonartechnologie (LFAS) eingesetzt werden sterben regelmäßig Meeressäuger. Insbesondere Schnabelwale sind betroffen. Taktische Mittelfrequenz-Sonare (MF Sonare) operieren mit frequenzmodulierten Tönen von ca. 2 bis 8 kHz. Dabei erreichen sie einen Nenn-Schallpegel von 235 dB (der maximale Pegel kann noch lauter sein). Für Meeressäuger bedeutet dieser extrem hohe Lärmpegel ein tödliches Verletzungsrisiko (Blutungen, akustisches Trauma). Hinzu kommt ein erhebliches Risiko für Gehörschäden. Und das noch in vielen vielen Kilometern Entfernung. -> WEITERLESEN <-

Ägypten: Tourismus vertreibt Delfine

Deutsche Reiseveranstalter wie Thomas Cook, Neckermann oder TUI beteiligen sich an brutalen Delfin-Hetzjagden

In Ägypten sind kommerziell organisierte Ausflüge zu Delfinen im Roten Meer eine ernsthafte Bedrohung für die betroffenen Tiere. Die Situation ist durch den Massentourismus völlig aus dem Ruder gelaufen. Deutsche Reiseveranstalter verdienen beim Schwimmen mit Delfinen an der touristischen Tierquälerei kräftig mit. Denn Bootsausflüge zu den Delfinen im Roten Meer gehören zum Höhepunkt einer jeden Ägyptenreise. Fast immer im Vordergund steht hierbei das Verlangen, mit den Meeressäugern zu schwimmen. Doch der Tourismus vertreibt Delfine. -> WEITERLESEN <-

Besserer Schutz für Rochen und Haie

Meilenstein für bedrohte Meerestiere

Seit dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES. Dann dürfen Erzeugnisse aus diesen Arten, wie z.B. von Mantarochen oder Heringshai, nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen. Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist der verbesserte Schutz für Rochen und Haie ein Meilenstein für den Artenschutz. Damit sind nun Weißspitzenhochseehaie, Heringshaie, drei Arten der Hammerhaie sowie die Mantarochen besser vor Ausbeutung durch den internationalen Handel geschützt. -> WEITERLESEN <-

Siebzig neue EU-Meeresschutzgebiete

Große Chance für den Schutz der Meere

Im Anschluss an die Jahrestagung 2014 der Nordostatlantik-Staaten, auch Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) genannt, haben Schottland, Spanien und Portugal über 70 neue EU-Meeresschutzgebiete ausgerufen beziehungsweise angekündigt. Darunter sind auch große Tiefseegebiete und unterseeische Berge. Hier findet man eine besonders vielfältige Unterwasserwelt. Sie sind Lebensraum für zahllose, zum Teil seltene und bedrohte Meerestierarten. Darunter Tiefseehaie, Korallengärten oder Tiefseeschwämme. -> WEITERLESEN <-

Robert Habeck opfert Meerestiere

Massive Verluste an Schweinswalen und Seevögeln in Stellnetzen an den Küsten von Schleswig-Holstein

Der Grund: Eine Vereinbarung über eine freiwillige Netzreduktion, die der grüne Umweltminister Robert Habeck mit dem Landesfischereiverband und dem Fischereischutzverband im vergangenen Jahr getroffen hat. Denn diese geht an den Schutzbedürfnissen völlig vorbei. Wiederholt hatten Umwelt- und Naturschutzorganisationen Habeck scharf wegen der Vereinbarung angegriffen. Denn es ist die umweltpolitische Bankrotterklärung eines grünen Umweltministers. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Aussterben wegen Sushi!

Nordpazifischen Blauflossenthunfische sind die teuersten Fische der Welt. Und bald ausgestorben. Um das zu verhindern, will die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den kommerziellen Fang verbieten. Auch für die Sportfischerei in US-Gewässern soll das Verbot gelten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssen Fischer in US-Gewässern gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freilassen. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. Sie sind Opfer der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als „Maguro“) in Japan. -> WEITERLESEN <-

Alaska bis Mexiko – Grauwale wandern weit

Die jährlichen Wanderungen der ost-pazifischen Grauwale gehören zu den bekanntesten und längsten im Tierreich

Bei ihrer Rundwanderung zwischen den Nahrungsgründen entlang der Küste Alaskas und den Fortpflanzungsgründen entlang der Küste Mexikos in die Baja California, wo sie normalerweise im Dezember eintreffen. Dort halten sie sich dann bis zu vier Monate lang auf, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Grauwale legen dabei bis zu 20 000 Kilometer zurück. Lediglich Buckelwale wandern noch längere Strecken. -> WEITERLESEN <-