MSC-Fischlabel in der Kritik

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es an eine Thunfischerei aus Mexiko vergeben worden, die beim Thunfischfang Delfine jagt, verletzt und tötet.

Bereits vor einem Jahr zeigte eine interdisziplinäre Studie von Wissenschaftlern aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationaler Kollegen, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. Von 31 Fischbeständen im Nordostatlantik, die die Forscher unter die Lupe nahmen, wurden mehr als zehn Bestände stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

Namibia: Erfolg für den Meeresschutz

Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias!

Das ist ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika: Das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien exportieren wollte, hat seine Pläne aufgeben müssen. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt. -> WEITERLESEN <-

Australien: Sondererlaubnis für neue Hainetze

Delfine, Haie, Seekühe und Meeresschildkröten werden für den Tourismus geopfert

Josh Frydenberg, neuer australischer Umweltminister, hat mit einer Sondererlaubnis das Stellen von bis zu 10 Hainetzen an fünf Stränden entlang der Nordküste des Bundesstaates New South Wales ermöglicht. Frydenberg will mit seiner umstrittenen Entscheidung die lokale Tourismusindustrie stützen. Damit verurteilt er unzählige bedrohte Meerestierarten, darunter Delfine, Haie, und Meeresschildkröten, zu einem sinnlosen und grausamen Tod. Wir haben Frydenberg dringend aufgefordert, seine Sondererlaubnis aus Artenschutzgründen rückgängig zu machen und sich für die Installation nicht-tödlicher Haischutzmaßnahmen einzusetzen. -> WEITERLESEN <-

Hainetze: Todesfalle für Haie und Delfine

Südafrika – KwaZulu-Natal: Hainetze vernichten große Haie und seltene Delfinart

Bade- und Surfstrände erfreuen sich an den Küsten von Südafrika oder Australien großer Beliebtheit. Der Bade-Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die umliegenden Städte und Gemeinden. Für Meerestiere wie Delfine, Haie, Meeresschildkröten und größere Fische hört der Spaß allerdings spätestens dann auf, wenn sie auf einen vor Haiangriffen geschützten Strand zuschwimmen. Der Ausflug endet für sie nicht selten tödlich. In Südafrika besonders an den Stränden der an Mosambik angrenzenden Provinz KwaZulu-Natal. -> WEITERLESEN <-

IWC will Vaquita retten

Vaquita im Golf von Kalifornien.

Vaquita im Golf von Kalifornien.
Foto: ©Paula Olson/NOAA/public domain

Illegale Stellnetzfischerei droht die letzten Kalifornischen Schweinswale auszurotten

Vaquitas gelten aufgrund ihres sehr kleinen Verbreitungsgebietes im nördlichen Golf von Kalifornien (Mexiko) verbunden mit dem enorm hohen Nutzungsdruck in ihrem Lebensraum als eine der am stärksten vom Aussterben bedrohte Meeressäugerart der Welt.

Die nur etwa 1,5 Meter groß werdenden Vaquitas (Phocoena sinus), auch Kalifornische Schweinswale genannt, gehören zu den kleinsten Delfinartigen, die es gibt. -> WEITERLESEN <-

Erfolge für Meerestiere auf CITES-Konferenz

Artenschutzkonferenz in Südafrika endet mit Erfolgen für Haie, Rochen und Kaiserfische

Auf der Anfang Oktober 2016 in Johannesburg zu Ende gegangenen 17. Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (engl. CITES) konnten wichtige Erfolge für den Schutz von Haien, Rochen und des Orange-Prachtkaiserfisches erzielt werden. So finden sich auf CITES-Anhang II jetzt auch drei Arten Fuchshaie, der Seidenhai (Carcharhinus falciformis) sowie neun Arten Teufels- oder Mantarochen wieder. Der Anhang II listet Arten, die vom Aussterben bedroht sein könnten. Der Handel mit diesen Arten oder aus ihnen gefertigten Produkten, ist nur erlaubt, wenn er nachweislich das Überleben der Art nicht gefährdet.

Die Handels-Beschränkungen wurden jeweils mit großer Mehrheit beschlossen. Somit hat CITES seit 2003 immerhin 13 Hai- und elf Rochenarten in seine Anhänge aufgenommen und damit ihren Schutzstatus verbessert – jedes Mal gegen den entschiedenen Widerstand von China, Japan und Island. Es geht also voran beim Haischutz – wenn auch nur in quälend langsamen Schritten. -> WEITERLESEN <-

Umweltgifte gefährden Delfine

Hohe Konzentrationen von PCB und Quecksilber gefährden den Bestand im Ärmelkanal

Nach einer Anfang September vorgestellten Studie der französischen Ökotoxikologin Cyrielle Zanuttini und ihrer Kollegen sind Delfine im Ärmelkanal durch hohe Konzentrationen giftiger Polychlorierter Biphenyle (PCB) und Quecksilber belastet.

Damit bestätigen sich die Ergebnisse einer britischen Studie vom Anfang des Jahres, die die großflächige Vergiftung von Delfinen in europäischen Gewässern mit PCB dokumentierte. Bei rund 400 untersuchten Tieren stellten die französischen Wissenschaftler 1,4 Mal mehr PCB fest als eine vergleichbare Untersuchung aus dem USA gezeigt hatte. Auch die gemessenen Quecksilber-Konzentrationen seien besorgniserregend hoch, warnt Cyrielle Zanuttini. -> WEITERLESEN <-

Hurghada-Delfine besser geschützt

Schutzzonen und neue Regeln für Delfin-Touren und das Schwimmen mit Delfinen

Einen wichtiger Erfolg für die vor Hurghada lebenden Indopazifischen Großen Tümmler erreichte das von uns geförderte Projekt „Care for Dolphins / Delfinschutz im Roten Meer“ der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz). Der Gouverneur für das Rote Meer, Generalmajor und Minister Ahmed Abdullah, stimmte einem von der DWA in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Umweltschutzorganisationen erarbeiteten Verhaltenskodex für Delfinbeobachtungs-Touren und der Einrichtung von zwei Schutzzonen im nördlichen Roten Meer vor Hurghada zu. Die neuen Regularien sind für die Tourenanbieter verbindlich. Die Einhaltung der Schutzzonen, die im September 2016 eingerichtet werden, soll durch Ranger des „Red Sea“ Nationalparks durch verstärkte Patrouillen kontrolliert werden. -> WEITERLESEN <-