Das blaue Wunder

Warum das Meer leuchtet, Fische singen und unsere Beziehung zum Meer so besonders ist – Erstaunliche Einblicke in eine geheimnisvolle Welt

Der Faszination Meer kann sich wohl kaum jemand entziehen. Und „Das blaue Wunder“ von Frauke Bagusche zeigt einmal mehr, dass dies seinen guten Grund hat. Als promovierte Meeresbiologin ist die Autorin viel in der Welt herumgekommen. Sie arbeitete unter anderem als Leiterin meeresbiologischer Stationen auf den Malediven. Auf Unterwassertouren und Expeditionen begegnete sie Haien, Delfinen, Meeresschildkröten und vielen weiteren Meereslebewesen. Doch nicht nur diesen – auch Plastikmüll war allgegenwärtig. Für Menschen ein Störfaktor in der herrlichen Kulisse. Für Meeresbewohner ein krankmachender und oft tödlicher Faktor. Das blaue Wunder ist in Gefahr!

Große und kleine Wunder

Bullenhaie beim Synchronschwimmen.

Bullenhaie beim Synchronschwimmen
Foto: Fiona Ayerst/Marine Photobank

Es geht um kleine und große Lebewesen, ihre Leistungen, ihre Rolle im Ökosystem und den Gefahren, denen sie ausgesetzt sind. Angefangen von Phytoplankton, einem wichtigen Sauerstoffproduzenten für unseren Planeten, über Meeresschildkröten bis hin zu Haien.

Sie alle faszinieren mit erstaunlichen Leistungen: Etwa Lederschildkröten, die mehr als 1.000 Meter tief tauchen. Oder Makos, die Geschwindigkeiten bis über 75 km/h erreichen. Bullenhaie, die auch in Flüssen leben und bis zu 4.200 km flussaufwärts schwimmen. Und es gibt sogar eine Haiart, die auch Seegras frisst.

Sie alle sind gefährdet – Überfischung bedroht die Bestände vieler Haie und anderer Fische. Schildkröten sterben als Beifang in Fischernetzen. Plastikmüll wird von Meerestieren mit Nahrung verwechselt.

Fragen über Fragen

Cover des Buchs "Das Blaue Wunder" von Frauke Bagusche.

Warum ist die Ostsee weniger salzig als der Atlantik? Warum eigentlich verwechseln Seevögel Plastik mit Nahrung? Und was hat es mit „etwa hundert blassblauen Gestalten, die sich nicht fortbewegten“ auf sich, die Forscher in etwa 3 Kilometer Tiefe entdeckten?

Bagusche gibt mit „Das blaue Wunder“ Antworten auf viele Fragen und zieht dabei neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung heran. Wussten Sie, dass Fische gar nicht stumm sind oder Heringe – pardon – furzen?

Auch das ewige Thema der Geschlechterbeziehungen kommt nicht zu kurz: So haben beispielsweise Putzerlippfische ein ganz erstaunliches System entwickelt, bei dem die größte Haremsdame nach dem Ableben des „Meisters“ selbst die Führung übernimmt – als Mann.

Unterwasserapotheke

Die Ozeane sind jedoch mehr als nur faszinierende Lebensräume: Sie dienen uns Menschen sogar als „Apotheke“. Etwa Korallenriffe, in denen man „pharmazeutisch aktive Substanzen gegen Krankheiten wie Krebs, HIV und Arthritis“ findet.

Die marine Vielfalt ist bedroht

Plastikvermüllung der Ozeane, Lebensraumzerstörung, Überfischung … Als wäre das nicht genug, drohen in Zukunft weitere Gefahren. So schreibt Bagusche, dass sich Deutschland bereits ein Areal für den Abbau von Manganknollen gesichert hat. Die schädlichen Folgen für das Ökosystem werden enorm sein, wenn der – inzwischen machbare – Abbau in rund 4.000 Metern Tiefe beginnt.

Das blaue Wunder – ein spannendes, lehrreiches Buch für alle Meeresliebhaber und Wissensdurstige!

Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
16 S. Farbbildteil, erschienen am 27. Mai 2019
ISBN: 978-3-453-28111-0
22,00 Euro

Auch als E-Book erhältlich: € 17,99

Über die Autorin

Dr. Frauke Bagusche ist Meeresbiologin. Unter anderem segelte sie 9.500 Kilometer von der Karibik durch den Atlantik ins Mittelmeer, um auf die Vermüllung der Ozeane aufmerksam zu machen. Sie hält deutschlandweit Vorträge und gibt Schulungen zu meeresbiologischen Themen.

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