Supertrawler plündert britische Gewässer

In Australien verbannter Supertrawler darf in der EU fischen

Entsetzen herrscht unter britischen Fischern und europäischen Meeresschützern. Denn die „Margiris“, der mit 143 m Länge zweitgrößte Fabriktrawler der Welt, fischt seit Anfang Oktober im Ärmelkanal. Ihr 600 m langes und fast 200 m breites Schleppnetz hinterlässt eine Spur der Verwüstung. „Die vielfach von der EU beteuerte Umkehr zu nachhaltiger Fischerei ist nur ein Lippenbekenntnis. Sonst dürften weder die Margiris noch andere derartige Fischereimonster in europäischen Gewässern operieren“, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM). Und doch hat alles seine Richtigkeit. Die „Margiris“ ist nämlich völlig legal und in Einklang mit europäischen Fischereirichtlinien auf ihrem Kurs der Vernichtung marinen Lebens. Aus australischen Gewässern dagegen wurde sie bereits 2013 verbannt. -> WEITERLESEN <-

Überfischung in der EU bis 2020 beenden

Dringender Appell an den EU-Fischereirat

Seit Jahren beteuert die EU, sie wolle die Überfischung beenden. Dennoch lagen 2019 noch immer 41 % der im Nordostatlantik festgesetzten Fanggrenzen oberhalb wissenschaftlicher Empfehlungen. Nun steht die Entscheidung über Gesamtfangmengen für 2020 an. Es ist die letzte Chance der EU-Minister, nachhaltige Fanggrenzen für alle Bestände festzulegen. Die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Fischereipolitik steht auf dem Spiel! -> WEITERLESEN <-

Azoren: Protest gegen illegale Fischerei und Überfischung

Nachhaltiger Tourismus und Raubbau an der Meeresumwelt passen nicht zusammen

Die Lokalregierung der Azoren soll endlich effektive Schutzmaßnahmen für Haie, Thun- und Schwertfische, insbesondere in Meeresschutzgebieten, durchsetzen. Das fordern 41 internationale Meeresschutzorganisationen und portugiesische Tauchbasen in einem gemeinsamen Brief an Vasco Alves Cordeiro, den Präsidenten der Lokalregierung. Die von SHARKPROJECT gestartete Initiative gegen illegale Fischerei und die Vernichtung der Artenvielfalt im Atlantik unterstützen neben der Deutschen Stiftung Meeresschutz (DSM) unter anderem auch Greenpeace, Sea Shepherd und Stop Finning e. V. -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Weltmeere

Internationale Expertengruppe fordert Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten

Experten des Teams Ocean Governance vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) aus Potsdam sehen die Ozeane in akuter Gefahr. Sie haben daher einen Rettungsplan für die Weltmeere aufgestellt. Zentrale Forderung darin ist ein Hochseeabkommen mit großflächigen Schutzgebieten. „Es besteht schneller Handlungsbedarf. Denn es mehren sich die Anzeichen von Veränderungen der Ozeane, die rascher auftreten als dies selbst jüngere Modelle prognostiziert haben“, sagt Mitautor Torsten Thiele vom IASS. Thiele zählt zu den Experten des Internationalen Programms zum Zustand der Ozeane (IPSO). Das multidisziplinäre IPSO-Team, bestehend aus Meeresforschern und Experten aus den Bereichen Recht, Politik und Finanzen, überprüfte die Ergebnisse von 131 wissenschaftliche Arbeiten. Dadurch konnten sie sowohl zu erwartende Veränderungen als auch Folgen von Untätigkeit bewerten. -> WEITERLESEN <-

Kegelrobben in der Ostsee – geliebt und gejagt

Nicht nur auf Durchreise: Auch 2019 werden wieder Kegelrobben-Babys erwartet

Im März 2018 war es soweit: Nach etwa 100 Jahren gab es wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostsee. Insgesamt kamen 2018 an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns vier Jungtiere zu Welt. Diese größten in Deutschland freilebend vorkommenden Raubtiere tauchen seit 2005 immer häufiger bei uns auf. Und mittlerweile ist klar, dass sich die bis zu 300 kg schweren und 2,5 m großen Hundsrobben bei uns wieder ansiedeln. Kegelrobben in der deutschen Ostsee schauen nicht nur einfach mal vorbei. -> WEITERLESEN <-

Der deutschen Nord- und Ostsee geht es schlecht

Probleme vor allem durch Fischerei, Landwirtschaft und Meeresmüll

Fisch-, Vogel- und Säugetierarten in Nord- und Ostsee haben es schwer. Denn die Belastung der Meeresökosysteme ist zu hoch. Darauf weist das Umweltbundesamt (UBA) anlässlich der aktuellen Berichte zum Zustand der deutschen Ostsee- und Nordseegewässer hin. Erstellt wurde diese Bestandsaufnahme von der Bundesregierung und den Küstenbundesländern für die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Viel verbessert hat sich nicht. Allerdings sind die Probleme altbekannt: Eutrophierung (Überversorgung mit Nährstoffen), Fischerei und Vermüllung, vor allem mit Kunststoffen. Weiterhin besorgniserregend ist das Eindringen nicht-einheimischer Arten (Bioinvasoren). -> WEITERLESEN <-

Stark gefährdet: Haie und Rochen in Nord- und Ostsee

Regulierung der Fischerei in deutschen Natura-2000-Gebieten unverzichtbar

Haie, Rochen und Chimären in der deutschen Nord- und Ostsee haben es schwer. Zu diesem Schluss kommt ein Hamburger Forscherteam. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) analysierte es Vorkommen und Gefährdung dieser Knorpelfische in deutschen Meeren. Im Ergebnis gilt nur eine einzige der zehn heimischen Arten als ungefährdet. Dies ist der Kleingefleckte Katzenhai (Scyliorhinus canicula). -> WEITERLESEN <-

Umstritten: MSC zertifiziert FAD-Fischerei

Fischsammler (FADs) sind wegen hoher Beifangraten nicht nachhaltig!

Erstmals hat das Marine Stewardship Council (MSC) eine Fischerei als nachhaltig zertifiziert, die sogenannte FADs (fish aggregating devices) oder Fischsammler einsetzt. Es handelt sich um das spanische Unternehmen Echebastar. Folglich darf sie künftig für Skipjack-Thunfischfänge aus dem Indischen Ozean das begehrte, verkaufsfördernde blaue Fischsiegel verwenden. Meeresschützer kritisieren die erneute Zertifizierung einer nicht-nachhaltigen Fischerei seitens des MSC scharf. Denn die von Echebastar beim Thunfischfang eingesetzte Fangmethode ist stark umstritten. FAD-Fischerei verursacht hohe Beifangraten. Aus diesem Grund sterben viele Jungfische, Haie und andere Fischarten, Meeresschildkröten, aber auch Wale und Delfine. Denn sie werden von den FADs ebenfalls angelockt und unweigerlich mitgefangen. -> WEITERLESEN <-

Nicht nachhaltig: Zuchtlachs mit ASC-Fischsiegel

Nur ein kleiner Teil der zertifizierten Zuchtbetriebe erfüllt die ASC-Kriterien

Zuchtlachs mit dem ASC-Umweltsiegel (Aquaculture Stewardship Council) ist weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Dies zeigt eine weltweite Untersuchung von SeaChoice zu Umweltzertifizierungen von Lachsfarmen. So erhielten und behielten kanadische Lachsfarmen mit einem 148 Mal höheren als erlaubten Seelausbefall  das ASC-Fischsiegel. Ebenso Betriebe in Norwegen und Chile. Obwohl sie 330 % höhere Mengen chemischer Substanzen, als es die Norm zulässt, zur Bekämpfung von Seeläusen einsetzten. Deutschland ist (nach den Niederlanden) weltweit der zweitgrößte Markt für ASC-zertifizierten Lachs.

„Eine Umweltzertifizierung sollte nur Zuchtbetriebe mit exzellenten Verfahren auszeichnen. Diese müssen ohne Ausnahme die strengen Kriterien erfüllen. Stattdessen stellte sich heraus, dass nur rund 20 % der Lachsfarmen tatsächlich die ASC-Kriterien erfüllen. Wenn Verbraucher Produkte mit diesem Label kaufen, bekommen sie nicht das, was sie denken“, erklärt Kelly Roebuck, Hauptautorin des Berichts. -> WEITERLESEN <-

Neue EU-Subventionen für neue Fischtrawler

Bis zum letzten Fisch

Allen Beteuerungen und Reformbestrebungen der europäischen Fischereipolitik zum Trotz will die EU-Kommission für die sogenannten „Gebiete in äußerster Randlage“ Subventionen zum Bau neuer Fischtrawler gewähren. Zu den Gebieten in äußerster Randlage zählen neun Gebiete der EU. Dazu gehören aus Frankreich: Guadeloupe, Französisch-Guayana, La Réunion, Martinique, Mayotte und St. Martin. Während Portugal Madeira und die Azoren „ins Rennen schickt. Schließlich sind da noch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Begründet wird dies u.a. mit der dringend notwenigen Modernisierung der Fischereiflotten in den Gebieten in äußerster Randlage. Denn die dortigen Flotten seien untragbar veraltet und die Kutter zu klein. Folglich können sie mit ihrer beschränkten Kapazität und niedrigen Entfernungsleistung auf See ihre Fischereiressourcen nicht effektiv nutzen. -> WEITERLESEN <-

Mehr Schutz für Haie und Korallenriffe!

Wege zum schonenden Umgang mit dem Lebensraum Meer

Um der Zerstörung der Meere und ihrer Flora und Fauna durch das sogenannte Shark Finning und die Haifischerei generell, aber auch durch Dynamitfischerei und rücksichtslosem Tourismus entgegenzuwirken, befasst sich Julian Engel im Rahmen seiner Masterarbeit mit dem Ausbau von nachhaltigem Tourismus als alternative Existenzmöglichkeit in Entwicklungsländern. Speziell ging es dem jungen Tropenökologen um die Korallenriffe und den Haitourismus beim Pazifischen Fuchshai (Alopias pelagicus) vor der philippinischen Insel Malapascua.

Julians Arbeit, der sich als 2. Vorsitzender auch in der deutschen NGO Stop Finning engagiert, hatte etliche positive „Nebenwirkungen“. Sie stieß bei Einheimischen und Experten auf großes Interesse. Deshalb wird er seine Forschungsergebnisse demnächst auf einem Korallenriffsymposium vorstellen. So werden dank seiner Arbeit außerdem erste, wenngleich zaghafte Schritte für ein marines Schutzgebiet eingeleitet.

Hier Julian Engels Erfahrungsbericht seines knapp halbjährigen Einsatzes auf den Philippinen:

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Auf der Kippe: Vertrauen der Verbraucher in das MSC-Siegel

Ergebnisse einer neuen Verbraucherumfrage zu Ökosiegel für nachhaltigen  Fischfang veröffentlicht

Pressemitteilung, 26. April 2018 – Neueste Umfrageergebnisse einer im Auftrag der „Make Stewardship Count“-Koalition durchgeführten Verbraucherumfrage zeigen, dass der Marine Stewardship Council (MSC-Siegel) Gefahr läuft, das Vertrauen der Verbraucher komplett zu verlieren. Vor allen Dingen wegen seiner Haltung wesentlichen Themengebieten wie der Reduzierung des Beifangs von gefährdeten und geschützten Tierarten. Oder der gezielten Verfolgung und Einkesselung von Delfinen. Ferner der Zerstörung mariner Lebensräume oder der wirksamen Unterbindung des „Finning“ von Haien. Dabei werden den meist noch lebenden Tieren die Flossen abgeschnitten werden. Anschließend werden die Haikörper ins Meer zurückgeworfen werden. Dort ersticken sie bewegungsunfähig oder werden von anderen Tieren gefressen.

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Fischsiegel MSC: Die dunkle Seite

Ist der das Fischsiegel MSC „auf die dunkle Seite“ gewechselt?

„Köder im Kühlregal – die dunkle Seite des Fischsiegels MSC“

Ein Film von Wilfried Huismann: ARD 23.04.2018 um 22:45

Immer wieder begegnet Huismann auf seiner Recherchereise  der Vorwurf, der MSC halte seine selbst gesetzten Standards nicht ein. Dr. Daniel Pauly, einer der Mitbegründer des Ökosiegels wirft dem MSC gar vor, mittlerweile mehr den Industrieinteressen als den eigenen Ökostandards zu folgen. Der MSC wäre „auf die dunkle Seite“ gewechselt. Was ist dran an diesem Vorwurf? Die Story im Ersten liefert überraschende und ernüchternde Erkenntnisse.

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Greenwashing-Skandal: MSC-Fischlabel

Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler fordern: Zertifizierung verbessern!

Sechsundsechzig Meeres- und Umweltschutzorganisationen – darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz – sowie führende Meereswissenschaftler haben einen offenen Brief an den Vorsitzenden des Marine Stewardship Council (MSC), Dr. Werner Keine, geschrieben. Darin kritisieren sie den MSC im Hinblick auf „Principle 2“ des Standards (Einfluss auf das Ökosystem). Denn zunehmend werden mit dem MSC-Siegel Fischereien ausgezeichnet, obwohl diese Tausende von gefährdeten Meerestiere töten. Zusätzlich wird den marinen Lebensräumen irreversibler Schaden zugefügt. Diese Zertifizierungen, so der Brief, stellt die Glaubwürdigkeit des MSC infrage. Außerdem führt sie Verbraucher in die Irre. Denn diese vertrauen beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auf das MSC als Nachhaltigkeitssiegel. -> WEITERLESEN <-

Hai-Forschungsprojekt Philippinen – Zwischenbericht

Nachhaltiger Haitourismus als Alternative zu Haifang und Shark Finning

DSM unterstützt Hai-Forschungsprojekt auf den Philippinen: Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich der Tropenökologe Julian Engel mit der Entwicklung alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Ökotourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Die Hälfte seiner Zeit ist vorbei. Hier zieht er eine Zwischenbilanz. -> WEITERLESEN <-

Hongkong: Viele Haiflossen von bedrohten Haiarten

Mehr als ein Drittel der in Hongkong verkauften Haiflossen stammt von bedrohten Arten

Abgeschnittene Haiflossen liegen auf einer Karre.

Haiflossen, Ecuador
Foto: Rikke Færøvik Johannessen/Marine Photobank

Dies zeigte eine Studie von Wissenschaftlern der Florida International University (FIU). Mittels DNA-Analysen durchleuchteten sie den bisher undurchsichtigen Handel auf dem weltweit größten Markt für Haiflossen. Sie fanden besonders viele Produkte von bedrohten Haiarten.

Haiflossensuppe von bedrohten Haiarten

Das Ergebnis der Studie ist erschreckend. Denn von 4 800 zwischen Februar 2014 und Februar 2015 aus fast 100 Fischgeschäften gekauften Haiprodukten identifizierten die Forscher fast 80 Hai- und Rochenarten.

25 Prozent der Proben stammten von Arten, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als gefährdet gelistet sind. Weitere 8 Prozent stammten von bedrohten Haiarten. Darunter waren Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini), Großer Hammerhai (Sphyrna mokarran), Seidenhai (Carcharhinus falciformis) oder Großaugen-Fuchshai (Alopias superciliosus). 2016 importierte Hongkong 5 718 Tonnen Haiflossen. -> WEITERLESEN <-

Größtes Meeresschutzgebiet von Nordamerika ohne Fischfang

Refugium für Walhaie, Mantarochen und Delfine: Mexiko macht Revillagigedo-Inselgruppe zur Schutzzone

Die zur Welterbe-Liste der UNESCO zählende Revillagigedo-Inseln vor der Westküste Mexikos werden zum größten Natur- und Meeresschutzgebiet von Nordamerika. Künftig werden in dem aus vier unbewohnten Vulkaninseln bestehenden und sich über 420 km erstreckenden Archipel jegliche Fischereiaktivitäten verboten sein. -> WEITERLESEN <-

Philippinen: Nachhaltiger Haitourismus

Forschungsprojekt zum Haitourismus auf den Philippinen als Alternative zu Haifang und Shark Finning

Im Rahmen seiner Masterarbeit setzt sich Julian Engel mit der Entwicklung nachhaltiger und alternativer Existenzmöglichkeiten in Entwicklungsländern auseinander. Sein Fokus ist der Öko- und Haitourismus in Korallenriffen am Beispiel des Pazifischen Fuchshais (Alopias pelagicus) auf der philippinischen Insel Malapascua. Dort sind Fuchshaie DAS Highlight für Tauchtouristen. Denn in den Korallenriffen gibt es eine „Putzerstation“. An dieser lassen sich die Haie von Putzerfischen (Labroides dimidiatus) die Parasiten auf ihrer Haut entfernen. -> WEITERLESEN <-

MSC-Fischlabel in der Kritik

MSC unterstützt Jagen und Töten von Delfinen!

Das besonders in Deutschland weit verbreitete, blaue MSC-Siegel / MSC-Fischlabel des Marine Stewardship Council steht für nachhaltige und bestandserhaltende Fischerei – angeblich. Jetzt ist es auch für Thunfisch aus Mexiko vergeben worden. Doch bei diesem Thunfischfang werden Delfine gezielt gejagt, verletzt und getötet.

Bereits vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und internationale Kollegen eine interdisziplinäre Studie. Sie belegte, dass viele mit dem MSC-Fischlabel ausgezeichnete Produkte keinesfalls aus nachhaltig operierenden Fischereien stammen. 31 Fischbestände im Nordostatlantik nahmen die Forscher unter die Lupe. Von diesen erwiesen sich mehr als zehn Bestände als stärker befischt als es ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Teilweise wurde der vom MSC erlaubte Fang sogar um bis zu 50 Prozent überschritten. -> WEITERLESEN <-

Walmart verkauft delfin-tödlichen Thunfisch

Walmart Stop Killing Dolphins.EXPOSED: Walmart Selling Dolphin-Deadly Tuna

Mitarbeitern des US-amerikanischen Earth Island Institute (EII) ist es gelungen, einen Lebensmittelskandal zu entlarven. Denn der US-Konzern Walmart verkauft unter dem Markenname „Suli“ in seinen Supermärkten in Costa Rica mit delfin-tödlichen Methoden gefangenen mexikanischen Thunfisch aus Mexiko – und preist diesen als delfinsicher gefangen an. -> WEITERLESEN <-

Proteste nach Umweltkatastrophe in Vietnam

Nach Umweltschäden von ca. 1 Billion US-Dollar: Mutige Proteste und Klagewelle gegen Umweltsünder Formosa Steel

Am 2. Oktober 2016 versammelten sich rund 20.000 Demonstranten vor dem Stahlwerk Formosa Steel und forderten den Abzug des weltweit für Umweltskandale berüchtigten taiwanesischen Konzerns aus Vietnam. Außerdem solle es eine angemessene Entschädigung für die Betroffenen nach der Umweltkatastrophe in Vietnam geben. Und die Umweltschäden müssten behoben werden. Im April war es zu einem Massensterben von Fischen gekommen. Dies geschah, nachdem aus dem Formosa Steel Stahlwerk – angeblich wegen eines Stromausfalls – giftige Abwässer ungeklärt ins Meer gelangten. Tausende Fischerfamilien verloren ihre Existenzgrundlage, das marine Ökosystem soll auf Jahrzehnte zerstört sein. -> WEITERLESEN <-

Fischsterben Vietnam: Küste verseucht

Keine Lösung für Säuberung in Sicht

Ein massives Fischsterben sorgte Anfang April in Vietnam für Entsetzen. Über 200 km der Küste wurden verseucht. Schätzungsweise 277 Tonnen Fische wurden angeschwemmt bzw. starben in den zahlreichen Fischfarmen. Die Umweltkatastrophe erstreckte über die vier Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Als Verursacher wurde ein Stahlwerk von Formosa Steel ausgemacht. Aufgrund eines mehrtägigen Stromausfalls habe die dortige Kläranlage nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das gab man auf einer Pressekonferenz bekannt. Demzufolge liefen ungeklärte Abwässer ins Meer. Da sie mit den Umweltgiften Phenol, Cyanid sowie Eisenhydroxid verseucht waren, kam es in der Folge zu dem Fischsterben in Vietnam. -> WEITERLESEN <-

Umweltkatastrophe in Vietnam

Küstengewässer auf Jahrzehnte zerstört – Massives Fischsterben – Hunderttausende verlieren Lebensgrundlage

Ende Juni sollte die Roheisengewinnung im erst Ende 2015 in Betrieb genommenen Stahlwerk Formosa Steel Ha Tinh in Vietnam beginnen. Doch bereits in der Pilotphase kam es zu einer Umweltkatastrophe. In deren Folge wurde die Küste verseucht. Es kam zu einem massiven Fischsterben. Viele Fischer und Aquafarmer verloren ihre Lebensgrundlage. Auch die Tourismusbranche muss mit Beieinträchtigen rechnen.

Massives Fischsterben, Küste verseucht

Auf einem über 200 km langen Küstenabschnitt setzte Anfang April ein massives Fischsterben ein. Betroffen waren die Provinzen Ha Tinh, Quang Binh, Thua Thien-Hue und Quang Tri. Mehr als 277 Tonnen Fische aus Hoch- und Tiefsee landeten tot an den Stränden der Küstenabschnitte oder starben in zahlreichen Fischfarmen. Dies berichten vietnamesische Medien. -> WEITERLESEN <-

Karibik: Verbot kommerzieller Hai-Fischerei

Gute Nachrichten für Haie: Neue Schutzgebiete in der Karibik

Im Juni 2016 verhängten die Regierungen der Karibik-Inseln St. Maarten und der Kaiman-Inseln in ihren Hoheitsgewässern ein Fangverbot für die kommerzielle Hai-Fischerei. Gleichzeitig gaben Curacao und Grenada bekannt, noch im Laufe des Jahres gleichfalls den kommerziellen Fang von Haien verbieten zu wollen. Damit erhöht sich die Zahl von Haischutzgebieten auf weltweit 14. Sie umfassen eine Fläche von über 15,5 Millionen Quadratkilometern.

Die neuen karibischen Schutzgebiete sind Ergebnis wachsenden Engagements von Karibischen und Pazifischen Staaten, die Ausrottung der Haie zu verhindern. Dieses gründet sich auch auf den Ergebnissen eines internationalen Karibischen Haischutz-Symposium, das in Juni auf St. Maarten stattfand. An dem Treffen von Regierungsvertretern und nichtstaatlichen Haischutzorganisation nahm auch der engagierte Haischützer Sir Richard Branson teil. -> WEITERLESEN <-

EU-Verbot für Grundschleppnetze

Wichtiger Erfolg für den Schutz der Tiefsee in EU-Gewässern

Nach einem zähen, vierjährigen Verhandlungsmarathon hat sich die EU endlich auf ein weitgehendes Verbot für Grundschleppnetze in den Tiefseeregionen des Atlantiks ab einer Meerestiefe von 800 Metern verständigt. Der letztendlich dann doch überraschende Durchbruch im Vermittlungsausschuss kam am letzten Tag der niederländischen Präsidentschaft zu Stande. Meeresschützer wie die Deutsche Stiftung Meeresschutz werten die Entscheidung als wichtigen Erfolg für den Schutz der betroffenen Tiefsee-Ökosysteme: „Dennoch fordern wir weiterhin ein generelles Verbot dieser Fangmethode und der Fischerei in der Tiefsee.

Bodenschleppnetze gehören zu den zerstörerischsten Fischfangmethoden überhaupt. Sie zerstören ein über mehrere Tausend Jahre gewachsenes Tiefseekorallenriff innerhalb von nur einer halben Stunde komplett und unwiederbringlich. Nach Grundschleppnetz-Fangfahrten gleicht der Meeressboden einer öden Mondlandschaft. -> WEITERLESEN <-

MSC-Siegel für überfischten Fisch

Interdisziplinäre Studie zeigt Grenzen MSC-zertifizierter Fischbestände im Nordostatlantik auf

Viele europäische Fischbestände gelten als überfischt oder sind von Überfischung bedroht. Das blaue MSC-Siegel auf Fischprodukten soll garantieren, dass Fisch mit MSC-Zertifizierung aus geprüfter umwelt- und bestandsschonender Fischerei stammt. Damit will man Verbrauchern Sicherheit beim Einkauf vermitteln. In einer interdisziplinären Studie prüften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kollegen die Verlässlichkeit des MSC-Fischlabels an nordeuropäischen Fischbeständen. Ihr Ergebnis: Mehr als zehn Bestände erwiesen sich als stärker befischt als ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar wäre. Die Studie erschien online in der internationalen Fachzeitschrift Marine Policy. -> WEITERLESEN <-

Dramatisch: Weltweite Überfischung

In etwa 30 Jahren werden rund 90 Prozent aller Fischbestände erschöpft sein

Laut einer neuen Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern verschiedener Forschungsinstitute werden derzeit weltweit zwei Drittel der Fischbestände überfischt. Nur bei rund einem Drittel der über 4.700 untersuchten Fischereien konnten die Wissenschaftler Anzeichen für nachhaltige Bewirtschaftung feststellen. Nur hier besteht die Chance, dass sich die Bestände wieder erholen und damit langfristig befischbar sein werden. Die Studie erfasste rund 78 Prozent der weltweiten Fischfangmenge. Und Meeresbiologe Dr. Boris Worm von der Dalhousie-Universität warnt, dass, sollte sich am Grad der Überfischung nichts ändern, in etwa 30 Jahren rund 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände erschöpft sind. -> WEITERLESEN <-

Roter Thun: Giganten auf der Roten Liste

Rote Thunfische sind gewaltige Raubfische

Bei einer Länge von bis zu 5 Metern kann ein ausgewachsener Roter Thun 700 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Doch derart große Thunfsiche sind heute eine Rarität. Denn die räuberischen Giganten stehen wegen ungehemmter Raubfischerei auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Roter Thun – geopfert auf dem Altar der Sushi-Mani

Innerhalb von nur 30 Jahren sind die einst riesigen Bestände zusammengebrochen. Am schlimmsten hat es die Populationen im West-Atlantik getroffen. Ihr Bestand sank seit den 1970er-Jahren auf gerade noch 10 Prozent seiner ursprünglichen Größe. Tendenz weiter fallend. Hauptursachen sind einerseits das geradezu katastrophale Fischereimanagement. Andereseits zieht die weltweite Sushi-Hype die majestätischen Raubfische in den Artentod. Dabei ist Japan weltweit der wichtigste Abnehmer. Für Dosenthunfisch wird Roter Thun dagegen nicht verwendet. Hierfür ist der selten gewordene Fisch viel zu kostbar.

Noch vor 100 Jahren allerdings wurde das streng schmeckende Fleisch allerhöchstens Hunden oder Katzen zugemutet. Zum Speisefisch – und einer begehrten Delikatesse – wurde der Rote erst in den vergangenen 50 Jahren. -> WEITERLESEN <-

Grundschleppnetzfischerei

Steht Dynamitfischerei in Nichts nach

„Fischen mit Grundschleppnetzen ist so, als würde man mit einem Bulldozer in einen Teich fahren, um die Fische zu fangen“, beschreibt der Fischereiexperte Elliot Norse, Präsident des Marine Conservation Biology Institute eine Fischereimethode, die – abgesehen von der Dynamitfischerei – die größten Zerstörungen in der Meeresumwelt anrichtet. Die Bezeichnung Grundschleppnetzfischerei verweist auf Einsatzgebiet und Zielfischarten: am Meeresgrund lebende Grundfische und seit einigen Jahren auch Tiefseefische. Hinter dem noch harmlos klingenden Wort verbirgt sich ein absolut rücksichtsloser und in seinen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt mit keiner anderen legalen Fischereimethode vergleichbarerer Raubbau. Es ist eine Fischerei der verbrannten Erde, bzw. der zerstörten Meere. -> WEITERLESEN <-

Bedrohte Riesen: Walhaie

Wenn sein Name fällt, bekommen nicht nur Taucher große Augen

Doch Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde, dem Walhai (Rhincodon typus), sind selten geworden. Denn Walheifleisch ist vor allem in Asien eine beliebte Delikatesse. Und die große Nachfrage, besonders in Taiwan und Hongkong, und die Aussicht auf über 3.000 € pro erlegtem Walhai verlocken Fischer immer wieder dazu, die Meeresgiganten zu jagen. So sind sie vielerorts bereits ausgestorben oder akut davon bedroht. Kein Wunder also, dass sie heute als gefährdete Art auf der Roten Liste der IUCN stehen. -> WEITERLESEN <-

Langleinenfischerei

Langleinenfischerei trägt massiv zur Überfischung der Weltmeere bei

Zu Anfangs schürte die Langleinenfischerei Hoffnungen auf eine effektive und gleichzeitig selektive Fangtechnik. Was dann folgte, waren Ernüchterung und heftige Kritik. Denn die Langleinenfischerei reißt sowohl Zielfischarten als auch durch horrende Beifangraten zahlreiche Nichtzielarten in den Abgrund. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von 2005 lag die Beifangrate in der Langleinenfischerei bei durchschnittlich ca. 20 Prozent der Gesamtfangmenge. Daher prangern Wissenschaftler und Meeresschützer sie als eine der größten Bedrohungen für Haie und Rochen sowie für Nichtzielarten wie Albatrosse, Fregattvögel oder Meeresschildkröten an. Hinzu kommt die mittlerweile starke Überfischung der Zielfischarten wie Schwarzer Seehecht (Dissostichus eleginoides) im Südpolarmeer oder Roter Thunfisch (Thunnus thynnus) im Mittelmeer, insbesondere durch illegal operierende Piratenfischer. Beide Arten sind mittlerweile fast ausgerottet. -> WEITERLESEN <-

Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten „Shark Finning“, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab. Dann werfen sie die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere zurück ins Meer. Dort sterben sie langsam. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lenge den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. Denn die Fangrate steigt ständig. Doch Haie haben nur wenig Nachwuchs. Viele Arten benötigen bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind. -> WEITERLESEN <-

Großer Erfolg: 25 Jahre SAFE

Das Logo SAFE des internationalen Kontrollprogramms für delfinsicher gefangenen Thunfisch.SAFE fegte „delfintödlichen“ Dosenthunfisch weltweit weitestgehend vom Markt

Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch. Ins Leben gerufen hat es das Earth Island Institute (EII) aus Kalifornien. -> WEITERLESEN <-

Robert Habeck opfert Meerestiere

Massive Verluste an Schweinswalen und Seevögeln in Stellnetzen an den Küsten von Schleswig-Holstein

Der Grund: Eine Vereinbarung über eine freiwillige Netzreduktion, die der grüne Umweltminister Robert Habeck mit dem Landesfischereiverband und dem Fischereischutzverband im vergangenen Jahr getroffen hat. Denn diese geht an den Schutzbedürfnissen völlig vorbei. Wiederholt hatten Umwelt- und Naturschutzorganisationen Habeck scharf wegen der Vereinbarung angegriffen. Denn es ist die umweltpolitische Bankrotterklärung eines grünen Umweltministers. -> WEITERLESEN <-

Kiribati: Fischerei verboten

Logo der Phoenix Islands Protected Area (PIPA)No-Take-Zone so groß wie Kalifornien

Die Regierung des Inselstaats Kiribati verhängte in einem der derzeit größten Meeresschutzgebiete ab Januar 2015 ein Verbot für die kommerzielle Fischerei. Es handelt sich um die über 408.000 km2 umfassende Phoenix Islands Protected Area (PIPA). Das gesamte Schutzgebiet ist jetzt eine „No-Take-Zone“. PIPA ist ungefähr so groß wie Kalifornien. Bislang hatte der auf der Hälfte des Weges zwischen Hawaii und Australien in Mikronesien im Pazifik gelegene Inselstaat  Fischereilizenzen verkauft. Darunter an Fischereien aus Japan, China oder Taiwan. Mit der neuen „No Take Zone“ ist ein sehr artenreiches Meeresgebiet unter Schutz gestellt. Es umfasst elf Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone des aus einer Vielzahl von Inseln bestehenden Kleinstaates. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Aussterben wegen Sushi!

Nordpazifischen Blauflossenthunfische sind die teuersten Fische der Welt. Und bald ausgestorben. Um das zu verhindern, will die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den kommerziellen Fang verbieten. Auch für die Sportfischerei in US-Gewässern soll das Verbot gelten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssen Fischer in US-Gewässern gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freilassen. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. Sie sind Opfer der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als „Maguro“) in Japan. -> WEITERLESEN <-