Industrielle Fischerei

Fisch und Meeresfrüchte gehören mit einem jährlichen Handelswert von über 143 Milliarden Dollar zu den meist gehandelten Gütern der Welt. Folglich ist die industrielle Fischerei auf bestem Wege, unsere Ozeane in eine leblose Wasserwüste zu verwandeln. Denn gnadenlos wird mit immer größerem Aufwand noch der „letzte Fisch“ aus dem Wasser geholt. -> WEITERLESEN <-

Kurze Atempause für Makohaie

Es war ein zähes Ringen. Doch dann einigte sich die Internationale Kommission zum Erhalt des Atlantischen Thunfischs (ICCAT) auf ihrer am 23. November beendeten Jahrestagung doch noch auf ein Anlandeverbot von Kurzflossen-Makohaien aus dem ICCAT-Fanggebiet Nordatlantik. Damit besteht ein faktisches Fangverbot für die im Nordatlantik vom Aussterben bedrohte Haiart. Es gilt jedoch nur für 2 Jahre. Monatelang hatte eine auch von uns unterstützte internationale Allianz aus über 30 Umwelt- und Meeresschutzorganisationen für ein langjähriges, kategorisches Fang- und Anlandeverbot für Makohaie gekämpft. Ein Schritt, den ICCAT-Wissenschaftler seit 2017 empfehlen.

„Kanada, Großbritannien, Senegal und Gabun haben sich auf der ICCAT-Jahrestagung für den Makohai starkgemacht. Leider jedoch besteht die EU, deren Langleinenfischereien für rund 74 % aller Makohai-Fänge im Nordatlantik verantwortlich sind, auf einem befristeten Anlandeverbot. Doch zwei Jahre reichen bei Weitem nicht aus. In dieser kurzen Zeit können sich die völlig überfischten Bestände dieser langsam vermehrenden Haie nicht erholen. Denn dafür benötigt man nach wissenschaftlicher Einschätzung einen Fangstopp von mindestens 50 Jahren“, erklärt der Biologe Ulrich Karlowski von der Deutschen Stiftung Meeresschutz. -> WEITERLESEN <-

Südamerika: Neues Meeresschutzgebiet

Auf der UN-Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow (COP 26) verkündeten die Präsidenten von Ecuador, Kolumbien, Costa Rica und Panama die Einrichtung eines neuen, rund 500.000 km2 großen Meeresschutzgebietes vor Südamerika. Es erweitert und verbindet bereits existierende Schutzgebiete. Dadurch ist der Biodiversitätshotspot der Galapagosinseln (Ecuador) jetzt mit dem Naturreservat rund um die unbewohnte, im Ostpazifik liegende Insel Malpelo (Kolumbien) sowie mit den Nationalparks der Cocos- und Coiba-Inseln (Costa Rica und Panama) verbunden. -> WEITERLESEN <-

Tiefschlag für Tiefseefischer

Zahlreiche Seeberge und anderer Tiefsee-Ökosysteme auf hoher See im Nordwestatlantik sind ab jetzt vor Zerstörung geschützt. Denn seit Ende September sind sie für Tiefseefischer gesperrt. Dies beschloss die 43. Jahrestagung der Nordwestatlantischen Fischereiorganisation (Northwest Atlantic Fisheries Organization/NAFO). Auf Vorschlag der USA und Kanadas schützt die NAFO damit weitreichende Gebiete oberhalb von 4.000 Metern Tiefe vor Umweltfolgen der Grundschleppnetzfischerei. Die Verbotszonen umfassen rund 100.000 Quadratkilometer. -> WEITERLESEN <-