Barbarische Haiflossen-Fischerei

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten „Shark Finning“, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab. Dann werfen sie die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere zurück ins Meer. Dort sterben sie langsam. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lange den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. Denn die Fangrate steigt ständig. Doch Haie haben nur wenig Nachwuchs. Viele Arten benötigen bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind.

Stop Finning – Stop the trade: eine Europäische Bürgerinitiative

Gemeinsam mit vielen anderen Hai- und Meeresschutzorganisationen fordern wir:

Der Handel mit Haiflossen in Europa muss sofort enden! Es wird Zeit, dass die EU endlich konsequente Maßnahmen für den Schutz der Haie durchsetzt!

Gemeinsam haben wir die Chance, den Haischutz zu verbessern. Für eine erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative benötigen wir 1 Millionen Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus der EU bis zum 31. Januar 2022.

JETZT ABSTIMMEN!

Stop Finning – Europäische Bürgerinitiative für ein Haiflossen-Handelsverbot in Europa

Jährlich sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen

Blauhaie bald ausgestorben?

Durch seinen hohen Harnstoffgehalt riecht und schmeckt das Fleisch von Blauhaien stark nach Ammoniak, wenn man es nicht unmittelbar nach dem Fang verarbeitet. Dies ist den Fischern meist zu mühselig. Deshalb schneiden sie stets nur die Flossen ab. Haiflossen-Fischerei ist grausam. Und eine gigantische Verschwendung. Denn fast 99 % eines jeden gefangenen Blauhais verschwinden ungenutzt wieder im Ozean.

Nachfrage übertrifft Angebot

Ein Stapel Haiflossen.

Haiflossen, Hong Kong – Foto: Jessica King, Marine Photobank

Haiflossen gehören zu den teuersten Fischprodukten überhaupt. Doch die Nachfrage übertrifft das Angebot bei Weitem. In über 125 Ländern werden Haiflossen verkauft. Größter Absatzmarkt ist Hongkong. Dort gelten sie als Delikatesse und Statussymbol.

Eine Schale Haifischflossensuppe von bestimmten Arten kann in Hongkong bis zu 400 Euro kosten. Bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung in Fernost können und wollen sich immer mehr Menschen Haiflossenprodukte kaufen. Früher was dies nur einer kleinen wohlhabenden Bevölkerungsschicht vorbehalten.

Haischutz kommt nur sehr schleppend voran

Schon vor fast 30 Jahren warnten Experten auf der neunten Internationalen Artenschutzkonferenz in Fort Lauderdale 1994 vor der drohenden Ausrottung vieler Haiarten. Geschehen ist seitdem allerdings herzlich wenig.

Fotos:
Hai ohne Flossen am Meeresgrund: Nancy Boucha, www.scubasystems.org 2005/Marine Photobank
Verkauf von Haiflossen, Hongkong: Jessica King, Marine Photobank