Dramatisch: Weltweite Überfischung

Die weltweite Überfischung nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Denn laut einer Studie von US-Wissenschaftlern sind weltweit zwei Drittel der Fischbestände überfischt. Die Studie erfasste 4.700 Fischereien und damit rund 78 Prozent der weltweiten Fischfangmenge. Lediglich bei rund einem Drittel fanden die Wissenschaftler Anzeichen für nachhaltige Bewirtschaftung. Doch nur sie bietet die Chance, dass sich die Bestände wieder erholen und langfristig befischbar bleiben. Meeresbiologe Dr. Boris Worm von der Dalhousie-Universität warnt: sollte sich am Grad der Überfischung nichts ändern, sind in etwa 30 Jahren rund 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände verloren.

Appel für ein Ende von Fischereisubventionen und Überfischung

Laut Boris Worm ist es dringend notwendig, dass insbesondere die EU ihre Subventionen für Schiffsdiesel und den Bau neuer Fangboote für nicht nachhaltig und unprofitabel arbeitende Fischereien einstellt. Beispielsweise habe er im Mittelmeer viele nagelneue Fischkutter mit großer Besatzung und viel Fischereigerät, aber nur sehr wenig Fisch an Bord bei der Rückkehr von der Fangfahrt beobachten können.

Umdenken bei Fischern gefordert

Auch die Fischer müssten ihre Methoden umstellen, meint Worm. Denn eine Umstellung auf schonendere Fangmethoden hätte nicht nur ein Ende der Überfischung, eine Erholung der Bestände und damit des Ökosystems zur Folge, sondern auch einen größeren Profit für die Fischer. Sie könnten bei geringerem Treibstoffverbrauch mit weniger Booten unterm Strich mehr Fisch fangen und so ihre Einkommenssituation bereits kurzfristig verbessern.

Weitere Informationen

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