End of Fish Day

Der „End of Fish Day“ markiert das Ende unserer eigenen „Fischreserven“. Von diesem Tag an ist Deutschland rein rechnerisch auf den Import von Fischereiprodukten angewiesen. 2021 fiel er auf den 19. März und trat damit mehr als zwei Wochen früher ein als 2020 und 2019 (5. April.) Denn mit fast 14 kg pro Kopf liegen wir zwar unter dem Weltdurchschnitt von fast 20 kg, essen allerdings weitaus mehr Fisch, als deutsche Fischer fangen oder heimische Aquakulturen bereitstellen können.

Mit dem „End of Fish Day“ machen Slow Food Deutschland und Fair Oceans seit 2019 auf die weltweit anhaltende Krise der Fischerei und die Vernichtung der Artenvielfalt in den Meeren aufmerksam. Der „End of Fish Day“ errechnet sich auf Grundlage von Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Er nimmt so direkten Bezug auf die Analyse der Fischereiwirtschaft durch die Bundesregierung.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlicht in ihrem Jahresbericht über Fischerei und Fischwirtschaft den aktuellen Selbstversorgungsgrad Deutschlands mit Fischereierzeugnissen. Mit dem geringen Selbstversorgungsgrad von 20 Prozent sind wir dabei einer der größten Importeure von Fischereiprodukten auf dem Weltmarkt.

Fish Dependence Day

Von der britischen New Economics Foundation wurde früher auch der „Fish Dependence Day“ berechnet. Das ist der Tag, an dem die europäischen Fischbestände erschöpft sind.