Bedrohte Riesen: Walhaie

Wenn sein Name fällt, bekommen nicht nur Taucher große Augen

Doch Begegnungen mit dem größten Fisch der Erde, dem Walhai (Rhincodon typus), sind selten geworden: Sein Fleisch ist vor allem in Asien eine beliebte Delikatesse. Die große Nachfrage nach Walhai-Fleisch, besonders in Taiwan und Hongkong, und die Aussicht auf über 3.000 € pro erlegtem Walhai verlocken Fischer immer wieder dazu, die Meeresgiganten zu jagen. So sind sie vielerorts bereits ausgestorben oder akut davon bedroht und finden sich heute als gefährdete Art auf der Roten Liste der IUCN wieder. -> WEITERLESEN <-

Langleinenfischerei vernichtet Meerestiere

Raubfischerei: Langleinen tragen massiv zur Überfischung der Weltmeere bei

Mit der Einführung der Langleinenfischerei war anfangs die Hoffnung verbunden, eine effektive und selektive Fangtechnik gefunden zu haben. Was folgte war Ernüchterung und heftige Kritik. Die Langleinenfischerei reißt sowohl die Zielfischarten als auch durch ihre horrenden Beifangraten zahlreiche Nichtzielarten in den Abgrund. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) von 2005 lag die Beifangrate in der Langleinenfischerei bei durchschnittlich ca. 20 Prozent der Gesamtfangmenge. Wissenschaftler und Meeresschützer prangern sie als eine der größten Bedrohungen für Haie und Rochen sowie für Nichtzielarten wie Albatrosse, Fregattvögel oder Meeresschildkröten an. Hinzu kommt die mittlerweile starke Überfischung der Zielfischarten wie dem Schwarzen Seehecht (Dissostichus eleginoides) im Südpolarmeer oder dem Roten Thunfisch (Thunnus thynnus) im Mittelmeer, insbesondere durch illegal operierende Piratenfischer. Beide Arten sind mittlerweile fast ausgerottet. -> WEITERLESEN <-

Barbarische Haiflossen-Fischerei

Jedes Jahr sterben über 38 Millionen Haie allein wegen ihrer Flossen einen grausamen Tod

Bei der gezielten Haiflossen-Fischerei, dem sogenannten „Shark Finning“, schneiden Fischer den Tieren direkt nach dem Fang die Flossen ab, um die schrecklich verstümmelten und nicht mehr schwimmfähigen Tiere anschließend wieder zurück ins Meer zu werfen, wo sie langsam sterben. Meeresschützer und Wissenschaftler befürchten schon lange, dass angesichts der stark gestiegenen Fänge und der sehr langsamen Reproduktionsrate dieser Knorpelfische – Haie haben nur wenig Nachwuchs und bei vielen dauert es bis zu 25 Jahre bis sie geschlechtsreif sind – den vollständigen Zusammenbruch der Bestände bestimmter Arten. -> WEITERLESEN <-

Großer Erfolg: 25 Jahre SAFE

Das Logo SAFE des internationalen Kontrollprogramms für delfinsicher gefangenen Thunfisch.Durch SAFE wurde „delfintödlicher“ Dosenthunfisch weltweit weitestgehend vom Markt gefegt

Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch des Earth Island Institute aus Kalifornien (EII). -> WEITERLESEN <-

Robert Habeck opfert Meerestiere

In einem Stellnetz ertrunkener Schweinswal.

In einem Stellnetz ertrunkener Schweinswal.
Foto: Krzysztof E. Skora

Entlang der Küsten Schleswig-Holsteins sind massive Verluste an Schweinswalen und Seevögeln in Stellnetzen zu befürchten

Der Grund: Eine Vereinbarung über eine freiwillige Netzreduktion, die der grüne Umweltminister Robert Habeck mit dem Landesfischereiverband und dem Fischereischutzverband im vergangenen Jahr getroffen hat, geht an den Schutzbedürfnissen völlig vorbei. Wiederholt hatten Umwelt- und Naturschutzorganisationen Umweltminister Robert Habeck scharf wegen der Vereinbarung angegriffen und sie als „umweltpolitische Bankrotterklärung eines grünen Umweltministers“ bezeichnet. -> WEITERLESEN <-

Kiribati: Rote Karte für Fischer

Logo der Phoenix Islands Protected Area (PIPA)No-Take-Zone so groß wie Kalifornien

Die Regierung des Inselstaats Kiribati hat in einem der derzeit größten Meeresschutzgebiete, der über 408.000 km2 umfassenden Phoenix Islands Protected Area (PIPA), ab Januar 2015 jegliche kommerziellen Fischereiaktivitäten verboten und damit das gesamte Schutzgebiet zur „No-Take-Zone“ erklärt. PIPA ist ungefähr so groß wie Kalifornien. Der mitten im Pazifik, auf der Hälfte des Weges zwischen Hawaii und Australien in Mikronesien gelegene Inselstaat hatte bislang Lizenzen auch an Fischereien aus Japan, China oder Taiwan verkauft. Mit der neuen „No Take Zone“ ist ein sehr artenreiches Meeresgebiet unter Schutz gestellt. Es umfasst elf Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone des aus einer Vielzahl von Inseln bestehenden Kleinstaates. -> WEITERLESEN <-

Der teuerste Fisch der Welt stirbt aus

Ein Schwarm Atlantischer Blauflossen-Thunfische.

Ein Schwarm Atlantischer Blauflossen-Thunfische. Foto: NOAA

Für Sushi!

Die Fischereibehörde der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) will den kommerziellen Fang und die Sportfischerei von Nordpazifischen Blauflossenthunfischen in US-Gewässern verbieten. Falls die NOAA ein Fangverbot verhängt, müssten in US-Gewässern trotzdem gefangene Blauflossenthunfische sofort wieder freigelassen werden. Nach rücksichtsloser, jahrzehntelanger Überfischung, hauptsächlich zur Befriedigung der stetig wachsenden Nachfrage nach Sushi (als „Maguro“) in Japan, soll es nur noch etwa 40.000 ausgewachsene vermehrungsfähige Exemplare dieser Thunfischart im Pazifik geben. Dies entspricht etwa 4 Prozent der ursprünglichen Bestandsgröße. -> WEITERLESEN <-