Hört auf, unseren Ozean zu zerstören

Wir sind kurz davor, unser Ziel von 150.000 Unterschriften zu erreichen! Am 20. Dezember 2021 soll dann die Übergabe an den EU-Kommissar für Umwelt, Ozeane und Fischerei, Virginijus Sinkevičius, stattfinden. Worum geht es bei Stop destroying our ocean? Das Fischen mit Grundschleppnetzen steht der Dynamitfischerei und ihren verheerenden Auswirkungen in nichts nach. Beide gehen mit hohen Beifangverlusten einher, zerstören Meeresböden, setzen große Mengen des in den Sedimenten gespeicherten CO2 frei. Alles was bleibt, ist eine leblose Wasserwüste. Während Dynamitfischerei jedoch international geächtet und illegal ist, bewegen sich Grundschleppnetzfischer im Rahmen geltender Fischereibestimmungen. Auch in den meisten EU-Meeresschutzgebieten. Doch das soll sich ändern. Mit der Bürgerpetition:
👉 Hört auf, unseren Ozean zu zerstören/Stop destroying our ocean

Bürgerpetition „Stop destroying our ocean“

Die auch von uns unterstützte Bürgerpetition „Hört auf, unseren Ozean zu zerstören/Stop destroying our ocean“ wurde von Meeresschutzorganisationen wie Seas At Risk, Oceana und Our Fish auf WeMoveEurope gestartet.

Fischen mit Grundschleppnetzen verursacht hohe Beifangraten.

Grundschleppnetzfischerei verursacht aberwitzig hohe Beifangraten (unbeabsichtigter Fang von Nichtzielarten) von bis zu 90 Prozent – EUO © OCEANA Enrique Talledo

Hiermit können EU-Bürgerinnen und -Bürger die europäischen Entscheidungsträger jetzt auffordern, dass ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten (MPAs) in den EU-Aktionsplan für die Ozeane aufgenommen wird.

Fischereilobby wehrt sich vehement gegen ein Verbot

Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission den EU-Aktionsplan für die Ozeane veröffentlichen. Doch bereits jetzt steht er unter Druck. Denn die Fischereilobby „is not amused“. Sie setzt Politiker unter Druck. Alles soll so bleiben, wie es ist, das Fischen mit Grundschleppnetzen in MPAs weiterhin möglich sein.

Mit ihrer Bürgerpetition wollen wir gemeinsam der Macht der einflussreichen Fischereilobby entschieden entgegentreten.

EU-Fischereipolitiker: Puppen an den Fäden der Fischereilobby

Maßnahmen für besseren Meeresschutz gibt es viele. Beispielsweise selektivere Fangtechniken, Fangquoten, effektive Schutzgebiete und Schonzeiten für gefährdete Fischarten, das Öffnen versperrter Wanderrouten für Zugfische. Nicht nur Meeresschutzorganisationen aus aller Welt fordern dies seit vielen Jahren. Auch wissenschaftliche Ausschüsse von Fischereikommissionen raten immer wieder zu drastischen Einschränkungen.

Doch das Gegenteil passiert. Regelmäßig knickt die EU vor der Fischereilobby ein. Gefälligkeiten für die industrielle Fischerei, z. B. durch Subventionen für Fangflotten unter dem Deckmantel einer nachhaltigen Fischerei sind an der Tagesordnung. So ist Grundschleppnetzfischerei zwar in Teilbereichen der deutschen Meeresschutzgebiete in der Nordsee verboten, nicht jedoch in der Ostsee. Bis der „letzte Fisch“ gefischt sein wird …

👉 Ihre Stimme für STOP DESTROYING OUR OCEAN auf WeMoveEurope

Stop destroying our ocean - Kampagne gegen das Fischen mit Grundschleppnetzen in Meeresschutzgebieten