Europäische Woche der Abfallvermeidung

Auch als Kontrapunkt zum Shopping- und Verpackungswahn von Black Friday (27.11.), Cyber Monday (30.11.) und Black Week begann am 21. November die elfte Europäische Woche der Abfallvermeidung. Es ist die größte Kommunikationskampagne zu Abfallvermeidung und Wiederverwendung in Europa. Unter dem Motto „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“ wollen die Veranstalter praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Dabei sollen alle Europäer dafür sensibilisiert werden, mit Alltagsgegenständen und dem Ressourcenverbrauch bewusster umzugehen und, wo es geht, Abfälle zu vermeiden. Aufgrund des gegenwärtigen Infektionsgeschehens werden viele Aktionen digital durchgeführt.

„Die Europäische Woche der Abfallvermeidung soll uns dieses Jahr dazu animieren, hinter die Kulissen zu blicken, um Abfälle auch dort zu vermeiden, wo sie uns auf den ersten Blick verborgen bleiben. Die umweltschonende Antwort auf weiterhin steigenden Ressourcenverbrauch und immer mehr Abfall heißt Vermeidung,“ erläutert der Präsident des Umweltbundesamts Dirk Messner.

Banner der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. -> WEITERLESEN <-

One Planet – One Ocean

Virtuelle Online-Vorlesungsreihe: Von zu Hause mehr über die Ozeane lernen

Wer mehr über das Ökosystem Ozean lernen möchte, der kann sich vom 1. September 2020 bis zum 31. August 2021 jederzeit für den kostenfreien englischsprachigen Onlinekurs „One Planet – One Ocean: From Science to Solutions / Vom Wissen zu nachhaltigen Lösungsansätzen“ anmelden. Vorwissen ist dabei nicht erforderlich.


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Schnelltest zur Korallengesundheit

Korallen im Stresstest „aus der Box“

Ein Forschungsteam um den Konstanzer Biologen Prof. Dr. Christian Voolstra hat einen Schnelltest zur Überprüfung der Hitzeresistenz von Korallen entwickelt. Das Verfahren CBASS (Coral Bleaching Automated Stress System) macht es möglich, Korallen vor Ort mittels einer Testbox binnen eines Tages auf ihre Hitzebeständigkeit zu testen. Mit den gängigen Labortests dauert dies dagegen mehrere Wochen. Aussagen zum Gesundheitszustand eines Riffs liegen mit CBASS innerhalb von 18 Stunden vor. So ist schnell klar, wie gefährdet ein Riff gerade ist. Ob es stirbt. Ob es eine Chance hat und sich mit Restaurationsmaßnahmen das Schlimmste noch aufhalten lässt. -> WEITERLESEN <-

Rettungsplan für die Meere bis 2030

10 Jahre für den Schutz der Meere?

Mehr als 100 Umweltschutzorganisationen präsentieren Rettungsplan für gesunde Meere bis 2030

Heute präsentieren 102 Umweltschutzorganisationen, darunter die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM), Seas At Risk und die Surfrider Foundation Europe das „Blaue Manifest – Blue Manifesto – The Roadmap to a Healthy Ocean in 2030“. Mit diesem Rettungsplan für die Meere werden konkrete Maßnahmen beschrieben, die innerhalb von 10 Jahren umgesetzt werden müssen, um das Ruder herumzureißen. Nur so werde die zunehmende Zerstörung und Verschmutzung der Meere und Küsten umzukehren sein.

Die Organisationen fordern daher unter anderem:

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CO2-Ausstoß im Urlaub nebensächlich

CO2-Ausstoß spielt für den Urlaub 2019 kaum eine Rolle – Ergebnis einer repräsentativen Umfrage

Die Vorbereitungen für Sommerferien 2019 sind in vollem Gange. Doch allen hitzigen Diskussionen ums Weltklima oder den Demos der “Fridays for Future”-Bewegung zum Trotz, heben 40 Prozent der Deutschen im Sommerurlaub ab. Ab in den Flieger. Und der CO2-Ausstoß im Urlaub spielt für sie keine Rollle. Denn nur eine Minderheit will ihn kompensieren. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Ökostromanbieters LichtBlick.

Nur 17 Prozent der Flugreisenden wollen den CO2-Ausstoß im Urlaub kompensieren

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in die langersehnten Ferien geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent fahren mit dem Auto, 40 Prozent fliegen. Lediglich 16 Prozent nutzen die Bahn, 7 Prozent einen Fernbus, 2 Prozent ein Kreuzfahrschiff. -> WEITERLESEN <-

Artenschutz größtes Problem unseres Jahrhunderts

Der Verlust von Biodiversität könnte auf lange Sicht bedeuten, dass wir nichts mehr zu essen haben

Dirk Steffens.

“Artenschutz ist das größte Problem unseres Jahrhunderts”, sagt Tierfilmer und “Terra X”-Moderator Dirk Steffens im Titelinterview mit DB MOBIL. Quelle: obs/TERRITORY

Dirk Steffens traut sich was: “Das Artensterben ist möglicherweise das größte Menschheitsproblem unseres Jahrhunderts. Wir haben das Gefühl entwickelt, dass alles wieder gut wird, wenn wir die Klimakatastrophe in den Griff bekommen. Aber das stimmt nicht.” Darf man das sagen? Man darf! Man muss!

Seit 25 Jahren ist der Journalist Dirk Steffens als Tierfilmer unterwegs, füllt mit seinen Vorträgen Arenen. Im Interview mit der November-Ausgabe der DB MOBIL räumt Steffens im Magazin der Deutschen Bahn mit Missverständnissen im Artenschutz auf: “Es geht eben nicht nur um Eisbären und Pandas. Wenn die Eisbären morgen aussterben, hat das keine Folgen für unseren Alltag. Die spielen für uns gar keine Rolle.”

Der 50-jährige Moderator (u. a. “Terra X”, “Steffens entdeckt”, “Terra Xpress”) scheucht heilige Kühe übers Eis. So etwa wenn er mit der provokanten These, Palmöl-Produkte nicht pauschal zu boykottieren, auch wenn für diese in großem Maße Tropenwälder gerodet werden, für einige Irritationen sorgen und wenig Beifall einheimsen dürfte.

Denn laut Steffens müsste das Pflanzenfett bei einem Palmöl-Boykott hierzulande produziert werden, was “ökologisch möglicherweise die noch größere Katastrophe” bedeute: „Wir benehmen uns wie ein Affe am Schaltpult im Atomkraftwerk. Er ist intelligent genug, die Knöpfe zu bedienen, aber er ahnt nicht, was passiert, wenn er einen bestimmten Knopf drückt. Wenn es gut läuft, geht im Klo nur das Licht aus. Aber wenn es schlecht läuft, gibt es eine Kernschmelze.“

Das Ganze ist übergroß

Steffens brennt für die Artenvielfalt: „Das Ganze ist so übergroß, und es hat Besitz von meinem Leben ergriffen. Fast alles, was ich mache, hat mit Biodiversität zu tun. Das finde ich manchmal Furcht einflößend.“

Lesen Sie nachfolgend das vollständige Interview mit Dirk Steffens aus DB MOBIL
(mit freundlicher Genehmigung von TERRITORY).
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Niederlande: Einzigartiges Fischschutzprojekt

Großartig: Niederländer hauen Loch in Deich und bauen Fischmigrationsfluss – damit Fische wieder wandern können!

Während in der ganzen Welt als Antwort auf den durch den Klimawandel steigenden Meeresspiegel Deiche verstärkt und erhöht werden, durchbrechen die Niederländer kurzerhand gewohnte Muster. Sie hauen ein Loch in den Deich! Klingt verrückt, ist es aber nicht. Denn bislang ist das schnurgerade, 32 Kilometer lange Bollwerk (Afsluitdijk) inmitten des Meeres, welches das Ijsselmeer eingrenzt, ein einziges Hindernis für viele Zugfische. Sie können nicht mehr zwischen ihren Lebens- und Laichgebieten vom Süß- ins Salzwasser und umgekehrt wechseln. Das soll sich nun ab 2022 mit dem Fischschutzprojekt „Fischmigrationsfluss Abschlussdeich“ ändern. -> WEITERLESEN <-

Wenn Eisbären das Eis fehlt

Immer weniger Eisbären in der südlichen Beaufortsee

In der Beaufortsee vor der Küste von Alaska und der kanadischen Territorien Yukon und Nordwest gibt es immer weniger Eisbären. Hauptgrund sind die in den letzten Jahren durch den Klimawandel immer stärker schwindenden Eisflächen in diesem etwa 476.000 km² großen Teil des Nordpolarmeeres. Besonders Eisbärenbabys sowie ältere und kranke Bären stellt der sich verändernde Lebensraum vor ernsthafte Überlebensprobleme. Im April 2016 veröffentlichen Wissenschaftlern der Universität von Alberta eine wichtige Studie zum Rückgang der Eisbären. Demnach  müssen die majestätischen Bären besonders in der Beaufortsee immer weitere Strecken zwischen Eisschollen zurücklegen, um dort Robben zu jagen. Damit wird es für sie immer schwieriger, die notwendigen Fettreserven für den langen arktischen Winter anzulegen. -> WEITERLESEN <-

Explosive Offshore-Windkraft

Zunahme von Vernichtungssprengungen durch Ausbau der Offshore-Windkraft

Umwelt- und Meeresschützer warnen vor massiven Umweltschäden durch die Sprengung von Munitionsaltlasten im Zuge des forcierten Aufbaus von Offshore-Windkraftparks in Nord- und Ostsee. Experten schätzen, dass Allierte und Wehrmacht während und nach dem 2. Weltkrieg rund 1,6 Millionen Tonnen Munitionsaltlasten in deutschen Gewässern versenkten. Heute, siebzig Jahre später, ist die vor sich hin rottende Munition ein gewaltiges Umweltproblem. Zusätzlich verschärft wird es nun durch den Ausbau der Offshore-Windkraft. -> WEITERLESEN <-