Erfolgreicher Einsatz gegen Meeresmüll

Unsere Partner von BandaSEA arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Müllsituation in der indonesischen Bandasee. In dem mit mehr als 17.000 Inseln größten Inselstaat und der viertgrößten Bevölkerung der Welt wird weltweit am zweithäufigsten Müll im Meer entsorgt. Eine der wesentlichen Ursachen ist, dass es auf vielen Inseln kein kommunales Entsorgungssystem für Haus- und anderen Müll gibt. Seit ihren Anfängen im Jahr 2010 haben die Meeresschützer schon sehr viel bei ihrem Einsatz gegen Meeresmüll erreicht: Sie bauten auf mehreren Banda-Inseln lokale Müllabfuhren auf. 2021 brachten sie die erste schwimmende Müllabfuhr Indonesiens an den Start. In den letzten Monaten gab es weitere erfreuliche Entwicklungen. -> WEITERLESEN <-

Erdölsuche vor Südafrika: Gericht stoppt Shell

Erfolg für den Meeresschutz: Shell muss seismische Explorationen zur Erdölsuche vor der Ostküste Südafrikas vorerst einstellen! Als hätte es die UN-Klimakonferenz COP26 im November nicht gegeben, setzen Shell und die Regierung von Südafrika weiterhin auf die Erschließung neuer fossiler Energiequellen.

So begann der Ölgigant Anfang Dezember, gegen erhebliche Proteste, mit der Erdölsuche vor der Ostküste von Südafrika. Dabei kommen infernalisch laute 3-D-Echolote zum Einsatz. Diese Schallkanonen (Airguns) erzeugen für Meerestiere aller Art schädigende, mitunter tödliche Schalldrücke. Die Explorationen sollten 5 Monate lang dauern, mit rund um die Uhr feuernden Airguns. Wir unterstützen südafrikanische Meeresschützer bei ihrem Kampf gegen die rücksichtslose Zerstörung von Meeresökosystemen. Nachdem ein erster Versuch, die Seismik mit einem Eilantrag vor Gericht, zu stoppen, scheiterte, war ein weiterer Eilantrag am 28.12.2021 erfolgreich. Das Hohe Gericht in Grahamstown in der Provinz Ostkap urteilte zugunsten der Umweltschützer. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen … -> WEITERLESEN <-

Munition im Meer: Projekt North Sea Wrecks

Bericht von Sven Koschinski als Vertreter der Deutschen Stiftung Meeresschutz Das Projekt North Sea Wrecks des Deutschen Schifffahrtsmuseums untersucht die Gefährdung durch Munition in der Nordsee. Der Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen war bislang auf die Ostsee ausgerichtet. Ein Arbeitspaket des Projekts zielt darauf, die Gefährdung durch Munition im Meer bekannter zu machen. Dazu diente der Workshop „Umweltbildung im Meeresschutz – Potenziale von Gaming, interaktiven Tools und Citizen Science ausloten!“, der am 1. September in Hamburg stattfand. -> WEITERLESEN <-

Warnung vor The Ocean Cleanup

Das vom Niederländer Boyan Slat initiierte Ocean Cleanup Projekt will Unmögliches. Mit Hilfe speziell entwickelter Ozean-Filter-Systeme (lange Meeresreusen) will man 90 Prozent des gesamten Kunststoffabfalls aus den Weltmeeren fischen. Zuerst ist der Große Pazifische Müllteppich an der Reihe. Trotz vielfältiger Kritik an Sinnhaftigkeit, Effektivität, Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit des Vorhabens. Erste Versuche mit dem „Wilson“ genannten System 001 waren wenig erfolgreich. Seit Mitte 2021 ist nun System 002, Codename „Jenny“, mit ersten Tests im Einsatz. -> WEITERLESEN <-