Tödliche Plastikabfälle

Edgar Allen Poe würde heute wohl eher über einen „Sturz in den Müllstrom“, denn von einem in einen Mahlstrom erzählen

Die Meere drohen an dem, was bei der Zivilisation hinten heraus kommt, zu ersticken. Von den jährlich mehr als 125 Millionen Tonnen Kunststoff, die wir produzieren, landet ein beträchtlicher Teil als tödlicher Platikmüll im Meer. Plastikabfälle werden nicht nur an Stränden zurückgelassen oder von Schiffen aus ins Wasser geworfen. Sie gehen als Netzreste aus der Fischerei verloren oder werden gezielt im Meer als Abfallbeseitigung versenkt. Ein beträchtlicher Anteil wird von Flüssen und Wind ins Meer geschwemmt und getragen. Hätten Kolumbus und seine Männer ihre Lebensmittel schon in Plastiktüten transportiert – die Reste davon würden sich noch heute an Amerikas oder, je nach Strömungslage, auch an viel weiter entfernten Stränden finden. Insofern haben die Meere sogar noch Glück, dass sich Plastik, als wesentlicher Bestandteil der industriellen Wegwerf-Gesellschaft, erst seit dem vergangenen Jahrhundert so großer Beliebtheit erfreut.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) bestehen drei Viertel des Mülls im Meer aus Kunststoffen. Durchschnittlich treiben etwa 13.000 Plastikmüllpartikel auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. -> WEITERLESEN <-

Wal- und Delfinfleisch voller Quecksilber

Verzehr von Wal- und Delfinfleisch ist mit unkalkulierbaren Gesundheitsrisiken verbunden

In Japan oder auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln wird immer noch Fleisch von Meeressäugern verzehrt. In Kanada und Grönland gehört Fleisch und Speck von Beluga- und Narwalen zum Speiseplan der Inuit, obwohl kanadische Gesundheitsbehörden bereits 2011 nach umfassenden Untersuchungen an Grundschulkindern warnten, dass Quecksilberbelastungen während der Schwangerschaft „schwache intellektuelle Leistungen“ zur Folge hätten. -> WEITERLESEN <-

Schiffslärm: taube Pottwale

Schwerhöriger Moby Dick: Pottwale vor den Kanaren mit Hörschäden

Die Ozeane sind nicht mehr still. Ständig dröhnen und hämmern schwere Schiffsdiesel, Offshore-Bohrinseln oder infernalisch laute Airguns bei seismischen Untersuchungen. So hat sich innerhalb der vergangenen vierzig Jahre der Schallpegel im Pazifischen Ozean verzehnfacht. Gleichzeitig häufen sich Meldungen über Strandungen von Delfinen und Walen. Der Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und Schäden bei den sich akustisch orientierenden Meeressäugern sowie damit verbundene Strandungsereignisse ist mittlerweile unstrittig. Meeresschützer sehen in anthropogen erzeugtem Lärm heutzutage einen maßgeblichen Bedrohungsfaktor für Meeressäuger. Deutlich zeigen sich die Auswirkungen bereits bei den vor den Kanarischen Inseln lebenden Pottwalen, deren Gehör durch den andauernden Schiffslärm immer schlechter wird. -> WEITERLESEN <-

PCB verursachte Zwitterbildung bei Eisbären

Ursache ist die Hintergrundbelastung der Umwelt durch in der Vergangenheit eingesetzte Gifte

In der Nähe der Svalbard-Insel (Spitzbergen) in der Barentssee entdeckten norwegische Wissenschaftler 2008 sieben weibliche Pseudohermaphroditen-Eisbären. Die Tiere wiesen sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane auf. Die Forscher gehen davon aus, dass die Zwitterbildung auf das Umweltgift PCB (polychlorierte Biphenyle), das sich im Fettgeweben der Bären angereichert hat, zurückzuführen ist. -> WEITERLESEN <-

Polychlorierte Biphenyle (PCB)

PCB: Inbegriff für die Gefahren weltweiter Umweltkontamination

Chemisch gesehen gehören Polychlorierte Biphenyle (PCB) zu den chlorierten Kohlenwasserstoffen. Sie gehören zum „Dreckigen Dutzend“ krebserregender und hochgiftiger Umweltgifte und entstehen durch unkontrollierte Chlorierung von Biphenyl. Es handelt sich um ein Substanzgemisch, das je nach Chlormenge die Konsistenz eines dünnflüssigen Öls, von Wachs oder die Zähigkeit von Harz haben kann. -> WEITERLESEN <-