Positive Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt

Meeresumwelt-Symposium: Deutlicher Rückgang umweltbelastender Chemikalien in Nord- und Ostsee

Einige Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt sind in den letzten Jahren erheblich voran gekommen. So ging die Belastung mir  umweltbelastenden Chemikalien auf Grund gesetzlicher Regulierung in Nord- und Ostsee deutlich zurück. Besonders Substanzen im Bereich der Flammschutzmittel nahmen bereits im Vorfeld des ab 2020 geltenden Verbotes ab. Das sind einige Ergebnisse aus dem 28. Meeresumwelt-Symposium des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). 2018 lagen die Schwerpunkte auf Vorhaben zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 14 „Schutz und Nachhaltige Nutzung der Meere und ihrer Ressourcen“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Deshalb ging es besonders um Fragen aus „Schifffahrt und Umwelt“, „Meeresmüll„, „Offshore-Windenergie und Seevögel“ und „Nachhaltige Aquakultur“.

Das Meeresumwelt-Symposium ist die wichtigste interdisziplinäre Plattform zu Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt in Deutschland. Jährlich diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Umweltverbänden die drängenden Fragen und aktuellen Erkenntnisse zum Schutz der Meere.

Positive Ergebnisse motivieren Nutzer der Meere, sich weiter dem Umweltschutz zu verschreiben

Toter Ammenhai mit Netzresten im Maul.

Toter Ammenhai mit Netzresten im Maul. Foto: Aaron O’Dea/Marine Photobank.

Internationale Übereinkommen zum Schutz der Umwelt können wirken. Dies betonte BSH-Präsidentin und maritime Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO, Monika Breuch-Moritz, in ihrer Eröffnungsrede: „Diese positiven Ergebnisse motivieren die Nutzer der Meere, sich weiter dem Umweltschutz zu verschreiben“, betonte sie vor rund 400 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Umweltschutzverbänden, Politik und Medien. „Gerade beim Kampf gegen Müll im Meer ist es erforderlich, weltweit bei den Hauptbelastungspfaden von Land aus anzusetzen, um möglichst effektiv die Meeresumwelt zu schützen. “ In der Folge profitiere davon auch die dortige Bevölkerung.

Auch erste Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen des Verhaltens von Seetaucher, Trottellumme und Dreizehenmöwe im Bereich von Offshore-Windparks waren Bestandteil der Diskussionen.

Die Untersuchungen zu Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt hatte das BSH gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegeben. Insbesondere, um die neuesten Erkenntnisse aus dem Betriebsmonitoring von Windparks auswerten zu lassen. Jetzt werden diese Erkenntnisse in den Entwurf des Flächenentwicklungsplans von Nord- und Ostsee einfließen.
Quelle: BSH

Kontakt: Susanne Kehrhahn-Eyrich | presse@bsh.de | www.bsh.de