Meeresschutzgebiete – Übersicht

Es besteht nicht der geringste Zweifel. Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas/MPAs) sind entscheidend sind für die Bewahrung der ökologischen Vielfalt der Meere. Entscheidend für die Regeneration erschöpfter Fischbestände. Entscheidend für die Eingrenzung der Folgen des Klimawandels.

MPAs sollen die biologische Vielfalt sichern und sie vor abwendbaren Gefahren schützen. Außerdem können sie dort, wo die Artenvielfalt bereits zurückgegangen ist, dafür sorgen, dass sie sich wieder regeneriert. Doch viele existieren nur auf dem Papier.

Zudem herrscht Verwirrung über die Definition von „Schutz“ und die Erwartungen an die Wirkung von Meeresschutzgebieten. In manchen MPAs ist keinerlei menschliche Nutzung zugelassen. Noch sind das viel zu wenige, doch diese MPAs erfüllen die in sie gesteckten Erwartungen. -> WEITERLESEN <-

Aus für eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt?

Nach Informationen des neuseeländischen TV-Senders „1 News“ hat die Regierung des pazifischen Kleinstaates Kiribati beschlossen, eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt, Phoenix Islands Protected Area (PIPA), für die kommerzielle Fischerei freizugeben. Außerdem will man PIPA als UNESCO-Welterbe abmelden. Die Regierung hofft, dadurch jährlich bis zu 200 Millionen Dollar aus der Vergabe von Thunfischfanglizenzen einnehmen zu können. Doch nicht nur das. Vieles deutet darauf hin, dass China die Entscheidung maßgeblich vorangetrieben hat. Denn es sieht in der PIPA Potenzial für seine gegen die USA gerichteten strategisch-militärischen Interessen.

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Südamerika: Neues Meeresschutzgebiet

Auf der UN-Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow (COP 26) verkündeten die Präsidenten von Ecuador, Kolumbien, Costa Rica und Panama die Einrichtung eines neuen, rund 500.000 km2 großen Meeresschutzgebietes vor Südamerika. Es erweitert und verbindet bereits existierende Schutzgebiete. Dadurch ist der Biodiversitätshotspot der Galapagosinseln (Ecuador) jetzt mit dem Naturreservat rund um die unbewohnte, im Ostpazifik liegende Insel Malpelo (Kolumbien) sowie mit den Nationalparks der Cocos- und Coiba-Inseln (Costa Rica und Panama) verbunden. -> WEITERLESEN <-

Keine neuen Antarktis-Schutzgebiete!

Wie bereits im vergangenen Jahr endete die diesjährige Jahrestagung der Antarktis-Kommission (CCAMLR) mit einer großen Enttäuschung. Das fünfte Jahr in Folge scheiterte die Ausweisung von drei großen Antarktis-Schutzgebieten. Dies hatten unter anderem die Kampagne Antarctica2020, führende Wissenschaftler und 1,5 Millionen Menschen gefordert. Doch erneut blockierten China und Russland. Mit der Schaffung des 1,8 Millionen km2 großen „Weddel Sea“-Schutzgebietes wäre immerhin das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstanden. Wie schon 2020 scheiterte die Staatengemeinschaft damit – wenn auch verspätet –, das Unterziel 14.5 des UN-Nachhaltigkeitsziels 14 „Leben unter Wasser“ (SDG 14) doch noch zu erreichen. Dieses sieht vor, dass bis Ende 2020 rund 10 % der Weltmeere unter Schutz stehen sollten.

👉 offener Brief führender Meereswissenschaftler an die CCAMLR und ihre 26 Mitglieder:
Scientist Letter for the Southern Ocean

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