Kermadec Ocean Sanctuary

Neuseeland hat die Einrichtung einer riesigen Schutzzone angekündigt. Es ist das Kermadec Ocean Sanctuary. Es umfasst eine Fläche von 620.000 km². Damit ist es größer als Frankreich. In der noch weitestgehend unberührten Region sind nun für die Meeresumwelt negative Aktivitäten verboten. Dazu zählen Fischfang (No-Take-Zone) oder die Suche nach Bodenschätzen. In den Gewässern rund um die im südwestlichen Pazifik gelegenen, unbewohnten Kermadecinseln leben zahlreiche seltene und bedrohte Arten. Darunter mindestens 35 Delfin- und Walarten, Meeresschildkröten und Vögel.

No-Take-Zone größer als Frankreich

Ein Kermadec-Sturmvogel in der Luft.

Foto: Brook Whylie/NewZealand Government, Ministry for the Environment

Der im gesamten Südpazifik beheimatete Kermadec-Sturmvogel ist nach diesen Inseln benannt. Denn man kann hier ganzjährig beobachten.

Regierungschef John Key stellte die Pläne Ende September 2015 am Rande einer UN-Vollversammlung in New York vor.

Offensichtlich überrascht wurde die Fisch- und Bergbauindustrie Neuseelands. Sie erhielt keinerlei “Vorwarnung” über die Einrichtung des Schutzgebiets.

 

Galapagoshai im Kermadec Ocean Sanctuary (Kermadecinseln).

Galapagoshai im Kermadec Ocean Sanctuary (Kermadecinseln) – Foto: Malcolm Francis NIWA

 

Seegurken in der Tiefsee-, Kermadec Ocean Sanctuary.

Foto: Malcolm Clark NIWA/NOAA

 

MPA Kermadec Ocean Sanctuary (Kermadecinseln)

Lage des MPA Kermadec Ocean Sanctuary (Kermadecinseln) nördlich von Neuseeland.

Foto oben: Malcom Francis/NewZealand Government, Ministry for the Environment